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Risale-i Nur lesen -Fünfundzwanzigstes Wort - Abhandlung über die Wunder des Qur'an
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<blockquote data-quote="ABDULLAH4" data-source="post: 284418" data-attributes="member: 1004566"><p><strong>Cevap: Risale-i Nur lesen -Fünfundzwanzigstes Wort - Abhandlung über die Wunder des Qur'an</strong></p><p></p><p>[h=1]Dritte Flamme[/h]</p><p><strong>Dritte Flamme:</strong> Diese Flamme hat drei Strahlen.</p><p></p><p> <strong>Erster Strahl:</strong> Einer der überwältigenden Aspekte des Qur'an, der als solcher nicht nur in sich selbst, als auch in der Art seiner Verkündigung ein Wunder ist, wurde bereits im <a href="http://www.designe-ligne.de/de/risale/gesamtwerke/worte/wort13.html" target="_blank">»Dreizehnten Wort«</a> erklärt. Er wird jedoch hier in diesem Zusammenhang noch einmal angeführt, um ihn in die Reihe seiner Geschwister, der übrigen Aspekte zu stellen, welche ebenfalls dieses Wunder zeigen.</p><p> So ist denn jeder einzelne Vers des Qur'an wie ein Stern von durchdringendem Glanz (Sure 86, 3). Wenn du sehen und erleben willst, wie er die Erkenntnis der Wunder und das Licht der Rechtleitung verbreitet und dadurch die Finsternis des Unglaubens und der Gottvergessenheit vertreibt, versetze dich zu jener Zeit der Unwissenheit (Djahiliyah) in die Wüste der Beduinen, jene Zeit, in der alles in der Finsternis der Unwissenheit und Gottvergessenheit wie in ein Tuch gewickelt schien, das nur noch leblose Dinge und eine seelenlose Natur übrig ließ. Dann komm und höre nun in der Sprache des Qur'an</p><p></p><p></p><p> »Es preist Allah, was in den Himmeln und was auf Erden ist, den König, den Heiligen, den Mächtigen, den Weisen.« (Sure 57, 1 u. 62, 1)</p><p></p><p></p><p></p><p>und ähnliche Verse. So wirst du plötzlich sehen, wie diese leb- und seelenlos erscheinenden Dinge, die scheinbar toten oder schlafenden Wesen in dieser Welt, unter der Rezitation des</p><p></p><p></p><p> »Es preist...«</p><p></p><p></p><p></p><p>in der vom Glauben erfüllten Vorstellung der Zuhörer zum Leben erwachen, auferstehen und Gott preisen. Auch die Sterne am nachtdunklen Antlitz des Himmels zeigen sich jeder einem glühenden Stückchen Kohle gleich und die über die Erde verstreuten Geschöpfe erscheinen vor den Augen der Zuhörer unter der Rezitation des</p><p></p><p></p><p> »Es preisen Ihn die sieben Himmel und die Erde.« (Sure 17, 44)</p><p></p><p></p><p></p><p>wobei der Himmel dem Mund gleicht, jeder Stern ein Wort ist, das die Weisheit Gottes verkündet, ein Licht, das die Wahrheit ausstrahlt und die Erde das Haupt darstellt, die Länder und Meere wie deren Zunge reden und alle Tiere und Pflanzen ihre Worte sind, die die Heiligkeit Gottes verkünden.</p><p> Schaust du jedoch aus heutiger Zeit in jene Zeit zurück, kannst du sicherlich die Feinheiten in den oben geschilderten Vorgängen nicht miterleben. Ja, betrachtest du sie in einer Welt, in der sich seit jener Zeit das Licht ausgebreitet hat und im Laufe der Zeit zu einem allgemeinen Leuchten geworden ist und die noch von anderen Lichtern des Islam überstrahlt wird und unter der Sonne des Qur'an die Farbe des Tages angenommen hat, oder wenn du durch deinen Schleier der Oberflächlichkeit und Gewohnheit blickst, dann kannst du sicher nicht recht erfahren, welch eine Finsternis ein jeder Qur'anvers erleuchtet und mit welch einem köstlich hellen, wundersamen Klang er sie vertrieben hat. So kannst du diese Art Wunder unter vielen anderen Arten von Wundern des Qur'an mit deinen Sinnen nicht erfassen. Wenn du das Wunder des Qur'an, der ein Wunder seiner Verkündigung ist, in seiner höchsten Stufe betrachten willst, dann komm und höre das folgende Gleichnis. Es ist dies wie folgt:</p><p> Versuchen wir uns einmal einen sehr hohen und weit ausladenden, einen einzigartigen, Staunen erregenden Baum vorzustellen, der durch eine Art Tarnkappe verborgen und in ein großes Tuch eingewickelt sein soll. Nun ist ja bekannt, dass zwischen den Zweigen, Früchten, Blättern, Blüten und allem, was zu einem Baum gehört, ein Verhältnis, eine Proportionalität, ein Gleichgewicht bestehen muss, ähnlich dem unter den Organen des Menschen. Jedes Teil erhält also nach der Art des Baumes seine Form, das ihm entsprechende Aussehen. Jetzt trete jemand auf, der von diesem noch nie gesehenen und auch tatsächlich nicht sichtbaren Baum auf einer Leinwand ein wohlproportioniertes Bild malen soll, mit allen seinen Teilen, von ihm einen Entwurf machen mit Stamm, Ästen und Zweigen, bis hin zu den Blättern und Früchten, eine wohlausgewogene Skizze anfertigen, eine stimmige Zeichnung entwerfen soll, wobei er während seiner Arbeit, mitten zwischen ihrem Anfang und ihrem noch unendlich weit entfernten Ende die einzelnen Teile entsprechend ihrer tatsächlichen Form und Gestalt darstellen müsste. Es bliebe dann mit Sicherheit kein Zweifel daran, dass der Maler diesen unsichtbaren Baum mit seinem Blick, der in das Unsichtbare schaut, betrachtet und danach beschreibt.</p><p> Genauso erklärt auch der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, das Bild von der Welt der unerschaffenen Möglichkeiten. (Dies ist das Bild vom Baum der Schöpfung, der sich vom Anbeginn der Welt bis in die Unendlichkeit der Ewigkeit und von der Erde bis zum Thron Gottes und vom Atom bis hin zur Sonne ausbreitet.) Diese Offenbarungsschrift hat bei der Beschreibung dieses Bildes die Proportionalität so weit im Auge behalten und jeden Teil und jede Frucht dieses Baumes dementsprechend ins Bild gesetzt, dass alle Kenner der Wahrheit, am Ende ihrer Forschung, in Anbetracht der Beschreibung des Qur'an »Maschaallah, Barekallah« gesagt haben. Zudem haben sie gesagt: »Oh weiser Qur'an, du bist der, der die tiefe Wahrheit des Kosmos und die verschiedenen Geheimnisse der Schöpfung aufgedeckt und enthüllt hast.«</p><p></p><p></p><p> »Es preisen Ihn die sieben Himmel und die Erde.« (Sure 17, 44)</p><p></p><p></p><p></p><p>Wir stellen die Namen und Attribute Gottes, die Taten und Handlungen Seiner Herrschaft in Form eines Tuba-Baumes aus Licht dar. Die weit ausladenden Äste dieses lichtstrahlenden Baumes strecken sich bis in alle Ewigkeiten aus. Seine Grenzen breiten und dehnen sich in den unendlichen Raum hinein und umfassen ihn. Die Grenze seiner Ausdehnung reicht von</p><p></p><p></p><p> »Allah dringt zwischen des Menschen Inneres und sein Herz.« (Sure 8, 24) »Allah lässt Kerne und Körner keimen.« (Sure 6, 95)</p><p></p><p></p><p></p><p> bis zur Grenze von</p><p></p><p></p><p> »Und die Himmel werden zusammengerollt sein in Seiner Rechten.« (Sure 39, 67) »Er schuf die Himmel und die Erde in sechs Tagen.« (Sure 7, 35)</p><p></p><p></p><p></p><p>Der weise Qur'an hat diese leuchtende Wahrheit von den Namen, Attributen, Taten und Handlungen (Gottes) auf eine solche Weise erklärt, dass die einzelnen Zweige und Äste mit ihren Früchten und allem, was der Baum an Nutzbarem hervorbringt, miteinander harmonieren, zueinander passen, einander entsprechen, ohne sich gegenseitig in ihrer Entfaltung zu behindern, einander in ihren Rechten zu beeinträchtigen und ohne einander in der Erfüllung ihrer Aufgaben allein zu lassen. Alle Erforscher und Kenner der Wahrheit, die Theologen und alle Leute von Weisheit und Bildung, die sich in der Welt der göttlichen Aspekte bewegen, haben über die Verkündigung der Errettung »Subhanallah« gesagt, und bestätigen sie mit den Worten: »Wie richtig und wie wahr, wie treffend und wie schön.