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Risale-i Nur lesen -Vierundzwanzigstes Wort - Fünf Äste des Lichtbaumes
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Konuya cevap cer
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<blockquote data-quote="ABDULLAH4" data-source="post: 284415" data-attributes="member: 1004566"><p><strong>Fünfter Ast</strong></p><p></p><p></p><p>Der fünfte Ast trägt »fünf Früchte«.</p><p><strong>Erste Frucht:</strong> Oh du meine selbstsüchtige Seele! Oh du mein weltanbetender Freund! Liebe ist der Anlass für die Existenz dieses Kosmos. Zudem ist sie das Band dieses Kosmos. Ferner ist sie das Licht dieses Kosmos, und sie ist sein Leben. Da der Mensch die vielseitigste Frucht dieses Kosmos ist, ist die Liebe, die den ganzen Kosmos umhüllen kann, in sein Herz, das der Kern dieser Frucht ist, hineingelegt. Eine solche grenzenlose Liebe kann nur derjenige verdienen, der grenzenlose Vollkommenheit besitzt.</p><p>Wohlan denn, oh Seele, oh Freund! Zwei Organe, die dem Menschen Angst und Liebe vermitteln, sind in seiner Natur (fitrat) vorhanden. In jedem Fall, werden diese Liebe und diese Angst entweder auf die Schöpfung oder auf den Schöpfer hin ausgerichtet sein. In Wirklichkeit ist aber die Angst vor der Schöpfung eine leidvolle Plage. Auch ist die Liebe zur Schöpfung (d.h. ihr verfallen zu sein) ein lästiges Unglück. Denn du hast Angst vor denen, die kein Erbarmen mit dir haben oder deine Bitte nicht entgegennehmen. In diesem Zustand ist die Angst eine leidvolle Plage. Was aber die Liebe betrifft, so kennt das, was du liebst, dich entweder nicht und geht, wie deine Jugendzeit und dein Besitztum, ohne ein »Auf Wiedersehen« zu sagen, oder beleidigt dich wegen deiner Liebe. Siehst du denn nicht, dass sich 99 Prozent der weltlichen Liebhaber über ihre Geliebten beschweren? Denn mit dem Innern des Herzens, welches der Spiegel dessen ist, dessen alle und alles bedürfen (Samad), die weltlichen, götzenähnlichen Geliebten anzubeten, ist in den Augen dieser Geliebten hässlich; sie finden es lästig und lehnen es ab. Die natürliche (fitrat) Beschaffenheit lehnt alles ab, was unnatürlich und ungebührlich ist, und verwirft es. (Die sinnliche Liebe soll hier außer Betracht bleiben.) Das heißt, die Dinge, die du liebst, kennen dich entweder nicht oder sie verachten dich oder sie werden dich nicht (für immer) begleiten. Sie werden dich auch gegen deinen Willen verlassen.</p><p>Da dies nun einmal so ist, sollst du deine Angst und deine Liebe dem zuwenden, vor dem deine Angst zu wohltuender Hingabe wird. Deine Liebe soll mit einer Freude verbunden sein, die nicht erniedrigt. Sich vor dem majestätischen Schöpfer zu fürchten, heißt in der Tat, einen Weg zu der Liebe Seiner Barmherzigkeit zu finden und bei Ihm seine Zuflucht zu nehmen. Furcht ist eine Peitsche. Sie wirft dich an die Brust Seiner Barmherzigkeit. Bekanntlich macht ja eine Mutter ihrem Kindlein Angst, damit es sich in ihren Schoß flüchtet. Diese Angst ist für ihr Kindlein ganz besonders angenehm. Denn die Barmherzigkeit (shefqat) lässt es sich in ihren Schoß flüchten. In Wirklichkeit gleicht aller Mütter Liebe und Zärtlichkeit einem Blitzstrahl der Barmherzigkeit Gottes. Also liegt in der Gottesfurcht ein überwältigender Wohlgeschmack. Wenn sich in der Gottesfurcht ein solcher Wohlgeschmack findet, wird es offensichtlich, welch ein grenzenloser Wohlgeschmack sich in der Liebe Gottes findet. Des Weiteren rettet sich der, der sich vor Gott fürchtet, vor den erbärmlichen und unheimlichen Ängsten. Und da seine Liebe zur Schöpfung im Auftrag Gottes ist, endet sie auch nicht in Trennung und Leid.</p><p>In der Tat liebt der Mensch zuallererst seine eigene Seele, danach seine Verwandten, dann sein Volk, dann die lebendigen Geschöpfe, dann das Universum und die ganze Welt (dunya). Mit jedem dieser Kreise fühlt er sich verbunden. Er freut sich in ihren Freuden und leidet in ihren Leiden. Da aber nun im Tohuwabohu dieser Welt und ihren Wirbelstürmen nichts von Bestand ist, wird des Menschen hilfloses Herz zu allen Zeiten verwundet. Alle Dinge, die an seinen Händen festkleben, reißen ihm die Hände ab, wenn sie von ihm gehen, ja reißen sie ihm in Stücke. Ständig lebt er in seinem Leid oder trunken von seiner Gottvergessenheit. So ist das nun einmal, du meine Seele! Wenn du Verstand hast, sammle alle diese o.g. Arten der Liebe, schenke sie ihrem wahren Eigentümer und rette dich von diesen Leiden. Solch grenzenlose Liebe gebührt dem Herrn grenzenloser Vollkommenheit und Schönheit. In dem Augenblick, in dem du sie ihrem wahren Eigentümer geschenkt hast, in dem Augenblick kannst du alle Dinge in Seinem Namen und als Seine Spiegelungen lieben, ohne (ihretwegen) zu leiden. Das heißt, man soll seine Liebe nicht unmittelbar und direkt an die Schöpfung weggeben. Anderenfalls wird die Liebe, die doch das schönste Geschenk (der Gnade) ist, zu peinvoller Verhöhnung werden.</p><p>Bleibt noch ein Aspekt, und das ist der wichtigste, oh Seele! Du gibst deine Liebe für dich selbst aus. Du machst dir deine Seele zu deinem Angebeteten und Geliebten. Alles opferst du deiner Seele. Es ist, als schriebest du dir eine Art Herrschaft zu. In Wirklichkeit ist aber der Grund der Liebe entweder die Vollkommenheit, die als Wesensmerkmal liebenswert ist, oder ein Vorteil, oder Wohlgefallen, oder eine Wohltätigkeit. Aus dergleichen Gründen wird etwas geliebt.