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Anonim tarafından güncellenmiştir.
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YazarYazılar
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20 Mayıs 2012: 16:13 #804359
Anonim
12-Y U S U F
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Alif Lám Rá. Das sind die Verse des deutlichen Buches.
2. Wir haben es offenbart – den Koran auf arabisch -, damit ihr verstehet.
3. Erzählen wollen Wir dir die schönste der Geschichten, indem Wir dir diesen Koran offenbaren, wiewohl du zuvor unter denen warst, die nicht die (nötige) Kenntnis besaßen.
4. (Gedenke der Zeit) da Joseph zu seinem Vater sprach: «O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, ich sah sie vor mir sich neigen.»
5. Er sprach: «Du, mein Söhnchen, erzähle dein Traumgesicht nicht deinen Brüdern, sie möchten sonst einen Allschlag gegen dich ersinnen; denn Satan ist dem Menschen ein offenkundiger Feind.
6. Also wird dein Herr dich erwählen und dich die Deutung der Träume lehren und Seine Huld an dir vollenden und an dem Geschlecht Jakobs, so wie Er sie zuvor an zweien deiner Vorväter vollendete, an Abraham und Isaak. Wahrlich, dein Herr ist allwissend, allweise.»
7. Gewiß, in Joseph und seinen Brüdern sind Zeichen für die Suchenden.
8. Da sie sprachen: «Wahrlich, Joseph und sein Bruder sind unserem Vater lieber als wir, ob wir gleich eine stattliche Schar sind. Unser Vater ist gewiß in offenkundigem Irrtum.
9. Tötet Joseph oder treibt ihn aus in ein (fernes) Land; eures Vaters Aufmerksamkeit wird ausschließlich euer sein, und ihr könnt sodann rechtschaffene Leute werden.»
10. Einer unter ihnen sprach: «Tötet Joseph nicht; wenn ihr aber etwas tun müßt, so werfet ihn in die Tiefe eines Brunnens; jemand von der Karawane der Reisenden wird ihn dann schon herausziehen.»
11. Sie sprachen: «O unser Vater, warum traust du uns wegen Josephs nicht, obwohl wir es wahrhaftig gut mit ihm meinen?
12. Schicke ihn morgen mit uns, daß er sich vergnüge und spiele, und wir wollen sicher über ihn wachen.»
13. Er sprach: «Es betrübt mich, daß ihr ihn mit fortnehmen wollt, und ich fürchte, der Wolf möchte ihn fressen, während ihr nicht auf ihn achtgebt.»
14. Sie sprachen: «Wenn ihn der Wolf frißt, ob wir gleich eine stattliche Schar sind, dann wahrlich werden wir die Verlierenden sein.»
15. Da sie ihn also mit sich fortnahmen und sich einigten, ihn in die Tiefe eines Brunnens zu werfen, sandten Wir ihm die Offenbarung: «Du wirst ihnen diese ihre Tat dereinst sicherlich verkünden, und sie werded es nicht wissen.»
16. Und des Abends kamen sie weinend zu ihrem Vater.
17. Sie sprachen: «O unser Vater, wir liefen miteinander um die Wette und ließen Joseph bei unseren Sachen zurück, und da hat ihn der Wolf gefressen; du wirst uns doch nicht glauben, auch wenn wir die Wahrheit reden.»
18. Sie hatten falsches Blut auf sein Hemd gebracht. Er sprach: «Nein; eure Seelen haben euch etwas vorgespiegelt. So (obliegt mir nun) geziemende Geduld. Und Allah ist um Hilfe anzurufen wider das, was ihr erzählt.»
19. Es kam eine Karawane von Reisenden, und sie schickten ihren Wasserschöpfer aus. Er ließ seinen Eimer hinab. «O Glücksbotschaft!», sagte er. «Hier ist ein Jüngling!» Und sie verbargen ihn wie einen Ballen Ware, und Allah wußte wohl, was sie taten.
20. Sie verkauften ihn für einen winzigen Preis, für ein paar Dirhem, und darin waren sie enthaltsam.
21. Der Marm aus Ägypten, der ihn gekauft hatte, sprach zu seiner Frau: «Mache seinen Aufenthalt ehrenvoll. Vielleicht kann er uns einmal nützlich werden, oder wir nehmen ihn als Sohn an.» Also setzten Wir Joseph im Land fest, damit Wir ihn (auch) die Deutung der Träume lehren möchten. Und Allah hat Macht über Seinen Ratschluß, allein die meisten Meschen wissen es nicht.
22. Als er seine Volkcraft erlangte, verliehen Wir ihm Weisheit und Wissen. Also belohnen Wir die Gutes Tuenden.
23. Und sie, in deren Hause er war, suchte ihn zu verführen gegen seinen Willen. Sie verriegelte die Türen und sprach: «Nun komm!» Er sprach: «Ich suche Zuflucht bei Allah. Er ist mein herr. Er hat meinen Aufenthalt ehrenvoll gemacht. Wahrlich, die Frevler können nicht Erfolg haben.»
24. Und sicher begehrte sie ihn, auch er hätte sie begehrt, wenn er nicht ein deutliches Zeichen von seinem Herrn gesehen hätte. Das geschah, auf daß Wir Schlechtigkeit und Unsittlichkeit von ihm abwendeten. Fürwahr, er war einer Unserer auserwählten Diener.
25. Sie liefen beide zur Tür, und sie zerriß sein Hemd von hinten, und sie trafen auf ihren Herrn an der Tür. Sie sprach: «Was soll eines Lohn sein, der gegen dein Weib Böses plante, wenn nicht Kerker oder eine schmerzliche Strafe?»
26. Er sprach: «Sie war es, die mich zu verführen suchte gegen meinen Willen.» Und ein Zeuge aus ihrem Haushalt bezeugte: «Wenn sein Hemd vorne zerrissen ist, dann hat sie die Wahrheit gesprochen und er ist der Lügner einer.
27. Ist sein Hemd jedoch hinten zerrissen, dann hat sie gelogen und er ist der Wahrhaftigen einer.»
28. Als er nun sah, daß sein Hemd hinten zerrissen war, da sprach er: «Fürwahr, das ist eine eurer Weiberlisten. Eure List ist wahrlich groß.
29. O Joseph, wende dich ab von dieser Sache, und du [o Frau], bitte um Vergebung für deine Sünde. Denn gewiß, du gehörst zu den Schuldigen.»
30. Und Frauen in der Stadt sprachen: «Die Frau des Aziz sucht ihren jungen Sklaven zu verführen gegen seinen Willen. Er hat sie zur Liebe entflammt. Wahrlich, wir sehen sie in offenbarem Irrtum.»
31. Als sie von ihrer Boshaftigkeit hörte, da sandte sie nach ihnen und bereitete ein Gastmahl für sie und gab einer jeden von ihnen ein Messer und sprach (zu Joseph): «Komm heraus zu ihnen!» Als sie ihn sahen, staunten sie ihn an und schnitten sich in die Hände und sprachen: «Preis sei Allah! Das ist kein Menschenwesen, das ist ein erhabener Engel.»
32. Sie sprach: «Und dieser ist’s, um dessentwillen ihr mich getadelt habt. Ich habe allerdings versucht, ihn zu verführen gegen seinen Willen, doch er bewährte sich. Wenn er nun nicht tut, was ich ihn heiße, so soll er fürwahr ins Gefängnis geworfen werden und der Gedemütigten einer sein.»
33. Er sprach: «O mein Herr, mir ist Gefängnis lieber als das, wozu sie mich einladen; und wenn Du nicht ihre List von mir abwendest, so könnte ich mich ihnen zuneigen und der Törichten einer sein.»
34. Also erhörte ihn sein Herr und wendete ihre List von ihm ab. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende.
35. Hierauf schien es ihnen passend, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen, daß sie (um ihren Ruf zu wahren) ihn auf eine Zeitlang einkerkerten.
36. Es kamen mit ihm zwei Jünglinge ins Gefängnis. Der eine von ihnen sprach: «Ich sehe mich Wein auspressen.» Und der andere sprach: «Ich sehe mich auf meinem Kopfe Brot tragen, von dem die Vögel fressen. Verkünde uns die Deutung hiervon, denn wir sehen, daß du der Rechtschaffenen einer bist.»
37. Er antwortete: «Ich werde euch die Deutung hiervon verkünden, noch ehe das Essen, mit dem ihr versorgt werdet, zu euch kommt, noch bevor es zu euch kommt. Dies auf Grund dessen, was mich mein Herr gelehrt hat. Verlassen habe ich die Religion jener Leute, die nicht an Allah glauben und Leugner des Jenseits sind.
38. Und ich folge der Religion meiner Väter Abraham und Isaak und Jakob. Uns geziemt es nicht, Allah irgend etwas zur Seite zu stellen. Dies ist etwas von Allahs Huld gegen uns und gegen die Menschheit, jedoch die meisten Menschen sind undankbar.
39. O meine beiden Kerkergenossen, sind verschiedene Herren besser oder Allah, der Eine, der Allmächtige?
40. Statt Ihn verehrt ihr nichts anderes als Namen, die ihr selbst genannt habt, ihr und eure Väter; Allah hat dazu keine Ermächtigung herabgesandt. Die Entscheidung ist einzig bei Allah. Er hat geboten, daß ihr Ihn allein verehret. Das ist der beständige Glaube, jedoch die meisten Menschen wissen es nicht.
41. O meine beiden Kerkergenossen, was den einen von euch anlangt, so wird er seinem Herrn Wein kredenzen; und was den andern anlangt, so wird er gekreuzigt werden, so daß die Vögel von seinem Kopfe fressen. Beschlossen ist die Sache, über die ihr um Auskunft fragtet.»
42. Er sagte zu dem von den beiden, von dem er glaubte, er würde entkommen: «Erwähne meiner bei deinem Herrn.» Doch Satan ließ ihn vergessen, es bei seinem Herrn zu erwähnen. so blieb er einige Jahre im Gefängnis
43. Und der König sprach: «Ich sehe sieben fette Kühe, und es fressen sie sieben magere; und sieben grüne Ähren und (sieben) andere dürre. O ihr Häupter, erkläret mir die Bedeutung meines Traums, wenn ihr einen Traum auszulegen versteht.»
44. Sie antworteten: «Wirre Träume! und wir kennen die Deutung der Träume nicht.»
45. Und derjenige von den beiden, der entkommen war und der sich erinnerte nach geraumer Zeit, sprach: «Ich will euch die Deutung davon wissen lassen, darum sendet mich.»
46. «Joseph! O du Wahrhaftiger, erkläre uns die Bedeutung von sieben fetten Kühen, die von sieben magern gefressen werden, und von sieben grünen Ähren und (sieben) andern dürren, auf daß ich zurückkehre zu den Leuten, damit sie es erfahren.»
47. Er sprach: «Ihr werdet säen sieben Jahre lang, hart arbeitend und ohne Unterlaß, und was ihr erntet, lasset es in seinen Ähren, bis auf weniges, von dem ihr esset.
48. Nach diesem werden dann sieben schwere Jahre kommen, die alles aufzehren werden, was ihr an Vorrat für sie aufgespeichert hattet, bis auf weniges, das ihr bewahren mögt.
49. Dann wird nach diesem ein Jahr kommen, in welchem die Menschen Erleichterung finden und in welchem sie Geschenke geben werden.»
50. Der König sprach: «Bringt ihn mir.» Doch als der Bote zu ihm kam, sprach er: «Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es den Frauen ergeht, die sich in die Hände schnitten, denn mein Herr kennt ihren Anschlag recht wohl.»
51. Er sprach: «Wie stand es um euch, als ihr Joseph zu verführen suchtet gegen seinen Willen?» Sie sprachen: «Er hütete sich um Allahs willen. Wir haben nichts Böses über ihn erfahren.» Da sprach die Frau des Aziz: «Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte ihn zu verführen gegen seinen Willen, .und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen.
52. Dies, damit er (der Aziz) erfahre, daß ich nicht treulos gegen ihn war in (seiner) Abwesenheit und daß Allah den Anschlag der Treulosen nicht gelingen läßt.
53. Und ich erachte mich selbst nicht frei von Schwäche; denn die Seele gebietet oft Böses, die allein ausgenommen, deren mein Herr Sich erbarmt. Fürwahr, mein Herr ist allverzeihend, barmherzig.»
54. Und der König sprach: «Bringt ihn mir, ich will ihn für mich wählen.» Als er mit ihm geredet hatte, sprach er: «Du bist von heute an bei uns in Amt (und) Vertrauen.»
55. Er sprach: «Setze mich über die Schatzkammern des Landes, denn ich bin ein Hüter, ein wohlerfahrener.»
56. Also setzten Wir Joseph im Land fest. Er weilte darin, wo immer es ihm gefiel. Wir gewähren Unsere Gnade, wem Wir wollen, und Wir lassen den Lohn der Rechtschaffenen nicht verloren gehen.
57. Der Lohn des Jenseits aber ist besser für jene, die glauben und Gott fürchten.
58. Es kamen die Brüder Josephs und traten zu ihm ein; er erkannte sie, sie aber erkannten ihn nicht.
59. Als er sie mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte, da sprach er: «Bringt mir euren Bruder von eures Vaters Seite. Seht ihr nicht, daß ich volles Maß (an Korn) gebe und daß ich der beste Gastgeber bin?
60. Doch wenn ihr ihn mir nicht bringt, dann sollt ihr kein Maß von mir haben, noch sollt ihr mir nahe kommen.»
61. Sie antworteten: «Wir wollen versuchen, ihn von seinem Vater zu trennen; und das tun wir bestimmt.»
62. Und er sprach zu seinen Dienern: «Stecket ihr Geld (auch) in ihre Satteltaschen, so daß sie es erkennen mögen, wenn sie zu ihren Angehörigen zurückgekehrt sind; vielleicht kommen sie wieder.»
63. Als sie zu ihrem Vater zurückgekehrt waren, sprachen sie: «O unser Vater, ein (weiteres) Maß (an Korn) ist uns verweigert worden, so schicke unseren Bruder mit uns, daß wir Maß erhalten, und wir wollen ihn hüten.»
64. Er sprach: «Ich kann ihn euch nicht anders anvertrauen, als ich euch seinen Bruder zuvor anvertraut habe. Doch Allah ist der beste Beschützer, und Er ist der barmherzigste Erbarmer.»
65. Als sie ihre Habe öffneten, da fanden sie ihr Geld ihnen zurückgegeben. Sie sprachen: «O unser Vater, was können wir mehr wünschen? Dies unser Geld ist uns zurückgegeben. Wir werden Vorrat für unsere Familie heimbringen und unseren Bruder behüten, und überdies werden wir das Maß einer Kamellast haben. Das ist ein leichterhältliches Maß.»
66. Er sprach: «Ich werde ihn nicht mit euch senden, ehe ihr mir nicht ein feierliches Versprechen im Namen Allahs gebt, daß ihr ihn mir sicher wiederbringt, es sei denn, ihr werdet alle umringt.» Als sie ihm ihr feierliches Versprechen gegeben hatten, sprach er: «Allah wacht über das, was wir sprechen.»
67. Und er sprach: «O meine Söhne, ziehet nicht ein durch ein einziges Tor, sondern ziehet ein durch verschiedene Tore; ich kann euch nichts nützen gegen Allah. Die Entscheidung ruht bei Allah allein. Auf Ihn vertraue ich, und auf Ihn vertrauen sollen die Vertrauenden.»
68. Als sie auf die Art eingezogen waren, wie ihr Vater es ihnen geboten hatte, konnte er ihnen nichts nützen gegen Allah, außer daß ein Verlangen in Jakobs Seele war, das er (so) befriedigte; und er besaß gewiß großes Wissen, weil Wir ihn belehrt hatten, allein die meisten Menschen wissen es nicht.
69. Als sie vor Joseph traten, nahm er seinen Bruder zu sich. Er sprach: «Ich bin dein Bruder; so betrübe dich nicht ob dessen, was sie getan haben.»
70. Als er sie mit ihrem Bedarf versehen hatte, steckte er den Trinkbecher in seines Bruders Satteltasche. Dann rief ein Ausrufer: «O ihr (Leute von der) Karawane, ihr seid wahrhaftig Diebe.»
71. Sie sprachen, indem sie sich zu ihnen wandten: «Was ist es, das ihr vermisset?»
72. Jene antworteten: «Wir vermissen den Maßbecher des Königs, und wer ihn wieder bringt, der soll eine Kamellast erhalten, und ich bin Bürge dafür.»
73. Sie erwiderten: «Bei Allah, ihr wisset doch, daß wir nicht gekommen sind, um Unheil im Land zu stiften, und wir sind keine Diebe.»
74. Jene sprachen: «Was soll dann die Strafe dafür sein, wenn ihr Lügner seid?»
75. Sie antworteten: «Die Strafe dafür sei: der, in dessen Satteltasche er gefunden wird, soll selbst Entgelt dafür sein. Also lohnen wir den Übeltätern.»
76. Da begann er (die Suche) mit ihren Säcken vor dem Sack seines Bruders; dann zog er ihn aus seines Bruders Sack hervor. So richteten Wir es ein für Joseph. Er hätte nicht seinen Bruder aufhalten können unter des Königs Gesetz, hätte nicht Allah es so gewollt. Wir erhöhen um Rangstufen, wen Wir wollen; und über jedem mit Wissen Begabten ist Einer, der Allwissende.
77. Sie sprachen: «Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl verübt.» Jedoch Joseph hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sprach: «Ihr (scheint) in der übelsten Lage zu sein; und Allah weiß am besten, was ihr behauptet.»
78. Sie sprachen: «O Hochmögender, er hat einen greisen Vater, so nimm einen von uns an seiner Statt; denn wir sehen, du gehörst zu denen, die Gutes tun.»
79. Er antwertete: «Allah behüte daß wir einen andern nehmen sollten als den, bei dem wir unser Eigentum gefunden haben; wir wären sonst wahrlich ungerecht.»
80. Als sie all ihm verzweifelten, gingen sie abseits, heimlich beratend. Es sprach ihr Ältester: «Wißt ihr nicht, daß euer Vater von euch ein feierliches Versprechen im Namen Allahs empfangen hat und wie ihr zuvor in eurer Pflicht gegen Joseph gefehlt habt? Ich will darum das Land nicht verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Allah für mich entscheidet, und Er ist der beste Richter.
81. Kehret ihr zurück zu eurem Vater und sprecht: “O unser Vater, dein Sohn hat gestohlen; und wir haben nur ausgesagt, was wir wußten, und wir konnten nicht Wächter sein über das Verborgene.
82. Frage nur die Stadt, in der wir waren, und die Karawane, mit der wir kamen; gewiß, wir sprechen die Wahrheit.”»
83. Er sprach: «Nein, eure Seelen haben euch etwas vorgespiegelt. So (obliegt mir nun) geziemende Geduld. Vielleicht wird Allah sie mir alle wieder bringen; denn Er ist der Allwissende, der Allweise.»
84. Und er wandte sich ab von ihnen und sprach: «O mein Kummer um Joseph!» Und seine Augen wurden tränenvoll vor Kummer, dann unterdrückte er (seinen Schmerz).
85. Sie sprachen: «Bei Allah, du wirst nicht aufhören, von Joseph zu sprechen, bis du dich ganz verzehrt hast oder zu denen gehörst, die zugrunde gehen.»
86. Er antwortete: «Ich klage nur meinen Kummer und meinen Gram zu Allah, und ich weiß von Allah, was ihr nicht wisset.
87. O meine Söhne, ziehet aus und forschet nach Joseph und seinem Bruder und verzweifelt nicht an Allahs Erbarmen; denn an Allahs Erbarmen verzweifelt nur das ungläubige Volk.»
88. Als sie vor ihn (Joseph) traten, da sprachen sie: «O Hochmögender, Armut hat uns geschlagen und unsere Sippe, und wir haben eine geringe Summe Geld gebracht, so gib uns das volle Maß und sei wohltätig gegen uns. Wahrlich, Allah belohnt die Wohltätigen.»
89. Er sprach: «Wißt ihr, was ihr Joseph und seinem Bruder antatet, da ihr töricht wart?»
90. Sie antworteten: «Bist du etwa gar Joseph?» Er sprach: «Ich bin Joseph, und dies ist mein Bruder. Allah ist fürnwahr gnädig gegen uns gewesen. Wahrlich, nver rechtschaffen und standhaft ist – nimmermehr läßt Allah den Lohn der Guten verloren gehen.»
91. Sie antworteten: «Bei Allah, siehe, Allah hat dich bevorzugt vor uns, und wir sind fürwahr Schuldige gewesen.»
92. Er sprach: «Kein Tadel treffe euch heute. Möge Allah euch vergeben! Denn Er ist der barmherzigste Erbarmer.
93. Nehmt dies mein Hemd mit und legt es vor meinen Vater; dann wird ihm Kenntnis werden. Und bringt alle eure Angehörigen zu mir.»
94. Als die Karawane aufgebrochen war, sprach ihr Vater: «Siehe, wahrlich, ich spüre den Geruch Josephs, wenn ihr mich auch für schwachsinnig haltet.»
95. Sie antworteten: «Bei Allah, du bist gewiß in deinem alten Irrtum.»
96. Als nun der Freudenbote kam, da legle er es vor ihn, und er ward aufgeklärt. Er sprach: «Habe ich euch nicht gesagt: Ich weiß von Allah, was ihr nicht wisset?»
97. Sie sprachen: «O unser Vater, bitte für uns um Verzeihung unserer Sünden; denn wir sind fürwahr Schuldige gewesen »
98. Er sprach: «Ich will Verzeihung für euch von meinem Herrn erbitten. Wahrlich Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.»
99. Als sie vor Joseph traten, nahm er seine Eltern bei sich auf und sprach: «Ziehet ein in Ägypten in Frieden, wie es Allah gefällt.»
100. Und er hob seine Eltern auf den Thron, und sie warfen sich (alle) fußfällig nieder um seinetwillen. Und er sprach: «O mein Vater, dies ist die Erfüllung meines Traums von einst. Mein Herr hat ihn wahr gemacht. Und Er hat gnädig an mir gehandelt, als Er mich aus dem Kerker führte und euch aus der Wüste herbrachte, nachdem Satan zwischen mir und meinen Brüdern Zwietracht gestiftet hatte. Wahrlich mein Herr ist gütig zu wem Er will; denn Er ist der Allwissende, der Allweise.
101. O mein Herr, Du hast mir nun Herrschaft verliehen und mich die Deutung der Träume gelehrt. O Schöpfer der Himmel und der Erde, Du bist mein Beschützer in dieser Welt und in der künftigen. Laß mich sterben in Ergebenheit und vereine mich mit den Rechtschaffenen .»
102. Dies ist Kunde von dem Verborgenen, das Wir dir offenbaren. Du warst nicht bei ihnen, als sie sich über ihren Plan einigten, indes sie Ränke schmiedeten.
103. Und die meisten Menschen werden nicht glauben, magst du es auch noch so eifrig wünschen.
104. Du verlangst von ihnen keinen Lohn dafür. Vielmehr ist es eine Ehre für die ganze Menschheit.
105. Und wie viele Zeichen sind an den Himmeln und auf Erden, an denen sie vorübergehn, indem sie sich von ihnen abwenden!
106. Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne daß sie (Ihm zugleich) Götter zur Seite stellen.
107. Fühlen sie sich denn sicher davor, daß nicht eine überwältigende Strafe von Allah über sie kommt oder daß nicht plötzlich die «Stunde» über sie kommt, während sie nichts ahnend sind?
108. Sprich: «Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allah. Ich und die mir folgen, haben sichere Kenntnis. Und heilig ist Allah; und ich gehöre nicht zu den Götzendienern.»
109. Auch vor dir entsandten Wir nur Männer, denen Wir Offenbarung gaben, aus dem Volk der Städte. Haben sie denn nicht die Erde durchwandert und gesehen, wie das Ende derer vor ihnen war? Und gewiß, die Wohnstatt des Jenseits ist besser für die Gottesfürchtigen. Wollt ihr denn nicht begreifen?
110. Als nun die Gesandten (an den Ungläubigen) verzweifelten und glaubten ,wie Lügner behaudelt zu werden, kam Unsere Hilfe zu ihnen; da ward der errettet, den Wir wollten. Und Unsere Strafe kann nicht abgewendet werden von dem sündigen Volk. 111. Wahrlich, in ihren Geschichten ist eine Lehre für Menschen von Verstand. Es ist keine erdichtete Rede, sondern eine Erfüllung dessen, was ihm vorausging, und eine deutliche Darlegung aller Dinge und Führung und Barmherzigkeit für ein Volk, das da glaubt.20 Mayıs 2012: 16:14 #804357Anonim
13- AL-RA’D
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Alif Lám Mím Rá. Das sind die Verse des Buches. Und was zu dir von deinem Herrn hinabgesandt ward, es ist die Wahrheit. Jedoch die meisten Menschen glauben nicht.