«</p><p></p><p> <strong>Beispiel:</strong> Die sechs Grundpfeiler des Glaubens sind wie die Äste eines gewaltigen Baumes, die sich nach der Welt der bedingten Möglichkeiten und nach der Welt des unabdingbar notwendigen Seins erstrecken. Der Qur'an beschreibt bis zu den feinsten Früchten und Blüten hin alle Zweige an den sechs Ästen, den Grundpfeilern (des Glaubens) so treffend, schildert sie so wohlausgewogen und zeigt sie in einer so entsprechenden Weise, dass der menschliche Verstand zu schwach ist, ihm mit seiner Vorstellungskraft zu folgen und vor dessen Schönheit in Staunen verharrt.</p><p> Zwischen den fünf Grundpfeilern des Islam, welche gemeinsam einen Zweig am Ast des Glaubens bilden, wird bis zu den feinsten Verästelungen seines Stammes, d.h. kleinsten Sitten, fernsten Zielen, tiefsten Weisheiten und winzigsten Früchten, eine vollkommene Proportionalität, ein vollkommenes Verhältnis und ein vollständiges Gleichgewicht aufrecht erhalten. Dafür gibt es einen unwiderlegbaren, gerechten Zeugen und ein sicheres, zweifelsfreies Zeugnis: die vollkommene Ordnung, Gleichgewicht, vollkommene Ausgewogenheit und Autorität der Islamischen Großen Verfassung (Scharia), die aus den klaren Darlegungen, Aspekten, Hinweisen und Chiffren des alles umfassenden Qur'an erwächst. Das bedeutet also, dass die Erklärung des Qur'an nicht auf der begrenzten Kenntnis eines Menschen, besonders auf dem Wissen eines Analphabeten beruhen kann. Vielmehr ist sie das allumfassende Wissen und das Wort des Herrn, der alle Dinge gleichzeitig überschaut und von Ewigkeit zu Ewigkeit in einem einzigen Augenblick aller Wahrheiten Zeuge ist. »Amenna (Wir glauben)«.</p><p></p><p> <strong>Zweiter Strahl:</strong> Da wir im »Zwölften Wort« erklärt und mit einem Gleichnis beschrieben und in anderen Worten bewiesen haben, in welchem Grade (westliche) Menschenweisheit, die angetreten ist, um der Weisheit des Qur'an Widerstand zu bieten, der Weisheit des Qur'an gegenüber unterlegen ist, wollen wir ihr hier nur noch einen anderen Aspekt gegenüberstellen und uns des Weiteren mit einem Hinweis begnügen. Es ist dies wie folgt:</p><p> Menschliche Philosophie und Weisheit betrachtet diese Welt als ewig. Von dem Wesen und den Eigenschaften der Schöpfung spricht sie ausführlich. Falls sie von der Aufgabe spricht, die alles Sein dem Meister gegenüber hat, fasst sie sich kurz. Im Buch des Kosmos bespricht sie so gut wie nur die Verzierungen und die Buchstaben. Seiner Bedeutung misst sie keinen Wert bei. Was aber den Qur'an betrifft, so betrachtet er die Welt als vergänglich, vorüber fließend, trügerisch, vorbei fahrend, unbeständig und veränderlich. Vom Wesen der Schöpfung, ihren sichtbaren und materiellen Eigenschaften spricht er nur kurz. Er erwähnt aber ausführlich die Aufgaben der Schöpfung, mit denen sie als Diener und Anbeter von ihrem Meister beauftragt wurde, auf welche Art und Weise sie die Namen des Meisters zeigen, und von ihrem Gehorsam, den alles Sein den Befehlen Gottes an die Schöpfung erweist. So wollen wir denn nun den Unterschied zwischen der menschlichen Philosophie und der Weisheit des Qur'an betrachten in Bezug auf das, was sie kurz oder ausführlich behandeln, um zu sehen, welches die reine Wahrheit und die Wirklichkeit selbst ist. So scheint denn die Uhr, die wir am Arm tragen, oberflächlich betrachtet, stillzustehen. Innerlich ist sie aber durch die Anstrengung ihrer Unruhe und der Zahnräder ständig in Bewegung. Desgleichen ist diese Welt eine große Uhr der Macht Gottes und bewegt sich trotz ihrer äußerlichen Ruhe in ständigen Erschütterungen und Umwandlungen, verfällt und vergeht. Da es in dieser Welt den Begriff der Zeit gibt, sind in der Tat die Nacht und der Tag wie ein Zeiger, der die Sekunden dieser großen Uhr anzeigt. Das Jahr spielt die Rolle eines Zeigers, der die Minuten auf dieser Uhr zählt. Was das Jahrhundert betrifft, so gleicht es dem Zeiger, der die Stunden dieser Uhr anzeigt. So ist denn die Welt in das Meer der Zeit geworfen, in deren Wellen sie versinkt. Vergangenheit und Zukunft überlässt sie dem Nicht-mehr- oder dem Noch-nicht-Sein und verbleibt nur mit der Gegenwart im Da-Sein. Doch gestaltet nicht nur der Wandel der Zeit das Gesicht unserer Erde, auch die Welt als ein Ort gleicht einer pulsierenden Uhr, die niemals still steht. Denn, da sich die Atmosphäre, der Himmel über der Erde ständig verändert, von einem Zustand in den anderen übergeht, an manchen Tagen sich ein paar Mal mit Wolken füllt und leert, gleicht eine Veränderung, der Veränderung die der Sekundenzeiger bewirkt. Was nun den Erdboden betrifft, der der Boden unseres Weltenhauses ist, so verändert sich hier das Gesicht (der Erde) durch Leben und Tod, mit den Pflanzen und Tieren, sehr rasch und gleicht so einem Minutenzeiger, welcher anzeigt, dass das Gesicht dieser Welt vergänglich ist. In gleicher Weise, wie sich die Oberflächengestalt unserer Erde präsentiert, so gleicht ihr Inneres, ihr Bauch, mit den Umwälzungen und Beben in ihm und, als deren Folge, das Auffalten der Berge und das Absinken der Gräben einem Stundenzeiger, welcher zeigt, dass die Welt(zeit) auch in dieser Hinsicht allmählich vergeht. Was aber den Raum des Himmels, der die Decke des Weltenhauses ist, betrifft, so zeigen die Bewegungen der Himmelskörper, das Erscheinen der Kometen, das Zustandekommen von Sonnen- und Mondfinsternissen, das Verglühen der Sternschnuppen und andere Umwandlungen, dass auch der Himmel nicht beständig ist. Selbst das Weltall wird alt und geht zu Grunde. Obwohl diese Umwandlungen gleich dem Umlauf des Tageszeigers in einer Wochenuhr nur langsam und schleppend vor sich geht, so zeigen sie doch in jedem Fall, dass auch der Himmel, das Weltall, vergänglich ist, dem Untergang bestimmt und zu Grunde gehen wird. So ist denn die Welt in weltlicher Hinsicht auf diesen sieben Grundpfeilern errichtet. Diese Grundpfeiler erschüttern sie ständig. Wenn aber diese Welt in all ihren Erschütterungen und Bewegungen auf ihren Meister hin blickt, dann sind diese Bewegungen und Umwandlungen das Werk der Feder der Macht, mit der der Einzigartige Seine Schriftstücke schreibt. Was die Veränderungen der Zustände betrifft, so sind sie Spiegel, die sich erneuern, und in denen sich die Erscheinungen des Wirkens der Gottesnamen in verschiedenen Arten zeigen. In weltlicher Hinsicht geht also die Welt auf ihren Untergang zu, eilt ihrem Tode entgegen, befindet sich in einer ständigen Bewegung. Obwohl sie also tatsächlich wie Wasser dahin strömt, ist sie in ihrer Gottvergessenheit dennoch äußerlich wie gefroren, hat in ihrer materialistischen Gesinnung an Undurchsichtigkeit und Dichte zugenommen und ist so zu einer Trennwand gegenüber dem Jenseits geworden. So vermehrt denn also die Philosophie in ihrer Unzulänglichkeit, in der Kritik ihrer Betrachtung, wie auch in ihrer naturwissenschaftlichen Denkweise, mit verführerischen Tanzvergnügungen, in einer ausschweifenden Lebensweise und trunkener Laune die Erstarrung in dieser Welt, verfestigt noch die Gottvergessenheit, baut sich in ihrem Kummer eine undurchsichtige Wand auf und lässt den Schöpfer und das Jenseits dahinter vergessen. Was aber den Qur'an betrifft, so schlägt er die Welt, die sich in dieser Art darstellt, in weltlicher Hinsicht wie zerzauste Wolle mit den Versen</p><p></p><p></p><p> »Die Pochende. Was ist die Pochende?