</p><p>Nun, oh Seele! In einigen »Worten (Sözler)« haben wir schon unwiderlegbar bewiesen, dass dein eigentliches Wesen eine Mischung aus Fehlern, Mangel, Armseligkeit und Schwäche ist, wobei - gleich wie der Grad der Dunkelheit einer Verfinsterung im Vergleich den Glanz des Lichtes zeigt - du durch diesen Gegensatz mit dieser (Mischung) der Vollkommenheit, der Schönheit, der Macht und der Barmherzigkeit des majestätischen Schöpfers einen Spiegel vorhältst. Das heißt, oh Seele! Du sollst deine Seele nicht lieben, sondern als deinen Widersacher behandeln, oder sie voll Mitleid behandeln, oder - nachdem sie innerliche Ruhe (nefsu l-mutma'inna) erlangt hat - liebevoll behandeln. Wolltest du aber deine Seele lieben - denn du bist ja die Quelle allen Wohlbefindens und aller Vorteile, ja von der Freude an deinem Wohlbefinden und deinen Vorteilen geradezu hingerissen - so bevorzuge nicht dein Wohlbefinden und deinen Vorteil, den deine Seele sucht und doch nur einem Fünkchen gleicht, vor grenzenlosem Wohlbefinden und nicht endenden Vorzügen! Werde nicht wie das Glühwürmchen. Denn, in der Einsamkeit seiner Finsternis versenkt es alle seine Freunde und geliebten Dinge, und begnügt sich selbst mit einem Fünkchen. Du sollst den Urewigen Geliebten lieben, denn zu dessen Liebenswürdigkeit gehören mit dem Wohlbefinden und allen Vorteilen für deine Seele auch noch die Geschenke der ganzen Schöpfung und allen Seins, mit dem du verbunden bist, aus deren Vorzügen du deinen Nutzen ziehst und mit deren Glück du glücklich wirst, damit du dich sowohl mit deinem eigenen als auch mit ihrer aller Glück freuen kannst. Des Weiteren kannst du grenzenloses Wohlbefinden, das dir aus deiner Liebe zu dem Absoluten-Vollkommenen erwächst, empfangen.</p><p>Deine starke Liebe, die du deiner eigenen Seele zuwendest, die dir um Gottes willen aus Seinem Wesen zuströmt, ist Liebe von ihrem Wesen her, die du aber missbrauchst und für dein eigenes Wesen verausgabst. Zerreiße also nun dieses »Ich« in deiner Seele und zeige das »Er (Hu)«. All deine im ganzen Universum verstreute Liebe ist dir gegeben, als die Liebe zu Seinen Namen und Eigenschaften. Du hast sie missbraucht. Die Strafe dafür hast du dir zugezogen. Denn die Strafe ungebührlicher Liebe, am falschen Platz verausgabt, ist eine unbarmherzige Plage.</p><p>Für den urewigen Geliebten, der dir deine Wohnstatt mit seinem Namen der Erbarmer, der Barmherzige und mit Jungfrauen zum Paradies gestaltet, es dir für all deine Wünsche und deine leiblichen Genüsse bereitstellt, der dieses Paradies mit all Seinen weiteren Namen mit ewigen Geschenken für dich ausstattet, um die Wünsche deines Geistes, deines Herzens, deiner meditativen Wahrnehmung, deines Verstandes und all deiner sonstigen feinstofflichen Organe zufrieden zu stellen, der sich in jedem seiner Namen, als den vielen verschiedenen geistigen Schätzen als der Gnädige und Freigiebige erweist, ist ein Fünkchen Seiner Liebe so viel wert wie der ganze Kosmos. Der ganze Kosmos kann auch nicht einem Bruchteil vom Aufscheinen Seiner Liebe gleichkommen. So höre denn nun den urewigen Erlass, den dieser urewige Geliebte (Mahbub) Seinen eigenen Geliebten (Habib) sagen lässt:</p><p></p><p></p><p>»Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir, damit auch Gott euch liebt!« (Sure 3, 31)</p><p></p><p></p><p></p><p>und befolge ihn!</p><p><strong>Zweite Frucht:</strong> Oh Seele! Dienst und Anbetung sind nicht ein erster Schritt in Richtung auf eine spätere Belohnung, sondern die Folgerung auf Grund eines vorangegangenen Geschenks. In der Tat haben wir unsere Belohnung schon erhalten. Dementsprechend sind wir zu Dienst und Anbetung verpflichtet.</p><p>Denn, oh Seele! Der majestätische Schöpfer, der dir als lautere Wohltat deinen Körper bekleidet und einen hungrigen Magen gegeben, hat unter Seinem Namen als »der Versorger (Rezzaq)« alle Speisen vor dir auf einer Geschenktafel ausgebreitet. Nachdem Er dir dann ein empfindsames Leben verliehen hat, verlangt auch dieses Leben, genau wie dein Magen danach, versorgt zu werden. Alle deine Sinnesorgane, wie Augen und Ohren, sind wie Hände, vor denen Er die ganze Erde als eine große Tafel voller Geschenke ausgebreitet hat. Nachdem Er dir dann deine Menschlichkeit verliehen hat, die viel Zivilisation, Kultur, Spiritualität erfordert, hat Er vor dem Magen deiner Menschlichkeit eine Tafel voller Gastgeschenke aufgetan, groß wie die Welt der Engel und der Menschen (alem-i mulk ve melekut) und so weit, wie du die Hand deines Verstandes ausstrecken kannst. Nachdem er dir dann als größte Menschlichkeit den Islam und den Glauben, der sich nach zahllosen Geschenken sehnt und der sich von den Früchten der grenzenlosen Barmherzigkeit ernährt, geschenkt, hat Er vor dir eine Tafel voller Geschenke, Glückseligkeit und einen Sinn für den Bereich aller Möglichkeiten, zugleich mit dem der Schönen Namen und dem der Eigenschaften des Heiligen aufgetan. Nachdem Er dir dann die Liebe als ein Licht des Glaubens gegeben, hat Er dir eine Tafel mit Geschenken ohne Ende, Glückseligkeit und Wohlgeschmack zugeeignet. Das also heißt, wenn du auch hinsichtlich deines Körpers ein kleines, schwaches, ohnmächtiges, elendes, abhängiges und beschränktes Wesen bist, so bist du doch durch Seine Gaben von einem kleinen Teilchen zu einer alles umfassenden lichtvollen Ganzheit aufgestiegen. Denn, indem Er dir das Leben verliehen hat, bist du als ein Bruchteil zu einer Art Ganzheit gelangt; indem er dir deine Menschlichkeit verliehen hat, zu einer wahren Ganzheit; indem Er dir den Islam geschenkt hat, zu einer erhabenen und leuchtenden Ganzheit; und indem Er dir die Erkenntnis verliehen hat, ließ Er dich zu dem allumfassenden Licht aufsteigen.</p><p>Wohlan, oh Seele! Du hast diesen Lohn schon (im voraus) erhalten. Nun bist du (aber auch zu) einem angenehmen, gnadenvollen, erholsamen, leichten Dienst vor Gott und zu Seiner Anbetung verpflichtet. Doch selbst dafür bist du noch zu träge. Wenn du ihn aber nur halb machst, als reichte der schon zuvor empfangene Lohn nicht aus, so stellst du viel zu große Forderungen. Zudem (versuchst du, Gott) hinzuhalten, wenn du sagst: »Warum ist mein Gebet nicht angenommen worden?« Was dir zusteht, ist zu bitten, nicht (zu versuchen, Gott) hinzuhalten. Gott der Gerechte schenkt dir das Paradies und die ewige Glückseligkeit als Seine lautere Güte und Freigiebigkeit. Darum sollst du auch immer bei Seiner Barmherzigkeit und Freigiebigkeit Zuflucht suchen. Vertraue auf Ihn und höre den folgenden Erlass (ferman):</p><p></p><p></p><p>»Sprich: Es ist Gottes Huld und Seine Barmherzigkeit, worüber sie sich nun freuen sollen. Das ist besser, als was sie (im Diesseits an Geld und Gut) zusammenbringen.