2. Allah ist es, Der die Himmel erhöht hat ohne Stützpfeiler, die ihr sehen könnt. Dann setzte Er Sich auf den Thron. Und Er zwang Sonne und Mond in Dienstbarkeit; jedes läuft seine Bahn zum vorgezeichneten Ziel. Er ordnet alle Dinge. Er macht die Zeichen deutlich klar, auf daß ihr an die Begegnung mit eurem Herrn fest glauben möchtet.
3. Und Er ist es, Der die Erde ausbreitete und Berge und Flüsse in ihr gründete. Und Früchte aller Art schuf Er auf ihr, ein Paar von jeder. Er läßt die Nacht den Tag bedecken. Hierin sind wahrlich Zeichen für ein nachdenkendes Volk.
4. Und auf der Erde sind dicht beieinander (verschiedene) Landstriche und Rebengärten und Kornfelder und Dattelpalmen, aus einer Wurzel zusammen erwachsend und andere nicht so erwachsend; mit dem nämlichen Wasser sind sie getränkt, dennoch lassen Wir die einen von ihnen die andern übertreffen an Frucht. Hierin sind wahrlich Zeichen für ein verstehendes Volk.
5. Wenn du dich wunderst, so ist wunderbar fürwahr ihre Rede: «Wie! wenn wir zu Staub geworden sind, sollen wir dann in einer Neuschöpfung sein?» Diese sind es, die ihrem Herrn den Glauben versagen, und diese sind es, die Fesseln um ihren Hals haben werden, und sie werden die Bewohner des Feuers sein, darin müssen sie bleiben.
6. Sie werden dich eher die Strafe als die Wohltat beschleunigen heißen, obwohl (schon) vor ihnen beispielgebende Bestrafungen erfolgt sind. Wahrlich, dein Herr ist voll Verzeihung für die Menschheit, trotz ihres Missetuns, und siehe, dein Herr ist streng im angemessenen Bestrafen.
7. Die nicht glauben, sprechen: «Warum ward nicht ein Zeichen herabgesandt zu ihm von seinem Herrn?» Du bist nur ein Warner. Und ein Führer ward jedem Volk.
8. Allah weiß, was jedes Weib trägt und was der Mutterschoß geringer werden und was er zunehmen läßt. Und bei Ihm hat jedes Ding ein Maß.
9. Der Kenner des Verborgenen und des Sichtbaren, der Große, der Erhabenste!
10. Der unter euch das Wort verhehlt und der es offen ausspricht, sind gleich (vor Ihm); und (ebenso) der sich in der Nacht verbirgt und der am Tage offen hervortritt.
11. Für ihn (den Gesandten) ist eine Schar (von Engeln) vor ihm und hinter ihm; sie behüten ihn auf Allahs Geheiß. Gewiß, Allah ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist. Und wenn Allah ein Volk zu bestrafen wünscht, so gibt es dagegen keine Abwehr, noch haben sie einen Helfer außer Ihm.
12. Er ist es, Der euch den Blitz zeigt, Furcht und Hoffnung einzuflößen, und Er läßt die schweren Wolken aufsteigen.
13. Und der Donner verherrlicht Ihn mit Seiner Lobpreisung und (also) die Engel in Ehrfurcht vor Ihm. Er sendet die Donnerschläge und trifft damit, wen Er will; doch streiten sie über Allah, während Er streng im Strafen ist.
14. Ihm gebührt das wahre Gebet. Und jene, die sie statt Ihn anrufen, geben ihnen kein Gehör; (sie sind) wie jener, der seine beiden Hände nach Wasser ausstreckt, damit es seinen Mund erreiche, doch es erreicht ihn nicht. Und das Gebet der Ungläubigen ist bloß ein verschvwendetes Ding.
15. Wer immer in den Himmeln und auf der Erde ist, wirft sich nieder vor Allah, willig oder widerwillig, und (also) ihre Schatten, des Morgens und des Abends.
16. Sprich: «Wer ist der Herr der Himmel und der Erde?» Sprich: «Allah.» Sprich: «Habt ihr euch Helfer außer Ihm genommen, die sich selbst weder nützen noch schaden können?» Sprich: «Können der Blinde und der Sehende gleich sein? Oder kann die Finsternis gleich sein dem Licht? Oder stellen sie Allah Götter zur Seite, die eine Schöpfung geschaffen wie die Seine, also daß (beide) Schöptungen ihnen gleichartig erscheinen?» Sprich: «Allah ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist der Einige, der Allmächtige.»
17. Er sendet Wasser herab vom Himmel, auf daß die Täler durchströmt werden nach ihrem Maß, und die Flut trägt gischtend aufsteigenden Schaum. Und ein ähnlicher Schaum ist in dem, was sie im Feuer erhitzen im Verlangen nach Schmuck und Gerät. So verdeutlicht Allah Wahr und Falsch. Der Schaum aber, der vergeht wie Blasen; das aber, was den Menschen nützt es bleibt auf der Erde zurück. Also prägt Allah die Gleichnisse.
18. Denen, die auf ihren Herrn hören, wird das Gute; die aber nicht auf Ihn hören – hätten sie auch alles, was auf Erden ist, und noch einmal soviel dazu, sie würden sich gerne damit loskaufen. Diese sind es, die eine schlimme Abrechnung haben werden, und ihre Bleibe ist die Hölle. Welch ein elender Ruheplatz!
19. Ist denn der, der weiß, daß das, was zu dir von deinem Herrn hinabgesandt ward, die Wahrheit ist, gleich einem, der blind ist? (Jedoch) nur die mit Verstand Begabten wollen es bedenken.
20. Sie, die den Bund Allahs halten und den Vertrag nicht brechen;
21. Und die, welche verbinden, was Allah zu verbinden geboten, und vor ihrem Herrn erbeben und Furcht haben vor dem Schlimmen der Abrechnung;
22. Und die standhaft bleiben im Verlangen nach dem Wohlgefallen ihres Herrn und das Gebet verrichten und von dem was Wir ihnen gegeben haben, im verborgenen und öffentlich spenden und das Böse durch das Gute abwehren – diese sind es, denen der Lohn der Wohnstatt wird:
23. Gärten der Ewigkeit. Dort sollen sie eingehen und (auch) wer rechtschaffen ist von ihren Eltern und ihren Frauen und ihren Kindern. Und Engel sollen zu ihnen treten aus jeglichem Tor:
24. «Friede sei auf euch, weil ihr standhaft wart; sehet, wie herrlich ist der Lohn der Wohnstatt!»
25. Die aber, die den Bund Allahs brechen, nachdem (sie) ihn aufgerichtet, und trennen, was Allah zu verbinden geboten, und Unheil stiften auf Erden, auf ihnen ist der Fluch und sie haben eine schlimme Wohnstatt.
26. Allah erweitert und beschränkt die Mittel zum Unterhalt, wem Er will. Sie freuen sich des Lebens hienieden, doch das Leben hienieden ist nur ein vergängliches Gut im Vergleich zu dem künftigen.
27. Und jene, die ungläubig sind, sagen: «Warum ist kein Zeichen herabgesandt worden zu ihm von seinem Herrn?» Sprich: «Allah läßt zugrunde gehen, wen Er will, und leitet zu Sich die, welche sich bekehren:
28. Sie, die glauben und deren Herzen Trost finden im Gedenken Allahs. Ja! im Gedenken Allahs ist’s, daß Herzen Trost finden können.
29. Die da glauben und alte Werke tun – Glück wird ihnen und eine treffliche Heimstatt.»
30. Also haben Wir dich zu einem Volke gesandts vor dem bereits andere Völl;er dahingegangen sind, auf daß du ihnen verkünden mögest, was Wir dir offenbarten, und doch glauben sie nicht all den Gnädigen. Sprich: «Er ist mein Herr; es gibt keinen Gott außer Ihm. Auf Ihn setze ich mein Vertrauen und zu Ihm ist meine Heimkehr.»
31. Und gäbe es auch einen Koran, durch den Berge versetzt oder die Erde gespalten oder durch den zu den Toten gesprochen werden könnte (sie würden doch nicht an ihn glauben). Nein! Die Sache ruht völlig bei Allah. Haben denn die Gläubigen nicht (längst) erfahren, daß, hätte Allah Seinen Willen erzwungen, Er sicherlich der ganzen Menschheit hätte den Weg weisen können? Und das Unheil wird nicht aufhören, die Ungläubigen zu treffen um dessentwillen, was sie gewirkt, oder sich nahe bei ihren Wohnstätten niederzulassen, bis Allahs Verheißung sich erfüllt. Wahrlich, Allah versäumt die Verheißung nicht.
32. Und gewiß sind schon vor dir Gesandte verspottet worden, doch Ich gewährte Frist denen, die ungläubig waren. Dann erfaßte Ich sie, und wie war Meine Strafe!
33. Wird denn der, Der über allen wacht, was sie tun (sie nicht fragen)? Dennoch stellen sie Allah Götter zur Seite. Sprich: «Nennet sie.» Wolltet ihr Ihm etwas verkünden, was Er auf der Erde nicht kennt? Oder ist es nur leere Rede? Nein, aber der böse Plan der Ungläubigen ist ihnen schön gemacht, und sie sind abgehalten worden vom Weg. Und wen Allah zum Irrenden erklärt, der soll keinen Führer finden.
34. Für sie ist eine Strafe im Leben hienieden; und die Strafe des Jenseits ist gewiß härter, und sie werden keinen Beschützer haben vor Allah.
35. Das Bild des Himmels, den Gottesfürchtigen verheißen: Ströme durchfließen ihn, seine Frucht ist immerwährend, wie sein Schatten. Das ist der Lohn derer, die rechtschaffen sind; und der Lohn der Ungläubigen ist das Feuer.
36. Und die, denen Wir die Schrift gegeben, freuen sich über das, was zu dir hinabgesandt ward. Und unter den Stämmen sind einige, die einen Teil davon leugnen. Sprich: «Mir ward nur geboten, Allah zu dienen, und nicht, Ihm Götter zur Seite zu stellen. Zu Ihm rufe ich und zu Ihm ist meine Heimkehr.»
37. Also haben Wir es hinabgesandt, als eine klare Weisung. Und wenn du ihren bösen Gelüsten folgst nach dem, was an Wissen zu dir gekommen, so sollst du keinen Freund noch Beschützer haben vor Allah.
38. Wahrlich, schon vor dir entsandten Wir Gesandte und gaben ihnen Frauen und Kinder. Und es ist nicht möglich für einen Gesandten, ein Zeichen zu bringen, es sei denn auf Allahs Geheiß. Alles geschieht nach (Seinem) Ratschluß.
39. Allah löscht aus und bestätigt, was Er will, und bei Ihm ist der Ursprung (aller) Gebote.
40. Und ob Wir dich einen Teil von dem sehen lassen, was Wir ihnen androhen, oder ob Wir dich sterben lassen – dir obliegt nur die Verkündung und Uns die Abrechnung.
41. Sehen sie denn nicht, daß Wir in das Land kommen und es einengen an seinen Enden? Und Allah richtet; da ist keiner, der Seinen Richtspruch umstoßen könnte. Und Er ist schnell im Abrechnen.
42. Die vor ihnen waren, haben auch Pläne geschmiedet, doch alles Planen ist Allahs. Er weiß, was jeder verdient; und die Ungläubigen werden bald erfahrens wem der endgültige Lohn (dieser) Wohnstatt wird. 43. Die Ungläubigen sprechen: «Du bist kein Gesandter.» Sprich: «Allah genügt als Zeuge zwischen mir und euch, und auch der, der Kenntnis der Schrift hat.»20 Mayıs 2012: 16:14 #804356Anonim
14-IBRÃHIM
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Alif Lám Rá. Ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, auf daß du die Menschheit aus den Finsternissen zum Licht führen mögest nach ihres Herrn Gebot auf den Weg des Allmächtigen, des Preiswürdigen –
2. Allahs, Dessen ist, was in den Himmeln ist und was auf Erden. Und wehe den Ungläubigen ob der schrecklichen Strafe.
3. Jenen, die das Leben hienieden dem Jenseits vorziehen und abwendig machen von Allahs Pfad und ihn zu krümmen trachten. Sie sind es, die sich im großen Irrtum befinden.
4. Wir schickten keinen Gesandten, es sei denn mit der Sprache seines Volkes, auf daß er sie aufkläre. Dann erklärt Allah zum Irrenden, wen Er will, und führt richtig, wen Er will. Denn Er ist der Allmächtige, der Allweise.
5. Wir entsandten Moses mit Unseren Zeichen (und sprachen): «Führe dein Volk aus den Finsternissen zum Licht und gemahne es an die Tage Allahs.» Wahrlich, darin sind Zeichen für jeden Geduldigen, Dankbaren.
6. Und (erinnere dich) wie Moses zu seinem Volke sprach: «Seid eingedenk der Gnade Allahs gegen euch, als Er euch errettete vor den Leuten Pharaos, die euch mit schlimmer Qual bedrückten, eure Söhne erschlugen und eure Frauen am Leben ließen; und darin lag eine schwere Prüfung für euch von eurem Herrn.»
7. Und (gedenket der Zeit) da euer Herr ankündigte: «Wenn ihr dankbar seid, so will Ich euch fürwahr mehr geben; seid ihr aber undankbar, dann ist Meine Strafe wahrlich streng.»
8. Und Moses sprach: «Wenn ihr ungläubig seid, ihr und wer sonst auf Erden ist allesamt – wahrlich, Allah ist Sich Selbst genügend, preiswürdig.»
9. Kam nicht zu euch die Kunde von jenen, die vor euch waren, von dem Volk Noahs und (den Stämmen) Àd und Thamüd, und von denen, die nach ihnen lebten? Niemand kennt sie außer Allah. Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit deutlichen Zeichen, jedoch sie hielten ihnen die Hände vor den Mund und sprachen: «Wir glauben nicht an das, womit ihr gesandt seid, und wir sind fürwahr in beunruhigendem Zweifel über das, wozu ihr uns auffordert.»
10. Ihre Gesandten sprachen: «Ist etwa ein Zweifel über Allah, den Schöpfer der Himmel und der Erde? Er ruft euch, damit Er euch eure Sünden vergebe und euch Aufschub gewähre bis zu einer bestimmten Frist.» Sie sprachen: «Ihr seid nur Menschen wie wir; ihr wollt uns abwendig machen von dem, was unsere Väter zu verehren pflegten. So bringt uns einen deutlichen Beweis.»
11. Ihre Gesandten sprachen zu ihnen: «Wir sind nur Menschen wie ihr, jedoch Allah erweist Gnade, wem Er will von Seinen Dienern. Und es kommt uns nicht zu, euch einen Beweis zu bringen, es sei denn auf Allahs Gebot. Und auf Allah sollten die Gläubigen vertrauen.
12. Und warum sollten wir nicht auf Allah vertrauen, wo Er uns unsere Wege gewiesen hat? Und wir wollen gewiß mit Geduld alles ertragen, was ihr uns an Leid zufügt. Auf Allah denn mögen vertrauen die Vertrauenden.»
13. Und die, welche ungläubig waren, sprachen zu ihren Gesandten: «Wir werden euch sicherlich aus unserem Land vertreiben, ihr kehret denn zu unserer Religion zurück.» Da sandte ihr Herr ihnen die Offenbarung: «Wahrlich, Wir werden die Frevler vertilgen.
14. Und Wir werden euch fürwahr nach ihnen das Land bewohnen lassen. Das ist für den, der vor Mir zu stehen fürchtet und der Meine Warnung fürchtet.»
15. Sie beteten um Sieg, und (darauthin) kam jeder hochmütige Feind zuschanden.
16. Vor ihm liegt die Hölle; und getränkt soll er werden mit siedendem Wasser.
17. Er soll daran nippen und soll nicht imstande sein, es leicht hinunterzuschlucken. Und der Tod soll zu ihm kommen von allen Seiten, doch soll er nicht sterben. Und außerdem ist noch eine strenge Strafe.
18. Das Gleichnis derer, die nicht an ihren Herrn g!auben, ist: Ihre Werke sind gleich Asche, auf die der Wind an einem stürmischen Tag heftig bläst. Sie sollen keine Macht haben über das, was sie verdienen. Das ist fürwahr das äußerste Verderben.
19. Siehst du denn nicht, daß Allah die Himmel und die Erde in Weisheit geschaffen hat? Wenn es Ihm gefällt, so kann Er euch von hinnen nehmen und eine neue Schöpfung bringen.
20. Und das ist für Allah keineswegs schwer.
21. Sie werden alle vor Allah hintreten; dann werden die Schwachen zu den Hoffärtigen sprechen: «Gewiß, wir waren eure Gefolgsleute; könnt ihr uns also nicht etwas von der Strafe Allahs abnehmen?» Sie werden sprechen: «Hätte Allah uns den Weg gewiesen, wir hätten euch sicherlich den Weg gewiesen. Es ist gleich für uns, ob wir Ungeduld zeigen oder geduldig bleiben: es gibt für uns kein Entrinnen.»
22. Und wenn die Sache entschieden ist, dann wird Satan sprechen: «Allah verhieß euch eine Verheißung der Wahrheit, ich aber verhieß euch und hielt es euch nicht. Und ich hatte keine Macht über euch, außer daß ich euch rief und ihr gehorchtet mir. So tadelt nicht mich, sondern tadelt euch selber. Ich kann euch nicht helfen, noch könnt ihr mir helfen. Ich habe es schon von mir gewiesen, daß ihr mich (Gott) zur Seite stelltet.» Den Missetätern wird wahrlich schmerzliche Strafe.
23. Und die da glauben und gute Werke tun, werden in Gärten eingeführt werden, durch die Ströme fließen, ewig darin zu wohnen nach ihres Herrn Gebot. Ihr Gruß dort wird sein: «Friede!»
24. Siehst du nicht, wie Allah das Gleichnis eines guten Wortes prägt? (Es ist) wie ein guter Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmel (reichen).
25. Er bringt seine Frucht hervor zu jeder Zeit nach seines Herrn Gebot. Und Allah prägt Gleichnisse für die Menschen, auf daß sie nachdenken mögen.
26. Ein schlechtes Wort aber ist wie ein schlechter Baum, der aus der Erde entwurzelt ist und keine Festigkeit hat.
27. Allah stärkt die Gläubigen mit dem Wort, das fest gegründet ist, in diesem Leben wie in dem künftigen; und Allah läßt die Frevler irregehen; denn Allah tut, was Er will.
28. Siehst du nicht jene, die Allahs Gnade mit der Undankbarkeit vertauschten und ihr Volk in die Stätte des Verderbens brachten,
29. (In) die Hölle? Dort sollen sie eingehen; und das ist ein schlimmer Ruheplatz.
30. Und sie haben Allah Nebenbuhler zur Seite gesetzt, um (die Menschen) von Seinem Wege abirren zu machen. Sprich: «Vergnügt euch eine Weile, dann aber geht eure Reise zum Feuer.»
31. Sprich zu Meinen Dienern, die gläubig sind, daß sie das Gebet verrichten und spenden von dem, was Wir ihnen gegeben habell, im verborgenen und öffentlich, bevor ein Tag kommt, an dem weder Handel noch Freundschaft sein wird.
32. Allah ist es, Der die Himmel und die Erde erschuf und Wasser niederregnen ließ von den Wolken und damit Früchte hervorbrachte zu eurem Unterhalt, und Er hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, daß sie das Meer durchsegeln nach Seinem Gebot, und Er hat euch die Flüsse dienstbar gemacht.
33. Und dienstbar machte Er euch die Sonne und den Mond, die unablässig ihren Lauf Vollziehenden. Und dienstbar machte Er euch die Nacht und den Tag.
34. Und Er gab euch alles, was ihr von Ihm begehrtet; und wenn ihr Allahs Wohltaten aufzählen wolltet, ihr würdet sie nicht berechnen können. Siehe, der Mensch ist wahrlich frevelhaft, undankbar.
35. Und (gedenke der Zeit) wie Abraham sprach: «Mein Herr, Mache diese Stadt zu einer Stätte des Friedens und bewahre mich und meine Kinder davor, die Götzen anzubeten.
36. Mein Herr, sie haben viele von den Menschen irregeleitet. Wer mir nun folgt, der gehört sicher zu mir; und wer mir nicht gehorcht – siehe, Du bist allverzeihend, barmherzig.
37. Unser Herr, ich habe einen Teil meiner Nachkommenschaft in einem unfruchtbaren Tal nahe bei Deinem Heiligen Haus angesiedelt, o unser Herr, auf daß sie das Gebet verrichten mögen. So mache die Herzen der Menschen ihnen zugeneigt und versorge sie mit Früchten, damit sie dankbar seien.
38. Unser Herr, Du weißt, was wir verhehlen und was wir kundtun. Und nichts ist verborgen vor Allah, ob auf Erden oder im Himmel.
39. Aller Preis gehört Allah, Der mir, ungeachtet (meines) Alters, Ismael und Isaak geschenkt hat. Wahrlich, mein Herr ist der Erhörer des Gebets.
40. Mein Herr, mache, daß ich und meine Kinder das Gebet verrichten. Unser Herr! nimm mein Gebet an.
41. Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und den Gläubigen am Tage, an dem die Abrechnung stattfinden wird.»
42. Wähne nicht, daß Allah achtlos ist dessen, was die Frevler tun. Er gibt ihnen nur Frist bis zu dem Tage, an dem die Augen starr blicken werden,
43. Vorwärts taumelnd in Angst, aufgereckt die Häupter, ihr Blick kehrt ihnen nicht zurück und ihre Herzen sind öde.
44. Und warne die Menschen vor dem Tag, da die Strafe über sie kommen wird. Dann werden die Frevler sprechen: «Unser Herr, gib uns Aufschub auf eine kurze Frist. Wir wollen auf Deinen Ruf antworten und den Gesandten folgen.» «Habt ihr nicht zuvor geschworen, es würde euch kein Untergang treffen?
45. Und ihr wohnt in den Wohnungen derer, die gegen sich selber frevelten, und es ist euch deutlich gemacht worden, wie Wir mit ihnen verfuhren; und Wir haben klare Beispiele vor euch hingestellt.»
46. Und sie haben bereits ihre Pläne geplant, aber ihre Pläne sind bei Allah, und wären ihre Pläne derart, daß sie Berge versetzen sollten.
47. Wähne darum nicht, daß Allah Sein Versprechen an Seine Gesandten nicht halten werde; gewiß, Allah ist allmächtig, Herr der Vergeltung.
48. Am Tag, da die Erde verwandelt werden wird in eine andere Erde, und auch die Himmel; und sie werden (alle) vor Allah treten, den Einigen, den Höchsten.
49. Und an jenem Tage wirst du die Schuldigen in Ketten gefesselt sehen.
50. Ihre Gewänder werden von Pech sein, und das Feuer wird ihre Gesichter einhüllen,
51. Auf daß Allah jedem vergelte, was er gewirkt. Wahrlich, Allah ist schnell im Abrechnen. 52. Dies ist eine genügende Ermahnung für die Menschen, auf daß sie sich dadurch war nen lassen, und auf daß sie wissen mögen, daß nur Er der Einige Gott ist, und auf daß die mit Verständnis Begabten es bedenken.20 Mayıs 2012: 16:15 #804348Anonim
15-AL-HIDSCHR
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Alif Lám Rá. Dies sind Verse des Buches und des erleuchtenden Korans.
2. Oft werden die Ungläubigen wünschen, sie wären Muslims.
3. Überlasse sie sich selbst, daß sie schmausen und genießen und daß eitle Hoffnung sie einlülle; bald werden sie es erfahren.
4. Wir haben nie eine Stadt zerstört, ohne daß für sie ein wohlbekannter Erlaß wäre.
5. Kein Volk kann seine Frist überschreiten; noch können sie dahinter zurückbleiben.
6. Sie sprachen: «O du, zu dem die Ermahnung herabgesandt ward, du bist fürwahr ein Verrückter.
7. Warum bringst du nicht Engel zu uns, wenn du der Wahrhaftigen einer bist?»
8. Wir senden keine Engel hernieder, außer mit triftigem Grunde, und dann wird ihnen kein Aufschub gewährt.
9. Wahrlich, Wir, Wir Selbst haben diese Ermahnung hinabgesandt, und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein.