« (Sure 101, 1-2) »Wenn die Stunde eintrifft, die eintreffen wird.« (Sure 56, 1) »Beim Berg; bei einem Buch, das Zeile für Zeile niedergeschrieben wurde.« (Sure 52, 1-2)</p><p></p><p></p><p></p><p>Er schenkt der Welt eine Klarheit in der Beseitigung aller Undurchsichtigkeit mit Erklärungen wie</p><p></p><p></p><p> »Haben sie denn keine Betrachtungen über die Herrschaft Gottes über Himmel und Erde angestellt.« (Sure 7, 165) »Haben sie denn nicht gesehen, wie Wir den Himmel über ihnen aufgebaut haben.« (Sure 50, 6) »Haben denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht gesehen, dass die Himmel und die Erde eine einzige Masse waren?« (Sure 21, 30)</p><p></p><p></p><p></p><p>Er lässt die leblose Welt schmelzen durch seine leuchtenden Funken wie</p><p></p><p></p><p> »Gott ist das Licht der Himmeln und der Erde.« (Sure 24, 35) »Das diesseitige Leben ist bloß Spiel und Zerstreuung.« (Sure 6, 32)</p><p></p><p></p><p></p><p>Er zerspaltet die Welt in ihrer nur eingebildeten Ewigkeit durch seine auf den Tod hinweisenden Worte in Stücke, wie</p><p></p><p></p><p> »Wenn die Sonne zusammengefaltet wird...« (Sure 81, 1)</p><p></p><p></p><p></p><p>und</p><p></p><p></p><p> »Wenn der Himmel sich spaltet...« (Sure 82, 1)</p><p></p><p></p><p></p><p>und</p><p> </p><p></p><p></p><p> »Wenn der Himmel zerreißt...« (Sure 84, 1) »Es wird in die Posaune gestoßen und da stürzt, wie vom Blitz getroffen, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist, die so Gott will ausgenommen.« (Sure 39, 68)</p><p></p><p></p><p></p><p>Er vertreibt die Gottvergessenheit, die die naturalistische Gesinnung hervorbringt, mit seinem donnergleichen Klang wie</p><p></p><p></p><p> »Er weiß, was in die Erde eingeht und was aus ihr hervorkommt, was vom Himmel herabkommt und was zu ihm emporsteigt. Und Er ist mit euch, wo immer ihr auch seid. Und Gott sieht sehr wohl, was ihr tut.« (Sure 57, 4) »Und sag: Alles Lob sei Gott! Er wird euch Seine Zeichen sehen lassen, sodass ihr sie erkennt (und nicht sagen könnt, ihr wüsstet von nichts). Und dein Herr gibt sehr wohl Acht auf das, was ihr tut.« (Sure 27, 93)</p><p></p><p></p><p></p><p>So folgt der Qur'an mit seinen Versen, welche sich auf den Kosmos beziehen, vom Anfang bis zum Ende, diesem Grundsatz. Er deckt die Wahrheit der Welt so auf, wie sie ist und stellt sie dar. Indem er dem Menschen zeigt, wie hässlich diese Welt ist, bringt er ihn dazu, sich von ihrer Hässlichkeit abzuwenden. Er zeigt ihm das schöne Antlitz einer schönen Welt, die auf ihren Schöpfer ausgerichtet ist. Er veranlasst den Menschen dazu, einzig auf sie seine Augen gerichtet zu halten. Er unterrichtet die wahre Weisheit. Er lehrt die Bedeutungen des kosmischen Buches. Selten lenkt er die Aufmerksamkeit auf seine Buchstaben und seine Verzierungen. Er macht es nicht so, wie jene Philosophie es macht, die von sich selbst berauscht und in das Hässliche verliebt ist, den Sinn (des Lebens) vergessen lässt und die Aufmerksamkeit auf die Verzierung der Buchstaben lenkt, wodurch die Menschen ihre Zeit für sinnlose Dinge vergeuden.</p><p></p><p> <strong>Dritter Strahl:</strong> Im Zweiten Strahl haben wir darauf hingewiesen, dass die Weisheit der Menschen gegenüber der Weisheit des Qur'an unterlegen ist, und dass die Weisheit, die der Qur'an lehrt, ein Wunder ist. In diesem Strahl wollen wir nun den Umfang der Weisheit der Gottesgelehrten (asfiya) und der Gottesfreunde (auliya), die die Schüler des Qur'an sind, und den Umfang der Weisheit der gnostischen Philosophen (ischrakiyun), die die Erleuchteten unter den Philosophen waren, und den Umfang der Weisheit des Qur'an aufzeigen und unter diesem Gesichtspunkt kurz auf das Wunder des Qur'an verweisen.</p><p> So ist denn der zuverlässigste Beweis der Erhabenheit des weisen Qur'an, das allerklarste Zeugnis seiner Wahrhaftigkeit und das mächtigste Zeichen dieses Wunders folgendes: Der Qur'an stellt alle Stufen sämtlicher Bereiche der Einheit (Tauhid) dar, während er sie zugleich auch mit allem umfasst, was aus ihr erwächst. Er stört nicht ihre Harmonie, er erhält sie. Des Weiteren ist im Qur'an die Ausgewogenheit aller erhabenen Wahrheiten über Gott bewahrt geblieben. Des Weiteren umfasst er alle Ergebnisse, die die Gottesnamen in sich enthalten und hält die Ausgewogenheit all dieser Ergebnisse aufrecht. Des Weiteren umfasst er die Auswirkungen der Herrschaft Gottes und Seiner Erhabenheit in vollendeter Harmonie. So ist denn eine besondere Eigenart, dass er diese Ausgewogenheit und Harmonie aufrecht erhält und in sich umfasst. Sie findet sich überhaupt nicht in den Werken der Menschen und ist nicht in den Ergebnissen der Meinungen der Großen unter den Menschen anzutreffen. Dergleichen findet sie sich weder in den Werken der Gottesfreunde, die in der Engelwelt wandern, noch in den Büchern der gnostischen Philosophen, die in das Innere der Dinge hineingehen, noch in den Erkenntnissen der Geistlichen, die in die unsichtbare Welt eindringen. Als hätten sie sich die Arbeit (am Baum der Wahrheit) untereinander aufgeteilt, klammert sich jede Gruppe nur an ein, zwei Ästen am großen Baum der Wahrheit fest. Die eine widmet sich allein seinen Früchten und Blättern. Von einem anderen (Zweig oder Ast) hat sie entweder keine Ahnung, oder sie kümmert sich nicht darum. In der Tat können ihre beschränkten Blicke die absolute Wahrheit nicht umfassend erkennen. Ein ganzheitlicher Blick wie der des Qur'an ist notwendig, um sie zu erfassen. Auch diejenigen, die vom Qur'an unterrichtet worden sind, können infolge ihrer persönlichen Auffassung nur ein, zwei Seiten der einen und ganzen Wahrheit vollständig betrachten. Sie beschäftigen sich allein mit ihr, schließen sich in ihr ein. Sie zerstören die Wahrheit in ihrer Ausgewogenheit durch Hinzufügungen oder Weglassungen und beseitigen so ihre Harmonie. Diese Tatsache wurde schon im <a href="http://www.designe-ligne.de/de/risale/gesamtwerke/worte/wort24_02.html" target="_blank">Zweiten Ast vom »Vierundzwanzigsten Wort«</a> durch ein einzigartiges Gleichnis erläutert. Hier wollen wir aber mit einem anderen Gleichnis zu diesem Thema einen Hinweis geben. Zum Beispiel:</p><p> Nehmen wir einmal an, dass sich irgendwo in einem Meer eine Schatzkiste befände, die mit allen Arten zahlloser Edelsteine gefüllt sei. Nun tauchen also Schatzsucher hinab, um diese Schatzkiste zu suchen. Mit geschlossenen Augen versuchen sie ihn durch Fühlen und Ertasten mit ihren Händen zu erkennen. Einem Teil von ihnen gelingt es einen länglichen Edelstein zu ergreifen. Diese Taucher meinen nun, der ganze Schatz bestünde aus Edelsteinen in der Form langgestreckter Säulen. Wenn