« (Sure 10, 58)</p><p></p><p></p><p></p><p>Wenn du sagst: »Wie kann ich solch umfangreichen, grenzenlosen Gastgeschenken mit meinem begrenzten, unvollkommenen Dank entgegnen?«</p><p><strong>Antwort:</strong> Mit einer Absicht, die alles mit einschließt, mit einer grenzenlosen Überzeugungâ?¦ Zum Beispiel: Ein armer Mann tritt vor seinen Königs mit einem Geschenk im Wert von fünf Pfennigen hin und sieht, die Geschenke, von ehrenwerten Männern gebracht, jedes Millionen wert, dort aufgestellt. Es kommt ihm in den Sinn: »Mein Geschenk ist nichts wert. Was soll ich machen?« Plötzlich sagt er: »Oh mein Herr! Alle diese wertvollen Geschenke biete ich Dir in meinem Namen an. Denn Du bist ihrer würdig. Wenn ich dazu im Stande wäre, wollte ich Dir noch einmal ein Gleiches schenken.« So nimmt dieser König, der überhaupt nichts benötigt und ihre Geschenke nur als Zeichen der Loyalität und Hochachtung seiner Untertanen entgegen nimmt, diese große und alles mit einschließende gute Absicht (niyet), den Wunsch dieses armen Mannes, seine Wertschätzung aus einer guten und edlen Überzeugung heraus, als das größte Geschenk an. Genauso sagt ein Diener in seiner Armseligkeit im Gebet, At-tehiyyatu lillah (alles Gute gebührt Gott). Das heißt: »Die Geschenke, die Dir die Geschöpfe mit ihrem Leben in all seinen Erscheinungsformen (hayat) als Gottesdienst darbringen, möchte ich Dir alle wie mein eigenes Geschenk darbringen. Stünde es in meiner Macht, wollte auch ich Dir darbringen, so viel auch immer ihrer aller Lobpreis entspricht. Zudem gebührt Dir alles, sogar noch mehr als sie Dir darbringen können.« So ist denn diese Absicht und Überzeugung ei-ne alles und jedes umfassende Danksagung. Die Absicht der Pflanzen aber sind ihre Samenkörner und Kerne.</p><p>Zum Beispiel hat eine Honigmelone in ihrem Herz tausend Absichten in Form ihrer Kerne. »Oh mein Schöpfer! Ich will die Ornamente Deiner schönen Namen an vielen Stellen der Erde bekannt machen.« Da Gott der Gerechte weiß, wie Dinge künftig kommen werden, nimmt Er ihre Absichten als Gebet an und als einen Dienst, der bereits ausgeführt wurde. »Die innere Absicht (niyet) eines Gläubigen wiegt schwerer, als die Tat«, weist auf dieses Geheimnis hin. Aus diesem Geheimnis heraus wird der Sinn (des folgenden Gebetes) verständlich, Gott in grenzenloser Zahl zu loben und zu preisen, wie:</p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p>»Lobpreis und Dank sei Dir nach Zahl und Maß Deiner Schöpfungen, die Dich zufrieden stellen, die Deinen Thron schmücken, welche die Tinte Deiner Worte sind. So preisen auch wir Dich mit allen Lobpreisungen Deiner Gesandten, Deiner Gottesfreunde und Deiner Engel.«</p><p></p><p></p><p></p><p></p><p>Des Weiteren bringt zum Beispiel ein Offizier in seinem eigenen Namen dem König alle Dienste seiner Soldaten dar. Genauso sagt ein Mensch, der sich als Offizier der Schöpfung versteht, der über Tiere und Pflanzen das Kommando führt, der im Stande ist, gegenüber allen Existenzen der Erde als Vertreter Gottes (= Kalif) zu erscheinen und der sich in seiner eigenen, persönlichen Welt (d.h. in seinem Leben) allen als Beauftragter vorstellt,</p><p></p><p></p><p>»Dir allein dienen wir, und zu Dir allein nehmen wir unsere Zuflucht.« (Sure 1, 5)</p><p></p><p></p><p></p><p>Er bietet dem Angebeteten in Seiner Majestät (Ma'budu Dhu l-Djelal) alles Gebet, die Dienste und Hilferufe der ganzen Schöpfung wie seine eigenen an. Ferner sagt er:</p><p></p><p></p><p>»Gepriesen seist Du mit der Gesamtheit aller Lobpreisungen der Schöpfung, in all den Sprachen Deiner Kunstwerke.«</p><p></p><p></p><p></p><p>Er lässt die ganze Schöpfung in seinem Auftrag sprechen. Ferner sagt er:</p><p></p><p></p><p>»Oh Gott, segne Mohammed so viel Mal, nach der Zahl der Bestandteile des Alls und der Anzahl seiner Atome.«</p><p></p><p></p><p></p><p>Er bringt Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, im Namen aller Dinge seine Segenswünsche dar. Denn alle Dinge stehen mit dem Licht Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, in Verbindung. So verstehe denn den Sinn einer unbegrenzten Anzahl Lobpreisungen Gottes und Segenswünschen für Mohammed, mit dem Friede und Segen sei.</p><p><strong>Dritte Frucht:</strong> Oh Seele! Wünschst du in einer kurzen Lebensspanne ein gutes Werk für das Jenseits im grenzenlosen Maße und möchtest jede einzelne Minute deines Lebens so verdienstvoll wie ein ganzes Leben sehen und würdest gerne deine alltäglichen Gewohnheiten in einen Gottesdienst und deine Gottvergessenheit in Gottbewusstsein umwandeln, dann folge den preisenswürdigen Sitten des Propheten. Denn, wenn du dich der Art und Weise der Scharia entsprechend verhältst, versetzt dich das auf eine Art in Gottes Gegenwart (huzur). Es wird dir zu einer Art Gottesdienst. Es bringt dir im Jenseits viele Früchte. Zum Beispiel: Du hast etwas gekauft. In dem Augenblick, wo du im Handel und Wandel auf die Regeln der Scharia achtest, wird auch der alltägliche An- und Verkauf zu einem Gottesdienst. Diese Erinnerung an die Bestimmungen der Scharia gibt eine Vorstellung von der Offenbarung. Indem du aber an den Gesetzgeber denkst, wendest du dein Antlitz Gott zu. Auch das versetzt dich wiederum in die göttliche Gegenwart. Das heißt also: indem man bei seinen Handlungen den preisenswürdigen Sitten des Propheten entspricht, bringt dieses vergängliche Leben bleibende Frucht und erhält man einen Nutzen, der ein Anlass für ein ewiges Leben wird. Höre den folgenden Erlass (ferman):</p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p>»Darum glaubt an Allah und Seinen Gesandten, den ungelehrten Propheten, der an Gott und Seine Worte glaubt; folgt ihm, damit ihr rechtgeleitet seid!« (Sure 7, 158)</p><p></p><p></p><p></p><p></p><p>Bemühe dich darum, damit alle schöne Namen Gottes, die segenspendenden Erscheinungen, die sich durch die Bestimmungen der Scharia und den preisenswürdigen Sitten des Propheten zeigen, bei dir erkennbar werden.