10. Wir entsandten schon vor dir (Gesandte) zu früheren Stämmen.
11. Und nie kam ein Gesandter zu ihnen, über den sie nicht höhnten.
12. So lassen Wir diese (Sucht, zu höhnen) in die Herzen der Sünder einziehen;
13. Sie glauben nicht daran, wiewohl das Beispiel der Früheren ergangen ist.
14. Und selbst wenn Wir ihnen ein Tor des Himmels öffneten und sie begännen dadurch hinaufzusteigen,
15. Sie würden gewißlich sprechen: «Nur unsere Blicke sind benommen; fürwahr, wir sind ein behextes Volk.»
16. Und Wir habn fürwahr Türme in den Himmel gesetzt und ihn ausgeschmückt für die Beschauer.
17. Und Wir haben ihn geschützt vor jedem verworfenen Satan,
18. Außer vor jenem, der heimlich lauscht, dann verfolgt ihn eine helle Flamme.
19. Und die Erde haben Wir ausgebreitet, und darein feste Berge gesetzt, und Wir ließen alles auf ihr wachsen im rechten Verhältnis.
20. Und Wir schufen darin Mittel zu eurem Unterhalt und derer, die ihr nicht versorgt.
21. Und es gibt kein Ding, von dem Wir nicht Schätze hätten; aber Wir senden es nur nach bestimmtem Maß hinab.
22. Und Wir senden die befruchtenden Winde, dann senden Wir Wasser nieder von den Wolken, dann geben Wir es euch zu trinken; und ihr hättet es nicht aufspeichern können.
23. Wahrlich, Wir Selbst geben Leben und schicken Tod; und Wir allein sind die Erben.
24. Und Wir kennen wohl jene unter euch, die voranschreiten, und Wir kennen wohl jene, die zurückbleiben.
25. Wahrlich, es ist dein Herr, Der sie versammeln wird. Siehe, Er ist allweise, allwissend.
26. Wahrlich, Wir haben den Menschen aus trockenem, tönendem Lehm erschaffen, aus schwarzem, zu Gestalt gebildetem Schlamm.
27. Und die Dschinn erschufen Wir zuvor aus dem Feuer des heißen Windes.
28. Und (gedenke der Zeit) da dein Herr zu den Engeln sprach: «Ich bin im Begriffe, den Menschen aus trockenem, tönendem Lehm zu erschaffen, aus schwarzem, zu Gestalt gebildetem Schlamm;
29. Wenn Ich ihn nun vollkommen geformt und ihm von Meinem Geiste eingehaucht habe, dann fallet mit ihm dienend nieder.»
30. Da fielen die Engel alle zusammen nieder.
31. Nicht also Iblis; er weigerte sich, unter den Niederfallenden zu sein.
32. (Gott) sprach: «O Iblis, was ist dir, daß du nicht unter den Niederfallenden sein wolltest?»
33. Er antwortete: «Nimmermehr werde ich niederfallen auf die Art eines Menschenwesens, das Du aus trockenem, tönendem Lehm erschaffen hast, aus schwarzem, zu Gestalt gebildetem Schlamm.»
34. (Gott) sprach: «Hinaus denn von hier, denn wahrlich, du bist verworfen.
35. Fluch soll auf dir sein bis zum Tag des Gerichts.»
36. Er sprach: «Mein Herr, so gewähre mir Aufschub bis zum Tage, an dem sie auferweckt werden.»
37. (Gott) sprach: «Du bist unter denen, die Aufschub erlangen,
38. Bis zum Tage der bestimmten Zeit.»
39. Er antwortete: «Mein Herr, da Du mich als verloren erklärt hast, will ich ihnen wahrlich (das Böse) auf Erden herausschmücken, und wahrlich, ich will sie alle irreleiten,
40. Bis auf Deine erwählten Diener unter ihnen.»
41. (Gott) sprach: «Dies ist ein gerader Weg zu Mir.
42. Fürwahr, du sollst keine Macht haben über Meine Diener, bis auf jene der Verführten, die dir folgen.»
43. Und die Hölle ist wahrlich ihnen allen der verheißene Ort.
44. Sieben Tore hat sie, und jedem Tor ist ihrer ein Teil zugewiesen.
45. Die Rechtschaffenen werden mitten in Gärten und Quellen sein.
46. «Tretet darein in Frieden, geborgen.»
47. Und Wir wollen hinwegnehmen, was an Groll in ihrer Brust sein mag; wie Brüder sitzend auf erhöhten Sitzen, einander gegen über.
48. Müdigkeit soll sie darin nicht berühren, noch sollen sie je von dort vertrieben werden,
49. Verkünde Meinen Dienern, daß Ich fürwahr der Allverzeihende, der Barmherzige bin,
50. Und daß Meine Strafe die schmerzliche Strafe ist.
51. Und verkünde ihnen von den Gästen Abrahams.
52. Da sie bei ihm eintraten und sprachen: «Frieden», antwortete er: «Wir fürchten uns vor euch.»
53. Sie sprachen: «Fürchte dich nicht, wir bringen dir frohe Kunde von einem Sohn, mit Wissen begabt.»
54. Er sprach: «Bringt ihr mir die frohe Kunde ungeachtet dessen, daß mich das Alter ereilt hat? Warum denn bringt ihr mir also die frohe Kunde?»
55. Sie sprachen: «Wir haben dir die frohe Kunde mit der Wahrheit gebracht; sei darum nicht einer der Verzweifelnden.»
56. Er sprach: «Und wer könnte verzweifeln an der Barmherzigkeit seines Herrn, wenn nicht die Verirrten?»
57. Er sprach: «Was ist euer Auftrag, ihr Boten?»
58. Sie sprachen: «Wir sind entsandt zu einem schuldigen Volk,
59. Die Anhänger des Lot ausgenommen. Sie alle sollen wir erretten,
60. Bis auf sein Weib. Wir vermuten, daß sie unter denen sein soll, die zurückbleiben.»
61. Als die Boten zu den Anhängern des Lot kamen,
62. Da sprach er: «Fürwahr, ihr seid fremde Leute.»
63. Sie sprachen: «Nein, aber wir sind zu dir gekommen mit dem, woran sie zweifelten.
64. Und wir sind zu dir gekommen mit der Wahrheit, und gewiß, wir sind wahrhaftig.
65. So mache dich fort mit deinen Angehörigen im (späteren) Teil der Nacht und ziehe hinter ihnen her. Und keiner von euch soll sich umwenden, sondern gehet, wohin euch geboten wird.»
66. Und Wir verkündeten ihm diesen Ratschluß, daß die Wurzel jener abgeschnitten werden sollte am Morgen.
67. Und das Volk der Stadt kam frohlockend.
68. Er sprach: «Das sind meine Gäste, so tut mir nicht Schande an.
69. Und fürchtet Allah und stürzet mich nicht in Schmach.»
70. Sie sprachen: «Haben wir dir nicht verboten, Leute aller Art (aufzunehmen)?»
71. Er sprach: «Hier sind meine Töchter, wenn ihr etwas tun müßt.»
72. Bei deinem Leben, (auch) diese in ihrer Trunkenheit wandern blindlings irre.
73. Da erfaßte die Strafe sie bei Sonnenaufgang.
74. Und Wir kehrten das Oberste zuunterst, und Wir ließen auf sie Backsteine niederregnen.
75. Fürwahr, hierin sind Zeichen für die Einsichtigen.
76. Und es liegt an einer Straße, die besteht.
77. Fürwahr, hierin ist ein Zeichen für die Gläubigen.
78. Auch die Waldleute waren gewißlich Frevler.
79. Darum züchtigten Wir sie. Und beide liegen sie an einer erkennbaren Straße.
80. Auch das Volk von Hidschr behandelte die Gesandten als Lügner.
81. Und Wir gaben ihnen Unsere Zeichen, sie aber wandten sich von ihnen ab.
82. Und sie pflegten sich Behausungen in die Berge zu graben zur Sicherheit.
83. Jedoch die Strafe erfaßte sie am Morgen.
84. Und alles, was sie sich erworben hatten, nützte ihnen nichts.
85. Wir erschufen die Himmel und die Erde und was zwischen den beiden ist, nicht anders als in Weisheit, und die «Stunde» kommt gewiß. Darum vergib in schöner Vergebung.
86. Wahrlich, dein Herr, Er ist der erhabene Schöpfer, der Allwissende.
87. Und Wir gaben dir fürwahr die sieben oft wiederholten (Verse) und den erhabenen Koran .
88. Richte deine Augen nicht auf das, was Wir manchen von ihnen zu kurzem Genuß verliehen, und betrübe dich auch nicht über sie; und senke deinen Fittich auf die Gläubigen.
89. Und sprich: «Ich bin gewiß der aufklärende Warner»
90. Weil Wir (die Strafe) herabsenden werden auf jene, die sich (gegen dich) in Gruppen verbanden,
91. Die den Koran als lauter Lügen erklärten,
92. Darum, bei deinem Herrn, Wir werden sie sicherlich alle zur Rechenschaft ziehen
93. Um dessentwillen, was sie zu tun pflegten.
94. So tue denn offen kund, was dir geboten ward, und wende dich ab von den Götzendienern.
95. Wir werden dir sicherlich genügen gegen die Spötter,
96. Die einen anderen Gott neben Allah setzen, doch bald werden sie wissen.
97. Und fürwahr, Wir wissen, daß deine Brust beklommen wird ob dessen, was sie reden.
98. Aber lobpreise deinen Herrn und sei einer der sich Unterwerfenden. 99. Und diene deinem Herrn, bis der Tod zu dir kommt.20 Mayıs 2012: 16:15 #804344Anonim
16-AL-NAHL
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Der Befehl Allahs kommt, so sucht ihn nicht zu beschleunigen. Heilig ist Er und erhaben über all das, was sie anbeten.
2. Er sendet die Engel hernieder mit der Offenbarung nach Seinem Gebot zu wem Er will von Seinen Dienern: «Ermahnet (die Menschen), daß es keinen Gott gibt außer Mir, drum nehmt Mich zum Beschützer.»
3. Er hat die Himmel und die Erde erschaffen in Weisheit. Erhaben ist Er über all das, was sie anbeten.
4. Er hat den Menschen aus einem Tropfen erschaffen, doch siehe, nun ist er ein offener Krittler.
5. Und das Vieh hat Er erschaffen, ihr habt an ihm Wärme und (andere) Nutzen; und einiges davon esset ihr.
6. Und es ist Schönheit darin für euch, wenn ihr es abends eintreibt und morgens austreibt auf die Weide.
7. Sie (die Tiere) tragen eure Lasten in ein Land, das ihr nicht erreichen könntet, es sei denn mit großer Mühsal für euch selbst. Wahrlich, euer Herr ist gütig, barmherzig.
8. Und (erschaffen hat Er) Pferde und Maultiere und Esel, daß ihr auf ihnen reiten möchtet und als Schmuck. Und Er wird erschaffen, was ihr (noch) nicht kennt.
9. Bei Allah steht die Weisung des Weges. Es gibt solche, die abweichen (von der rechten Bahn). Und hätte Er Seinen Willen erzwungen, Er hätte euch allen den Weg gewiesen.
10. Er ist es, Der Wasser aus den Wolken herniedersendet; davon habt ihr Trank, und davon (wachsen) die Bäume, von denen ihr (euer Vieh) fressen läßt.
11. Damit läßt Er Korn sprießen für euch und den Oelbaum und die Dattelpalme und die Trauben und Früchte aller Art. Fürwahr, darin ist ein Zeichen für nachdenkende Leute.
12. Und Er hat für euch die Nacht und den Tag dienstbar gemmacht und die Sonne und den Mond; und die Sterne sind dienstbar auf Sein Geheiß. Fürwahr, darin sind Zeichen für Leute, die von der Vernunft Gebrauch machen.
13. Und was Er auf der Erde für euch erschaffen hat, ist mannigfach an Farben. Fürwahr, darin ist ein Zeichen für Leute, die es beherzigen.
14. Und Er ist es, Der (euch) das Meer dienstbar gemacht hat, daß ihr frisches Fleisch daraus essen und Schmuck aus ihm hervorholen möget, den ihr anlegt. Und du siehst die Schiffe es durchpflügen, daß (ihr damit reisen möget) und suchet Seine Huld und daß ihr dankbar seiet.
15. Und Er hat feste Berge in der Erde gegründet, daß sie nicht mit euch wanke, und Flüsse und Wege, daß ihr recht gehen möget.
16. Und (andere) Wegzeichen; (durch sie) und durch die Gestirne folgen sie der rechten Richtung.
17. Ist nun wohl der, Der erschafft, dem gleich, der nicht erschafft? Wollt ihr es also nicht beherzigen?
18. Und wenn ihr Allahs Wohltaten aufzählen wolltet, ihr würdet sie nicht berechnen können. Fürwahr, Allah ist allverzeihend, barmherzig.
19. Und Allah weiß, was ihr verhehlt und was ihr kundtut.
20. Und jene, die sie statt Allah anrufen, sie schaffen nichts, sind sie doch selbst geschaffen.
21. Tot sind sie, nicht lebendig; und sie wissen nicht, wann sie erweckt werden.
22. Euer Gott ist ein Einiger Gott. Und die nicht ans Jenseits glauben, ihre Herzen sind (der Wahrheit) fremd, und sie sind voller Hoffart.
23. Unzweifelhaft kennt Allah, was sie verbergen und was sie kundtun. Wahrlich, Er liebt nicht die Hoffärtigen
24. Und wenn sie gefragt werden: «Was (denkt ihr) von dem, was euer Herr niedergesandt hat?», sagen sie: «Fabeln der Alten.»
25. Daß sie am Tage der Auferstehung ihre Lasten vollständig tragen mögen und einen Teil der Lasten derer, die sie ohne Wissen irreführen. Siehe, schlimm ist, was sie tragen.
26. Die vor ihnen waren, planten auch Ränke, doch Allah faßte ihren Bau an den Grundmauern, so daß das Dach von oben her auf sie stürzte; und die Strafe kam über sie, von wannen sie nicht wußten.
27. Dann wird Er sie am Tage der Auferstehung zuschanden machen und sprechen: «Wo sind nun Meine “Teilhaber”, um deretwillen ihr (die Propheten) bestrittet?» Die mit Erkenntnis Begabten werden sprechen: «An diesem Tage wird Schande und Unheil den Ungläubigen.»
28. Denen, die die Engel sterben lassen, indes sie wider sich selbst sündigen und dann also die Unterwerfung anbieten: «Wir pflegten ja nichts Böses zu tun.» Nein, fürwahr, Allah weiß wohl, was ihr zu tun pflegtet.
29. So tretet ein in die Tore der Hölle, darin zu wohnen. Schlimm ist fürwahr die Wohnstatt der Hoffärtigen.
30. Und (wenn) zu den Rechtschaffenen gesprochen wird «Was (denkt ihr) von dem, was euer Herr herabgesandt hat?», sagen sie: «Das Beste!» Für die, welche Gutes tun, ist Gutes in dieser Welt, und die Wohnstatt des Jenseits ist noch besser. Herrlich fürwahr ist die Wohnstatt der Rechtschaffenen:
31. Gärten der Ewigkeit, die sie betreten werden; Ströme dirchfließen sie. Darin werden sie haben, was sie begehren. Also belohnt Allah die Rechtschaffenen,
32. Sie, die die Engel in Reinheit sterben lassen. Sie sprechen: «Friedc sei mit euch! Tretet ein in den Himmel für das, was ihr zu tun pflegtet.»
33. Worauf warten sie denn, wenn nicht, daß die Engel zu ihnen kommen oder daß der Befehl deines Herrn eintrifft? So taten schon jene, die vor ihnen waren. Allah war nicht ungerecht gegen sie, jedoch sie waren ungerecht gegen sich selber.
34. So ereilte sie die böse Folge ihres Tuns, und das, was sie zu verhöhnen pflegten, umschloß sie von allen Seiten.
35. Die Götzendiener sprechen: «Hätte Allah es so gewollt, wir würden nichts außer Ihm angebetet haben, weder wir noch unsere Väter, noch würden wir etwas verboten haben ohne (Befehl von) Ihm.» So taten schon jene, die vor ihnen waren. Jedoch, sind die Gesandten für irgend etwas verantwortlich, außer für die deutliche Verkündigung?
36. Und in jedem Volke erweckten Wir einen Gesandten (der da predigte): «Dienet Allah und meidet den Bösen.» Dann waren unter ihnen einige, die Allah leitete, und es waren unter ihnen einige, die sich Verderben zuzogen. So reiset umher auf der Erde und seht, wie das Ende der Leugner war!
37. Wenn du für sie den rechten Weg begehrst, dann (wisse, daß) Allah nicht jenen den Weg weist, die (andere) irreführen; noch gibt es für sie Helfer.
38. Sie schwören bei Allah ihre feierlichsten Eide, Allah werde jene nicht auferwecken, die sterben. Nicht doch, Ihn bindet ein Versprechen, jedoch die meisten Menschen wissen es nicht.
39. (Er wird sie auferwecken) damit Er ihnen das klar mache, worüber sie uneins waren, und damit jene, die ungläubig sind, wissen, daß sie Lügner waren.
40. Unser Wort zu einem Ding, wenn Wir es wollen, ist nur, daß Wir zu ihm sprechen: «Sei!», und es ist.
41. Und die ausgewandert sind um Allahs willen, nachdem sie Unbill erfuhren, ihnen werden Wir sicherlich eine schöne Wohnstatt in der Welt geben; und wahrlich, der Lohn des Jenseits ist größer; wüßten sie es nur,
42. Die standhaft sind und auf ihren Herrn vertrauen.
43. Und vor dir entsandten Wir nur Männer, denen Wir Offenbarung gegeben – so fraget die, welche die Ermahnung besitzen, wenn ihr nicht wißt –
44. Mit deutlichen Zeichen und Schriften. Und Wir haben dir die Ermahnung hinabgesandt, auf daß du den Menschen erklären mögest, was ihnen hinabgesandt ward, und daß sie nachdenken.
45. Sind denn jene, die Böses planen, sicher davor, daß Allah sie nicht in die Erde versinken läßt oder daß die Strafe nicht über sie kommen wird, von wannen sie nicht wissen?
46. Oder daß Er sie nicht ergreift in ihrem Hin und Her, so daß sie nicht imstande sein werden, obzusiegen?
47. Oder daß Er sie nicht durch allmähliche Vernichtung erfaßt? Euer Herr ist fürwahr gütig, barmherzig.
48. Haben sie denn nicht gesehen, wie die Schatten eines jeden Dings, das Allah schuf, von rechts und von links sich wenden, sich niederwerfend vor Allah, dieweil sie gedemütigt werden?
49. Und was in den Himmeln ist und was auf Erden ist an Geschöpfen, unterwirft sich Allah, also die Engel, und sie betragen sich nicht hoffärtig.
50. Sie fürchten ihren Herrn über ihnen und tun, was ihnen geheißen ist.
51. Allah hat gesprochen: «Habt nicht zwei Götter. Er ist der Einige Gott. So fürchtet Mich allein.»
52. Und Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist, und Ihm gebührt Gehorsam auf immer. Wollt ihr also einen anderen zum Beschützer nehmen als Allah?
53. Was ihr Gutes habt, es ist von Allah; und wenn euch ein Unheil befällt, dann leht ihr Ihn um Hilfe an.
54. Doch wenn Er dann das Unheil von euch hinwegnimmt, siehe, da (beginnt) ein Teil von euch, ihrem Herrn Götter zur Seite zu stellen,
55. (Mit dem Ergebnis) daß sie verleugnen, was Wir ihnen beschert haben. Wohlan, vergnügt euch nur eine Weile; bald aber werdet ihr es erfahren
56. Und (für die falschen Gottheiten) von denen sie nichts wissen, setzen sie einen Teil beiseite von dem, was Wir ihnen beschert haben. Bei Allah, ihr werdet sicherlich zur Rechenschaft gezogen werden für all das, was ihr erdichtet.
57. Und sie dichten Allah – Heilig ist Er! Töchter an, während sie (selbst) haben, was sie begehren.
58. Und wenn einem von ihnen die Nachricht von (der Geburt) einer Tochter gebracht wird, so veffinstert sich sein Gesicht, indes er den inneren Schmerz unterdrückt.
59. Er verbirgt sich vor den Leuten ob der schlimmen Nachricht, die er erhalten hat: Soll er sie trotz der Schande behalten oder im Staub verscharren? Wahrlich, übel ist, wie sie urteilen!
60. Der Zustand derer, die nicht an das Jenseits glauben, ist übel, Allahs Sein aber ist hoch erhaben und Er ist der Allmächtige, der Allweise.
61. Und wenn Allah die Menschen für ihr Freveln bestrafen wollte, Er würde nicht ein einziges Lebewesen darauf (auf der Erde) lassen, doch Er gewährt ihnen Aufschub bis zu einer bestimmten Zeit; und wenn ihre Frist um ist, dann können sie auch nicht eine Stunde dahinter zurückbleiben, noch können sie (ihr) vorauseilen.
62. Und sie schreiben Allah zu, was ihnen (selbst) mißliebig ist, und ihre Zungen äußern die Lüge, daß sie das Beste erhalten werden. Zweifellos wird ihnen das Feuer zuteil werden, und (darin) sollen sie verlassen bleiben.
63. Bei Allah, Wir schickten fürwahr schon Gesandte zu den Völkern vor dir, doch Satan ließ ihnen ihre Werke wohlgefällig erscheinen. So ist er heute ihr Schutzherr, und ihnen wird schmerzliche Strafe.
64. Und Wir haben dir das Buch nur darum hinabgesandt, auf daß du ihnen das erklären mögest, worüber sie uneinig sind, und als Führung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.
65. Allah hat Wasser vom Himmel hernieder gesandt und damit die Erde belebt nach ihrem Tod. Wahrlich, darin ist ein Zeichen für Leute, die hören mögen.
66. Wahrlich, auch am Vieh habt ihr eine Lehre. Wir geben euch zu trinken von dem, was in ihren Leibern ist, zwischen Kot und Blut in der Mitte, Milch, lauter (und) angenehm denen, die trinken.
67. Und von den Früchten der Dattelpalmen und den Trauben, von denen ihr berauschenden Trank und (auch) bekömmliche Nahrung zieht. Wahrlich, darin ist ein Zeichen für Leute, die vom Verstand Gebrauch machen.
68. Und dein Herr hat der Biene eingegeben: «Baue dir Häuser in den Bergen und in den Bäumen und in den Spalieren, die sie errichten.
69. Dann iß von allen Früchten und folge den Wegen deines Herrn, (die dir) leicht gemacht.» Aus ihren Leibern kommt ein Trank, mannigfach an Farbe. Darin ist Heilung für die Menschen. Wahrlich, hierin ist ein Zeichen für Leute, die nachdenken.
70. Allah hat euch erschaffen, dann läßt Er euch sterben; und es gibt manche unter euch, die ins hinfällige Greisenalter getrieben werden, so daß sie nichts wissen, nachdem (sie) doch Wissen (besessen hatten). Wahrlich, Allah ist allwissend, allmächtig.
71. Und Allah hat einige von euch vor den andern mit Gaben begünstigt. Und doch wollen die Begünstigten nichts von ihren Gaben denen zurückgeben, die ihre Rechte besitzts auf daß sie daran gleich (beteiligt) wären. Wollen sie denn Allahs Huld verleugnen?
72. Allah gab euch Gattinnen aus euch selbst, und aus euren Gattinnen machte Er euch Söhne und Enkel, und Er hat euch versorgt mit Gutem. Wollen sie da an Nichtiges glauben und Allahs Huld verleugnen?
73. Dennoch verehren sie statt Allah solche, die nicht die Macht haben, ihnen irgend Gaben von den Himmeln oder der Erde zu gewähren, noch können sie je solche Macht erlangen.
74. So präget Allah keine Gleichnisse. Gewiß, Allah weiß und ihr wisset nicht.
75. Allah gibt (euch) das Gleichnis an die Hand von einem Sklaven, einem Leibeigenen, dieweil er über nichts Gewalt hat; und von einem (Freien), den Wir Selbst reichlich versorgt haben, und er spendet davon im verborgenen und öffentlich. Sind diese gleich? Preis sei Allah! Doch die meisten von ihnen wissen es nicht.