einer unter ihnen durch seine Kameraden von anderen Mineralien hört, stellt er sich vor, dass diese Mineralien zu dem Edelstein, den er selbst gefunden hat, dazugehören, ihn noch weiter ausschmücken und ergänzen. Einem anderen Teil von ihnen gelingt es, einen kugelförmigen Rubin zu ergreifen. Wieder ein anderer findet einen würfelförmigen Bernstein. Und so weiter... Jeder glaubt, dass der Edelstein, den er mit der Hand ergriffen hat und den er nun kennt, den größten Teil des eigentlichen Schatzes bildet. Er hält das, was er hört, für nebensächliche Dinge, für eine Art Zubehör seines Schatzes. Damit geht das Gleichgewicht der Wahrheit verloren. Die Proportionalität verschwindet. Viele Wahrheiten bekommen eine andere Farbe. Um die wahre Farbe der Wahrheit erkennen zu können, gerät man in den Zwang zu freien Auslegungen und zu Improvisationen. Ja manchmal gehen sie sogar soweit, etwas völlig zu verleugnen oder zu verschweigen. Diejenigen, welche die Bücher der gnostischen Philosophen und die Bücher der Mystiker durchdenken, die mit ihrer geistigen Schau und ihren Entdeckungen vertraut sind, ohne sie mit der Waage der Tradition des Propheten (Mohammed) zu wiegen, bestätigen unsere Feststellung ohne Zweifel. Das also heißt, dass sie, obzwar sie von der Wahrheiten des Qur'an und von der Lehre des Qur'an herrühren, sie dennoch mangelhaft bleiben, weil sie eben nicht der Qur'an selbst sind. Auch die Verse des Qur'an, ein Ozean der Wahrheit, sind Taucher zu diesem Schatz im Meer. Doch ihre Augen sind geöffnet und erblicken den ganzen Schatz. Sie erkennen, was zum Schatz dazu gehört und was nicht. Sie beschreiben und erklären diesen Schatz in allen seinen Maßen und Proportionen auf das Beste und bringen so seine wahre Schönheit zur Geltung. Zum Beispiel:</p><p></p><p></p><p> »Am Tage der Auferstehung wird Er die ganze Erde in Seiner Hand halten und die Himmel zusammengerollt in Seiner Rechten.« (Sure 39, 67) »An jenem Tag werden Wir den Himmel zusammenrollen, so wie man eine Schriftrolle zusammenrollt...« (Sure 21, 104)</p><p></p><p></p><p></p><p>So wie diese Verse die Größe der Herrschaft Gottes erkennen, die sie zum Ausdruck bringen, so erfassen auch die folgenden Verse den Umfang der Barmherzigkeit Gottes, stellen sie dar, bringen sie zum Ausdruck.</p><p></p><p></p><p> »Vor Gott ist nichts verborgen, weder auf der Erde noch im Himmel. Er ist es, der euch im Mutterschoß gestaltet, wie Er will.« (Sure 3, 5-6) »Es gibt kein Tier, Er trüge es nicht an seinem Nackenwulst.« (Sure 11, 56) »Und wie viele Tiere gibt es, die ihre Versorgung nicht mit sich herumtragen! Allah versorgt sie und euch.« (Sure 29, 60)</p><p></p><p></p><p></p><p>Des Weiteren sieht und zeigt der Vers</p><p></p><p></p><p> »...Allah, der die Himmel und die Erde geschaffen, die Finsternis und das Licht gemacht hat!« (Sure 6, 1)</p><p></p><p></p><p></p><p> die Weite des Schaffens Gottes, die er zum Ausdruck bringt, wobei der Vers</p><p></p><p></p><p> »...wo doch Gott euch und das, was ihr macht, erschaffen hat?« (Sure 37, 96)</p><p></p><p></p><p></p><p> den Umfang der Lenkung und Leitung Gottes und Seiner Herrschaft, den sie zum Ausdruck bringt, sieht und zeigt. Der Vers</p><p></p><p></p><p> »...wie Er die Erde wiederbelebt, nachdem sie abgestorben war.« (Sure 30, 50)</p><p></p><p></p><p></p><p> sieht und zeigt die Wahrheit der Größe, die sie zum Ausdruck bringt, und der Vers</p><p></p><p></p><p> »Und es hat dein Herr der Biene eingegeben,...« (Sure 16, 68)</p><p></p><p></p><p></p><p> die Wahrheit der Freigiebigkeit, die sie zum Ausdruck bringt, und der Vers</p><p></p><p></p><p> »Und die Sonne, der Mond und die Sterne stehen durch Seinen Befehl im Dienst.« (Sure 7, 54)</p><p></p><p></p><p></p><p> die gewaltige, herrschaftliche und gebieterische Wahrheit. Der Vers</p><p></p><p></p><p> »Haben sie nicht zu den Vögeln über sich aufgeschaut, wie sie ihre Flügel ausbreiten und einziehen? Nur der Erbarmer hält sie. Er sieht alle Dinge.« (Sure 67, 19)</p><p></p><p></p><p></p><p> bringt die Wahrheit des Barmherzigen, des Lenkers und Leiters zum Ausdruck. Der Vers</p><p></p><p></p><p> »Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und nicht schwer fällt Ihm ihre Hut.« (Sure 2, 255)</p><p></p><p></p><p></p><p> bringt die Wahrheit der Größe zum Ausdruck. Der Vers</p><p></p><p></p><p> »Und Er ist mit euch, wo immer ihr auch seid.« (Sure 57, 4)</p><p></p><p></p><p></p><p> bringt die Wahrheit der Begleitung zum Ausdruck. Der Vers</p><p></p><p></p><p> »Er ist der Erste und der Letzte, der Sichtbare und der Verborgene. Und Er weiß über alle Dinge Bescheid.« (Sure 57, 3)</p><p></p><p></p><p></p><p> bringt die Wahrheit des Allumfassenden zum Ausdruck. Der Vers</p><p></p><p></p><p> »Wir haben doch den Menschen erschaffen und wissen, was ihm seine Seele einflüstert. Und wir sind ihm näher als seine Schlagader.« (Sure 50,16)</p><p></p><p></p><p></p><p> bringt die Nähe (Gottes) zum Ausdruck. Der Vers</p><p></p><p></p><p> »Zu Ihm steigen die Engel und der Geist empor an einem Tag, dessen Maß fünfzigtausend Jahre ist.« (Sure 70, 4)</p><p></p><p></p><p></p><p> weist auf die Wahrheit der Hoheit hin. Der Vers</p><p></p><p></p><p> »Siehe, Allah gebietet Gerechtigkeit zu üben, Gutes zu tun und die Verwandten zu beschenken und verbietet das Schädliche und Schlechte und die Gewalttat.« (Sure 16, 90)</p><p></p><p></p><p></p><p>bringt die Wahrheit der Universalität zum Ausdruck. Jeder Vers sieht und zeigt ausführlich jeden von den sechs Grundpfeilern des Glaubens, die das Jenseits und das Diesseits, die Erkenntnis und die Tat betreffen; und jeden von den fünf Grundpfeilern des Islam mit Absicht und Ehrlichkeit; sowie alle Grundsätze, die die Glückseligkeit in den beiden Welten sicher stellen. Sie erhalten das Gleichgewicht aufrecht, bewahren seine Harmonie. Aus der Quelle der Schönheit und Herrlichkeit, die aus der Harmonie des gesamten Bildes dieser Wahrheiten hervortritt, erscheint uns das Wunder, das aus der inneren Bedeutung des Qur'an erwächst.</p><p> Also konnten aus diesem großen Geheimnis die Gelehrten (Ulema) des Gotteswortes wie die Gelehrten der Schule Mu´tezila, die den Verstand der Offenbarung vorgezogen hatten, obwohl sie Schüler des Qur'an waren, und obwohl ein Teil von ihnen je zehn Bände über die Grundpfeiler des Glaubens, also Tausende von Werken verfasst hatte, kaum klare Aussagen über die Wahrheit machen, sichere Beweise dafür erbringen und ernsthaft überzeugen wie nur zehn Verse des Qur'an. Sie bohren sozusagen unter weitentfernten Bergen Tunnel, gehen wie in Rohrleitungen durch die Kette der Ursachen bis zum Ende der Welt, wo sie schließlich an das Ende der Kette aller Beweise gelangen. Alsdann versuchen sie die Gotteserkenntnis und Existenz des Notwendig-Seienden, welche Lebenswasser sind, zu beweisen. Was aber die ehrwürdigen Qur'anverse betrifft, so kann jeder mit ihrer Hilfe, dem Stab Mosis gleich, überall Wasser hervorholen, bei jeder Sache ein Fenster öffnen und so den majestätischen Schöpfer bekannt machen. In meiner arabisch verfassten Abhandlung namens »Qatre (Tropfen)«, welche aus dem Ozean des Qur'an stammt, und auch in anderen »Worten« hat sich diese Tatsache als richtig herausgestellt, worauf wir auch hingewiesen haben. Auf Grund dieses Geheimnisses konnten diejenigen, die in das Innere der Dinge eingedrungen und sich ihrer eigenen inneren Schau sicher waren, ohne der gelobten Tradition des Propheten Mohammed zu folgen, auf halben Wege wieder umgekehrt, das Oberhaupt einer Gemeinde geworden waren, Sekten gebildet hatten, also alle diese Bannerträger einer Irrlehre, Harmonie und Wohlausgewogenheit in der Wahrheit nicht aufrecht erhalten, sodass sie am Ende in derartige ketzerische Erneuerungen (bid´a) und Irrlehren gestürzt und jedesmal eine Gemeinschaft aus der Menschheit auf einen falschen Weg geführt haben. Somit zeigt also deren ganze Schwäche, dass die Verse des Qur'an ein Wunder sind.