</p><p><strong>Vierte Frucht:</strong> Oh Seele! Wenn du die Leute der Welt, besonders die Leute der Ausschweifung, besonders aber die Leute des Unglaubens betrachtest, lass dich nicht von dem äußerlichen Schmuck und von den trügerischen, von Gott verbotenen Genüssen, täuschen! Ahme sie auch nicht nach. Denn wenn du sie auch nachahmst, so kannst du doch nicht ihnen gleich werden. Du wirst sehr tief fallen. Du kannst auch kein Tier sein. Denn der Verstand in deinem Kopf wird dir zu einem Instrument, das dir nur noch Unglück bringt. Er wird ständig auf dich einhämmern. Zum Beispiel: Nehmen wir an, in dem großen Saal eines Schlosses befände sich eine riesige elektrische Lampe. Viele kleine Lampen, die mit dieser großen Lampe verbunden und zu ihr parallel geschaltet sind, seien überall in den kleinen Räumen verteilt. Wenn nun jemand den Schalter zu dieser riesigen Lampe umlegt und so das Licht ausschaltet, fallen alle Räume in eine tiefe Dunkelheit und in eine Trostlosigkeit. In allen Räumen eines anderen Schlosses befänden sich ebenfalls kleine elektrische Lampen, die aber nicht mit der riesigen Lampe im großen Saal verbunden seien. Wenn nun der Schlossherr den Schalter zu dieser riesigen elektrischen Lampe umlegt und somit ausschaltete, kann in den übrigen Räumen dennoch Licht sein. Somit kann dort weiter gearbeitet werden. Diebe können keine Gelegenheit finden.</p><p>Wohlan denn, oh Seele! Das erste Schloss ist einem Moslem zu vergleichen. Der ehrenwerte Prophet, mit dem Friede und Segen sei, ist in seinem Herzen jener großen elektrischen Lampe (des Schlosses) vergleichbar. Vergäße er ihn jemals, würde er ihn - was Gott verhüten möge! - aus seinem Herzen verbannen, kann er nie mehr einen anderen Propheten annehmen. Ja, es bleibt in seinem Geist kein Platz mehr für irgendeine Art von Vollkommenheit. Ja, er wird noch nicht einmal mehr seinen Herrn anerkennen. In seinem Innersten verfallen alle Stuben, stürzen alle feinstofflichen (Organe) in Finsternis und in seinem Herzen breitet sich eine furchtbare Zerstörung und Trostlosigkeit aus. Was gäbe es denn noch, was du anstelle dieser Zerstörung, dieser Trostlosigkeit gewinnen könntest, um dein Vertrauen zurückzugewinnen! Welchen Vorteil könntest du finden, um nach einer solchen Zerstörung den Schaden noch zu beheben? Dagegen ist das zweite Schloss den Fremdlingen (= Nichtmoslems) zu vergleichen. Auch wenn sie das Licht des Propheten, mit dem Frieden und Segen sei, aus den Herzen verweisen, können nach ihrer Vorstellung dennoch manche Lichter übrigbleiben oder sie stellen sich doch vor, dass sie übrigbleiben könnten. Ihre Art wie Moses oder Jesus, mit denen Friede sei, zu glauben und (von der Existenz) eines Schöpfers überzeugt zu sein, können weiterhin bestehen bleiben und ihren Moralvorstellungen als Quelle dienen.</p><p>Oh du eigenwillige Seele (nefsu l-emmare)! Wenn du sagst: »Ich möchte nicht wie ein Fremdling sein. Ich will lieber wie ein Tier sein.« Doch wie viele Male hatte ich dir nicht schon gesagt: »Du kannst nicht wie ein Tier sein. Denn da du Verstand im Kopf hast, schlägt dieser Verstand dir deine vergangenen Leiden und künftigen Ängste um die Ohren, um den Kopf, vor die Augen, ins Gesicht und verprügelt dich damit. Einen Genuss vermischt er dir mit tausend Leiden. Was aber das Tier betrifft, so empfängt es vollkommenen Genuss ohne Leid und freut sich. Daher nimm also zuerst einmal deinen Verstand heraus und wirf ihn von dir, dann erst werde ein Tier! Und weiter fühle dich (durch die folgende Ayah) geohrfeigt:</p><p></p><p></p><p>»Sie gleichem dem Vieh, ja gehen noch mehr in die Irre als sie.« (Sure 7, 179)</p><p></p><p></p><p></p><p><strong>Fünfte Frucht:</strong> Oh Seele! Wie wir vielmals gesagt haben ist der Mensch die Frucht am Baume der Schöpfung. Er trägt ein Herz, wie eine Frucht ihren Samenkern, welcher von der Wurzel (d.h. von seinem Ursprung) am weitesten ist, sich umfassend auf den ganzen (Baum) bezieht und die Zusammenschau des Ganzen (djihetu l-vahdet) in sich aufbewahrt. Er ist ein Geschöpf, dessen Gesicht auf Vielfältigkeit, Vergänglichkeit und Weltlichkeit (dunya) hin blickt. Was aber Dienst und Anbetung betrifft, so sind sie ein vereinigender Strang, der sein Gesicht von der Vergänglichkeit zur Ewigkeit, vom Geschaffenen zum Schöpfer, von der Vielheit zur Einheit und vom Endpunkt zum Ausgangspunkt wendet, oder Punkt, wo Anfang und Ende sich berühren.</p><p>Angenommen, eine kostbare, mit Bewusstsein begabte Frucht, die als Same bestimmt ist, würde die Lebewesen unter dem Baume betrachten und - stolz auf ihre Schönheit - sich in ihre Hände werfen oder aber nicht Acht geben und herunterfallen, so würde sie ihnen in die Hände fallen, in Stücke zerbrechen und schließlich wie eine ganz gewöhnliche Frucht verloren gehen. Wenn hingegen diese Frucht ihren Stützpunkt erkennt und daran denken könnte, dass der Kern in ihr, welcher eine Zusammenschau (djihetu l-vahdet) des ganzen Baumes in sich enthält, ein Mittel für den Fortbestand des Baumes und die Fortdauer seines Daseins (haqiqat) ist, dann erfährt dieser eine einzige Kern in dieser einen Frucht eine beständige, auf den ganzen (Baum) bezogene Wirklichkeit in einem fortdauernden (baqi) Leben.</p><p>Genauso wird auch der Mensch, wenn er sich in der Vielfalt (der Ursachen) verliert, im Dasein (kainat) erstickt, sich betrunken von seiner Liebe zur Welt vom Lächeln alles Vergänglichen (fani) verführen lässt und sich ihr in die Arme wirft, erfährt er auf jeden Fall einen grenzenlosen Verlust. Er stürzt zugleich in die Verlorenheit, die gleich ist mit Vergänglichkeit, gleich ist mit Nichtigkeit. Ferner verurteilt er sich innerlich zu seiner Hinrichtung. Wenn er durch das Ohr des Herzens den Glaubensunterricht mit den Worten des Qur'an hört, seinen Haupt erhebt und sich der Einheit (vahdet) zuwendet, kann er auf der Leiter des Dienstes und der Anbetung Gottes zum Throne der Vollkommenheit emporsteigen. So wird er ein unvergänglicher Mensch.