76. Und Allah gibt ein (anderes) Gleichnis an die Hand von zwei Männern: der eine von ihnen ist stumm, er hat über nichts Gewalt und ist seinem Herrn eine Last; wo er ihn auch hinschicken mag, er bringt nichts Gutes. Kann er dem gleich sein, der Gerechtigkeit gebietet und der selbst auf dem geraden Weg ist?
77. Und Allahs ist das Ungesehene der Himmel und der Erde; und die Angelegenheit der «Stunde» ist nur einen Augenblick (entfernt), nein, sie ist noch näher. Gewiß, Allah hat Macht über alle Dinge.
78. Und Allah hat euch aus dem Schoß eurer Mütter hervorgebracht, dieweil ihr nichts wußtet, und Er gab euch Ohren und Augen und Herzen, auf daß ihr dankbar wäret.
79. Sehen sie nicht die Vögel, die in Dienstbarkeit gehalten sind im Gewölbe des Himmels? Keiner hält sie zurück als Allah. Wahrlich, darin sind Zeichen für Leute, die glauben.
80. Und Allah hat euch in euren Häusern einen Ruheplatz gemacht, und Er hat euch aus den Häuten der Tiere Wohnungen gemacht, die ihr leicht findet zur Zeit eurer Reise und zur Zeit eures Halts; und aus ihrer Wolle und ihrem Pelz und ihrem Haar Hausbedarf und Gerätschaft für eine Zeitlang.
81. Und Allah hat euch aus dem, was Er geschaffen, schattenspendende Dinge gemacht; und in den Bergen hat Er euch Obdachstätten gemacht; und Er hat euch Gewänder gemacht, die euch vor Hitze schützen, und Panzerhemden, die euch schützen in euren Kriegen. Also vollendet Er Seine Gnade an euch, daß ihr (Ihm) ergeben sein möchtet.
82. Doch wenn sie sich wegkehren, dann bist du für nichts verantwortlich als für die klare Verkündigung.
83. Sie erkennen Allahs Gnadt, und sie leugnen sie doch; und die meisten von ihnen sind (verstockte) Ungläubige.
84. (Gedenke) des Tages, da Wir aus jeglichem Volk einen Zeugen erwecken werden; dann wird denen, die nicht glauben, nicht gestattet werden (wiedergutzumachen), noch wird ihre Entschuldigung angenommen.
85. Und wenn jene, die Unrecht verübten, die Strafe erst tatsächlich sehen, dann wird sie ihnen nicht leicht gemacht werden, noch werden sie Aufschub erlangen.
86. Und wenn die, welche Götter anbeten, ihre Götter sehen werden, so werden sie sagen: «Unser Herr, das sind unsere Götter, die wir statt Dich anriefen.» Sie darauf werden ihnen die Beschuldigung zurückgeben: «Fürwahr, ihr seid Lügner »
87. Und an jenem Tage werden sie Allah Unterwerfung anbieten, und alles, was sie zu erdichten pflegten, wird sie im Stich lassen.
88. Die nun ungläubig sind und abwendig machen von Allahs Weg, zu (deren) Strafe werden Wir noch Strafe hinzufügen, weil sie verderbt handelten.
89. Und am Tage, da Wir in jeglichem Volk einen Zeugen erwecken uerden wider sie aus ihren eigenen Reihen, dich wollen Wir als Zeugen bringen wider diese. Und Wir haben dir das Buch hernieder gesandt zur Erklärung aller Dinge, und als Führung und Barmherzigkeit und frohe Botschaft den Gottergebenen.
90. Allah gebietet Gerechtigkeit und uneigennützig Gutes zu tun und zu spenden wie den Verwandten; und Er verbietet das Schändliche, das offenbar Schlechte und die Übertretung. Er ermahnt euch, auf daß ihr es beherzigt.
91. Haltet den Bund Allahs, wenn ihr einen Bund geschlossen habt; und brecht nicht die Eide, nach ihrer Bekräftigung, habt ihr doch Allah zum Bürgen für euch gemacht. Wahrlich, Allah weiß, was ihr tut.
92. Und seid nicht wie jene, die ihr Garn nach dem Spinnen in Stücke bricht. Ihr macht eure Eide zu einem Mittel des Betrugs untereinander, (aus Furcht) ein Volk möchte sonst mächtiger werden als ein anderes. Allah stellt euch damit nur auf die Probe, und am Tage der Auferstehung wird Er euch das klar machen, worüber ihr uneinig wart.
93. Und hätte Allah gewollt, Er hätte euch sicherlich zu einer einzigen Gemeinde gemacht; jedoch Er läßt den irregehen, der es will, und führt den richtig, der es will, und ihr werdet gewiß zur Rechenschaft gezogen werden für das, was ihr getan.
94. Und machet nicht eure Eide zu einem Mittel des Betrugs untereinander; sonst wird (euer) Fuß ausgleiten, nachdem er fest aufgetreten, und ihr werdet Übel kosten dafür, daß ihr abwendig gemacht habt von Allahs Weg, und euch wird eine strenge Strafe.
95. Verhandelt nicht Allahs Bund um einen armseligen Preis. Wahrlich, was bei Allah ist, ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet.
96. Was bei euch ist, vergeht, und was bei Allah ist, besteht. Und Wir werden gewißlich denen, die standhaft sind, ihren Lohn bemessen nach dem besten ihrer Werke.
97. Wer recht handelt, ob Mann oder Weib, und gläubig ist, dem werden Wir gewißlich ein reines Leben gewähren; und Wir werden gewißlich solchen ihren Lohn bemessen nach dem besten ihrer Werke.
98. Und wenn du den Koran liest, so suche Zuflucht bei Allah vor Satan, dem Verworfenen.
99. Wahrlich, er hat keine Macht über die, welche da glauben und auf ihren Herrn vertrauen.
100. Seine Macht reicht nur über jene, die mit ihm Freundschaft schließen und die Ihm Götter zur Seite stellen.
101. Und wenn Wir ein Zeichen an Stelle eines anderen bringen – und Allah weiß am besten, was Er offenbart -, sagen sie: «Du bist nur ein Erdichter.» Nein, aber die meisten von ihnen wissen es nicht.
102. Sprich: «Der Geist der Heiligkeit hat ihn (den Koran) herabgebracht von deinem Herrn mit der Wahrheit, auf daß Er die festige, die da glauben, und zu einer Führung und einer frohen Botschaft für die Gottergebenen.»
103. Und Wir wissen fürwahr, daß sie sagen, wer ihn belehrt, sei nur ein Mensch. Die Sprache dessen jedoch, auf den sie hinweisen. ist eine fremde, während dies hier Arabisch ist, deutlich und klar.
104. Die nun nicht an die Zeichen Allahs glauben, denen wird Allah nicht den Weg weisen, und ihnen wird eine schmerzliche Strafe.
105. Es sind ja nur jene, die nicht an die Zeichen Allahs glauben, die da Falsches erdichten; und sie allein sind die Lügner.
106. Wer Allah verleugnet, nachdem er geglaubt – den allein ausgenommen, der gezwungen wird, indes sein Herz im Glauben Frieden findet – jene aber, die ihre Brust dem Unglauben öffnen, auf ihnen ist Allahs Zorn; und ihnen wird eine strenge Strafe.
107. Dies, weil sie das Leben hienieden dem Jenseits vorgezogen und weil Allah das Volk der Ungläubigen nicht leitet.
108. Sie sind es, auf deren Herzen und Ohren und Augen Allah ein Siegel gesetzt hat. Und sie allein sind die Achtlosen.
109. Zweifellos sind sie es, die im Jenseits die Verlorenen sein werden.
110. Alsdann wird dein Herr jenen, die auswanderten, nachdem sie verfolgt worden waren, und dann hart kämpften (für Allah) und standhaft blieben – siehe, dein Herr wird hernach gewiß allveneihend, barmherzig sein.
111. An dem Tage, da jede Seele kommen wird, für sich selbst zu rechten, und da jeder Seele voll vergolten wird, was sie getan, und kein Unrecht sollen sie leiden.
112. Allah gibt (euch) das Gleichnis an die Hand von einer Stadt, die Sicherheit und Frieden genoß; ihre Versorgung kam ihr reichlich von allen Seiten; doch sie leugnete die Wohltaten Allahs, darum ließ Allah sie das Gewand des Hungers und der Furcht probieren für das, was sie zu tun pflegten.
113. Und fürwahr, gekommen ist zu ihnen ein Gesandter aus ihrer Mitte, sie aber leugneten ihn, da ereilte sie die Strafe, weil sie Frevler waren.
114. So esset nun von den erlaubten guten Dingen, womit Allah euch versorgt hat; und seid dankbar für Allahs Huld, wenn Er es ist, Dem ihr dienet.
115. Verwehrt hat Er euch nur das von selbst Verendete und Blut und Schweinefleisch und das, worüber ein anderer Name als Allahs angerufen worden ist. Wer aber durch Not getrieben wird – nicht ungehorsam und das Maß überschreitend -, siehe, dann ist Allah allverzeihend, barmherzig.
116. Und sagt nicht – auf Grund des Falschen eurer Zungen -: «Das ist erlaubt, und das ist nicht erlaubt», so daß ihr eine Lüge erdichtet gegen Allah. Die eine Lüge gegen Allah erdichten, sie haben keinen Erfolg.
117. (Es ist) ein kurzer Genuß, (dann) aber wird ihnen schmerzliche Strafe.
118. Und (auch) denen, die Juden sind, haben Wir zuvor schon all das verboten, was Wir dir mitteilten. Und nicht Wir taten ihnen Unrecht, sondern sie taten sich selber Unrecht.
119. Alsdann wird dein Herr zu denen, die in Unwissenheit Böses tun und danach bereuen und sich bessern – wahrlich, dein Herr wird hernach allverzeihend, barmherzig sein.
120. Abraham war in der Tat ein Vorbild an Tugend, gehorsam gegen Allah, aufrecht und er gehörte nicht zu den Götzendienern -,
121. Dankbar für Seine Wohltaten; Er erwählte ihn und leitete ihn auf den geraden Weg.
122. Und Wir gewährten ihm Gutes in dieser Welt, und im Jenseits wird er sicherlich unter den Rechtschaffenen sein.
123. Und Wir haben dir offenbart: «Folge dem Weg Abrahams, des Aufrechten; er gehörte nicht zu den Götzendienern.»
124. Die (Strate für die Entweihung des) Sabbats war nur denen auferlegt, die darüber uneins waren; und dein Herr wird gewißlich zwischen ihnen richten am Tage der Auferstehung über das, worüber sie uneins waren.
125. Rufe auf zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und streite mit ihnen auf die beste Art. Wahrlich, dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Wege abgeirrt ist; und Er kennt am besten jene, die rechtgeleitet sind.
126. Und wenn ihr (die Unterdrücker) zu strafen (wünscht), dann bestraft (sie) in dem Maße, wie euch Unrecht zugefügt wurde; wollt ihr aber Geduld zeigen, dann ist das wahrlich das Beste für die Geduldigen.
127. Harre aus in Geduld; deine Geduld aber kommt nur von Allah. Und betrübe dich nicht über sie, noch beunruhige dich wegen ihrer Anschläge. 128. Wahrlich, Allah ist mit denen, die rechtschaffen sind und die Gutes tun.20 Mayıs 2012: 16:15 #804343Anonim
17-BANI-ISRÃ’IL
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Preis Ihm, Der bei Nacht Seinen Diener hinwegführte von der Heiligen Moschee zu der Fernen Moschee, deren Umgebung Wir gesegnet haben, auf daß Wir ihm einige Unserer Zeichen zeigen. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allsehende.
2. Wir gaben Moses die Schrift und machten sie zu einer Führung für die Kinder Israels (und sprachen): «Nehmt keinen zum Hüter außer Mir,
3. O ihr Kinder derer, die Wir mit Noah (über Wasser) trugen! Er war fürwahr ein dankbarer Diener.»
4. Und Wir hatten den Kindern Israels in der Schrift klargelegt: «Siehe, ihr werdet gewißlich zweimal im Land Verderben anstiften, und ihr werdet gewißlich unmäßig hoffärtig und herrisch werden.»
5. Als nun die Zeit für die erste der beiden Warnungen kam, da sandten Wir sider euch Unsere Diener, begabt mit gewaltiger Kriegsmacht, und sie drangen in die Häuser, und so ward erfüllt die Verheißung.
6. Dann gaben Wir euch wiederum die Macht über sie und stärkten euch mit Reichtum und Kindern und machten euch größer an Zahl.
7. (Nun) wenn ihr Gutes tut, so tut ihr Gutes für eure eignen Seelen; und wenn ihr Böses tut, so ist es gegen sie. Als nun die Zeit für die zweite Warnung kam (sandten Wir Diener), damit sie eure Großen mißhandelten und die Moschee beträten, wie sie sie das erste Mal betreten hatten, und alles, was sie erobert hatten, bis auf den Grund zerstörten.
8. Es ist möglich, daß euer Herr Sich euer erbarmt; doch wenn ihr (zu eurem früheren Zustande) zurückkehrt, so wollen (auch) Wir zurückkehren, und Wir haben die Hölle zu einem Gefängnis gemacht für die Ungläubigen.
9. Fürwahr, dieser Koran leitet zum Richtigsten und bringt den Gläubigen, die gute Werke tun, die frohe Botschaft, daß ihnen großer Lohn werden soll,
10. Und daß Wir denen, die nicht an das Jenseits glauben, eine schmerzliche Strafe bereitet haben.
11. Der Mensch bittet um das Schlimme, vie er um das Gute bitten sollte; und der Mensch ist voreilig.
12. Wir machten die Nacht und den Tag zu zwei Zeichen, indem Wir das Zeichen der Nacht dunkel gemacht haben, und das Zeichen des Tags haben Wir licht gemacht, auf daß ihr nach Fülle von eurem Herrn trachtet und kennt die Bemessung der Jahre und die Rechenkunst. Und jegliches Ding haben Wir klar gemacht mit deutlicher Erklärung.
13. Und einem jeden Menschen haben Wir seine Werke an den Nacken geheftet; und am Tage der Auferstehung werden Wir ihm ein Buch vorlegen, das er entsiegelt finden wird.
14. «Lies dein Buch. Heute genügt deine eigene Seele als Rechnerin wider dich.»
15. Wer den rechten Weg befolgt, der befolgt ihn nur zu seinem eignen Heil; und wer irregeht, der geht irre allein zu seinem eignen Schaden. Und keine Lasttragende trägt die Last einer andern. Und Wir strafen nie, ehe Wir denn einen Gesandten geschickt haben.
16. Wenn Wir eine Stadt zu zerstören beabsichtigen, lassen Wir Unser Gebot an ihre Reichen ergehen; sie aber freveln darin, so wird der Richtspruch fällig gegen sie, und Wir zerstören sie bis auf den Grund.
17. Wie viele Geschlechter haben Wir nach Noah vernichtet! Und dein Herr kennt und sieht die Sünden Seiner Diener zur Genüge.
18. Wer das Irdische begehrt, schnell bereiten Wir ihm darin das, was Wir wollen, dem, der Uns beliebt; danach haben Wir die Hölle für ihn bestimmt; da wird er eingehen, verdammt und verstoßen.
19. Wer aber das Jenseits begehrt und es beharrlich erstrebt und gläubig ist – derer Streben wird belohnt werden.
20. Ihnen allen, diesen und jenen, gewähren Wir von der Gabe deines Herrn. Und die Gabe deines Herrn ist unbeschränkt.
21. Schau, wie Wir die einen von ihnen über die andern erhöht haben; und wahrhaftig, das Jenseits soll noch größer sein an Rängen und größer an Auszeichnung.
22. Setze neben Allah nicht einen andern Gott, auf daß du nicht mit Schimpf bedeckt und verlassen dasitzest.
23. Dein Herr hat geboten: «Verehret keinen denn Ihn, und (erweiset) Güte den Eltern. Wenn eines von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, sage nie “Pfui!” zu ihnen, und stoße sie nicht zurück, sondern sprich zu ihnen ein ehrerbietiges Wort.
24. Und neige gütig gegen sie den Fittich der Demut und sprich: “Mein Herr, erbarme Dich ihrer, so wie sie mich als Kleines betreuten.”»
25. Euer Herr weiß am besten, was in euren Seelen ist: Wenn ihr rechtgesinnt seid, dann ist Er gewiß nachsichtig gegenüber den sich Bekehrenden.
26. Gib dem Verwandten, was ihm gebührt, und ebenso dem Armen und dem Wanderer, aber vergeude nicht in Verschwendung.
27. Die Verschwender sind Brüder der Teufel, und der Teufel ist undankbar gegen seinen Herrn.
28. Und wenn du dich von ihnen abkehrst im Trachten nach Barmherzigkeit von deinem Herrns auf die du hoffst, so sprich zu ihnen ein hilfreich Wort.
29. Und laß deine Hand nicht an deinen Nacken gefesselt sein, aber strecke sie auch nicht zu weit geöffnet aus, damit du nicht getadelt (und) zerschlagen niedersitzen mußt.
30. Wahrlich, dein Herr erweitert und beschränkt die Mittel zum Unterhalt, wem Er will, denn Er kennt und sieht Seine Diener wohl.
31. Tötet eure Kinder nicht aus Furcht vor Armut; Wir sorgen für sie und für euch. Fürwahr, sie zu töten ist eine große Sünde.
32. Und nahet nicht dem Ehebruch; siehe, das ist eine Schändlichkeit und ein übler Weg.
33. Und tötet nicht das Leben, das Allah unverletzlich gemacht hat, es sei denn mit Recht. Und wer da freventlich getötet wird, dessen Erben haben Wir gewiß Ermächtigung gegeben (Sühne zu fordern); doch soll er bei der Tötung die (vorgeschriebenen) Grenzen nicht überschreiten, denn er findet Hilfe (im Gesetz).
34. Und nahet nicht dem Gut der Waise, es sei denn zum Besten, bis sie ihre Reife erreicht hat. Und haltet die Verpflichtung, denn über die Verpflichtung muß Rechenschaft abgelegt werden.
35. Und gebet volles Maß, wenn ihr messet, und wäget mit richtiger Waage; das ist durchaus vorteilhaft und letzten Endes das Beste.
36. Und verfolge nicht das, wovon du keine Kenntnis hast. Wahrlich, das Ohr und das Auge und das Herz – sie alle sollen zur Rechenschaft gezogen werden.
37. Und wandle nicht hochmütig auf Erden, denn du kannst die Erde nicht spalten, noch kannst du die Berge an Höhe erreichen.
38. Das Üble alles dessen ist hassenswert vor deinem Herrn.
39. Dies ist ein Teil von der Weisheit, die dir dein Herr offenbart hat. Und setze nicht neben Allah einen anderen Gott, auf daß du nicht in die Hölle geworfen werdest, verdammt und verstoßen.
40. Hat euer Herr euch denn mit Söhnen bevorzugt und für Sich Selbst Töchter von den Engeln genommen? Wahrlich, ihr sprecht da ein großes Wort.
41. Wir haben in diesem Koran auf verschiedene Art (die Wahrheit) dargelegt, damit sie ermahnt seien, doch es mehrt nur ihren Widerwillen.
42. Sprich: «Gäbe es neben Ihm noch andere Götter, wie sie behaupten, dann hätten sie gewißlich einen Weg zum Herrn des Throns gesucht.»
43. Heilig ist Er und hoch erhaben über all das, was sie behaupten.
44. Die sieben Himmel und die Erde und wer darinnen ist, sie lobpreisen Ihn; und es gibt kein Ding, das Seine Herrlichkeit nicht preist; ihr aber versteht ihre Lobpreisung nicht. Wahrlich, Er ist langmütig, allverzeihend.
45. Und wenn du den Koran vorträgst, legen Wir zwischen dich und jene, die nicht an das Jenseits glauben, einen verborgenen Schleier;
46. Und Wir legen Hüllen auf ihre Herzen, so daß sie ihn nicht verstehen, und in ihre Ohren Taubheit. Und wenn du im Koran deinen Herrn nennst, Ihn allein, so wenden sie ihre Rücken in Widerwillen.
47. Wir wissen es am besten, worauf sie horchen, wenn sie dir zuhören, und wenn sie sich insgeheim bereden, dieweil die Frevler sprechen: «Ihr folgt nur einem der Sinne beraubten Manne.»
48. Schau, wie sie von dir Gleichnisse erdichten und damit so sehr in die Irre gegangen sind, daß sie keinen Weg mehr zu finden vermögen!
49. Und sie sprechen: «Wenn wir Gebeine und Staub geworden sind, sollen wir dann wirklich zu einer neuen Schöptung auferweckt werden?»
50. Sprich: «Ob ihr Steine seid oder Eisen
51. Oder sonst geschaffener Stoff von der Art, die in eurem Sinn am schwersten wiegt.» Dann werden sie sprechen: «Wer soll uns ins Leben zurückrufen?» Sprich: «Er, Der euch das erste Mal erschuf.» Dann werden sie ihre Köpfe wider dich schütteln und sprechen: «Wann geschieht es?» Sprich: «Vielleicht geschieht es gar bald.
52. An dem Tage, an dem Er euch ruft, da werdet ihr antworten, mit Seinem Preis, und werdet meinen, ihr hättet nur eine geringe Weile gesäumt.»
53. Sage Meinen Dienern, sie möchten nur das Beste reden, denn Satan stiftet zwischen ihnen Zwietracht. Satan ist dem Menschen fürwahr ein offenkundiger Feind.
54. Euer Herr kennt euch am besten. Wenn Er will, so wird Er Sich euer erbarmen, oder wenn Er will, so wird Er euch strafen. Und Wir haben dich nicht entsandt als einen Wächter über sie.
55. Dein Herr kennt am besten jene, die in den Himmeln und auf der Erde sind. Wir erhöhten einige der Propheten über die andern, und David gaben Wir ein Buch.
56. Sprich: «Rufet doch die an, die ihr neben Ihm wähnet; sie haben keine Macht, das Unheil von euch zu nehmen noch abzuwenden.»
57. Jene, die sie anrufen, suchen selbst die Nähe ihres Herrn – wer von ihnen am nächsten sei – und hoffen auf Sein Erbarmen und fürchten Seine Strafe. Wahrlich, die Strafe deines Herrn ist etwas zu Fürchtendes.
58. Es gibt keine Stadt, die Wir nicht vernichten werden vor dem Tage der Auferstehung oder züchtigen mit strenger Züchtigung. Das ist niedergeschrieben in dem Buch.
59. Und nichts könnte Uns hindern, Zeichen zu senden, als daß die Früheren sie verworfen hatten. Und Wir gaben den Thamüd die Kamelstute als ein sichtbares Zeichen, doch sie frevelten an ihr. Wir senden Zeichen, nur um zu warnen.
60. Und (gedenke der Zeit) da Wir zu dir sprachen: «Dein Herr umfaßt die Menschen.» Und Wir haben das Traumgesicht, das Wir dich sehen ließen, nur als eine Prüfung für die Menschen gemacht und ebenso den verfluchten Baum im Koran. Und Wir warnen sie, jedoch es bestärkt sie nur in großer Ruchlosigkeit.
61. Als Wir zu den Engeln sprachen: «Bezeuget Adam Ehrerbietung», da bezeugten sie Ehrerbietung. Nur Iblis nicht. Er sprach: «Soll ich mich beugen vor einem, den Du aus Ton erschaffen hast?»
62. Er sprach (weiter): «Was dünket Dich? Dieser ist’s, den Du höher geehrt hast als mich! Willst Du mir Frist geben bis zum Tage der Auferstehung, so will ich gewißlich Gewalt erlangen über seine Nachkommen, bis auf wenige.»
63. Er sprach: «Fort mit dir! und wer von ihnen dir folgt, fürwahr, die Hölle soll euer aller Lohn sein, ein ausgiebiger Lohn.
64. Und betöre nun son ihnen, wen du vermagst, mit deiner Stimme und treibe gegen sie dein Roß und deinen Fuß und sei ihr Teilhaber an Vermögen und Kindern und mache ihnen Versprechungen.» – Und Satan verspricht ihnen nur Trug. –
65. «Über Meine Diener aber wirst du gewiß keine Macht haben.» Und dein Herr genügt als Beschützer.
66. Euer Herr ist es, Der die Schiffe auf dem Meere für euch treibt, auf daß ihr nach Seiner Gnade trachten möget. Fürwahr, Er ist gegen euch barmherzig.