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="ABDULLAH4, post: 284418, member: 1004566"] [b]Cevap: Risale-i Nur lesen -Fünfundzwanzigstes Wort - Abhandlung über die Wunder des Qur'an[/b] [h=1]Dritte Flamme[/h] [B]Dritte Flamme:[/B] Diese Flamme hat drei Strahlen. [B]Erster Strahl:[/B] Einer der überwältigenden Aspekte des Qur'an, der als solcher nicht nur in sich selbst, als auch in der Art seiner Verkündigung ein Wunder ist, wurde bereits im [URL="http://www.designe-ligne.de/de/risale/gesamtwerke/worte/wort13.html"]»Dreizehnten Wort«[/URL] erklärt. Er wird jedoch hier in diesem Zusammenhang noch einmal angeführt, um ihn in die Reihe seiner Geschwister, der übrigen Aspekte zu stellen, welche ebenfalls dieses Wunder zeigen. So ist denn jeder einzelne Vers des Qur'an wie ein Stern von durchdringendem Glanz (Sure 86, 3). Wenn du sehen und erleben willst, wie er die Erkenntnis der Wunder und das Licht der Rechtleitung verbreitet und dadurch die Finsternis des Unglaubens und der Gottvergessenheit vertreibt, versetze dich zu jener Zeit der Unwissenheit (Djahiliyah) in die Wüste der Beduinen, jene Zeit, in der alles in der Finsternis der Unwissenheit und Gottvergessenheit wie in ein Tuch gewickelt schien, das nur noch leblose Dinge und eine seelenlose Natur übrig ließ. Dann komm und höre nun in der Sprache des Qur'an »Es preist Allah, was in den Himmeln und was auf Erden ist, den König, den Heiligen, den Mächtigen, den Weisen.« (Sure 57, 1 u. 62, 1) und ähnliche Verse. So wirst du plötzlich sehen, wie diese leb- und seelenlos erscheinenden Dinge, die scheinbar toten oder schlafenden Wesen in dieser Welt, unter der Rezitation des »Es preist...« in der vom Glauben erfüllten Vorstellung der Zuhörer zum Leben erwachen, auferstehen und Gott preisen. Auch die Sterne am nachtdunklen Antlitz des Himmels zeigen sich jeder einem glühenden Stückchen Kohle gleich und die über die Erde verstreuten Geschöpfe erscheinen vor den Augen der Zuhörer unter der Rezitation des »Es preisen Ihn die sieben Himmel und die Erde.« (Sure 17, 44) wobei der Himmel dem Mund gleicht, jeder Stern ein Wort ist, das die Weisheit Gottes verkündet, ein Licht, das die Wahrheit ausstrahlt und die Erde das Haupt darstellt, die Länder und Meere wie deren Zunge reden und alle Tiere und Pflanzen ihre Worte sind, die die Heiligkeit Gottes verkünden. Schaust du jedoch aus heutiger Zeit in jene Zeit zurück, kannst du sicherlich die Feinheiten in den oben geschilderten Vorgängen nicht miterleben. Ja, betrachtest du sie in einer Welt, in der sich seit jener Zeit das Licht ausgebreitet hat und im Laufe der Zeit zu einem allgemeinen Leuchten geworden ist und die noch von anderen Lichtern des Islam überstrahlt wird und unter der Sonne des Qur'an die Farbe des Tages angenommen hat, oder wenn du durch deinen Schleier der Oberflächlichkeit und Gewohnheit blickst, dann kannst du sicher nicht recht erfahren, welch eine Finsternis ein jeder Qur'anvers erleuchtet und mit welch einem köstlich hellen, wundersamen Klang er sie vertrieben hat. So kannst du diese Art Wunder unter vielen anderen Arten von Wundern des Qur'an mit deinen Sinnen nicht erfassen. Wenn du das Wunder des Qur'an, der ein Wunder seiner Verkündigung ist, in seiner höchsten Stufe betrachten willst, dann komm und höre das folgende Gleichnis. Es ist dies wie folgt: Versuchen wir uns einmal einen sehr hohen und weit ausladenden, einen einzigartigen, Staunen erregenden Baum vorzustellen, der durch eine Art Tarnkappe verborgen und in ein großes Tuch eingewickelt sein soll. Nun ist ja bekannt, dass zwischen den Zweigen, Früchten, Blättern, Blüten und allem, was zu einem Baum gehört, ein Verhältnis, eine Proportionalität, ein Gleichgewicht bestehen muss, ähnlich dem unter den Organen des Menschen. Jedes Teil erhält also nach der Art des Baumes seine Form, das ihm entsprechende Aussehen. Jetzt trete jemand auf, der von diesem noch nie gesehenen und auch tatsächlich nicht sichtbaren Baum auf einer Leinwand ein wohlproportioniertes Bild malen soll, mit allen seinen Teilen, von ihm einen Entwurf machen mit Stamm, Ästen und Zweigen, bis hin zu den Blättern und Früchten, eine wohlausgewogene Skizze anfertigen, eine stimmige Zeichnung entwerfen soll, wobei er während seiner Arbeit, mitten zwischen ihrem Anfang und ihrem noch unendlich weit entfernten Ende die einzelnen Teile entsprechend ihrer tatsächlichen Form und Gestalt darstellen müsste. Es bliebe dann mit Sicherheit kein Zweifel daran, dass der Maler diesen unsichtbaren Baum mit seinem Blick, der in das Unsichtbare schaut, betrachtet und danach beschreibt. Genauso erklärt auch der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, das Bild von der Welt der unerschaffenen Möglichkeiten. (Dies ist das Bild vom Baum der Schöpfung, der sich vom Anbeginn der Welt bis in die Unendlichkeit der Ewigkeit und von der Erde bis zum Thron Gottes und vom Atom bis hin zur Sonne ausbreitet.) Diese Offenbarungsschrift hat bei der Beschreibung dieses Bildes die Proportionalität so weit im Auge behalten und jeden Teil und jede Frucht dieses Baumes dementsprechend ins Bild gesetzt, dass alle Kenner der Wahrheit, am Ende ihrer Forschung, in Anbetracht der Beschreibung des Qur'an »Maschaallah, Barekallah« gesagt haben. Zudem haben sie gesagt: »Oh weiser Qur'an, du bist der, der die tiefe Wahrheit des Kosmos und die verschiedenen Geheimnisse der Schöpfung aufgedeckt und enthüllt hast.« »Es preisen Ihn die sieben Himmel und die Erde.« (Sure 17, 44) Wir stellen die Namen und Attribute Gottes, die Taten und Handlungen Seiner Herrschaft in Form eines Tuba-Baumes aus Licht dar. Die weit ausladenden Äste dieses lichtstrahlenden Baumes strecken sich bis in alle Ewigkeiten aus. Seine Grenzen breiten und dehnen sich in den unendlichen Raum hinein und umfassen ihn. Die Grenze seiner Ausdehnung reicht von »Allah dringt zwischen des Menschen Inneres und sein Herz.« (Sure 8, 24) »Allah lässt Kerne und Körner keimen.« (Sure 6, 95) bis zur Grenze von »Und die Himmel werden zusammengerollt sein in Seiner Rechten.« (Sure 39, 67) »Er schuf die Himmel und die Erde in sechs Tagen.