</p><p>Oh du meine Seele! Da die Wahrheit nun einmal so ist und du zu dem Volk Abrahams, mit dem der Friede sei, gehörst, sage wie Abraham</p><p></p><p></p><p>»Ich liebe die nicht, die untergehen.« (Sure 6, 76)</p><p></p><p></p><p></p><p>und wende dein Gesicht dem beständigen Geliebten zu und weine so wie ich:</p><p>(Die persischen Verse die hier folgen sollten, sind schon im Zweiten Kapitel des »SiebzehntenWortes«niedergeschrieben worden, weshalb wir sie hier nicht angeführt haben.)</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="ABDULLAH4, post: 284415, member: 1004566"] [B]Fünfter Ast[/B] Der fünfte Ast trägt »fünf Früchte«. [B]Erste Frucht:[/B] Oh du meine selbstsüchtige Seele! Oh du mein weltanbetender Freund! Liebe ist der Anlass für die Existenz dieses Kosmos. Zudem ist sie das Band dieses Kosmos. Ferner ist sie das Licht dieses Kosmos, und sie ist sein Leben. Da der Mensch die vielseitigste Frucht dieses Kosmos ist, ist die Liebe, die den ganzen Kosmos umhüllen kann, in sein Herz, das der Kern dieser Frucht ist, hineingelegt. Eine solche grenzenlose Liebe kann nur derjenige verdienen, der grenzenlose Vollkommenheit besitzt. Wohlan denn, oh Seele, oh Freund! Zwei Organe, die dem Menschen Angst und Liebe vermitteln, sind in seiner Natur (fitrat) vorhanden. In jedem Fall, werden diese Liebe und diese Angst entweder auf die Schöpfung oder auf den Schöpfer hin ausgerichtet sein. In Wirklichkeit ist aber die Angst vor der Schöpfung eine leidvolle Plage. Auch ist die Liebe zur Schöpfung (d.h. ihr verfallen zu sein) ein lästiges Unglück. Denn du hast Angst vor denen, die kein Erbarmen mit dir haben oder deine Bitte nicht entgegennehmen. In diesem Zustand ist die Angst eine leidvolle Plage. Was aber die Liebe betrifft, so kennt das, was du liebst, dich entweder nicht und geht, wie deine Jugendzeit und dein Besitztum, ohne ein »Auf Wiedersehen« zu sagen, oder beleidigt dich wegen deiner Liebe. Siehst du denn nicht, dass sich 99 Prozent der weltlichen Liebhaber über ihre Geliebten beschweren? Denn mit dem Innern des Herzens, welches der Spiegel dessen ist, dessen alle und alles bedürfen (Samad), die weltlichen, götzenähnlichen Geliebten anzubeten, ist in den Augen dieser Geliebten hässlich; sie finden es lästig und lehnen es ab. Die natürliche (fitrat) Beschaffenheit lehnt alles ab, was unnatürlich und ungebührlich ist, und verwirft es. (Die sinnliche Liebe soll hier außer Betracht bleiben.) Das heißt, die Dinge, die du liebst, kennen dich entweder nicht oder sie verachten dich oder sie werden dich nicht (für immer) begleiten. Sie werden dich auch gegen deinen Willen verlassen. Da dies nun einmal so ist, sollst du deine Angst und deine Liebe dem zuwenden, vor dem deine Angst zu wohltuender Hingabe wird. Deine Liebe soll mit einer Freude verbunden sein, die nicht erniedrigt. Sich vor dem majestätischen Schöpfer zu fürchten, heißt in der Tat, einen Weg zu der Liebe Seiner Barmherzigkeit zu finden und bei Ihm seine Zuflucht zu nehmen. Furcht ist eine Peitsche. Sie wirft dich an die Brust Seiner Barmherzigkeit. Bekanntlich macht ja eine Mutter ihrem Kindlein Angst, damit es sich in ihren Schoß flüchtet. Diese Angst ist für ihr Kindlein ganz besonders angenehm. Denn die Barmherzigkeit (shefqat) lässt es sich in ihren Schoß flüchten. In Wirklichkeit gleicht aller Mütter Liebe und Zärtlichkeit einem Blitzstrahl der Barmherzigkeit Gottes. Also liegt in der Gottesfurcht ein überwältigender Wohlgeschmack. Wenn sich in der Gottesfurcht ein solcher Wohlgeschmack findet, wird es offensichtlich, welch ein grenzenloser Wohlgeschmack sich in der Liebe Gottes findet. Des Weiteren rettet sich der, der sich vor Gott fürchtet, vor den erbärmlichen und unheimlichen Ängsten. Und da seine Liebe zur Schöpfung im Auftrag Gottes ist, endet sie auch nicht in Trennung und Leid. In der Tat liebt der Mensch zuallererst seine eigene Seele, danach seine Verwandten, dann sein Volk, dann die lebendigen Geschöpfe, dann das Universum und die ganze Welt (dunya). Mit jedem dieser Kreise fühlt er sich verbunden. Er freut sich in ihren Freuden und leidet in ihren Leiden. Da aber nun im Tohuwabohu dieser Welt und ihren Wirbelstürmen nichts von Bestand ist, wird des Menschen hilfloses Herz zu allen Zeiten verwundet. Alle Dinge, die an seinen Händen festkleben, reißen ihm die Hände ab, wenn sie von ihm gehen, ja reißen sie ihm in Stücke. Ständig lebt er in seinem Leid oder trunken von seiner Gottvergessenheit. So ist das nun einmal, du meine Seele! Wenn du Verstand hast, sammle alle diese o.g. Arten der Liebe, schenke sie ihrem wahren Eigentümer und rette dich von diesen Leiden. Solch grenzenlose Liebe gebührt dem Herrn grenzenloser Vollkommenheit und Schönheit. In dem Augenblick, in dem du sie ihrem wahren Eigentümer geschenkt hast, in dem Augenblick kannst du alle Dinge in Seinem Namen und als Seine Spiegelungen lieben, ohne (ihretwegen) zu leiden. Das heißt, man soll seine Liebe nicht unmittelbar und direkt an die Schöpfung weggeben. Anderenfalls wird die Liebe, die doch das schönste Geschenk (der Gnade) ist, zu peinvoller Verhöhnung werden. Bleibt noch ein Aspekt, und das ist der wichtigste, oh Seele! Du gibst deine Liebe für dich selbst aus. Du machst dir deine Seele zu deinem Angebeteten und Geliebten. Alles opferst du deiner Seele. Es ist, als schriebest du dir eine Art Herrschaft zu. In Wirklichkeit ist aber der Grund der Liebe entweder die Vollkommenheit, die als Wesensmerkmal liebenswert ist, oder ein Vorteil, oder Wohlgefallen, oder eine Wohltätigkeit. Aus dergleichen Gründen wird etwas geliebt. Nun, oh Seele! In einigen »Worten (Sözler)« haben wir schon unwiderlegbar bewiesen, dass dein eigentliches Wesen eine Mischung aus Fehlern, Mangel, Armseligkeit und Schwäche ist, wobei - gleich wie der Grad der Dunkelheit einer Verfinsterung im Vergleich den Glanz des Lichtes zeigt - du durch diesen Gegensatz mit dieser (Mischung) der Vollkommenheit, der Schönheit, der Macht und der Barmherzigkeit des majestätischen Schöpfers einen Spiegel vorhältst. Das heißt, oh Seele! Du sollst deine Seele nicht lieben, sondern als deinen Widersacher