67. Und wenn euch auf dem Meere ein Unheil trifft: verloren sind jene, die ihr anruft statt Ihn. Hat Er euch aber ans Land gerettet, dann kehrt ihr euch ab, denn der Mensch ist undankbar.
68. Fühlt ihr euch denn sicher davor, daß Er euch nicht auf dem Festland vernichten oder einen heftigen Wind gegen euch senden wird, (so daß) ihr dann keinen Beschützer für euch findet?
69. Oder fühlt ihr euch sicher davor, daß Er euch nicht noch ein zweites Mal dorthin zurückschickt und einen Sturmwind gegen euch entsendet und euch ertrinken läßt für euren Unglauben? Ihr werdet dann darauf keinen Helfer finden für euch wider Uns.
70. Wir haben doch wahrlich die Kinder Adams geehrt und sie über Land und Meer getragen und sie versorgt mit guten Dingen und sie ausgezeichnet, eine Auszeichnung vor jenen vielen, die Wir geschaffen.
71. (Gedenke) des Tags, da Wir ein jedes Volk mit seinem Führer vorladen werden. Wer dann sein Buch in seine Rechte empfangen wird, diese werden ihr Buch verlesen und nicht ein Jota Unrecht werden sie leiden.
72. Wer aber blind ist in dieser Welt, der wird auch im Jenseits blind sein und weit abirrend vom Weg.
73. Sie hätten dich beinahe in schwere Bedrängnis gebracht um dessentwillen, was Wir dir offenbarten, damit du etwas anderes wider Uns erdichten möchtest; und dann hätten sie dich gewiß zum Freund genommen.
74. Hätten Wir aber dich nicht (mit dem Koran) gefestigt, du hättest dich ihnen nur wenig zugeneigt.
75. Dann hätten Wir dich Doppeltes im Leben und Doppeltes im Tode auskosten lassen und du hättest dir keinen Helfer wider Uns gefunden.
76. Und in der Tat hätten sie dich fast des Landes verschreckt, daß sie dich daraus vertreiben möchten; aber dann wären sie nach dir nur eine geringe Zeit geblieben.
77. (So war Unser) Verfahren mit Unsern Gesandten, die Wir vor dir schickten; und du wirst keine Änderung in Unserem Verfahren finden.
78. Verrichte das Gebet beirn Neigen der Sonne bis zum Dunkel der Nacht, und das Lesen des Korans bei Tagesanbruch. Wahrlich, die Lesung des Korans bei Tagesanbruch ist besonders angezeigt.
79. Und wache auf dazu in der Nacht – ein weiteres für dich. Mag sein, daß dich dein Herr zu einem löblichen Rang erhebt.
80. Und sprich: «O mein Herr, laß meinen Eingang einen guten Eingang sein und laß meinen Ausgang einen guten Ausgang sein. Und gewähre mir von Dir aus eine helfende Kraft.»
81. Und sprich: «Gekommen ist die Wahrheit und dahingeschwunden ist das Falsche. Siehe, das Falsche schwindet schnell.»
82. Wir senden vom Koran (allmählich) das hinab, was Heilung ist und Barmherzigkeit für die Gläubigen; den Ungerechten aber mehrt es nur den Schaden.
83. Und wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen, wendet er sich ab und geht beiseite; wenn ihn aber ein Übel trifft, gibt er sich der Verzweiflung hin.
84. Sprich: «Ein jeder handelt nach seiner Weise, und euer Herr weiß am besten, wessen Weg der beste ist.»
85. Und sie fragen dich über die Seele. Sprich: «Die Seele entsteht auf den Befehl meines Herrn; und euch ist von Wissen nur wenig gegeben.»
86. Und wenn Wir es wollten Wir könnten gewißlich wieder fortnehmen, was Wir dir offenbart; du fündest dann für dich in dieser Sache keinen Beschützer wider Uns,
87. Außer der Barmherzigkeit deines Herrn. Wahrlich, Seine Gnade gegen dich ist groß.
88. Sprich: «Ob sich auch die Menschen und die Dschinn vereinigten, um ein diesem Koran Gleiches hervorzubringen, sie brächten doch kein ihm Gleiches hervor, selbst wenn sie einander beistünden.»
89. Wir haben fürwahr den Menschen in diesem Koran Gleichnisse aller Art auf mannigfache Weise vorgelegt, allein die meisten Menschen weisen alles zurück, nur nicht den Unglauben.
90. Und sie sprechen: «Wir werden dir nimmermehr glauben, bis du uns einen Quell aus der Erde hervorbrechen läßt;
91. Oder [bis] du einen Garten von Dattelpalmen und Trauben hast und lässest mitten darin Ströme hervorsprudeln im Überfluß;
92. Oder [bis] du den Himmel über uns in Stücke einstürzen läßt, wie du es behauptest, oder Allah und die Engel vor unser Angesicht bringst;
93. Oder [bis] du ein Haus von Gold besitzest oder aufsteigst zum Himmel; und wir werden nicht an deinen Aufstieg glauben, bis du uns ein Buch hinabsendest, das wir lesen können.» Sprich: «Preis meinem Herrn! Bin ich denn mehr als ein Mensch, ein Gesandter?»
94. Und nichts hat die Menschen abgehalten, zu glauben, da die Führung zu ihnen kam, als daß sie sprachen: «Hat Allah einen Menschen als Gesandten geschickt?»
95. Sprich: «Wären auf Erden Engel gewesen, friedlich und in Ruhe wandelnde, Wir hätten ihnen gewiß einen Engel vom Himmel als Gesandten geschickt.»
96. Sprich: «Allah genügt als Zeuge zwischen mir und euch; wahrlich, Er weiß und sieht alles an Seinen Dienern.»
97. Und wen Allah leitet, der ist der Rechtgeleitete; die aber, die Er zu Irrenden erklärt, für die wirst du keine Helfer finden außer Ihm. Und Wir werden sie versammeln am Tage der Auferstehung, auf ihren Angesichtern, blind, stumm und taub. Ihr Aufenthalt wird die Hölle sein; sooft sie erlischt, wollen Wir die Flamme für sie wieder anfachen.
98. Das ist ihr Lohn, weil sie Unsere Zeichen verwarfen und sprachen: «Wie! wenn wir Gebeine und Staub geworden sind, sollen wir wirklich als eine neue Schöpfung auferweckt werden?»
99. Haben sie nicht gesehen, daß Allah, Der die Himmel und die Erde erschuf, imstande ist, ihresgleichen zu schaffen? Und Er hat eine Frist für sie bestimmt, über die kein Zweifel ist. Allein die Frevler verwerfen alles, nur nicht den Unglauben.
100. Sprich: «Besäßet ihr die Schätze der Barmherzigkeit meines Herrn, wahrlich, ihr würdet euch zurückhalten aus Furcht vor dem Ausgeben, denn der Mensch ist geizig.»
101. Wir hatten Moses neun offenbare Zeichen gegeben. Frage nur die Kinder Israels. Als er zu ihnen kam, sprach Pharao zu ihm: «Ich halte dich, o Moses, zweifellos für ein Opfer der Täuschung.»
102. Er sprach: «Du weißt recht wohl, daß kein anderer diese (Zeichen) herabgesandt hat als der Herr der Himmel und der Erde, als Zeugnisse; und ich halte dich, o Pharao, zweifellos für ein Opfer des Verderbens.»
103. Da beschloß er, sie aus dem Lande zu treiben; doch Wir ertränkten ihn und die mit ihm waren, allesamt.
104. Und nach ihm sprachen Wir zu den Kindern Israels: «Wohnet in dem Lande; und wenn die Zeit der zweiten Verheißung kommt, dann werden Wir euch hinzubringen als eine Schar, gesammelt (aus den verschiedenen Völkern).»
105. Und mit der Wahrheit haben Wir es hinabgesandt, und mit der Wahrheit kam es hernieder. Und dich entsandten Wir nur als Bringer froher Botschaft und Warner.
106. Und den Koran haben Wir in Abschnitten offenbart, damit du ihn den Menschen stückweise vortragen mögest, und Wir sandten ihn nach und hinab.
107. Sprich: «Ob ihr an ihn glaubt oder nicht glaubt, wahrlich, jene, denen zuvor das Wissen gegeben ward, sie fallen, wenn er ihnen verlesen wird, anbetend auf ihr Angesicht nieder.
108. Und sprechen: “Preis unserem Herrn! Siche, unseres Herrn Verheißung wird sich wahrlich erfüllen.”»
109. Und weinend fallen sie nieder auf ihr Angesicht, und es mehrt in ihnen die Demut.
110. Sprich: «Rufet Allah an oder rufet Rahmán an – bei welchem (Namen) immer ihr (Ihn) rufet, Sein sind die schönsten Namen.» Und sprich dein Gebet nicht zu laut, und flüstre es auch nicht zu leise, sondern suche einen Weg dazwischen. 111. Sprich: «Aller Preis gebührt Allah, Der Sich keinen Sohn zugesellt hat und niemanden neben Sich hat in der Herrschaft noch sonst einen Gehilfen aus Schwäche.» Und preise Seine Herrlichkeit mit aller Verherrlichung.20 Mayıs 2012: 16:16 #804342Anonim
18-AL-KAHF
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Aller Preis gehört Allah, Der zu Seinem Diener das Buch herabsandte und nichts Krummes darein legte –
2. Als Wegweiser, damit es strenge Strafe von Ihm androhe und den Gläubigen, die gute Werke tun, die frohe Botschaft bringe, daß ihnen ein schöner Lohn wird,
3. Worin sie weilen werden immerdar;
4. Und damit es jene warne, die da sagen: «Allah hat Sich einen Sohn beigesellt.»
5. Sie haben keinerlei Kenntnis davon, noch hatten es ihre Väter. Groß ist das Wort, das aus ihrem Munde kommt. Sie sprechen nichts als Lüge.
6. So wirst du dich vielleicht noch zu Tode grämen aus Kummer über sie, wenn sie dieser Rede nicht glauben.
7. Siehe, Wir schufen alles, was auf Erden ist, zu einem Schmuck für sie, auf daß Wir sie prüfen, wer unter ihnen der Beste im Wirken ist.
8. Und siehe, Wir werden alles, was auf ihr ist, in dürren Wüstenstaub verwandeln.
9. Meinst du wohl, die Gefährten in der Höhle und der Inschrift seien ein Wunder unter Unseren Zeichen?
10. Als die Jünglinge in der Höhle Zuflucht nahmen und sprachen: «Unser Herr, gewähre uns Barmherzigkeit von Dir aus und bereite uns einen Weg in unserer Sache.»
11. AIso versiegelten Wir ihre Ohren in der Höhle auf eine Anzahl von Jahren.
12. Dann erweckten Wir sie, auf daß Wir erführen welche von den beiden Scharen die Zeit ihres Verweilens am besten berechnet hatte.
13. Wir wollen dir ihre Geschichte der Wahrheit gemäß berichten: Sie waren Jünglinge, die an ihren Herrn glaubten, und Wir liesscn sie zunehmen an Führung.
14. Und Wir stärkten ihre Herzen, als sie aufstanden und sprachen: «Unser Herr ist der Herr der Himmel und der Erde. Nie werden wir einen Gott anrufen außer Ihm: sonst würden wir ja eine Ungeheuerlichkeit aussprechen.
15. Dieses unser Volk hat Götter statt Ihn angenommen. Warum bringen sie dann nicht einen klaren Beweis dafür? Und wer verübt größeren Frevel, als wer eine Lüge gegen Allah erdichtet?
16. Und wenn ihr euch nun von ihnen und dem, was sie statt Allah anbeten, zurückzieht, so suchet Zuflucht in der Höhle; euer Herr wird Seine Barmherzigkeit über euch breiten und euch einen tröstlichen Ausweg aus eurer Lage weisen.»
17. Und du hättest sehen können, wie die Sonne, da sie aufging, sich von ihrer Höhle rechtshin wegneigte, und da sie unterging, sich von ihnen linkshin abwandte; und sie waren in einem Hohlraum inmitten. Das gehört zu den Zeichen Allahs. Wen Allah leitet, der ist rechtgeleitet; doch wen Er irregehen läßt, für den wirst du auf keine Weise einen Helfer (und) Führer finden.
18. Du könntest sie für wach halten, indes sie schlafen; und Wir werden sie auf die rechte Seite und auf die linke sich umdrehen lassen, während ihr Hund seine Vorderpfoten auf der Schwelle ausstreckt. Hättest du sie so erblickt, du würdest dich gewiß vor ihnen zur Flucht gewandt haben und wärest mit Grausen vor ihnen erfüllt gewesen.
19. Und so erweckten Wir sie, damit sie einander befragen möchten. Ein Sprecher unter ihnen sprach: «Wie lange habt ihr verweilt?» Sie sprachen: «Wir verweilten einen Tag oder den Teil eines Tages.» (Andere) sprachen: «Euer Herr kennt am besten die (Zeit), die ihr verweilt habt. Nun entsendet einen von euch mit dieser eurer Silbermünze zur Stadt; und er soll sehen, wer von ihren (Bewohnern) die reinste Speise hat, und soll euch davon Vorrat bringen. Er muß aber geschmeidig sein und soll ja keinem über euch Kunde geben.
20. Denn wenn sie von euch erfahren sollten, sie werden euch steinigen oder euch zu ihrem Glauben zurückbringen, und ihr werdet dann nimmermehr glücklich sein.»
21. Und so entdeckten Wir sie (den Menschen), damit sie erkennen möchten, daß Allahs Verheißung wahr ist und daß über die «Stunde» kein Zweifel ist. (Und gedenke der Zeit) als die Leute untereinander stritten über sie und sprachen: «Bauet ein Gebäude über ihnen.» Ihr Herr wußte sie am besten. Jene, deren Ansicht obsiegte, sprachen: «Wir wollen unbedingt ein Bethaus über ihnen errichten.»
22. Manche sagen: «(Sie waren ihrer) drei, ihr vierter war ihr Hund», und (andere) sagen: «(Sie waren) fünf, ihr sechster war ihr Hund», indem sie herumraten im Dunkel, und (wieder andere) sagen: «(Sie waren) sieben, ihr achter war ihr Hund.» Sprich: «Mein Herr kennt am besten ihre Zahl. Niemand weiß sie, außer einigen wenigen » So streite nicht über sie, es sei denn durch zwingendes Beweisen, und suche nicht Kunde über sie bei irgendeinem von ihnen.
23. Und sprich nie von einer Sache: «Ich werde es morgen tun»,
24. Es sei denn: «So Allah will» Und gedenke deines Herrn, wenn du es vergessen hast, und sprich: «Ich hoffe, mein Herr wird mich noch näher als dies zum rechten Wege führen.»
25. Und sie blieben dreihundert Jahre lang in ihrer Höhle, noch neun hinzugefügt
26. Sprich: «Allah weiß am besten, wie lange sie verweilten.» Sein sind die Geheimnisse der Himmel und der Erde. Wie sehend ist Er! und wie hörend! Sie haben keinen Helfer außer Ihm, und Er teilt Seine Befehlsgewalt mit keinem.
27. Und verlies, was dir von dem Buche deines Herrn offenbart ward. Da ist keiner, der Seine Worte verändern könnte, und du wirst außer Ihm keine Zuflucht finden.
28. Halte dich zu denen, die ihren Herrn anrufen des Morgens und des Abends, im Trachten nach Seinem Wohlgefallen; und laß deine Blicke nicht über sie hinauswandern, indem du nach dem Gepränge des irdischen Lebens begehrst; und gehorche nicht dem, dessen Herz Wir achtlos machten der Erinnerung an Uns, der seinen bösen Gelüsten folgt und dessen Fall ein äußerster ist.
29. Und sprich: «Die Wahrheit ist es von eurem Herrn: darum laß den gläubig sein, der will, und den ungläubig sein, der will.» Siehe, Wir haben für die Frevler ein Feuer bereitet, dessen Zelt sie umschließen wird. Wenn sie dann um Hilfe schreien, so wird ihnen geholfen werden mit Wasser gleich geschmolzenem Blei, das die Gesichter verbrennt. Wie schrecklich ist der Trank, und wie schlimm ist das (Feuer) als Lagerstatt!
30. Wahrlich, die da glauben und gute Werke tun – wahrlich, Wir lassen den Lohn derjenigen, die gute Werke tun, nicht verloren gehn.
31. Sie sind es, die Gärten der Ewigkeit besitzen werden, durch welche Ströme fließen. Darinnen werden sie geschmückt sein mit Armspangen von Gold und gekleidet in grüne Gewänder aus feiner Seide und schwerem Brokat, darin lehnend auf erhöhten Sitzen. Wie herrlich der Lohn und wie schön die Stätte der Rast!
32. Und stelle ihnen das Gleichnis von zwei Männern: für den einen von ihnen schufen Wir zwei Rebengärten und umgaben sie mit Dattelpalmen, und dazwischen legten Wir Kornfelder an.
33. Beide Gärten brachten ihre Früchte hervor und versagten in nichts. Und in ihrer Mitte ließen Wir einen Strom fließen.
34. Und es ward ihm Frucht. Er sprach zu seinem Gefährten, indem er (prahlerisch) mit ihm redete: «Ich bin reicher als du an Besitz und mächtiger an Gefolgschaft.»
35. Und er betrat seinen Garten, während er sündig gegen die eigene Seele war. Er sprach: «Ich kann mir nicht vorstellen, daß dieser je zugrunde gehen wird,
36. Noch glaube ich, daß die “Stunde” heraufkommen wird. Selbst wenn ich zu meinem Herrn zurückgebracht werde, so werde ich ganz gewiß einen besseren Aufenthalt als diesen finden.»
37. Sein Gefährte sprach zu ihm, indem er sich mit ihm auseinandersetzte: «Glaubst du denn nicht an Ihn, Der dich aus Erde erschaffen hat, dann aus einem Samentropfen, dann dich zu einem vollkommenen Manne bildete?
38. Was jedoch mich betrifft – Allah ist mein Herr allein, und nie will ich meinem Herrn etwas andere zur Seite stellen.
39. Warum hast du nicht damals, als du deinen Garten betratest, gesagt: “Wie Allah will; es gibt keine Macht, außer bei Allah”? Wenn du mich auch geringer siehst als dich selbst an Besitz und Nachkommenschaft,
40. So wird vielleicht mein Herr mir Besseres geben als deinen Garten und wird auf ihn Donnerkeile vom Himmel niedersenden, so daß er zu einem öden, schlüpfrigen Grunde wird,
41. Oder sein Wasser versiegt in den Boden so tief, daß du nimmer imstande bist, es zu finden.»
42. Da ward seine Frucht verwüstet, und er begann die Hände zu ringen ob all dessen, was er für den (Garten) ausgegeben, dessen Spaliere mit ihm eingestürzt waren. Er sprach: «Hätte ich doch meinem Herrn niemanden zur Seite gestellt!»
43. Und er hatte keine Schar, ihm zu helfen gegen Allah, und er konnte sich selbst nicht wehren.
44. In solchem Falle (kommt) Schutz nur von Allah, dem Wahren. Er ist der Beste im Belohnen und der Beste, was den Ausgang anlangt
45. Gib ihnen das Gleichnis vom irdischen Leben: Es ist wie das Wasser, das Wir vom Himmel niedersenden, mit dem die Pflanzen der Erde sich sättigen, und dann werden sie dürre Spreu, die der Wind verweht. Allah hat Macht über alle Dinge.
46. Besitz und Kinder sind Schmuck irdischen Lebens. Die bleibenden guten Werke aber sind lohnender bei deinem Herrn und hoffnungsvoller.
47. Und (gedenke) des Tags, da Wir die Berge vergehen lassen werden, und du wirst die (Völker der) Erde (gegeneinander) hervorkommen sehen, und Wir werden sie versammeln und werden keinen von ihnen zurücklassen.
48. Und sie werden vor deinem Herrn aufgestellt werden in Reihen: «Nun seid ihr zu Uns gekommen, so wie Wir euch erstmals erschufen. Ihr aber wähntet, Wir würden euch nie einen Tag der Erfüllung bestimmen.»
49. Und das Buch wird (ihnen) vorgelegt, und du wirst die Schuldigen in Ängsten sehen ob dessen, was darin ist; und sie werden sprechen: «O wehe uns! was für ein Buch ist das! Es läßt nichts aus, klein oder groß, sondern hält alles aufgezeichnet.» Und sie werden alles gegenwärtig finden, was sie getan; und dein Herr tut keinem Unrecht.
50. Und (gedenke der Zeit) da Wir zu den Engeln sprachen: «Bezeuget Adam Ehrerbietung», und sie bezeugten Ehrerbietung. Nur Iblis nicht. Er war einer der Dschinn, so war er ungehorsam gegen den Befehl seines Herrn. Wollt ihr nun ihn und seine Nachkommenschaft zu Freunden nehmen statt Mich, und sie sind eure Feinde? Schlimm ist der Eintausch für die Frevler.
51. Ich nahm sie nicht zu Zeugen bei der Schöpfung der Himmel und der Erde, noch auch bei ihrer eigenen Schöpfung; nie ja nehme Ich die Verführer zum Beistand.
52. Und (gedenke) des Tags, da Er sprechen wird: «Rufet die herbei, von denen ihr vorgabt, sie seien Meine Teilhaber.» Dann werden sie sie rufen, doch sie werden ihnen nicht antworten; und Wir werden eine Schranke zwischen sie setzen.
53. Und die Schuldigen sollen das Feuer sehen und ahnen, daß sie hineinstürzen werden; und sie sollen kein Entrinnen daraus finden.
54. Wahrlich, Wir haben in diesem Koran für die Menschen Gleichnisse aller Art ausführlich erläutert, doch von allen Dingen ist der Mensch am streitsüchtigsten.
55. Und nichts hinderte die Menschen daran, zu glauben, als die Führung zu ihnen kam, und ihren Herrn um Verzeihung zu bitten, (sie warteten) denn, bis das Beispiel der Früheren über sie käme oder die Strafe ihnen offen vor Augen gestellt würde.
56. Und Wir schicken die Gesandten ja nur als Bringer froher Botschaft und als Warner. Die aber, die ungläubig sind, streiten mit Falschheit, damit sie dadurch die Wahrheit widerlegen. Und sie verspotten Meine Zeichen und das, womit sie gewarnt werden.
57. Und wer ist ungerechter als der, der an die Zeichen seines Herrn gemahnt wurde, er wandte sich aber ab von ihnen und vergaß, was seine Hände vorausgeschickt hatten? Wahrlich, Wir haben Schleier über ihre Herzen gelegt, so daß sie es nicht begreifen, und Taubheit in ihre Ohren. Und selbst wenn du sie zum rechten Weg rufst, werden sie nie den rechten Weg einschlagen.
58. Dein Herr aber ist der Vergebungsreiche, voll der Barmherzigkeit. Wollte Er sie zur Rechenschaft zichen für das, was sie verdienen, dann würde Er gewiß ihre Bestrafung beschleunigen. Allein sie haben eine festgesetzte Frist, gegen die sie keine Zuflucht finden werden.
59. Und diese Städte! Wir zerstörten sie, als sie Frevel begingen. Und Wir setzten eine Frist zu ihrer Zerstörung.
60. Und (gedenke der Zeit) da Moses zu seinem Jünger sprach: «Ich will nicht eher rasten, als bis ich den Zusammenfluß der beiden Meere erreicht habe, und sollte ich jahrhundertelang wandern.»
61. Doch als sie den Zusammenfluß der beiden (Meere) erreicht hatten, da vergaßen sie ihren Fisch; und er nahm seinen Weg (und) entschlüpfte ins Meer.
62. Und als sie weitergegangen waren, sprach er zu seinem Jünger: «Bring uns unseren Imbiß. Wir haben wahrlich auf dieser unserer Reise viel Mühsal gelitten.»
63. Er antwortete: «Hast du nicht gesehen, als wir auf dem Felsen rasteten und ich den Fisch vergaß – und keiner als Satan machte es mich vergessen, seiner zu erwähnen – da nahm er seinen Weg ins Meer auf wundersame Weise.»
64. Er sprach: «Das ist’s, was wir suchten.» Da kehrten sie beide um und schritten zurück auf ihren Spuren.
65. Dann fanden sie einen Unserer Diener, dem Wir Unsere Barmherzigkeit verliehen und den Wir Wissen gelehrt hatten von Uns Selbst.
66. Moses sprach zu ihm: «Darf ich dir folgen, auf daß du mich belehrest über den rechten Weg, wie du ihn gelehrt worden bist?»