« (Sure 7, 35) Der weise Qur'an hat diese leuchtende Wahrheit von den Namen, Attributen, Taten und Handlungen (Gottes) auf eine solche Weise erklärt, dass die einzelnen Zweige und Äste mit ihren Früchten und allem, was der Baum an Nutzbarem hervorbringt, miteinander harmonieren, zueinander passen, einander entsprechen, ohne sich gegenseitig in ihrer Entfaltung zu behindern, einander in ihren Rechten zu beeinträchtigen und ohne einander in der Erfüllung ihrer Aufgaben allein zu lassen. Alle Erforscher und Kenner der Wahrheit, die Theologen und alle Leute von Weisheit und Bildung, die sich in der Welt der göttlichen Aspekte bewegen, haben über die Verkündigung der Errettung »Subhanallah« gesagt, und bestätigen sie mit den Worten: »Wie richtig und wie wahr, wie treffend und wie schön.« [B]Beispiel:[/B] Die sechs Grundpfeiler des Glaubens sind wie die Äste eines gewaltigen Baumes, die sich nach der Welt der bedingten Möglichkeiten und nach der Welt des unabdingbar notwendigen Seins erstrecken. Der Qur'an beschreibt bis zu den feinsten Früchten und Blüten hin alle Zweige an den sechs Ästen, den Grundpfeilern (des Glaubens) so treffend, schildert sie so wohlausgewogen und zeigt sie in einer so entsprechenden Weise, dass der menschliche Verstand zu schwach ist, ihm mit seiner Vorstellungskraft zu folgen und vor dessen Schönheit in Staunen verharrt. Zwischen den fünf Grundpfeilern des Islam, welche gemeinsam einen Zweig am Ast des Glaubens bilden, wird bis zu den feinsten Verästelungen seines Stammes, d.h. kleinsten Sitten, fernsten Zielen, tiefsten Weisheiten und winzigsten Früchten, eine vollkommene Proportionalität, ein vollkommenes Verhältnis und ein vollständiges Gleichgewicht aufrecht erhalten. Dafür gibt es einen unwiderlegbaren, gerechten Zeugen und ein sicheres, zweifelsfreies Zeugnis: die vollkommene Ordnung, Gleichgewicht, vollkommene Ausgewogenheit und Autorität der Islamischen Großen Verfassung (Scharia), die aus den klaren Darlegungen, Aspekten, Hinweisen und Chiffren des alles umfassenden Qur'an erwächst. Das bedeutet also, dass die Erklärung des Qur'an nicht auf der begrenzten Kenntnis eines Menschen, besonders auf dem Wissen eines Analphabeten beruhen kann. Vielmehr ist sie das allumfassende Wissen und das Wort des Herrn, der alle Dinge gleichzeitig überschaut und von Ewigkeit zu Ewigkeit in einem einzigen Augenblick aller Wahrheiten Zeuge ist. »Amenna (Wir glauben)«. [B]Zweiter Strahl:[/B] Da wir im »Zwölften Wort« erklärt und mit einem Gleichnis beschrieben und in anderen Worten bewiesen haben, in welchem Grade (westliche) Menschenweisheit, die angetreten ist, um der Weisheit des Qur'an Widerstand zu bieten, der Weisheit des Qur'an gegenüber unterlegen ist, wollen wir ihr hier nur noch einen anderen Aspekt gegenüberstellen und uns des Weiteren mit einem Hinweis begnügen. Es ist dies wie folgt: Menschliche Philosophie und Weisheit betrachtet diese Welt als ewig. Von dem Wesen und den Eigenschaften der Schöpfung spricht sie ausführlich. Falls sie von der Aufgabe spricht, die alles Sein dem Meister gegenüber hat, fasst sie sich kurz. Im Buch des Kosmos bespricht sie so gut wie nur die Verzierungen und die Buchstaben. Seiner Bedeutung misst sie keinen Wert bei. Was aber den Qur'an betrifft, so betrachtet er die Welt als vergänglich, vorüber fließend, trügerisch, vorbei fahrend, unbeständig und veränderlich. Vom Wesen der Schöpfung, ihren sichtbaren und materiellen Eigenschaften spricht er nur kurz. Er erwähnt aber ausführlich die Aufgaben der Schöpfung, mit denen sie als Diener und Anbeter von ihrem Meister beauftragt wurde, auf welche Art und Weise sie die Namen des Meisters zeigen, und von ihrem Gehorsam, den alles Sein den Befehlen Gottes an die Schöpfung erweist. So wollen wir denn nun den Unterschied zwischen der menschlichen Philosophie und der Weisheit des Qur'an betrachten in Bezug auf das, was sie kurz oder ausführlich behandeln, um zu sehen, welches die reine Wahrheit und die Wirklichkeit selbst ist. So scheint denn die Uhr, die wir am Arm tragen, oberflächlich betrachtet, stillzustehen. Innerlich ist sie aber durch die Anstrengung ihrer Unruhe und der Zahnräder ständig in Bewegung. Desgleichen ist diese Welt eine große Uhr der Macht Gottes und bewegt sich trotz ihrer äußerlichen Ruhe in ständigen Erschütterungen und Umwandlungen, verfällt und vergeht. Da es in dieser Welt den Begriff der Zeit gibt, sind in der Tat die Nacht und der Tag wie ein Zeiger, der die Sekunden dieser großen Uhr anzeigt. Das Jahr spielt die Rolle eines Zeigers, der die Minuten auf dieser Uhr zählt. Was das Jahrhundert betrifft, so gleicht es dem Zeiger, der die Stunden dieser Uhr anzeigt. So ist denn die Welt in das Meer der Zeit geworfen, in deren Wellen sie versinkt. Vergangenheit und Zukunft überlässt sie dem Nicht-mehr- oder dem Noch-nicht-Sein und verbleibt nur mit der Gegenwart im Da-Sein. Doch gestaltet nicht nur der Wandel der Zeit das Gesicht unserer Erde, auch die Welt als ein Ort gleicht einer pulsierenden Uhr, die niemals still steht. Denn, da sich die Atmosphäre, der Himmel über der Erde ständig verändert, von einem Zustand in den anderen übergeht, an manchen Tagen sich ein paar Mal mit Wolken füllt und leert, gleicht eine Veränderung, der Veränderung die der Sekundenzeiger bewirkt. Was nun den Erdboden betrifft, der der Boden unseres Weltenhauses ist, so verändert sich hier das Gesicht (der Erde) durch Leben und Tod, mit den Pflanzen und Tieren, sehr rasch und gleicht so einem Minutenzeiger, welcher anzeigt, dass das Gesicht dieser Welt vergänglich ist. In gleicher Weise, wie sich die Oberflächengestalt unserer Erde präsentiert, so gleicht ihr Inneres, ihr Bauch, mit den Umwälzungen und Beben in ihm und, als deren Folge, das Auffalten der Berge und das Absinken der Gräben einem Stundenzeiger, welcher zeigt, dass die Welt(zeit) auch in dieser Hinsicht allmählich vergeht. Was aber den Raum des Himmels, der die Decke des Weltenhauses ist, betrifft, so zeigen die Bewegungen der Himmelskörper, das Erscheinen der Kometen, das Zustandekommen von Sonnen- und Mondfinsternissen, das Verglühen der Sternschnuppen und andere Umwandlungen, dass auch der Himmel nicht beständig ist. Selbst das Weltall wird alt und geht zu Grunde. Obwohl diese Umwandlungen gleich dem Umlauf des Tageszeigers in einer Wochenuhr nur langsam und schleppend vor sich geht, so zeigen sie doch in jedem Fall, dass auch der Himmel, das Weltall, vergänglich ist, dem Untergang bestimmt und zu Grunde gehen wird. So ist denn die Welt in weltlicher Hinsicht auf diesen sieben Grundpfeilern errichtet. Diese Grundpfeiler erschüttern sie ständig. Wenn aber diese Welt in all ihren Erschütterungen und Bewegungen auf ihren Meister hin blickt, dann sind diese Bewegungen und Umwandlungen das Werk der Feder der Macht, mit der der Einzigartige Seine Schriftstücke schreibt. Was die Veränderungen der Zustände betrifft, so sind sie Spiegel, die sich erneuern, und in denen sich die Erscheinungen des Wirkens der Gottesnamen in verschiedenen Arten zeigen. In weltlicher Hinsicht geht also die Welt auf ihren Untergang zu, eilt ihrem Tode entgegen, befindet sich in einer ständigen Bewegung. Obwohl sie also tatsächlich wie Wasser dahin strömt, ist sie in ihrer Gottvergessenheit dennoch äußerlich wie gefroren, hat in ihrer materialistischen Gesinnung an Undurchsichtigkeit und Dichte zugenommen und ist so zu einer Trennwand gegenüber dem Jenseits geworden. So vermehrt denn also die Philosophie in ihrer Unzulänglichkeit, in der Kritik ihrer Betrachtung, wie auch in ihrer naturwissenschaftlichen Denkweise, mit verführerischen Tanzvergnügungen, in einer ausschweifenden Lebensweise und trunkener Laune die Erstarrung in dieser Welt, verfestigt noch die Gottvergessenheit, baut sich in ihrem Kummer eine undurchsichtige Wand auf und lässt den Schöpfer und das Jenseits dahinter vergessen. Was aber den Qur'an betrifft, so schlägt er die Welt, die sich in dieser Art darstellt, in weltlicher Hinsicht wie zerzauste Wolle mit den Versen »Die Pochende. Was ist die Pochende?