behandeln, oder sie voll Mitleid behandeln, oder - nachdem sie innerliche Ruhe (nefsu l-mutma'inna) erlangt hat - liebevoll behandeln. Wolltest du aber deine Seele lieben - denn du bist ja die Quelle allen Wohlbefindens und aller Vorteile, ja von der Freude an deinem Wohlbefinden und deinen Vorteilen geradezu hingerissen - so bevorzuge nicht dein Wohlbefinden und deinen Vorteil, den deine Seele sucht und doch nur einem Fünkchen gleicht, vor grenzenlosem Wohlbefinden und nicht endenden Vorzügen! Werde nicht wie das Glühwürmchen. Denn, in der Einsamkeit seiner Finsternis versenkt es alle seine Freunde und geliebten Dinge, und begnügt sich selbst mit einem Fünkchen. Du sollst den Urewigen Geliebten lieben, denn zu dessen Liebenswürdigkeit gehören mit dem Wohlbefinden und allen Vorteilen für deine Seele auch noch die Geschenke der ganzen Schöpfung und allen Seins, mit dem du verbunden bist, aus deren Vorzügen du deinen Nutzen ziehst und mit deren Glück du glücklich wirst, damit du dich sowohl mit deinem eigenen als auch mit ihrer aller Glück freuen kannst. Des Weiteren kannst du grenzenloses Wohlbefinden, das dir aus deiner Liebe zu dem Absoluten-Vollkommenen erwächst, empfangen. Deine starke Liebe, die du deiner eigenen Seele zuwendest, die dir um Gottes willen aus Seinem Wesen zuströmt, ist Liebe von ihrem Wesen her, die du aber missbrauchst und für dein eigenes Wesen verausgabst. Zerreiße also nun dieses »Ich« in deiner Seele und zeige das »Er (Hu)«. All deine im ganzen Universum verstreute Liebe ist dir gegeben, als die Liebe zu Seinen Namen und Eigenschaften. Du hast sie missbraucht. Die Strafe dafür hast du dir zugezogen. Denn die Strafe ungebührlicher Liebe, am falschen Platz verausgabt, ist eine unbarmherzige Plage. Für den urewigen Geliebten, der dir deine Wohnstatt mit seinem Namen der Erbarmer, der Barmherzige und mit Jungfrauen zum Paradies gestaltet, es dir für all deine Wünsche und deine leiblichen Genüsse bereitstellt, der dieses Paradies mit all Seinen weiteren Namen mit ewigen Geschenken für dich ausstattet, um die Wünsche deines Geistes, deines Herzens, deiner meditativen Wahrnehmung, deines Verstandes und all deiner sonstigen feinstofflichen Organe zufrieden zu stellen, der sich in jedem seiner Namen, als den vielen verschiedenen geistigen Schätzen als der Gnädige und Freigiebige erweist, ist ein Fünkchen Seiner Liebe so viel wert wie der ganze Kosmos. Der ganze Kosmos kann auch nicht einem Bruchteil vom Aufscheinen Seiner Liebe gleichkommen. So höre denn nun den urewigen Erlass, den dieser urewige Geliebte (Mahbub) Seinen eigenen Geliebten (Habib) sagen lässt: »Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir, damit auch Gott euch liebt!« (Sure 3, 31) und befolge ihn! [B]Zweite Frucht:[/B] Oh Seele! Dienst und Anbetung sind nicht ein erster Schritt in Richtung auf eine spätere Belohnung, sondern die Folgerung auf Grund eines vorangegangenen Geschenks. In der Tat haben wir unsere Belohnung schon erhalten. Dementsprechend sind wir zu Dienst und Anbetung verpflichtet. Denn, oh Seele! Der majestätische Schöpfer, der dir als lautere Wohltat deinen Körper bekleidet und einen hungrigen Magen gegeben, hat unter Seinem Namen als »der Versorger (Rezzaq)« alle Speisen vor dir auf einer Geschenktafel ausgebreitet. Nachdem Er dir dann ein empfindsames Leben verliehen hat, verlangt auch dieses Leben, genau wie dein Magen danach, versorgt zu werden. Alle deine Sinnesorgane, wie Augen und Ohren, sind wie Hände, vor denen Er die ganze Erde als eine große Tafel voller Geschenke ausgebreitet hat. Nachdem Er dir dann deine Menschlichkeit verliehen hat, die viel Zivilisation, Kultur, Spiritualität erfordert, hat Er vor dem Magen deiner Menschlichkeit eine Tafel voller Gastgeschenke aufgetan, groß wie die Welt der Engel und der Menschen (alem-i mulk ve melekut) und so weit, wie du die Hand deines Verstandes ausstrecken kannst. Nachdem er dir dann als größte Menschlichkeit den Islam und den Glauben, der sich nach zahllosen Geschenken sehnt und der sich von den Früchten der grenzenlosen Barmherzigkeit ernährt, geschenkt, hat Er vor dir eine Tafel voller Geschenke, Glückseligkeit und einen Sinn für den Bereich aller Möglichkeiten, zugleich mit dem der Schönen Namen und dem der Eigenschaften des Heiligen aufgetan. Nachdem Er dir dann die Liebe als ein Licht des Glaubens gegeben, hat Er dir eine Tafel mit Geschenken ohne Ende, Glückseligkeit und Wohlgeschmack zugeeignet. Das also heißt, wenn du auch hinsichtlich deines Körpers ein kleines, schwaches, ohnmächtiges, elendes, abhängiges und beschränktes Wesen bist, so bist du doch durch Seine Gaben von einem kleinen Teilchen zu einer alles umfassenden lichtvollen Ganzheit aufgestiegen. Denn, indem Er dir das Leben verliehen hat, bist du als ein Bruchteil zu einer Art Ganzheit gelangt; indem er dir deine Menschlichkeit verliehen hat, zu einer wahren Ganzheit; indem Er dir den Islam geschenkt hat, zu einer erhabenen und leuchtenden Ganzheit; und indem Er dir die Erkenntnis verliehen hat, ließ Er dich zu dem allumfassenden Licht aufsteigen. Wohlan, oh Seele! Du hast diesen Lohn schon (im voraus) erhalten. Nun bist du (aber auch zu) einem angenehmen, gnadenvollen, erholsamen, leichten Dienst vor Gott und zu Seiner Anbetung verpflichtet. Doch selbst dafür bist du noch zu träge. Wenn du ihn aber nur halb machst, als reichte der schon zuvor empfangene Lohn nicht aus, so stellst du viel zu große Forderungen. Zudem (versuchst du, Gott) hinzuhalten, wenn du sagst: »Warum ist mein Gebet nicht angenommen worden?« Was dir zusteht, ist zu bitten, nicht (zu versuchen, Gott) hinzuhalten. Gott der Gerechte schenkt dir das Paradies und die ewige Glückseligkeit als Seine lautere Güte und Freigiebigkeit. Darum sollst du auch immer bei Seiner Barmherzigkeit und Freigiebigkeit Zuflucht suchen. Vertraue auf Ihn und höre den folgenden Erlass (ferman): »Sprich: Es ist Gottes Huld und Seine Barmherzigkeit, worüber sie sich nun freuen sollen. Das ist besser, als was sie (im Diesseits an Geld und Gut) zusammenbringen.