67. Er antwortete: «Du vermagst nimmer bei mir auszuharren in Geduld.
68. Und wie vermöchtest du geduldig zu sein bei Dingen, die über dein Begreifen sind?»
69. Er sprach: «Du wirst mich, so Allah will, geduldig finden, und ich werde gegen keinen deiner Befehle ungehorsam sein.»
70. Er sprach: «Wohlan, werm du mir folgen willst, so frage mich nach nichts, bis ich selbst zu dir darüber rede.»
71. So schritten sie beide fürbaß, bis sie in ein Boot stiegen, in das er ein Loch hineinschlug. (Moses) sprach: «Schlugst du ein Loch hinein, um seine Mannschaft zu ertränken? Fürwahr, du hast etwas Schreckliches getan!»
72. Er antwortete: «Habe ich nicht gesagt, du würdest es nimmer vermögen, bei mir auszuharren in Geduld?»
73. (Moses) sprach: «Stelle mich nicht zur Rede ob meines Vergessens und sei deswegen nicht streng mit mir.»
74. So zogen sie weiter, bis sie einen Jüngling trafen, den er erschlug (Moses) sprach: «Hast du einen unschuldigen Menschen erschlagen, ohne daß (er) einen andern (erschlagen)?» Fürwahr, du hast etwas Entsetzliches getan!»
75. Er antwortete: «Habe ich dir nicht gesagt, du würdest es nimmer vermögen, bei mir auszuharren in Geduld?»
76. (Moses) sprach: «Wenn ich dich hernach noch über etwas befrage, so begleite mich nicht weiter; von mir aus wärest du dann zu entschuldigen.»
77. So zogen sie weiter, bis sie zum Volk einer Stadt gelangten und Gastfreundschaft von ihrem Volk erbaten, diese aber weigerten sich, sie zu bewirten. Nun fanden sie dort eine Mauer, die einzustürzen drohte. und er richtete sie auf. (Moses) sprach: «Wenn du es gewollt, du hättest eine Belohnung dafür erhalten können.»
78. Er sprach: «Dies ist die Trennung zwischen mir und dir. Doch will ich dir die Deutung von dem sagen, was du nicht in Geduld zu ertragen vermochtest.
79. Was das Boot anlangt, so gehörte es armen Leuten, die auf dem Meer arbeiteten, und ich wollte es schadhaft machen, denn hinter ihnen war ein König, der jedes Boot kaperte
80. Und was den Jüngling anlangt, so waren seine Eltern Gläubige, und wir fürchteten, er möchte Schmach über sie bringen durch Widersetzlichkeit und Unglauben.
81. So wünschten wir daß ihr Herr ihnen zum Tausch (ein Kind) gebe, besser als dieser an Lauterkeit und näher in (kindlicher) Zuneigung.
82. Und was nun die Mauer anlangt, so gehörte sie zwei Waisenknaben in der Stadt, und darunter lag ein Schatz für sie, und ihr Vater war ein Rechtschaffener gewesen; so wünschte dein Herr, daß sie ihre Volljährigkeit erreichen und ihren Schatz heben möchten, als eine Barmherzigkeit von deinem Herrn; und ich tat es nicht aus eignem Ermessen. Das ist die Deutung dessen, was du nicht in Geduld zu ertragen vermochtest.»
83. Und sie fragen dich nach Dhulqarnän. Sprich: «Ich will euch etwas von seiner Geschichte erzählen.»
84. Wir setzten ihn fest auf Erden und gaben ihm die Mittel zu aüem.
85. So folgte er einem Wege,
86. Bis er den Ort des Sonnenuntergangs erreichte; er fand sie in einem Quell von schlammigem Wasser untergehen, und nahebei fand er ein Volk. Wir sprachen: «O Dhulqarnän, entweder strafe oder behandle sie mit Güte.»
87. Er sprach: «Wer da frevelt, den werden wir sicherlich bestrafen; dann soll er zu seinem Herrn zurückgebracht werden, und Er wird ihn mit furchtbarer Strafe strafen.
88. Wer aber gläubig ist und das Gute tut, dem wird herrlicher Lohn werden; und Wir werden zu ihm (Worte) der Erleichterung Unseres Gebotes sprechen.»
89. Darauf folgte er einem Wege,
90. Bis er den Ort des Sonnenaufgangs erreichte; er fand sie über einem Volk aufgehen, dem Wir keinen Schutz gegen sie gemacht hatten.
91. Also (war es); und Wir umfaßen mit Wissen, wie es um ihn bestellt war.
92. Hierauf folgte er einem Weg,
93. Bis er zwischen die beiden Berge gelangte; er fand an ihrem Fuß ein Volk, das kaum ein Wort verstehen konnte.
94. Sie sprachen: «O Dhulqarnän, Gog und Magog stiften Unordnung im Lande; sollen wir dir nun Tribut zahlen unter der Bedingung, daß du zwischen uns und ihnen eine Schranke errichtest?»
95. Er antwortete: «Die Macht, die mein Herr mir dafür gegeben hat, ist besser, doch ihr mögt mir den Arm leihen, so will ich zwischen euch und ihnen eine starke Schranke errichten.
96. Bringt mir Eisenstüke.» Als er die Kluft zwischen den beiden Bollwerken ausgefüllt hatte, sprach er: «Blaset!» Als er es feurig gemacht hatte, sprach er: «Bringt mir geschmolzenes Kupfer, ich will es darüber gießen!»
97. So vermochten sie (Gog und Magog) nicht, sie (die Schranke) zu erklimmen, noch konnten sie sie durchlöchern.
98. Er sprach: «Das ist die Gnade meines Herrn; doch wenn die Verheißung meines Herrn in Erfülluns geht, Er wird sie zu Staub zerbrechens und die Verheißung meines Herrn ist wahr.»
99. An jenem Tage werden Wir die einen von ihnen wie Wogen gegen die andern anstürmen lassen, und in die Trompete wird geblasen werden. Dann werden Wir sie versammeln allzumal.
100. Und vor Augen stellen Wir an jenem Tage den Ungläubigen die Hölle,
101. Ihnen, deren Augen vor Meiner Mahnung verhüllt waren und die nicht einmal hören konnten.
102. Wähnen die Ungläubigen etwa, sie könnten Meine Diener zu Beschützern nehmen statt Mich? Wahrlich, Wir haben den Ungläubigen die Hölle zur Gaststätte bereitet.
103. Sprich: «Sollen Wir euch die nennen, die in ihren Werken die größten Verlierer sind?
104. Die, deren Mühe verloren ist in irdischem Leben; und sie denken, sie täten gar Gutes.»
105. Das sind jene, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm leugnen. Darum sind ihre Werke nichtig, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihnen kein Gewicht geben.
106. Dies ist ihr Lohn – die Hölle -, weil sie ungläubig waren und Spott trieben mit Meinen Zeichen und Meinen Gesandten.
107. Wahrlich, jene, die da glauben und gute Werke tun, sie werden des Paradieses Gärten zur Gaststätte haben,
108. Darin sie weilen werden immerdar; von diesen werden sie keinen Wechsel begehren.
109. Sprich: «Wäre das Meer Tinte für die Worte meines Herrn, wahrlich, das Meer würde versiegen, ehe die Worte meines Herrn zu Ende gingen, auch wenn Wir noch ein gleiches zur Hilfe brächten.» 110. Sprich: «Ich bin nur ein Mensch wie ihr, doch mir ist es offenbart worden, daß euer Gott ein Einiger Gott ist. Möge denn der, der auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, gute Werke tun und keinen andern einbeziehen in den Dienst an seinem Herrn.»20 Mayıs 2012: 16:16 #804341Anonim
19-MARYAM
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Káf Há Yá Ain Sád.
2. Ein lehrreicher Bericht über die Barmherzigkeit deines Herrn gegen Seinen Diener Zacharias.
3. Als dieser seinen Herrn mit leisem Ruf anrief,
4. Sprach er: «Mein Herr, das Gebein in mir ist nun schwach geworden, und mein Haupt schimmert in Grauhaarigkeit, doch niemals, mein Herr, bin ich enttäuscht worden in meinem Gebet zu Dir.
5. Nun aber fürchte ich meine Verwandten nach mir, und mein Weib ist unfruchtbar. Gewähre Du mir darum einen Nachfolger,
6. Auf daß er mein Erbe sei und Erbe von Jakobs Haus. Und mache ihn, mein Herr, (Dir) wohlgefällig.»
7. «O Zacharias, Wir geben dir frohe Botschaft von einem Sohn, dessen Name Yahya (Johannes) sein soll. Wir haben zuvor noch keinen dieses Namens geschaffen.»
8. Er sprach: «Mein Herr, wie soll mir ein Sohn werden, wo mein Weib unfruchtbar ist, und ich habe schon die Grenze des Greisenalters erreicht?»
9. Er sprach: «So ist’s; dein Herr aber spricht: “Es ist Mir ein leichtes, und Ich habe dich zuvor geschaffen, wo du ein Nichts warst.”»
10. Er sprach: «Mein Herr, bestimme mir ein Zeichen.» Er sprach: «Dein Zeichen sei, daß du drei (Tage und) Nächte nacheinander nicht zu den Menschen reden sollst.»
11. So trat er heraus aus der Kammer vor sein Volk und forderte sie mit leiser Stimme auf, (Gott) zu preisen am Morgen und am Abend.
12. «O Johannes, halte das Buch kraftvoll fest.» Und Wir gaben ihm Weisheit im Kindesalter,
13. Und ein liebevolles Gemüt von Uns, und Reinheit. Und er war fromm
14. Und ehrerbietig gegen seine Eltern. Und er war nicht hochfahrend, trotzig.
15. Friede war über ihm am Tage da er geboren ward, und am Tage, da er starb, und (Friede wird über ihm sein) am Tage, da er wieder zum Leben erweckt wird.
16. Erzähle, was in diesem Buch über Maria steht. Da sie sich zurückzog von den Ihren nach einem gen Osten gewandten Ort,
17. Und sich vor ihnen barg im Schleier, da sandten Wir Unseren Geist zu ihr, und er erschien ihr in Gestalt eines vollkommenen Menschen.
18. Sie sprach: «Ich nehme meine Zuflucht vor dir bei dem Allerbarmer; (laß ab von mir) wenn du Gottesfurcht hast.»
19. Er antwortete: «Ich bin nur ein Gesandter deines Herrn, auf daß ich dir einen reinen Sohn beschere.»
20. Sie sprach: «Wie soll mir ein Sohn werden, wo mich kein Mann berührt hat und ich auch nicht unkeusch gewesen bin?»
21. Er antwortete: «So ist’s; dein Herr aber spricht: “Es ist Mir ein leichtes und (Wir tun dies) auf daß Wir ihn zu einem Zeichen machen für die Menschen und zu einer Barmherzigkeit von Uns, und es ist eine beschlossene Sache.”»
22. Und sie empfing ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück.
23. Und die Wehen der Geburt trieben sie zum Stamm einer Palme. Sie sprach: «O wäre ich doch zuvor gestorben und wäre ganz und gar vergessen!»
24. Da rief es ihr von unten her zu: «Betrübe dich nicht. Dein Herr hat unter dir ein Bächlein fließen lassen;
25. Schüttle nur den Stamm der Palme gegen dich, sie wird frische reife Datteln auf dich fallen lassen.
26. So iß und trink und kühle (dein) Auge. Und wenn du einen Menschen siehst, dann sprich: “Ich habe dem Allerbarmer ein Fasten gelobt, darum will ich heute zu keinem Wesen reden.”»
27. Dann brachte sie ihn zu ihrem Volke, indem sie ihn tragen ließ. Sie sprachen: «O Maria, du hast etwas Seltsames getan.
28. O Schwester Aarons, dein Vater war kein Bösewicht, noch war deine Mutter ein unkeusches Weib!»
29. Da deutete sie auf ihn. Sie sprachen: «Wie sollen wir zu einem reden, der ein Kind in der Wiege ist?»
30. Er sprach: «Ich bin ein Diener Allahs, Er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht;
31. Er machte mich gesegnet, wo ich auch sein mag, und Er befahl mir Gebet und Almosen, solange ich lebe;
32. Und (Er machte mich) ehrerbietig gegen meine Mutter; Er hat mich nicht hochfahrend, elend gemacht.
33. Friede war über mir am Tage, da ich geboren ward, und (Friede wird über mir sein) am Tage, da ich sterben werde, und am Tage, da ich wieder zum Leben erweckt werde.»
34. So ist Jesus, Sohn der Maria – eine Aussage der Wahrheit, über die sie uneins sind.
35. Es ziemt Allah nicht, Sich einen Sohn zuzugesellen. Heilig ist Er! Wenn Er ein Ding beschließt, so spricht Er nur zu ihm: «Sei!», und es ist.
36. «Wahrlich, Allah ist mein Herr und euer Herr. So dienet Ihm: das ist der gerade Weg.»
37. Doch die Parteien wurden uneinig untereinander; wehe drum denen, die das Beisein am Großen Tag leugnen.
38. Wie wunderbar wird ihr Hören und Sehen sein an dem Tage, wo sie zu Uns kommen werden! Heute aber sind die Frevler in offenbarem Irrtum.
39. Und warne sie vor dem Tag der Trauer, wenn der Spruch gefällt werden wird. Jetzt sind sie in Sorglosigkeit, daher glauben sie nicht.
40. Wir Selbst werden die Erde erben und alle, die auf ihr sind; und zu Uns werden sie zurückgebracht.
41. Erzähle, was in diesem Buch über Abraham steht. Er war ein Mann der Wahrheit, ein Prophet.
42. Da er zu seinem Vater sprach: «O mein Vater, warum verehrst du das, was nicht hört und nicht sieht und dir in nichts nützen kann?
43. O mein Vater, zu mir ist in Wahrheit eine Erkenntnis gekommen, die nicht zu dir kam; so folge mir, ich will dich auf den rechten Pfad leiten.
44. O mein Vater, diene nicht Satan, denn Satan ist ein Empörer wider den Allerbarmer
45. O mein Vater, siehe, ich fürchte, es möchte dich Strafe vom Allerbarmer treffen, und dann wirst du ein Freund Satans werden.»
46. Er antwortete: «Verlässest du meine Götter, o Abraham? Wenn du nicht aufhörst, so werde ich dich wahrlich steinigen. Verlasse mich auf lange Zeit.»
47. (Abraham) sprach: «Friede sei auf dir! Ich will von meinem Herrn Vergebung für dich erflehen: Er ist gnädig gegen mich.
48. Und ich werde mich fernhalten von euch und von dem, was ihr statt Allah anruft; und ich will zu meinem Herrn beten; ich werde im Gebet zu meinem Herrn bestimmt nicht enttäuscht.»
49. Als er sich nun von ihnen und von dem, was sie statt Allah verehrten, getrennt hatte, da bescherten Wir ihm Isaak und Jakob und machten beide zu Propheten.
50. Und Wir verliehen ihnen Unsere Barmherzigkeit; und Wir gaben ihnen einen wahren und hohen Ruf.
51. Erzähle, was in diesem Buch über Moses steht. Er war fürwahr ein Erwählter; und er war ein Gesandter, ein Prophet.
52. Wir riefen ihn von der rechten Seite des Berges und hießen ihn näher treten, zu geheimer Unterredung.
53. Und Wir bescherten ihm aus Unserer Barmherzigkeit seinen Bruder Aaron als einen Propheten.
54. Erzähle, was in diesem Buch über Ismael steht. Er war fürwahr getreu seinem Versprechen und war ein Gesandter, ein Prophet.
55. Er pflegte seinem Volk Gebet und Almosen ans Herz zu legen und war seinem Herrn wohlgefällig.
56. Erzähle, was in diesem Buch über Idris steht. Er war ein Mann der Wahrheit, ein Prophet.
57. Wir erhoben ihn zu hohem Rang.
58. Sie waren jene unter den Propheten, denen Allah Gnade erwiesen hatte aus der Nachkommenschaft Adams und derer, die Wir mit Noah (über Wasser) trugen, und aus der Nachkommenschaft Abrahams und Jakobs, und derer, die Wir richtig geführt und erwählt hatten. Wenn ihnen die Zeichen des Gnadenreichen verlesen wurden, fielen sie nieder, anbetend und weinend.
59. Dann aber kamen nach ihnen schlechte Nachfahren, die das Gebet vernachlässigten und Leidenschaften folgten. So gehen sie nun sicherlich dem Untergang entgegen,
60. Außer denen, die bereuen und glauben und rechtschaffen handeln. Diese werden ins Paradies eingehen, und kein Unrecht werden sie leiden –
61. Gärten der Ewigkeit, die der Gnadenreiche Seinen Dienern im Ungesehenen verhieß. Wahrlich, Seine Verheißung muß in Erfüllung gehen.
62. Sie hören dort kein eitles Wort, sondern nur Frieden; und sie werden dort ihren Unterhalt empfangen des Morgens und des Abends.
63. So ist das Paradies, das Wir jenen Unserer Diener zum Erbe geben, die gottesfürchtig sind.
64. «Wir (Engel) kommen nur auf den Befehl deines Herrn hernieder. Sein ist alles, was vor uns und was hinter uns ist und was dazwischen; und dein Herr ist nicht vergeßlich.»
65. Herr der Himmel und der Erde und all dessen, was zwischen beiden liegt. Diene Ihm darum, und sei beharrlich in Seinem Dienst. Kennst du etwa einen, der Ihm gleich wäre?
66. Und es spricht der Mensch: «Wie! wenn ich tot bin, soll ich dann wirklich zum Leben erstehen?»
67. Bedenkt der Mensch denn nicht, daß Wir ihn zuvor erschufen, und er war ein Nichts?
68. Und, bei deinem Herrn, Wir werden sie ganz gewiß versammeln, und die Teufel (auch); dann werden Wir sie auf den Knien rund um die Hölle bringen.
69. Alsdann werden Wir aus jeder Gruppe die herausgreifen, die am trotzigsten waren in der Empörung wider den Gnadenreichen.
70. Und Wir kennen die am besten, die es am meisten verdienen, darein zu gehen.
71. Keiner ist unter euch, der nicht dahin kommen wird – das ist ein endgültiger Erlaß bei deinem Herrn.
72. Dann werden Wir die Gerechten erretten, die Frevler aber werden Wir darinnen belassen auf den Knien.
73. Und wenn ihnen Unsere deutlichen Zeichen verlesen werden, sagen die Ungläubigen zu den Gläubigen: «Welche der beiden Parteien ist besser gestellt und ergibt eine eindrucksvollere Versammlung?»
74. Wie so manches Geschlecht vor ihnen haben Wir schon vernichtet, ansehnlicher an Besitz und an äußerer Erscheinung!
75. Sprich: «Der Gnadenreiche läßt diejenigen, die sich im Irrtum befinden, lange gewähren, bis sie das sehen, was ihnen angedroht – ob es nun Strafe ist oder die “Stunde” -, und dann erkennen, wer in schlechterer Lage und schwächer an Streitmacht ist.
76. Allah mehrt die an Führung, die auf dem rechten Weg sind. Die bleibenden guten Werke aber sind lohnender bei deinem Herrn und fruchtbarer.»
77. Hast du wohl den gesehen, der Unsere Zeichen leugnet und spricht: «Ganz gewiß werde ich Vermögen und Kinder erhalten»?
78. Hatte er denn Zugang zum Ungesehenen oder hat er vom Gnadenreichen ein Versprechen entgegengenommen?
79. Mit nichten! Wir werden aufschreiben, was er spricht, und verlängern werden Wir für ihn die Strafe.
80. Und Wir werden all das von ihm erben, wovon er redet, und er wird allein zu Uns kommen.
81. Sie haben sich Götter genommen statt Allah, auf daß sie ihnen zur Ehre würden.
82. Mit nichten! Sie werden einst ihre Verehrung verleugnen und ihnen Widersacher sein.
83. Siehst du nicht, daß Wir Teufel auf die Ungläubigen losgelassen haben, um sie anzureizen?
84. Darum habe es nicht eilig gegen sie; Wir führen schon Buch über sie.
85. (Gedenke) des Tags, da Wir die Gottesfürchtigen als ehrenvolle Gäste vor dem Gnadenreichen versammeln werden.
86. Und die Schuldigen werden Wir zur Hölle treiben wie eine Herde (Kamele).
87. Sie werden kein Anrecht auf Fürbitte haben, mit Ausnahme dessen, der vom Gnadenreichen ein Versprechen empfangen hat.
88. Und sie sprechen: «Der Gnadenreiche hat Sich einen Sohn beigesellt.»
89. Wahrhaftig, ihr habt da etwas Ungeheuerliches getan!
90. Die Himmel möchten wohl darob zerreißen und die Erde auseinanderbersten und die Berge in Trümmer zusammenstürzen,
91. Weil sie dem Gnadenreichen einen Sohn zugeschrieben haben,
92. Während es dem Gnadenreichen nicht ziemt, Sich einen Sohn beizugesellen.
93. Da ist keiner in den Himmeln noch auf der Erde, der dem Gnadenreichen anders nahen dürfte denn als Diener.
94. Wahrlich, Er kennt sie gründlich und Er hat sie alle genau gezählt.
95. Und jeder von ihnen soll am Tage der Auferstehung allein zu Ihm kommen.
96. Diejenigen, die da glauben und gute Werke tun – ihnen wird der Gnadenreiche Liebe bereiten.
97. Darum haben Wir ihn (den Koran) leicht gemacht in deiner Sprache, damit du durch ihn den Gottesfürchtigen frohe Botschaft verkündest und die Streitsüchtigen warnest. 98. Und wie so manches Geschlecht haben Wir vor ihnen vernichtet! Kannst du auch nur einen von ihnen entdecken oder auch nur ein Flüstern von ihnen vernehmen?20 Mayıs 2012: 16:17 #804336Anonim
20-TÃ-HÃ
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Tá Há
2. Wir haben dir den Koran nicht darum hinabgesandt, daß du leiden sollst,
3. Sondern als eine Ermahnung für den, der (Gott) fürchtet.
4. Eine Offenbarung von Ihm, Der die Erde und die hohen Himmel erschuf.
5. Der Gnadenreiche, Der Sich auf den Thron niederließ.
6. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist und was zwischen beiden und was unter dem feuchten Erdreich liegt.
7. Wenn du das Wort laut sprichst, dann wahrlich, Er kennt das Geheime und was noch verborgener ist.
8. Allah – es ist kein Gott außer Ihm. Sein sind die schönsten Namen.
9. Ist Moses’ Geschichte nicht zu dir gedrungen?
10. Als er ein Feuer sah, sprach er zu den Seinen: «Bleibt (hier), ich gewahre ein Feuer; vielleicht kann ich euch einen Brand davon bringen oder beim Feuer Weisung finden.»
11. Und wie er näher heran kam, ward er angerufen: «O Moses!
12. Siehe, Ich bin dein Herr. So zieh deine Schuhe aus, denn du bist in dem heiligen Tale Tuwá.
13. Ich habe dich erwählt; höre denn auf das, was offenbart wird.
14. Siehe, Ich bin Allah; es ist kein Gott außer Mir. Darum bete mich an und verrichte das Gebet zu Meinem Gedächtnis.
15. Siehe, die “Stunde” kommt fürwahr; bald werde Ich sie enthüllen, daß jede Seele belohnt werde nach ihrem Bemühen.
16. Drum laß nicht den, der hieran nicht glaubt und seinen bösen Gelüsten folgt, dich davon abwendig machen, damit du nicht untergehst.
17. Und was ist das in deiner Rechten, o Moses?»
18. Er antwortete: «Das ist mein Stab: ich stütze mich darauf und schlage damit Laub herab für meine Schafe, und ich habe noch andere Verwendung dafür.»
19. Er sprach: «Wirf ihn hin, o Moses!»
20. Da warf er ihn hin, und siehe, er ward eine laufende Schlange.
21. (Gott) sprach: «Ergreife ihn und fürchte dich nicht. Wir werden ihn in seinen früheren Zustand zurückbringen.
22. Und stecke deine Hand dicht unter deinen Arm, sie wird weiß hervorkommen, ohne ein Übel – ein weiteres Zeichen,
23. Auf daß Wir dir Unsere größeren Zeichen zeigen.
24. Gehe zu Pharao, denn er hat das Maß überschritten .»
25. Er sprach: «Mein Herr, öffne mir meine Brust,
26. Und erleichtere mir meine Aufgabe,
27. Und löse den Knoten meiner Zunge,
28. Daß sie meine Rede verstehen.
29. Und gib mir einen Helfer von meiner Sippe,
30. Aaron, meinen Bruder;
31. Mehre meine Kraft durch ihn,
32. Und laß ihn Anteil haben an meinem Werk,
33. Auf daß wir Dich oft preisen mögen
34. Und Deiner oft gedenken;
35. Denn Du siehst uns wohl.»
36. (Gott) sprach: «Dein Wunsch ist gewährt, o Moses!