« (Sure 101, 1-2) »Wenn die Stunde eintrifft, die eintreffen wird.« (Sure 56, 1) »Beim Berg; bei einem Buch, das Zeile für Zeile niedergeschrieben wurde.« (Sure 52, 1-2) Er schenkt der Welt eine Klarheit in der Beseitigung aller Undurchsichtigkeit mit Erklärungen wie »Haben sie denn keine Betrachtungen über die Herrschaft Gottes über Himmel und Erde angestellt.« (Sure 7, 165) »Haben sie denn nicht gesehen, wie Wir den Himmel über ihnen aufgebaut haben.« (Sure 50, 6) »Haben denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht gesehen, dass die Himmel und die Erde eine einzige Masse waren?« (Sure 21, 30) Er lässt die leblose Welt schmelzen durch seine leuchtenden Funken wie »Gott ist das Licht der Himmeln und der Erde.« (Sure 24, 35) »Das diesseitige Leben ist bloß Spiel und Zerstreuung.« (Sure 6, 32) Er zerspaltet die Welt in ihrer nur eingebildeten Ewigkeit durch seine auf den Tod hinweisenden Worte in Stücke, wie »Wenn die Sonne zusammengefaltet wird...« (Sure 81, 1) und »Wenn der Himmel sich spaltet...« (Sure 82, 1) und »Wenn der Himmel zerreißt...« (Sure 84, 1) »Es wird in die Posaune gestoßen und da stürzt, wie vom Blitz getroffen, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist, die so Gott will ausgenommen.« (Sure 39, 68) Er vertreibt die Gottvergessenheit, die die naturalistische Gesinnung hervorbringt, mit seinem donnergleichen Klang wie »Er weiß, was in die Erde eingeht und was aus ihr hervorkommt, was vom Himmel herabkommt und was zu ihm emporsteigt. Und Er ist mit euch, wo immer ihr auch seid. Und Gott sieht sehr wohl, was ihr tut.« (Sure 57, 4) »Und sag: Alles Lob sei Gott! Er wird euch Seine Zeichen sehen lassen, sodass ihr sie erkennt (und nicht sagen könnt, ihr wüsstet von nichts). Und dein Herr gibt sehr wohl Acht auf das, was ihr tut.« (Sure 27, 93) So folgt der Qur'an mit seinen Versen, welche sich auf den Kosmos beziehen, vom Anfang bis zum Ende, diesem Grundsatz. Er deckt die Wahrheit der Welt so auf, wie sie ist und stellt sie dar. Indem er dem Menschen zeigt, wie hässlich diese Welt ist, bringt er ihn dazu, sich von ihrer Hässlichkeit abzuwenden. Er zeigt ihm das schöne Antlitz einer schönen Welt, die auf ihren Schöpfer ausgerichtet ist. Er veranlasst den Menschen dazu, einzig auf sie seine Augen gerichtet zu halten. Er unterrichtet die wahre Weisheit. Er lehrt die Bedeutungen des kosmischen Buches. Selten lenkt er die Aufmerksamkeit auf seine Buchstaben und seine Verzierungen. Er macht es nicht so, wie jene Philosophie es macht, die von sich selbst berauscht und in das Hässliche verliebt ist, den Sinn (des Lebens) vergessen lässt und die Aufmerksamkeit auf die Verzierung der Buchstaben lenkt, wodurch die Menschen ihre Zeit für sinnlose Dinge vergeuden. [B]Dritter Strahl:[/B] Im Zweiten Strahl haben wir darauf hingewiesen, dass die Weisheit der Menschen gegenüber der Weisheit des Qur'an unterlegen ist, und dass die Weisheit, die der Qur'an lehrt, ein Wunder ist. In diesem Strahl wollen wir nun den Umfang der Weisheit der Gottesgelehrten (asfiya) und der Gottesfreunde (auliya), die die Schüler des Qur'an sind, und den Umfang der Weisheit der gnostischen Philosophen (ischrakiyun), die die Erleuchteten unter den Philosophen waren, und den Umfang der Weisheit des Qur'an aufzeigen und unter diesem Gesichtspunkt kurz auf das Wunder des Qur'an verweisen. So ist denn der zuverlässigste Beweis der Erhabenheit des weisen Qur'an, das allerklarste Zeugnis seiner Wahrhaftigkeit und das mächtigste Zeichen dieses Wunders folgendes: Der Qur'an stellt alle Stufen sämtlicher Bereiche der Einheit (Tauhid) dar, während er sie zugleich auch mit allem umfasst, was aus ihr erwächst. Er stört nicht ihre Harmonie, er erhält sie. Des Weiteren ist im Qur'an die Ausgewogenheit aller erhabenen Wahrheiten über Gott bewahrt geblieben. Des Weiteren umfasst er alle Ergebnisse, die die Gottesnamen in sich enthalten und hält die Ausgewogenheit all dieser Ergebnisse aufrecht. Des Weiteren umfasst er die Auswirkungen der Herrschaft Gottes und Seiner Erhabenheit in vollendeter Harmonie. So ist denn eine besondere Eigenart, dass er diese Ausgewogenheit und Harmonie aufrecht erhält und in sich umfasst. Sie findet sich überhaupt nicht in den Werken der Menschen und ist nicht in den Ergebnissen der Meinungen der Großen unter den Menschen anzutreffen. Dergleichen findet sie sich weder in den Werken der Gottesfreunde, die in der Engelwelt wandern, noch in den Büchern der gnostischen Philosophen, die in das Innere der Dinge hineingehen, noch in den Erkenntnissen der Geistlichen, die in die unsichtbare Welt eindringen. Als hätten sie sich die Arbeit (am Baum der Wahrheit) untereinander aufgeteilt, klammert sich jede Gruppe nur an ein, zwei Ästen am großen Baum der Wahrheit fest. Die eine widmet sich allein seinen Früchten und Blättern. Von einem anderen (Zweig oder Ast) hat sie entweder keine Ahnung, oder sie kümmert sich nicht darum. In der Tat können ihre beschränkten Blicke die absolute Wahrheit nicht umfassend erkennen. Ein ganzheitlicher Blick wie der des Qur'an ist notwendig, um sie zu erfassen. Auch diejenigen, die vom Qur'an unterrichtet worden sind, können infolge ihrer persönlichen Auffassung nur ein, zwei Seiten der einen und ganzen Wahrheit vollständig betrachten. Sie beschäftigen sich allein mit ihr, schließen sich in ihr ein. Sie zerstören die Wahrheit in ihrer Ausgewogenheit durch Hinzufügungen oder Weglassungen und beseitigen so ihre Harmonie. Diese Tatsache wurde schon im [URL="http://www.designe-ligne.de/de/risale/gesamtwerke/worte/wort24_02.html"]Zweiten Ast vom »Vierundzwanzigsten Wort«[/URL] durch ein einzigartiges Gleichnis erläutert. Hier wollen wir aber mit einem anderen Gleichnis zu diesem Thema einen Hinweis geben. Zum Beispiel: Nehmen wir einmal an, dass sich irgendwo in einem Meer eine Schatzkiste befände, die mit allen Arten zahlloser Edelsteine gefüllt sei. Nun tauchen also Schatzsucher hinab, um diese Schatzkiste zu suchen. Mit geschlossenen Augen versuchen sie ihn durch Fühlen und Ertasten mit ihren Händen zu erkennen. Einem Teil von ihnen gelingt es einen länglichen Edelstein zu ergreifen. Diese Taucher meinen nun, der ganze Schatz bestünde aus Edelsteinen in der Form langgestreckter Säulen. Wenn einer unter ihnen durch seine Kameraden von anderen Mineralien hört, stellt er sich vor, dass diese Mineralien zu dem Edelstein, den er selbst gefunden hat, dazugehören, ihn noch weiter ausschmücken und ergänzen. Einem anderen Teil von ihnen gelingt es, einen kugelförmigen Rubin zu ergreifen. Wieder