« (Sure 10, 58) Wenn du sagst: »Wie kann ich solch umfangreichen, grenzenlosen Gastgeschenken mit meinem begrenzten, unvollkommenen Dank entgegnen?« [B]Antwort:[/B] Mit einer Absicht, die alles mit einschließt, mit einer grenzenlosen Überzeugungâ?¦ Zum Beispiel: Ein armer Mann tritt vor seinen Königs mit einem Geschenk im Wert von fünf Pfennigen hin und sieht, die Geschenke, von ehrenwerten Männern gebracht, jedes Millionen wert, dort aufgestellt. Es kommt ihm in den Sinn: »Mein Geschenk ist nichts wert. Was soll ich machen?« Plötzlich sagt er: »Oh mein Herr! Alle diese wertvollen Geschenke biete ich Dir in meinem Namen an. Denn Du bist ihrer würdig. Wenn ich dazu im Stande wäre, wollte ich Dir noch einmal ein Gleiches schenken.« So nimmt dieser König, der überhaupt nichts benötigt und ihre Geschenke nur als Zeichen der Loyalität und Hochachtung seiner Untertanen entgegen nimmt, diese große und alles mit einschließende gute Absicht (niyet), den Wunsch dieses armen Mannes, seine Wertschätzung aus einer guten und edlen Überzeugung heraus, als das größte Geschenk an. Genauso sagt ein Diener in seiner Armseligkeit im Gebet, At-tehiyyatu lillah (alles Gute gebührt Gott). Das heißt: »Die Geschenke, die Dir die Geschöpfe mit ihrem Leben in all seinen Erscheinungsformen (hayat) als Gottesdienst darbringen, möchte ich Dir alle wie mein eigenes Geschenk darbringen. Stünde es in meiner Macht, wollte auch ich Dir darbringen, so viel auch immer ihrer aller Lobpreis entspricht. Zudem gebührt Dir alles, sogar noch mehr als sie Dir darbringen können.« So ist denn diese Absicht und Überzeugung ei-ne alles und jedes umfassende Danksagung. Die Absicht der Pflanzen aber sind ihre Samenkörner und Kerne. Zum Beispiel hat eine Honigmelone in ihrem Herz tausend Absichten in Form ihrer Kerne. »Oh mein Schöpfer! Ich will die Ornamente Deiner schönen Namen an vielen Stellen der Erde bekannt machen.« Da Gott der Gerechte weiß, wie Dinge künftig kommen werden, nimmt Er ihre Absichten als Gebet an und als einen Dienst, der bereits ausgeführt wurde. »Die innere Absicht (niyet) eines Gläubigen wiegt schwerer, als die Tat«, weist auf dieses Geheimnis hin. Aus diesem Geheimnis heraus wird der Sinn (des folgenden Gebetes) verständlich, Gott in grenzenloser Zahl zu loben und zu preisen, wie: »Lobpreis und Dank sei Dir nach Zahl und Maß Deiner Schöpfungen, die Dich zufrieden stellen, die Deinen Thron schmücken, welche die Tinte Deiner Worte sind. So preisen auch wir Dich mit allen Lobpreisungen Deiner Gesandten, Deiner Gottesfreunde und Deiner Engel.« Des Weiteren bringt zum Beispiel ein Offizier in seinem eigenen Namen dem König alle Dienste seiner Soldaten dar. Genauso sagt ein Mensch, der sich als Offizier der Schöpfung versteht, der über Tiere und Pflanzen das Kommando führt, der im Stande ist, gegenüber allen Existenzen der Erde als Vertreter Gottes (= Kalif) zu erscheinen und der sich in seiner eigenen, persönlichen Welt (d.h. in seinem Leben) allen als Beauftragter vorstellt, »Dir allein dienen wir, und zu Dir allein nehmen wir unsere Zuflucht.« (Sure 1, 5) Er bietet dem Angebeteten in Seiner Majestät (Ma'budu Dhu l-Djelal) alles Gebet, die Dienste und Hilferufe der ganzen Schöpfung wie seine eigenen an. Ferner sagt er: »Gepriesen seist Du mit der Gesamtheit aller Lobpreisungen der Schöpfung, in all den Sprachen Deiner Kunstwerke.« Er lässt die ganze Schöpfung in seinem Auftrag sprechen. Ferner sagt er: »Oh Gott, segne Mohammed so viel Mal, nach der Zahl der Bestandteile des Alls und der Anzahl seiner Atome.« Er bringt Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, im Namen aller Dinge seine Segenswünsche dar. Denn alle Dinge stehen mit dem Licht Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, in Verbindung. So verstehe denn den Sinn einer unbegrenzten Anzahl Lobpreisungen Gottes und Segenswünschen für Mohammed, mit dem Friede und Segen sei. [B]Dritte Frucht:[/B] Oh Seele! Wünschst du in einer kurzen Lebensspanne ein gutes Werk für das Jenseits im grenzenlosen Maße und möchtest jede einzelne Minute deines Lebens so verdienstvoll wie ein ganzes Leben sehen und würdest gerne deine alltäglichen Gewohnheiten in einen Gottesdienst und deine Gottvergessenheit in Gottbewusstsein umwandeln, dann folge den preisenswürdigen Sitten des Propheten. Denn, wenn du dich der Art und Weise der Scharia entsprechend verhältst, versetzt dich das auf eine Art in Gottes Gegenwart (huzur). Es wird dir zu einer Art Gottesdienst. Es bringt dir im Jenseits viele Früchte. Zum Beispiel: Du hast etwas gekauft. In dem Augenblick, wo du im Handel und Wandel auf die Regeln der Scharia achtest, wird auch der alltägliche An- und Verkauf zu einem Gottesdienst. Diese Erinnerung an die Bestimmungen der Scharia gibt eine Vorstellung von der Offenbarung. Indem du aber an den Gesetzgeber denkst, wendest du dein Antlitz Gott zu. Auch das versetzt dich wiederum in die göttliche Gegenwart. Das heißt also: indem man bei seinen Handlungen den preisenswürdigen Sitten des Propheten entspricht, bringt dieses vergängliche Leben bleibende Frucht und erhält man einen Nutzen, der ein Anlass für ein ewiges Leben wird. Höre den folgenden Erlass (ferman): »Darum glaubt an Allah und Seinen Gesandten, den ungelehrten Propheten, der an Gott und Seine Worte glaubt; folgt ihm, damit ihr rechtgeleitet seid!