37. Und sicherlich haben Wir dir ein andermal Gnade erwiesen,
38. Als Wir deiner Mutter eine klare Offenbarung sandten:
39. “Lege ihn in einen Kasten und wirf ihn in den Fluß, dann wird der Fluß ihn ans Ufer spülen, so daß ein Feind von Mir und ein Feind von ihm (Moses) ihn aufnehmen wird.” Und Ich hüllte dich ein in Meine Liebe; und (das tat Ich) damit du unter Meinem Auge aufgezogen würdest.
40. Da deine Schwester gegangen kam und sprach: “Soll ich euch jemanden weisen, der ihn betreuen würde?” So gaben Wir dich deiner Mutter wieder, daß ihr Auge gekühlt werde und sie sich nicht gräme. Und du erschlugst einen Menschen, Wir aber erretteten dich aus der Trübsal. Dann prüften Wir dich auf mannigfache Art. Und du verweiltest jahrelang unter dem Volke von Midian. Dann gelangtest du zu der Stufe, o Moses.
41. Also habe Ich dich für Mich auserwählt.
42. Gehe denn hin, du und dein Bruder, mit Meinen Zeichen, und seid nicht schlaff darin, Meiner zu gedenken.
43. Gehet beide zu Pharao, denn er hat das Maß überschritten.
44. Jedoch redet zu ihm auf milde Art; vielleicht läßt er sich mahnen oder fürchtet sich.»
45. Sie antworteten: «Unser Herr, wir fürchten, er möchte sich an uns vergreifen oder noch ärger werden im Übertreten.»
46. Er sprach: «Fürchtet euch nicht; denn Ich bin mit euch beiden. Ich höre und Ich sehe.
47. So gehet denn beide hin zu ihm und sprecht: “Wir sind zwei Gesandte deines Herrn; so lasse die Kinder Israels mit uns ziehn; und bedränge sie nicht. Wir haben dir in Wahrheit ein Zeichen von deinem Herrn gebracht; und Frieden auf den, der der Führung folgt!
48. Es ist uns offenbart worden, daß Strafe über den kommen wird der verwirft und sich abwendet.”»
49. (Pharao) sprach; «Wer ist euer beider Herr, o Moses?»
50. Er sprach: «Unser Herr ist Der, Der jedem Ding seine Gestalt gab (und es) dann (zu seiner Bestimmung) leitete.»
51. (Pharao) sprach: «Und wie steht es dann um die früheren Geschlechter?»
52. Er sprach: «Das Wissen davon ist bei meinem Herrn in einem Buch. Weder irrt mein Herr, noch vergißt Er.»
53. (Er ist es) Der die Erde für euch gemacht hat als eine Wiege und Straßen über sie hinlaufen läßt für euch und Regen hernieder sendet vom Himmel; und damit bringen Wir mannigfache Arten von Pflanzen hervor.
54. Esset denn und weidet euer Vieh. Wahrlich, hierin sind Zeichen für Leute von Vernunft.
55. Aus ihr haben Wir euch erschaffen, und in sie werden Wir euch zurückkehren lassen, und aus ihr bringen Wir euch abermals hervor.
56. Und Wir ließen ihn Unsere Zeichen schauen allesamt; doch er verwarf (sie) und weigerte sich.
57. Er sprach: «Bist du zu uns gekommen, o Moses, uns aus unserem Land zu treiben durch deinen Zauber?
58. Aber wir werden dir sicherlich Zauber gleich diesem bringen; so setze eine Zusammenkunft zwischen uns und dir fest, die wir nicht verfehlen werden – weder wir noch du -, an einem Orte der Gleichheit.»
59. (Moses) sprach: «Eure Zusammenkunft sei am Tage des Festes, und lasset die Leute versammelt sein, wenn die Sonne hoch steht.»
60. Da wandte sich Pharao und richtete seinen Anschlag ein, und dann kam er.
61. Moses sprach zu ihnen: «Wehe euch, ersinnet nicht Lüge wider Allah, damit Er euch nicht durch eine Strafe vernichtet. Wer eine Lüge ersinnt, der wird zuschanden kommen.»
62. Da stritten sie miteinander über ihre Sache und berieten insgeheim.
63. Sie sprachen: «Diese beiden sind sicherlich Zauberer, die euch durch ihren Zauber aus eurem Land treiben und mit euren besten Überlieferungen aufräumen wollen.
64. Richtet darum euren Anschlag ein und kommt dann wohlgereiht vorwärts. Und wer heute die Oberhand gewinnt, der wird Erfolg haben.»
65. Sie sprachen: «O Moses, entweder wirf du (zuerst), oder wir werden die ersten sein zum Werfen.»
66. Er sprach: «Nein; werfet nur ihr!» Da siehe, ihre Stricke und ihre Stäbe erschienen ihm, durch ihre Zauberei, als ob sie umherliefen.
67. Und Moses empfand Furcht in seiner Seele.
68. Wir sprachen: «Fürchte dich nicht, denn du wirst obsiegen.
69. Wirf nur, was in deiner Rechten ist; es wird verschlingen, was sie gemacht haben, denn das, was sie gemacht haben, ist nur eines Zauberers List. Und ein Zauberer soll nicht Erfolg haben, woher er auch kommen mag.»
70. Da wurden die Zauberer veranlaßt, sich niederzuwerfen. Sie sprachen: «Wir glauben an den Herrn Aarons und Moses’.»
71. (Pharao) sprach: «Glaubt ihr an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er muß wohl euer Meister sein, der euch die Zauberei lehrte. Wahrhaftig, für den Ungehorsam will ich euch darum Hände und Füße abhauen, und wahrhaftig, ich will euch an den Stämmen von Palmbäumen kreuzigen; dann werdet ihr bestimmt erfahren, wer von uns strenger und nachhaltiger im Strafen ist.»
72. Sie sprachen: «Wir wollen dir auf keine Weise den Vorzug gehen vor den deutlichen Zeichen, die zu uns gekommen sind, noch [vor Dem] Der uns erschaffen hat. Gebiete, was du gebieten magst: du kannst ja doch nur für dieses irdische Leben gebieten.
73. Wir glauben an unseren Herrn, auf daß Er uns unsere Sünden vergebe und die Zauberei, zu der du uns zwangst. Allah ist der Beste und der Beständigste.»
74. Fürwahr, wer im Zustande der Sündigkeit zu seinem Herrn kommt, für den ist die Hölle; darin soll er weder sterben noch leben.
75. Die aber als Gläubige zu Ihm kommen, die gute Taten vollbracht haben, ihnen sollen die höchsten Rangstufen zuteil werden –
76. Gärten der Ewigkeit, von Strömen durchfloßen; darin werden sie weilen immerdar. Und das ist der Lohn derer, die sich reinigen.
77. Wir sandten Moses die Offenbarung: «Führe Meine Diener hinweg bei Nacht und schlage ihnen einen trockenen Pfad durch das Meer. Du wirst nicht fürchten, eingeholt zu werden, noch wirst du sonst Sorge haben.»
78. Darauf verfolgte sie Pharao mit seinen Heerscharen, und es kam über sie aus dem Meere, was sie überwältigte.
79. Und Pharao führte sein Volk in den Untergang und wies den Weg nicht.
80. «O ihr Kinder Israels, Wir erretteten euch von eurem Feinde, und Wir schlossen einen Bund mit euch an der rechten Seite des Berges und sandten Manna und Salwa auf euch herab.
81. Esset nun von den guten Dingen, die Wir euch gegeben haben, doch überschreitet nicht das Maß dabei, damit Mein Zorn nicht auf euch niederfahre; denn der, auf den Mein Zorn niederfährt, soll stürzen;
82. Doch siehe, verzeihend bin Ich gegen den, der bereut und glaubt und das Gute tut, und dann der Führung folgt.
83. Und was hat dich so eilig von deinem Volke weggetrieben, o Moses?»
84. Er sprach: «Sie folgen mir auf dem Fuße. Und ich bin zu Dir geeilt, mein Herr, damit Du wohl zufrieden bist.»
85. (Gott) sprach: «Siehe, Wir haben dein Volk in deiner Abwesenheit geprüft und der Sámirí hat sie irregeführt.»
86. Da kehrte Moses zu seinem Volke zurück, zornig und bekümmert. Er sprach: «O mein Volk, hat euer Herr euch nicht eine schöne Verheißung gegeben? Erschien euch etwa die anberaumte Zeit zu lang, oder wolltet ihr, daß Zorn von eurem Herrn auf euch niederfahre, daß ihr das Versprechen gegen mich brachet?»
87. Sie sprachen: «Nicht aus freien Stücken haben wir das Versprechen gegen dich gebrochen; allein wir waren beladen mit der Last der Schmucksachen des Volks; wir warfen sie fort, und so tat auch der Sámirí.»
88. Dann brachte er für sie ein blökendes Kalb hervor – ein Bildwerk. Und sie sprachen: «Das ist euer Gott, und der Gott Moses’, er hat (ihn) vergessen.»
89. Konnten sie denn nicht sehen, daß es ihnen keine Antwort gab und nicht die Macht hatte, ihnen zu schaden oder zu nützen?
90. Und doch hatte Aaron zuvor zu ihnen gesprochen: «O mein Volk, durch dies seid ihr nur geprüft worden. Wahrlich, euer Herr ist einzig der Gnadenreiche; darum folget mir und gehorchet meinem Befehl.»
91. Sie antworteten: «Wir werden keineswegs aufhören, es anzubeten, bis Moses zu uns zurückkehrt.»
92. (Moses) sprach: «O Aaron, was hinderte dich, als du sie irregehen sahst,
93. Mir zu folgen? Bist du denn meinem Befehl ungehorsam gewesen?»
94. Er antwortete: «O Sohn meiner Mutter, greife nicht an meinen Bart, noch an mein Haupt[haar]. Ich fürchtete, du möchtest sprechen: “Du hast Spaltung unter den Kindern Israels hervorgerufen und mein Wort nicht beachtet.”»
95. (Moses) sprach: «Und was hast du zu sagen, o Sámirí?»
96. Er sprach: «Ich gewahrte, was sie nicht gewahren konnten. Ich nahm nur weniges von der Lehre des Gesandten (Moses) an, aber ich gab auch das auf. Das ist’s, was mir mein Sinn vortäuschte.»
97. (Moses) sprach: «Geh denn hin! Du sollst (dein) ganzes Leben lang sprechen müssen: “Berührt (mich) nicht”; und dann ist da eine Androhung (von Strafe) für dich, der du nicht entgehen wirst. So schaue nun auf deinen “Gott”, dessen ergebener Anbeter du geworden bist. Wir werden ihn ganz gewiß verbrennen und ihn darauf ins Meer streuen.»
98. Euer Gott ist einzig Allah, außer Dem es keinen Gott gibt. Er umfaßt alle Dinge mit Wissen.
99. Also erzählen Wir dir so manche Geschichte von dem, was zuvor geschah. Und Wir haben dir von Uns eine Ermahnung gegeben.
100. Wer sich von ihr abkehrt, der wird fürwahr am Tage der Auferstehung eine Last tragen,
101. Darin verweilend; und schwer wird ihnen die Bürde sein am Tage der Auferstehung –
102. Dem Tage, da in die Trompete geblasen wird. An jenem Tage werden Wir die Schuldigen versammeln, die blauäugigen.
103. Sie werden einander heimlich zuflüstern: «Ihr weiltet nur zehn.»
104. Wir wissen am besten, was sie sagen werden. Dann wird der Gläubigste unter ihnen sprechen: «Nur einen Tag verweiltet ihr.»
105. Sie werden dich nach den Bergen fragen. Sprich: «Mein Herr wird sie entwurzeln und zerstreuen.
106. Und Er wird sie als eine leere Ebene zurücklassen,
107. Worin du weder Vertiefung noch Erhöhung sehen wirst.»
108. An jenem Tage werden sie dem Rufer folgen, der keine Krümme hat; alle Stimmen werden gesenkt sein vor dem Gnadenreichen und nichts wirst du hören als ein leise Murmeln.
109. An jenem Tage wird Fürsprache keinem frommen, außer jenem, dem der Gnadenreiche Erlaubnis gibt und dessen Wort Ihm wohlgefällig ist.
110. Er kennt alles, was vor ihnen ist und was hinter ihnen ist, sie aber können es nicht umfassen mit Wissen.
111. Alle Gesichter werden sich demütig neigen vor dem Lebendigen, dem Ewigen, Erhaltenden. Und hoffnungslos fürwahr ist jener, der an Frevel trägt.
112. Wer aber gute Werke übt und dabei gläubig ist, wird weder vor Ungerechtigkeit Furcht empfinden noch Verlust fürchten.
113. So haben Wir ihn niedergesandt als einen arabischen Koran, und Wir haben darin gewisse Warnungen klar gemacht, auf daß sie Gott fürchten mögen oder daß er ihnen eine Ermahnung sei.
114. Hoch erhaben ist Allah, der wahre König! Und überhaste dich nicht mit dem Koran, ehe seine Offenbarung dir vollständig zuteil geworden, sondern sprich: «O mein Herr, mehre mich an Wissen.»
115. Wahrlich, Wir schlossen einen Bund mit Adam zuvor, aber er vergaß; Wir fanden jedoch in ihm keine Absicht (zum Bösen).
116. Und als Wir zu den Engeln sprachen: «Bezeuget Adam Ehrerbietung», da bezeugten sie (ihm) Ehrerbietung. Nur Iblis nicht. Er weigerte sich.
117. Darum sprachen Wir: «O Adam, dieser ist dir ein Feind und deinem Weibe; daß er euch nicht beide aus dem Garten treibe! Sonst würdest du elend.
118. Es ist für dich (gesorgt), daß du darin weder Hunger fühlen noch nackend sein sollst.
119. Und daß du darin nicht dürsten noch der Sonnenhitze ausgesetzt sein sollst.»
120. Jedoch Satan flüsterte ihm Böses ein; er sprach: «O Adam, soll ich dich zum Baume der Ewigkeit führen und zu einem Königreich, das nimmer vergeht?»
121. Da aßen sie beide davon, so daß ihre Blöße ihnen offenbar wurde, und sie begannen, die Blätter des Gartens über sich zusammenzustecken. Und Adam befolgte nicht das Gebot seines Herrn und ging irre.
122. Dann erwählte ihn sein Herr und wandte Sich ihm zu mit Erbarmen und leitete (ihn).
123. Er sprach: «Gehet aus von hier allzumal, dieweil einer von euch des andern Feind ist! Und wenn von Mir Führung zu euch kommt, dann wird, wer Meiner Führung folgt, nicht zugrunde gehen, noch wird er elend.
124. Wer sich jedoch abkehrt von Meiner Ermahnung, dem wird ein Leben in Drangsal sein, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihn blind auferwecken.»
125. Er wird sprechen: «Mein Herr, warum hast Du mich blind auferweckt, obwohl ich (vordem) sehen konnte?»
126. Er wird sprechen: «Also sind ja Unsere Zeichen zu dir gekommen und du hast sie mißachtet: also wirst du nun heute mißachtet sein.»
127. Und ebenso lohnen Wir auch dem, der maßlos ist und nicht an die Zeichen seines Herrn glaubt; und die Strafe des Jenseits ist wahrlich strenger und nachhaltiger.
128. Leuchtet es ihnen nicht ein, wie viele Geschlechter vor ihnen Wir schon vernichteten, in deren Wohnstätten sie (nun) wandeln? Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die mit Vernunft begabt sind.
129. Und wäre nicht zuvor ein Wort von deinem Herrn ergangen und eine Frist festgesetzt worden, (die Strafe) wäre langdauernd.
130. Ertrage denn geduldig, was sie sagen, und lobpreise deinen Herrn vor Aufgang der Sonne und vor ihrem Untergang; und verherrliche (Ihn) in den Stunden der Nacht und an den Enden des Tags, auf daß du wahre Glückseligkeit finden mögest.
131. Und richte deine Blicke nicht auf das, was Wir einigen von ihnen zu (kurzem) Genuß gewährten – den Glanz des irdischen Lebens -, um sie dadurch zu prüfen. Denn deines Herrn Versorgung ist besser und bleibender.
132. Und fordere die Deinen zum Gebet auf und sei (selbst) ausdauernd darin. Wir verlangen nicht Unterhalt von dir; Wir Selbst sorgen für dich. Und der Ausgang ist für Rechtschaffenheit.
133. Sie sagen: «Warum bringt er uns nicht ein Zeichen von seinem Herrn?» Ist ihnen denn nicht der klarste Beweis gekommen für das, was in den früheren Schriften steht?
134. Und hätten Wir sie vor ihm (dem Propheten) durch eine Strafe vernichtet, dann hätten sie gewiß gesagt: «Unser Herr, warum schichtest Du uns nicht einen Gesandten, daß wir Deine Gebote hätten befolgen mögen, ehe wir gedemütigt und beschämt würden?» 135. Sprich «Ein jeder wartet; so wartet auch ihr, und ihr werdet erfahren, wer die Befolger des rechten Pfades und rechtgeleitet sind.»20 Mayıs 2012: 16:17 #804318Anonim
21-AL-ANBIYÃ’
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Genaht ist den Menschen ihre Abrechnung, und doch wenden sie sich in Achtlosigkeit ab.
2. Keine neue Ermahnung kommt zu ihnen von ihrem Herrn, die sie nicht spöttelnd anhörten.
3. Ihre Herzen sind vergeßlich. Und sie besprechen sich insgeheim – sie, die da freveln – (dann sagen sie): «Ist dieser etwas anderes als ein Mensch wie ihr? Wollt ihr denn zur Zauberei kommen, wo ihr seht?»
4. Er sprach: «Mein Herr weiß, was im Himmel und auf Erden gesprochen wird, und Er ist der Allhörende, der Allwissende.»
5. «Nein», sagen sie, «aber wirre Träume; nein, er hat ihn erdichtet; nein, er ist (nur) ein Dichter. Möge er uns doch ein Zeichen bringen in der Art, wie die früheren (Propheten) entsandt wurden.»
6. Nie hat vor ihnen irgendeine Stadt je geglaubt, die Wir zerstörten. Würden sie denn glauben?
7. Und Wir entsandten vor dir lediglich Männer, denen Wir Offenbarung zuteil werden ließen – fragt nur diejenigen, die die Ermahnung besitzen, wenn ihr nicht wisset.
8. Und Wir machten ihnen nicht einen Leib, daß sie keine Speise äßen, noch daß sie ewig lebten.
9. Dann erfüllten Wir ihnen das Versprechen; und Wir erretteten sie und wen Wir wollten; die Übertreter aber vernichteten Wir.
10. Wir haben euch ein Buch hernieder gesandt, worin eure Ehre liegt; wollt ihr denn nicht begreifen?
11. Wie so manche Stadt, voll der Ungerechtigkeit, haben Wir schon niedergebrochen und nach ihr ein anderes Volk erweckt!
12. Und da sie Unsere Strafe verspürten, siehe, da begannen sie davor zu fliehen.
13. «Fliehet nicht, sondern kehret zurück zu dem Behagen, das ihr genießen durftet, und zu euren Wohnstätten, damit ihr befragt werdet.»
14. Sie sprachen: «O weh uns, wir waren wahrlich Frevler!»
15. Und dieser ihr Ruf hörte nicht eher auf, als bis Wir sie niedermähten, in Asche verwandelnd.
16. Wir erschufen den Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist nicht zum Spiel.
17. Hätten Wir Uns einen Zeitvertreib schaffen wollen, so konnten Wir ihn wohl mit Uns treiben, wenn Wir das überhaupt wollten.
18. Nein, Wir schleudern die Wahrheit wider die Lüge, und sie zerschmettert ihr das Haupt, und siehe, sie vergeht. Und wehe euch ob dessen, was ihr aussagt!
19. Sein ist, wer in den Himmeln und auf der Erde ist. Und die bei Ihm sind, die sind nicht zu stolz, Ihm zu dienen, noch werden sie müde;
20. Sie verherrlichen (Ihn) Nacht und Tag; sie lassen nicht nach.
21. Haben sie sich Götter von der Erde angenommen, die lebendig machen?
22. Gäbe es in ihnen (Himmel und Erde) Götter außer Allah, dann wären wahrlich beide zerrüttet. Gepriesen sei denn Allah, der Herr des Thrones, hoch erhaben über das, was sie aussagen!
23. Er kann nicht befragt werden nach dem, was Er tut, sie aber werden befragt werden.
24. Haben sie sich Götter angenommen außer Ihm? Sprich: «Bringt euren Beweis herbei. Dieser (Koran) ist eine Ehre für jene, die mit mir sind, und eine Ehre für die, die vor mir waren.» Doch die meisten von ihnen kennen die Wahrheit nicht, und so wenden sie sich ab.
25. Und Wir schickten keinen Gesandten vor dir, dem Wir nicht offenbart: «Es gibt keinen Gott außer Mir; darum dienet nur Mir.»
26. Und sie sprechen: «Der Gnadenreiche hat Sich einen Sohn zugesellt.» Heilig ist Er! Nein, aber sie sind (nur) geehrte Diener.
27. Sie sprechen vor Ihm kein Wort, und sie handeln nur nach Seinem Befehl.
28. Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen ist, und sie legen nicht Fürbitte ein, außer für den, der Ihm genehm ist, und sie zittern in Furcht vor Ihm.
29. Und wer von ihnen sagen wollte: «Ich bin ein Gott neben Ihm», dem würden Wir es mit der Hölle vergelten. Also vergelten Wir den Frevlern.
30. Haben die Ungläubigen nicht gesehen, daß die Himmel und die Erde in einem einzigen Stück waren, dann zerteilten Wir sie? Und Wir machten aus Wasser alles Lebendige. Wollen sie denn nicht glauben?
31. Und feste Berge haben Wir in der Erde gemacht, auf daß sie nicht mit ihnen wanke; und breite Straßen schufen Wir auf ihr, damit sie die rechte Richtung befolgen möchten.
32. Und Wir machten den Himmel zu einem wohlgeschützten Dach; dennoch kehren sie sich ab von seinen Zeichen.
33. Und Er ist es, Der die Nacht und den Tag erschuf und die Sonne und den Mond. Sie schweben, ein jedes in (seiner) Sphäre.
34. Wir gewährten keinem Menschenwesen vor dir immerwährendes Leben. Drum, wenn du sterben solltest, können sie immerwährend leben?
35. Jedes Lebewesen soll den Tod kosten; und Wir stellen euch auf die Probe mit Bösem und Gutem als eine Prüfung; und zu Uns sollt ihr zurückgebracht werden.
36. Wenn die Ungläubigen dich sehen, so treiben sie nur Spott mit dir: «Ist das der, der eurer Götter Erwähnung tut?», während sie es doch selbst sind, die der Erwähnung des Gnadenreichen ausweichen.
37. Der Mensch ist aus Übereilung gemacht. Ich werde euch Meine Zeichen zeigen, aber fordert nicht von Mir, daß ich Mich übereile.
38. Und sie sagen: «Wann wird diese Verheißung (in Erfüllung gehen), wenn ihr wahrhaftig seid?»
39. Wenn die Ungläubigen nur die Zeit wüßten, wo sie nicht imstande sein werden, das Feuer von ihren Gesichtern oder von ihren Rücken fernzuhalten, und keine Hilfe wird ihnen zuteil!
40. Nein, es wird über sie kommen unversehens, so daß es sie in Verwirrung stürzt; und sie werden es nicht abwehren können, noch werden sie Aufschub erlangen.
41. Es sind fürwahr schon vor dir Gesandte verspottet worden, dann aber traf jene, die gehöhnt, das, worüber sie spotteten.
42. Sprich: «Wer beschützt euch vor dem Gnadenreichen bei Nacht und bei Tag?» Und doch kehren sie sich ab von der Ermahnung ihres Herrn.
43. Haben sie etwa Götter, die sie beschützen können vor Uns? Sie vermögen sich selbst nicht zu helfen, noch kann ihnen geholfen werden wider Uns.
44. Nein, Wir ließen diese und ihre Väter leben, bis das Leben ihnen lang wurde. Sehen sie denn nicht, daß Wir in das Land kommen und es einengen an seinen Enden? Können sie denn obsiegen?