ein anderer findet einen würfelförmigen Bernstein. Und so weiter... Jeder glaubt, dass der Edelstein, den er mit der Hand ergriffen hat und den er nun kennt, den größten Teil des eigentlichen Schatzes bildet. Er hält das, was er hört, für nebensächliche Dinge, für eine Art Zubehör seines Schatzes. Damit geht das Gleichgewicht der Wahrheit verloren. Die Proportionalität verschwindet. Viele Wahrheiten bekommen eine andere Farbe. Um die wahre Farbe der Wahrheit erkennen zu können, gerät man in den Zwang zu freien Auslegungen und zu Improvisationen. Ja manchmal gehen sie sogar soweit, etwas völlig zu verleugnen oder zu verschweigen. Diejenigen, welche die Bücher der gnostischen Philosophen und die Bücher der Mystiker durchdenken, die mit ihrer geistigen Schau und ihren Entdeckungen vertraut sind, ohne sie mit der Waage der Tradition des Propheten (Mohammed) zu wiegen, bestätigen unsere Feststellung ohne Zweifel. Das also heißt, dass sie, obzwar sie von der Wahrheiten des Qur'an und von der Lehre des Qur'an herrühren, sie dennoch mangelhaft bleiben, weil sie eben nicht der Qur'an selbst sind. Auch die Verse des Qur'an, ein Ozean der Wahrheit, sind Taucher zu diesem Schatz im Meer. Doch ihre Augen sind geöffnet und erblicken den ganzen Schatz. Sie erkennen, was zum Schatz dazu gehört und was nicht. Sie beschreiben und erklären diesen Schatz in allen seinen Maßen und Proportionen auf das Beste und bringen so seine wahre Schönheit zur Geltung. Zum Beispiel: »Am Tage der Auferstehung wird Er die ganze Erde in Seiner Hand halten und die Himmel zusammengerollt in Seiner Rechten.« (Sure 39, 67) »An jenem Tag werden Wir den Himmel zusammenrollen, so wie man eine Schriftrolle zusammenrollt...« (Sure 21, 104) So wie diese Verse die Größe der Herrschaft Gottes erkennen, die sie zum Ausdruck bringen, so erfassen auch die folgenden Verse den Umfang der Barmherzigkeit Gottes, stellen sie dar, bringen sie zum Ausdruck. »Vor Gott ist nichts verborgen, weder auf der Erde noch im Himmel. Er ist es, der euch im Mutterschoß gestaltet, wie Er will.« (Sure 3, 5-6) »Es gibt kein Tier, Er trüge es nicht an seinem Nackenwulst.« (Sure 11, 56) »Und wie viele Tiere gibt es, die ihre Versorgung nicht mit sich herumtragen! Allah versorgt sie und euch.« (Sure 29, 60) Des Weiteren sieht und zeigt der Vers »...Allah, der die Himmel und die Erde geschaffen, die Finsternis und das Licht gemacht hat!« (Sure 6, 1) die Weite des Schaffens Gottes, die er zum Ausdruck bringt, wobei der Vers »...wo doch Gott euch und das, was ihr macht, erschaffen hat?« (Sure 37, 96) den Umfang der Lenkung und Leitung Gottes und Seiner Herrschaft, den sie zum Ausdruck bringt, sieht und zeigt. Der Vers »...wie Er die Erde wiederbelebt, nachdem sie abgestorben war.« (Sure 30, 50) sieht und zeigt die Wahrheit der Größe, die sie zum Ausdruck bringt, und der Vers »Und es hat dein Herr der Biene eingegeben,...« (Sure 16, 68) die Wahrheit der Freigiebigkeit, die sie zum Ausdruck bringt, und der Vers »Und die Sonne, der Mond und die Sterne stehen durch Seinen Befehl im Dienst.« (Sure 7, 54) die gewaltige, herrschaftliche und gebieterische Wahrheit. Der Vers »Haben sie nicht zu den Vögeln über sich aufgeschaut, wie sie ihre Flügel ausbreiten und einziehen? Nur der Erbarmer hält sie. Er sieht alle Dinge.« (Sure 67, 19) bringt die Wahrheit des Barmherzigen, des Lenkers und Leiters zum Ausdruck. Der Vers »Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und nicht schwer fällt Ihm ihre Hut.« (Sure 2, 255) bringt die Wahrheit der Größe zum Ausdruck. Der Vers »Und Er ist mit euch, wo immer ihr auch seid.« (Sure 57, 4) bringt die Wahrheit der Begleitung zum Ausdruck. Der Vers »Er ist der Erste und der Letzte, der Sichtbare und der Verborgene. Und Er weiß über alle Dinge Bescheid.« (Sure 57, 3) bringt die Wahrheit des Allumfassenden zum Ausdruck. Der Vers »Wir haben doch den Menschen erschaffen und wissen, was ihm seine Seele einflüstert. Und wir sind ihm näher als seine Schlagader.« (Sure 50,16) bringt die Nähe (Gottes) zum Ausdruck. Der Vers »Zu Ihm steigen die Engel und der Geist empor an einem Tag, dessen Maß fünfzigtausend Jahre ist.« (Sure 70, 4) weist auf die Wahrheit der Hoheit hin. Der Vers »Siehe, Allah gebietet Gerechtigkeit zu üben, Gutes zu tun und die Verwandten zu beschenken und verbietet das Schädliche und Schlechte und die Gewalttat.« (Sure 16, 90) bringt die Wahrheit der Universalität zum Ausdruck. Jeder Vers sieht und zeigt ausführlich jeden von den sechs Grundpfeilern des Glaubens, die das Jenseits und das Diesseits, die Erkenntnis und die Tat betreffen; und jeden von den fünf Grundpfeilern des Islam mit Absicht und Ehrlichkeit; sowie alle Grundsätze, die die Glückseligkeit in den beiden Welten sicher stellen. Sie erhalten das Gleichgewicht aufrecht, bewahren seine Harmonie. Aus der Quelle der Schönheit und Herrlichkeit, die aus der Harmonie des gesamten Bildes dieser Wahrheiten hervortritt, erscheint uns das Wunder, das aus der inneren Bedeutung des Qur'an erwächst. Also konnten aus diesem großen Geheimnis die Gelehrten (Ulema) des Gotteswortes wie die Gelehrten der Schule Mu´tezila, die den Verstand der Offenbarung vorgezogen hatten, obwohl sie Schüler des Qur'an waren, und obwohl ein Teil von ihnen je zehn Bände über die Grundpfeiler des Glaubens, also Tausende von Werken verfasst hatte, kaum klare Aussagen über die Wahrheit machen, sichere Beweise dafür erbringen und ernsthaft überzeugen wie nur zehn Verse des Qur'an. Sie bohren sozusagen unter weitentfernten Bergen Tunnel, gehen wie in Rohrleitungen durch die Kette der Ursachen bis zum Ende der Welt, wo sie schließlich an das Ende der Kette aller Beweise gelangen. Alsdann versuchen sie die Gotteserkenntnis und Existenz des Notwendig-Seienden, welche Lebenswasser sind, zu beweisen. Was aber die ehrwürdigen Qur'anverse betrifft, so kann jeder mit ihrer Hilfe, dem Stab Mosis gleich, überall Wasser hervorholen, bei jeder Sache ein Fenster öffnen und so den majestätischen Schöpfer bekannt machen. In meiner arabisch verfassten Abhandlung namens »Qatre (Tropfen)«, welche aus dem Ozean des Qur'an stammt, und auch in anderen »Worten« hat sich diese Tatsache als richtig herausgestellt, worauf wir auch hingewiesen haben. Auf Grund dieses Geheimnisses konnten diejenigen, die in das Innere der Dinge eingedrungen und sich ihrer eigenen inneren Schau sicher waren, ohne der gelobten Tradition des Propheten Mohammed zu folgen, auf halben Wege wieder umgekehrt, das Oberhaupt einer Gemeinde geworden waren, Sekten gebildet hatten, also alle diese Bannerträger einer Irrlehre, Harmonie und Wohlausgewogenheit in der Wahrheit nicht aufrecht erhalten, sodass sie am Ende in derartige ketzerische Erneuerungen (bid´a) und Irrlehren gestürzt und jedesmal eine Gemeinschaft aus der Menschheit auf einen falschen Weg geführt haben. Somit zeigt also deren ganze Schwäche, dass die Verse des Qur'an ein Wunder sind. [/QUOTE]
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İnsan doğrulaması
Peygamber Efendimiz a.s.v.'ın kabri nerededir? (Sadece şehir adını küçük harfler ile giriniz)
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