« (Sure 7, 158) Bemühe dich darum, damit alle schöne Namen Gottes, die segenspendenden Erscheinungen, die sich durch die Bestimmungen der Scharia und den preisenswürdigen Sitten des Propheten zeigen, bei dir erkennbar werden. [B]Vierte Frucht:[/B] Oh Seele! Wenn du die Leute der Welt, besonders die Leute der Ausschweifung, besonders aber die Leute des Unglaubens betrachtest, lass dich nicht von dem äußerlichen Schmuck und von den trügerischen, von Gott verbotenen Genüssen, täuschen! Ahme sie auch nicht nach. Denn wenn du sie auch nachahmst, so kannst du doch nicht ihnen gleich werden. Du wirst sehr tief fallen. Du kannst auch kein Tier sein. Denn der Verstand in deinem Kopf wird dir zu einem Instrument, das dir nur noch Unglück bringt. Er wird ständig auf dich einhämmern. Zum Beispiel: Nehmen wir an, in dem großen Saal eines Schlosses befände sich eine riesige elektrische Lampe. Viele kleine Lampen, die mit dieser großen Lampe verbunden und zu ihr parallel geschaltet sind, seien überall in den kleinen Räumen verteilt. Wenn nun jemand den Schalter zu dieser riesigen Lampe umlegt und so das Licht ausschaltet, fallen alle Räume in eine tiefe Dunkelheit und in eine Trostlosigkeit. In allen Räumen eines anderen Schlosses befänden sich ebenfalls kleine elektrische Lampen, die aber nicht mit der riesigen Lampe im großen Saal verbunden seien. Wenn nun der Schlossherr den Schalter zu dieser riesigen elektrischen Lampe umlegt und somit ausschaltete, kann in den übrigen Räumen dennoch Licht sein. Somit kann dort weiter gearbeitet werden. Diebe können keine Gelegenheit finden. Wohlan denn, oh Seele! Das erste Schloss ist einem Moslem zu vergleichen. Der ehrenwerte Prophet, mit dem Friede und Segen sei, ist in seinem Herzen jener großen elektrischen Lampe (des Schlosses) vergleichbar. Vergäße er ihn jemals, würde er ihn - was Gott verhüten möge! - aus seinem Herzen verbannen, kann er nie mehr einen anderen Propheten annehmen. Ja, es bleibt in seinem Geist kein Platz mehr für irgendeine Art von Vollkommenheit. Ja, er wird noch nicht einmal mehr seinen Herrn anerkennen. In seinem Innersten verfallen alle Stuben, stürzen alle feinstofflichen (Organe) in Finsternis und in seinem Herzen breitet sich eine furchtbare Zerstörung und Trostlosigkeit aus. Was gäbe es denn noch, was du anstelle dieser Zerstörung, dieser Trostlosigkeit gewinnen könntest, um dein Vertrauen zurückzugewinnen! Welchen Vorteil könntest du finden, um nach einer solchen Zerstörung den Schaden noch zu beheben? Dagegen ist das zweite Schloss den Fremdlingen (= Nichtmoslems) zu vergleichen. Auch wenn sie das Licht des Propheten, mit dem Frieden und Segen sei, aus den Herzen verweisen, können nach ihrer Vorstellung dennoch manche Lichter übrigbleiben oder sie stellen sich doch vor, dass sie übrigbleiben könnten. Ihre Art wie Moses oder Jesus, mit denen Friede sei, zu glauben und (von der Existenz) eines Schöpfers überzeugt zu sein, können weiterhin bestehen bleiben und ihren Moralvorstellungen als Quelle dienen. Oh du eigenwillige Seele (nefsu l-emmare)! Wenn du sagst: »Ich möchte nicht wie ein Fremdling sein. Ich will lieber wie ein Tier sein.« Doch wie viele Male hatte ich dir nicht schon gesagt: »Du kannst nicht wie ein Tier sein. Denn da du Verstand im Kopf hast, schlägt dieser Verstand dir deine vergangenen Leiden und künftigen Ängste um die Ohren, um den Kopf, vor die Augen, ins Gesicht und verprügelt dich damit. Einen Genuss vermischt er dir mit tausend Leiden. Was aber das Tier betrifft, so empfängt es vollkommenen Genuss ohne Leid und freut sich. Daher nimm also zuerst einmal deinen Verstand heraus und wirf ihn von dir, dann erst werde ein Tier! Und weiter fühle dich (durch die folgende Ayah) geohrfeigt: »Sie gleichem dem Vieh, ja gehen noch mehr in die Irre als sie.« (Sure 7, 179) [B]Fünfte Frucht:[/B] Oh Seele! Wie wir vielmals gesagt haben ist der Mensch die Frucht am Baume der Schöpfung. Er trägt ein Herz, wie eine Frucht ihren Samenkern, welcher von der Wurzel (d.h. von seinem Ursprung) am weitesten ist, sich umfassend auf den ganzen (Baum) bezieht und die Zusammenschau des Ganzen (djihetu l-vahdet) in sich aufbewahrt. Er ist ein Geschöpf, dessen Gesicht auf Vielfältigkeit, Vergänglichkeit und Weltlichkeit (dunya) hin blickt. Was aber Dienst und Anbetung betrifft, so sind sie ein vereinigender Strang, der sein Gesicht von der Vergänglichkeit zur Ewigkeit, vom Geschaffenen zum Schöpfer, von der Vielheit zur Einheit und vom Endpunkt zum Ausgangspunkt wendet, oder Punkt, wo Anfang und Ende sich berühren. Angenommen, eine kostbare, mit Bewusstsein begabte Frucht, die als Same bestimmt ist, würde die Lebewesen unter dem Baume betrachten und - stolz auf ihre Schönheit - sich in ihre Hände werfen oder aber nicht Acht geben und herunterfallen, so würde sie ihnen in die Hände fallen, in Stücke zerbrechen und schließlich wie eine ganz gewöhnliche Frucht verloren gehen. Wenn hingegen diese Frucht ihren Stützpunkt erkennt und daran denken könnte, dass der Kern in ihr, welcher eine Zusammenschau (djihetu l-vahdet) des ganzen Baumes in sich enthält, ein Mittel für den Fortbestand des Baumes und die Fortdauer seines Daseins (haqiqat) ist, dann erfährt dieser eine einzige Kern in dieser einen Frucht eine beständige, auf den ganzen (Baum) bezogene Wirklichkeit in einem fortdauernden (baqi) Leben. Genauso wird auch der Mensch, wenn er sich in der Vielfalt (der Ursachen) verliert, im Dasein (kainat) erstickt, sich betrunken von seiner Liebe zur Welt vom Lächeln alles Vergänglichen (fani) verführen lässt und sich ihr in die Arme wirft, erfährt er auf jeden Fall einen grenzenlosen Verlust. Er stürzt zugleich in die Verlorenheit, die gleich ist mit Vergänglichkeit, gleich ist mit Nichtigkeit. Ferner verurteilt er sich innerlich zu seiner Hinrichtung. Wenn er durch das Ohr des Herzens den Glaubensunterricht mit den Worten des Qur'an hört, seinen Haupt erhebt und sich der Einheit (vahdet) zuwendet, kann er auf der Leiter des Dienstes und der Anbetung Gottes zum Throne der Vollkommenheit emporsteigen. So wird er ein unvergänglicher Mensch. Oh du meine Seele! Da die Wahrheit nun einmal so ist und du zu dem Volk Abrahams, mit dem der Friede sei, gehörst, sage wie Abraham »Ich liebe die nicht, die untergehen.« (Sure 6, 76) und wende dein Gesicht dem beständigen Geliebten zu und weine so wie ich: (Die persischen Verse die hier folgen sollten, sind schon im Zweiten Kapitel des »SiebzehntenWortes«niedergeschrieben worden, weshalb wir sie hier nicht angeführt haben.) [/QUOTE]
Adı
İnsan doğrulaması
Peygamber Efendimiz a.s.v.'ın kabri nerededir? (Sadece şehir adını küçük harfler ile giriniz)
Cevap yaz
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