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    Anonim

      Die Pflichtabgabe

      بِسْمِ اللهِ الْرَحْمنِ الْرَحِیِم
      إِنَّ الَّذِینَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ وَأَقَامُوا الصَّلَوةَ وَآتَوُا الزَّكَوةَ لَھُمْ أَجْرُھُمْ عِنْدَ رَبِّھِمْ وَلا
      خَوْفٌ عَلَیْھِمْ وَلا ھُمْ یَحْزَنُونَ

      Bismillahirrahmanirrahim


      seinem Hab und Gut sowie derjenige, der aus Verlegenheit nicht fragen kann
      und daher davon abgeschnitten ist.”

      [Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen]

      „Wahrlich, diejenigen, die glauben und das Gute tun, das Gebet verrichten und
      die reinigende und mehrende Abgabe (
      zekat) entrichten, ihr Lohn ist ihnen von
      ihrem Herrn. Sie haben weder etwas zu befürchten, noch überkommt sie
      Traurigkeit.”
      „Der Bedürftige, der um Hilfe fragt, hat ein Anrecht
      [3]

      [Sure “Bakara”, Vers 277]


      Verehrte Muslime,

      das Entrichten der reinigenden, mehrenden Abgabe (türk.
      zekat, arab. zakah)

      gehört bekanntlich zu einem der Grundpfeiler des Islam, daher bezeichnen wir dies
      im Deutschen auch als “Pflichtabgabe”. Sie ist einzuordnen unter die
      Gottesdienste, die wir mit dem Hab und Gut verrichten. Jeder Muslim, der
      Verstandes begabt und frei ist sowie die Pubertät erreicht hat – also
      religionsmündig ist – und abzüglich eines Grundbetrags für seinen Grundbedarf ein
      Mindestvermögen (

      nisap) hat, das ihn damit (aus religionsrechtlicher Sicht) zum
      Wohlhabenden macht, ist dazu verpflichtet die Abgabe auf dieses zu entrichten. So
      heißt es in Sure Bakara, Vers 277 hierzu:

      „Wahrlich, diejenigen, die glauben und
      das Gute tun, das Gebet verrichten und die reinigende und mehrende Abgabe
      (
      zekat) entrichten, ihr Lohn ist ihnen von ihrem Herrn. Sie haben weder etwas
      zu befürchten, noch überkommt sie Traurigkeit.”

      [1]
      Die Pflichtabgabe stärkt das Band der Liebe zwischen den Menschen, der
      geschwisterlichen Verbundenheit und der Aufrichtigkeit. Wohlhabende Menschen
      erreichen die Bedürftigen hierdurch als helfende Hand und erfreuen sie. Sie sorgt
      für Einheit und Zusammenhalt in der Gesellschaft. Geiz und Neid werden dadurch
      vermindert. Wer das Gebot “und entrichtet die reinigende Abgabe” befolgt, bringt
      damit zum Ausdruck, dass er ein sich seiner Sache bewusster Gläubiger ist und dass
      er die Liebe zu seinem Schöpfer höher hält, als die Liebe zu Hab und Gut. So lässt
      Er uns im Koran wissen:


      “Verrichtet das Gebet, entrichtet die reinigende
      Abgabe. Was auch immer ihr für euch vorausschickt an Gutem, werdet ihr
      vorfinden bei Allah. Wahrlich, Allah sieht was ihr macht.”

      Verehrte Gläubige,

      die Pflichtabgabe ist ein Anrecht der Bedürftigen am Hab und Gut der Reichen. So
      heißt es hierzu im Koran:
      Wer also die Pflichtabgabe entrichtet, gewinnt, wenn er den Bedürftigen das gibt,
      was ihnen zusteht, das Wohlwollen seines Schöpfers und schütz sich dabei vor der
      Pein der Befragung über den Verbleib und die Verwendung seines Hab und Guts.
      Denn Besitz, für den keine Pflichtabgabe entrichtet wird, wird uns am Jüngsten
      Gericht vor Allah beschämen und uns Verantwortung abfordern. Aus diesem Grund
      entrichtet der Muslim die Pflichtabgabe, ohne jeglichen materiellen Nutzen daraus
      zu erwarten. Und mit dieser freiwilligen Abgabe drückt er nur seinen Dank aus für
      den Besitz, den ihm sein Schöpfer gegeben hat.

      „Was auch immer ihr im Dienste
      Allahs ausgebt, Er wird es zurück geben.”
      [4] heißt es hierzu im Koran.



      Verehrte Gläubige,

      die Pflichtabgabe verringert die Kluft zwischen Arm und Reich, verringert die
      Armut selbst, sorgt für eine gerechte Verteilung der Gaben und trägt bei zur
      Entstehung sozialer Gerechtigkeit und Solidarität. Um das Wohlwollen unseres
      erhabenen Herrn zu erlangen, sollten wir die Pflichtabgabe auf unser
      überschüssiges Vermögen entrichten, ohne dabei zu protzen oder dies nur aus
      Augendienerei zu tun und dabei die Gefühle der bedürftigen Menschen und
      Empfänger zu verletzen. Gottesdienste werden nur angenommen, wenn sie
      verrichtet werden, um damit das Wohlwollen Gottes zu erlangen und der Mensch
      dabei aufrichtig zu sich selbst aber auch und gerade zu seinem Schöpfer ist. Wir
      leben in einer Welt, in der Armut und der Kampf ums Überleben grassieren,
      andererseits aber Menschen in maßlosem Überschwang leben, ohne diesen Brand
      überhaupt zu bemerken. Muslime, die diesen Gottesdienst verrichten, um damit
      das Wohlwollen ihres Schöpfers zu erlangen, sind eine Hoffnung und eine Quelle
      der Barmherzigkeit für die Menschheit. Wer sich nun dieses Auftrags und dieser
      Bürde bewusst ist, sollte diese segenreichen Tage als Gelegenheit begreifen und in
      der Erfüllung dieses Gottesdienstes Feinfühligkeit zeigen.

      Kurz gesagt, sollten wir nicht die nehmende, sondern die gebende Hand sein und
      diesen heiligen Monat als Gelegenheit begreifend, unsere Herzen läutern und
      unseren Besitz reinigen, eben die “zekat”, die reinigende mehrende Abgabe
      entrichten.

      [1] Bakara, 2/277.
      [2] Bakara, 2/110.
      [3] Zariyat, 51/19.
      [4] Sebe, 34/39.

      Yusuf Köseoglu
      Religionsbeauftragter der DITIB-Ayasofya Moschee in Eisenberg

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