45. Sprich: «Ich warne euch nur mit der Offenbarung.» Jedoch die Tauben hören nicht den Ruf, wenn sie gewarnt werden.
46. Und wenn sie ein Hauch von der Strafe deines Herrn berührt, dann werden sie sicherlich sprechen: «O wehe uns, wir waren fürwahr Frevler!»
47. Und Wir werden (genaue) Waagen der Gerechtigkeit aufstellen für den Tag der Auferstehung, so daß keine Seele in irgend etwas Unrecht erleiden wird. Und wäre es das Gewicht eines Senfkorns, Wir wollen es hervorbringen. Und Wir genügen als Rechner.
48. Wir gaben Moses und Aaron das Entscheidende. und Licht und Ermahnung für die Rechtschaffenen,
49. Die ihren Herrn fürchten im verborgenen und vor der «Stunde» bangen.
50. Dieser (Koran) ist eine Ermahnung, voll des Segens, die Wir hinabgesandt haben: wollt ihr sie nun verwerfen?
51. Und vordem gaben Wir Abraham seine Rechtschaffenheit, denn Wir kannten ihn.
52. Da er zu seinem Vater und seinem Volke sprach: «Was sind das für Bildwerke, denen ihr so ergeben seid?»
53. Sie antworteten: «Wir fanden unsere Väter bei ihrer Verehrung.»
54. Er sprach: «Wahrlich, ihr selbst sowohl wie eure Väter seid in offenbarem Irrtum gewesen.»
55. Sie sprachen: «Bringst du uns die Wahrheit, oder gehörst du zu denen, die Scherz treiben?»
56. Er antwortete: «Nein, euer Herr ist der Herr der Himmel und der Erde, Der sie erschuf; und ich bin einer der davon Zeugenden.
57. Und, bei Allah, ich will gewißlich gegen eure Götzen verfahren, nachdem ihr kehrend weggegangen seid.»
58. So schlug er sie in Stücke, (alle) außer ihrem Obersten, damit sie sich an ihn wenden könnten.
59. Sie sprachen: «Wer hat unseren Göttern dies angetan? Er muß fürwahr ein Frevler sein.»
60. Sie sprachen: «Wir hörten einen Jüngling von ihnen reden; Abraham heißt er.»
61. Sie sprachen: «So bringt ihn vor die Augen des Volkes, damit sie urteilen.»
62. Sie sprachen: «Bist du es, der unseren Göttern dies angetan hat, o Abraham?»
63. Er antwortete: «Irgend jemand hat es getan. Ihr Oberster ist hier. Fragt sie doch, wenn sie reden können.»
64. Da wandten sie sich zueinander und sprachen: «Ihr selber seid wahrhaftig im Unrecht.»
65. Und ihre Köpfe mußten sie hängen lassen in bitterer Scham: «Du weißt recht wohl, daß diese nicht reden.»
66. Er sprach: «Verehrt ihr denn statt Allah das, was euch nicht den geringsten Nutzen bringen noch euch schaden kann?
67. Pfui über euch und über das, was ihr statt Allah anbetet! Wollt ihr denn nicht begreifen?»
68. Sie sprachen: «Verbrennt ihn und helft euren Göttern, wenn ihr etwas tun wollt.»
69. Wir sprachen: «O Feuer, sei kühl und ohne Harm für Abraham!»
70. Und sie strebten, ihm Böses zu tun, allein Wir machten sie zu den größten Verlierern.
71. Und Wir retteten ihn und Lot nach dem Land, das Wir für die Welten gesegnet hatten.
72. Und Wir schenkten ihm Isaak und als Sohnessohn Jakob, und Wir machten sie alle rechtschaffen.
73. Und Wir machten sie zu Führern, die (die Menschen) leiteten nach Unserem Geheiß, und Wir sandten ihnen Offenbarung, Gutes zu tun, das Gebet zu verrichten und Almosen zu geben. Und sie verehrten Uns allein.
74. Und Lot gaben Wir Weisheit und Wissen. Und Wir retteten ihn aus der Stadt, die Schändlichkeiten beging. Sie waren fürwahr ein ruchloses Volk und Empörer.
75. Und Wir ließen ihn eingehen in Unsere Barmherzigkeit; denn er war einer der Rechtschaffenen.
76. Und (gedenke) Noahs, da er vordem ( zu Uns) rief. Wir erhörten ihn und retteten ihn und seine Angehörigen aus der großen Drangsal.
77. Und Wir halfen ihm wider das Volk, das Unsere Zeichen verwarf. Sie waren fürwahr ein ruchloses Volk; so ertränkten Wir sie alle.
78. Und (gedenke) Davids und Salomos, da sie über den Acker richteten worin die Schafe eines Volkes sich zur Nachtzeit verliefen und weideten; und Wir waren Zeugen für ihren Spruch.
79. Wir gaben Salomo volle Einsicht in die Sache, und jedem (von ihnen) gaben Wir Weisheit und Wissen. Und Wir machten die Berge und die Vögel dienstbar, mit David zusammen (Gottes) Preis zu verkünden und Wir konnten das tun.
80. Und Wir lehrten ihn das Verfertigen von Panzerhemden für euch, daß sie euch schützen möchten in euren Kriegen. Wollt ihr denn nicht dankbar sein?
81. Und Salomo den Sturmwind, der in seinem Auftrage nach dem Lande blies, das Wir gesegnet hatten. Und Wir haben Kenntnis von allen Dingen.
82. Und Teufel, die für ihn tauchten und dazu noch andere Werke verrichteten; und Wir Selbst beaufsichtigten sie.
83. Und (gedenke) Hiobs, da er zu seinem Herrn rief: «Unheil hat mich geschlagen, und Du bist der Barmherzigste aller Barmherzigen.»
84. Da erhörten Wir ihn und nahmen sein Unheil hinweg und Wir gaben ihm seine Familie (wieder) und noch einmal so viele dazu, als Barmherzigkeit von Uns und als Ermahnung für die Verehrenden.
85. Und (gedenke) Ismaels und Idris’ und Dhulkifls Sie alle zählten zu den Standhaften.
86. Wir ließen sie eingehen in Unsere Barmherzigkeit, denn sie gehörten zu den Rechtschaffenen.
87. Und (gedenke) Dhulnuns (Jonas), da er im Zorn hinwegging und überzeugt war, daß Wir ihn nie in Betrübnis bringen würden, und er rief in der dichten Finsternis: «Es gibt keinen Gott außer Dir. Heilig bist Du! Ich bin fürwahr einer der Frevler gewesen.»
88. Da erhörten Wir ihn und retteten ihn aus der Trübsal; also retten Wir die Gläubigen.
89. Und (gedenke) Zacharias’, da er zu seinem Herrn rief: «Mein Herr, lasse mich nicht einsam, und Du bist der Beste der Erben».
90. Da erhörten Wir ihn und schenkten ihm Johannes und heilten ihm sein Weib. Sie pflegten miteinander zu wetteifern in guten Taten und sie riefen Uns an in Hoffnung und in Furcht und waren demütig vor Uns.
91. Und die ihre Keuschheit wahrte – Wir hauchten ihr von Unserem Geist ein und machten sie und ihren Sohn zu einem Zeichen für die Welt.
92. Diese eure Gemeinde ist die einige Gemeinde; und Ich bin euer Herr, darum dienet Mir.
93. Sie aber sind untereinander zerbrochen; alle werden sie zu Uns zurückkehren.
94. Wer also gute Werke tut und gläubig ist, dessen Bemühen wird nicht unbelohnt bleiben. Wir werden es gewißlich verzeichnen.
95. Und es ist ein unwiderruflicher Bann für eine Stadt, die Wir zerstört, daß sie nicht wiederkehren sollen,
96. Bis dann, wenn Gog und Magog freigelassen werden, sie von allen Höhen herbeieilen.
97. Und die wahre Verheißung naht; dann siehe, es werden die Augen derer, die ungläubig waren, starr blicken: «O wehe uns, wir waren in der Tat uneingedenk dessen; ja, wir waren Frevler!»
98. Wahrlich, ihr und das, was ihr anbetet statt Allah, Brennstoff der Hölle ist’s. Dahin werdet ihr kommen müssen
99. Wären diese Götter gewesen, sie wären nicht dahin gekommen; doch sie müssen alle darin bleiben.
100. Ihr Los darin wird Stöhnen sein, und darin werden sie nicht hören.
101. Die aber, an welche (die Verheißung) eines herrlichen Lohns schon vordem von Uns ergangen ist, diese werden von ihr (der Hölle) weit entfernt sein.
102. Sie werden nicht den leisesten Laut davon hören, während sie in dem verweilen, was ihre Seelen begehren.
103. Der große Schrecken wird sie nicht betrüben, und die Engel werden ihnen entgegenkommen: «Das ist euer Tag, der euch verheißen ward.»
104. An dem Tage, da Wir die Himmel zusammenrollen werden, wie die Schriftrollen zusammengerollt werden. Wie Wir die erste Schöpfung begannen, (so) werden Wir sie erneuern – bindend für Uns ist die Verheißung; wahrlich, Wir werden (sie) erfüllen.
105. Und bereits haben Wir in dem Buche (Davids), nach der Ermahnung, geschrieben, daß Meine rechtschaffenen Diener das Land erben sollen.
106. Hierin ist wahrlich eine Botschaft für ein Volk, das (Gott) dient.
107. Wir entsandten dich nur als eine Barmherzigkeit für alle Welten.
108. Sprich: «Mir ward lediglich offenbart, daß euer Gott nur der Einige Gott ist. Wollt ihr denn nicht annehmen?»
109. Doch wenn sie den Rücken kehren, so sprich: «Ich habe die Kunde euch gleichmäßig entboten, und ich weiß nicht, ob nah oder ferne ist, was euch verheißen ward.
110. Wahrlich, Er kennt, was offen ist in der Rede, und Er weiß, was ihr verheimlicht.
111. Und ich weiß nicht, ob es vielleicht nur eine Prüfung für euch ist und ein Nießbrauch auf eine Weile.»
112. Er sprach: «Mein Herr, richte in Wahrheit.» und «Unser Herr ist der Gnadenreiche, Dessen Hilfe anzuflehen ist wider das, was ihr behauptet.»20 Mayıs 2012: 16:17 #804317Anonim
22-AL-HADSCH
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn; denn das Erdbeben der «Stunde» ist ein schreckliches Ding.
2. An dem Tage, da ihr es seht, wird jede Säugende ihren Säugling vergessen und jede Schwangere sich ihrer Last entledigen; und du wirst die Menschen als Trunkene sehen, obwohl sie nicht trunken sein werden, allein die Strafe Allahs wird streng sein.
3. Und unter den Menschen ist manch einer, der über Allah streitet ohne Wissen und jedem in der Empörung hartnäckigen Bösling folgt,
4. Über den beschlossen ist, daß, wer ihn zum Freund nimmt, den wird er irreführen und wird ihn zur Strafe des Feuers leiten.
5. O ihr Menschen, wenn ihr im Zweifel seid über die Auferstehung, so (bedenkt) daß Wir euch aus Erde erschaffen haben, dann aus einem Samentropfen, dann aus einem Blutgerinnsel, dann aus einem Klumpen Fleisch, teils geformt und teils ungeformt, auf daß Wir es euch deutlich machen. Und Wir lassen in den Mutterschößen ruhen, was Wir wollen, bis zu einer bestimmten Frist; dann bringen Wir euch als Kindchen hervor; dann (ziehen Wir euch groß) daß ihr eure Vollkraft erreicht. Und mancher unter euch wird abberufen, und mancher unter euch wird zu einem hinfälligen Greisenalter zurückgeführt, so daß er, nach dem Wissen, nichts mehr weiß. Und du siehst die Erde leblos, doch wenn Wir Wasser über sie niedersenden, dann regt sie sich und schwillt und läßt alle Arten von entzückenden (Pflanzen) hervorsprießen.
6. Dies, weil Allah die Wahrheit ist und weil Er es ist, Der die Toten lebendig macht, und weil Er die Macht über alles hat;
7. Und weil die «Stunde» kommt – daran ist kein Zweifel – und weil Allah alle erwecken wird, die in den Gräbern sind.
8. Und unter den Menschen ist manch einer, der über Allah streitet ohne Wissen oder Führung oder ein erleuchtendes Buch,
9. Sich hochmütig abwendend, daß er wegführe von Allahs Pfad. Ihm ist Schande bestimmt hienieden; und am Tage der Auferstehung werden Wir ihn die Strafe des Verbrennens kosten lassen:
10. «Das geschieht um dessentwillen, was deine Hände vorausgeschickt haben; denn Allah ist nicht ungerecht gegen die Diener.»
11. Und unter den Menschen ist manch einer, der Allah (sozusagen) am Rande dient. Wenn ihn Gutes trifft, so ist er damit zufrieden; trifft ihn aber eine Prüfung, dann kehrt er zu seinem (früheren) Weg zurück. Er verliert diese Welt so gut wie die künftige. Das ist ein offenbarer Verlust.
12. Er ruft statt Allah das an, was ihm weder zu schaden noch zu nützen vermag. Das heißt zu weit irregehen!
13. Er ruft den an, dessen Schaden näher ist als sein Nutzen. Übel ist fürwahr der Beschützer und übel fürwahr der Freund.
14. Wahrlich, Allah wird jene, die glauben und gute Werke tun, in Gärten führen, durch die Ströme fließen; siehe, Allah tut, was Er will.
15. Wer da meint, daß Allah ihm (dem Propheten) niemals helfen wird hienieden und im Jenseits, der soll doch mit Hilfe eines Seils zum Himmel emporsteigen und es abschneiden. Dann soll er sehen, ob sein Anschlag das hinwegnehmen wird, was (ihn) erzürnt.
16. Also haben Wir ihn (den Koran) hinabgesandt als deutliche Zeichen, und gewiß, Allah weist den Weg, wem Er will.
17. Siehe, die gläubig sind, und die Juden, und die Sabäer, und die Christen, und die Magier, und die Götzendiener – wahrlich, Allah wird richten zwischen ihnen am Tage der Auferstehung, denn Allah ist Zeuge über alle Dinge.
18. Hast du nicht gesehen, daß sich vor Allah anbetend beugt, wer in den Himmeln und wer auf Erden ist, und die Sonne, und der Mond, und die Sterne, und die Berge, und die Bäume, und die Tiere, und viele der Menschen? Vielen aber gebührt die Strafe. Und wen Allah erniedrigt, dem kann keiner Ehre geben. Wahrlich, Allah tut, was Er will.
19. Diese beiden sind zwei Streitende, die hadern über ihren Herrn. Die nun ungläubig sind, Kleider aus Feuer werden für sie zurechtgeschnitten werden; siedendes Wasser wird über ihre Köpfe gegossen werden,
20. Wodurch das, was in ihren Bäuchen ist, und die Haut schmelzen wird;
21. Und ihnen sind eiserne Keulen bestimmt.
22. Sooft sie vor Angst daraus zu entrinnen streben, sollen sie wieder dahin zurückgetrieben werden; und (es wird zu ihnen gesprochen werden): «Kostet die Strafe des Verbrennens.»
23. Doch Allah wird jene, die gläubig sind und gute Werke tun, in Gärten führen, durch welche Ströme fließen. Sie sollen darin geschmückt sein mit Armspangen von Gold und Perlen, und ihre Gewänder darinnen sollen von Seide sein.
24. Und sie werden zu lauterster Rede geleitet werden, und sie werden geleitet werden zu dem Pfade des Preiswürdigen.
25. Die aber ungläubig sind und abhalten vom Wege Allahs und von der Heiligen Moschee – die Wir zum Wohl aller Menschen bestimmt haben, gleich ob sie dort angesiedelt oder Wüstenbewohner sind -, und wer hier irgendeine Krümme sucht durch Ruchlosigkeit: Wir werden ihn schmerzliche Strafe kosten lassen.
26. Und (bedenke) wie Wir für Abraham die Stätte des Hauses bestimmten (und sprachen): «Setze Mir nichts zur Seite, und halte Mein Haus rein für diejenigen, die den Umgang vollziehen und die stehen und sich beugen und niederfallen (im Gebet);
27. Und verkündige den Menschen die Pilgerfahrt: Sie werden zu dir kommen zu Fuß und auf jedem hageren Kamel, auf allen fernen Wegen,
28. Auf daß sie ihre Vorteile wahrnehmen und des Namens Allahs gedenken während der bestimmten Tage für das, was Er ihnen gegeben hat an Vieh. Darum esset davon und speiset den Notleidenden, den Bedürftigen.
29. Dann sollen sie ihrer persönlichen Reinigung obliegen und ihre Eide erfüllen und um das Altehrwürdige Haus wandeln.»
30. Das (ist so). Und wer die heiligen Dinge Allahs ehrt, es wird gut für ihn sein vor seinem Herrn. Erlaubt ist euch alles Vieh, mit Ausnahme dessen, was euch angesagt worden ist. Meidet darum den Greuel der Götzen und meidet das Wort der Lüge,
31. Ganz Allah ergeben, ohne Ihm etwas zur Seite zu stellen. Denn wer Allah etwas zur Seite stellt, es ist, als falle er von einer Höhe und die Vögel erhaschten ihn und der Wind verwehe ihn an einen fernen Ort.
32. Das (ist so). Und wer die Zeichen Allahs ehrt – das rührt wahrlich von der Rechtschaffenheit der Herzen her.
33. In ihnen (Opfertieren) sind Vorteile für euch auf eine bestimmte Frist, dann aber ist ihr Opferplatz bei dem Altehrwürdigen Haus.
34. Und für jedes Volk gaben Wir Anleitung zur Opferung, daß sie des Namens Allahs gedenken für das, was Er ihnen gegeben hat an Vieh. So ist euer Gott ein Einiger Gott; darum ergebt euch Ihm. Und gib frohe Botschaft den Demütigen,
35. Deren Herzen mit Furcht erfüllt sind, wenn Allah erwähnt wird, und die geduldig tragen, was sie trifft, und das Gebet verrichten und spenden von dem, was Wir ihnen gegeben haben.
36. Und unter den Zeichen Allahs haben Wir für euch die Opferkamele bestimmt. An ihnen habt ihr viel Gutes. So sprechet den Namen Allahs über sie aus, wenn sie gereiht dastehen. Und wenn ihre Seiten niederfallen, so esset davon und speiset den Bedürftigen und den Bittenden. Also haben Wir sie euch dienstbar gemacht, daß ihr dankbar seiet.
37. Ihr Fleisch erreicht Allah nicht, noch tut es ihr Blut, sondern eure Ehrfurcht ist es, die Ihn erreicht. Also hat Er sie euch dienstbar gemacht, daß ihr Allah dafür preiset, daß Er euch geleitet hat. Und gib frohe Botschaft denen, die Gutes tun.
38. Wahrlich, Allah schirmt jene, die gläubig sind. Gewiß, Allah liebt keinen Treulosen, Undankbaren.
39. Erlaubnis (sich zu verteidigen) ist denen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen Unrecht geschah – und Allah hat fürwahr die Macht, ihnen zu helfen -,
40. Jenen, die schuldlos aus ihren Häusern vertrieben wurden, nur weil sie sprachen: «Unser Herr ist Allah.» Und würde Allah nicht die einen Menschen durch die anderen im Zaum halten, so wären gewiß Klöster und Kirchen und Synagogen und Moscheen niedergerissen worden, worin der Name Allahs oft genannt wird. Allah wird sicherlich dem beistehen, der Ihm beisteht. Allah ist fürwahr allmächtig, gewaltig.
41. Jenen, die, wenn Wir sie auf der Erde ansiedelten, das Gebet verrichten und die Zakat zahlen und Gutes gebieten und Böses verbieten würden. Und bei Allah ruht der Ausgang aller Dinge.
42. Wenn sie dich der Lüge bezichtigen, so haben schon vor ihnen das Volk Noahs und die Àd und die Thamüd (ihre Propheten) der Lüge bezichtigt;
43. Wie auch das Volk Abrahams und das Volk des Lot,
44. Und die Bewohner von Midian. Auch Moses ward der Lüge geziehen. Allein Ich gewährte Aufschub den Ungläubigen; dann erfaßte Ich sie, und wie war (die Folge) Meiner Verleugnung!
45. Wie so manche Stadt haben Wir zerstört, weil sie voll des Frevels war, daß ihre Dächer mit ihr eingestürzt sind, und manch verlassenen Brunnen und manch hochragendes Schloß!
46. Sind sie denn nicht im Lande umhergereist, so daß sie Herzen haben könnten, damit zu begreifen, oder Ohren, damit zu hören? Denn fürwahr, es sind ja nicht die Augen, die blind sind, sondern blind sind die Herzen, die in den Busen sind.
47. Und sie fordern dich auf, die Strafe zu beschleunigen, doch Allah wird nie Sein Versprechen brechen. Wahrlich, ein Tag bei deinem Herrn ist gleich tausend Jahren nach eurer Rechnung.
48. Und manch einer Stadt gab Ich Aufschub, ob sie gleich des Frevels voll war. Zuletzt aber erfaßte Ich sie, und zu Mir ist die Heimkehr.
49. Sprich: «O ihr Menschen, ich bin euch nur ein aufklärender Warner.»
50. Diejenigen, die glauben und gute Werke tun, für sie ist Vergebung und eine ehrenvolle Versorgung.
51. Die aber, die gegen Unsere Zeichen eifern und obzusiegen versuchen, sollen die Bewohner des Feuers sein.
52. Und Wir schickten vor dir keinen Gesandten oder Propheten, dem, wenn er etwas wünschte, Satan seinen Wunsch nicht durchkreuzte. Doch Allah macht zunichte, was Satan unternimmt. Dann setzt Allah Seine Zeichen ein. Und Allah ist allwissend, allweise.
53. (Er läßt dies zu) damit Er das, was Satan unternimmt, zur Prüfung für die machen kann, in deren Herzen Krankheit ist und deren Herzen verhärtet sind – wahrlich, die Frevler sind in äußerster Auflehnung.
54. Und damit die, denen das Wissen gegeben ward, erkennen, daß es die Wahrheit ist von deinem Herrn, so daß sie daran glauben und ihre Herzen Ihm unterwürfig werden mögen. Und siehe, Allah leitet jene, die gläubig sind, auf den geraden Weg.
55. Und die Ungläubigen werden nicht aufhören, Zweifel daran zu hegen, bis die «Stunde» unerwartet über sie hereinbricht oder die Strafe eines unheilvollen Tags zu ihnen kommt.
56. Das Reich wird an jenem Tage Allahs sein. Er wird zwischen ihnen richten. Also werden jene, die gläubig sind und gute Werke tun, in Gärten der Seligkeit sein.
57. Die aber ungläubig sind und Unsere Zeichen verwerfen, denen wird schmähliche Strafe.
58. Diejenigen, die auswandern um Allahs willen und dann erschlagen werden oder sterben, denen wird Allah fürwahr eine stattliche Versorgung bereiten. Wahrlich, Allah, Er ist der beste Versorger.
59. Er wird sie gewiß in einen Ort eingehen lassen, mit dem sie wohl zufrieden sind. Und Allah ist wahrlich allwissend, langmütig.
60. Das (soll so sein). Und wer Vergeltung übt nach dem Maße dessen, womit er gekränkt worden ist, und dann (wiederum) Unrecht leidet, dem wird Allah sicherlich beistehen. Wahrlich, Allah ist allvergebend, allverzeihend.
61. Das ist, weil Allah die Nacht unmerklich folgen läßt auf den Tag und den Tag unmerklich folgen läßt auf die Nacht, und weil Allah allhörend, allsehend ist.
62. Das ist, weil Allah, Er ist die Wahrheit, und das, was sie statt Ihn anrufen, das ist die Lüge, und weil Allah der Erhabene ist, der Große.
63. Hast du denn nicht gesehen, daß Allah Wasser herabsendet vom Himmel und die Erde grün wird? Allah ist fürwahr gütig, allwissend.
64. Sein ist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Allah ist fürwahr der Sich Selbst Genügende, der Preiswürdige.
65. Hast du denn nicht gesehen, daß Allah euch dienstbar gemacht hat, was auf Erden ist, und die Schiffe, die das Meer durchsegeln nach Seinem Geheiß? Und Er hält den Regen zurück, daß er nicht auf die Erde falle, außer mit Seiner Erlaubnis. Wahrlich, Allah ist gütig und barmherzig gegen die Menschen.
66. Und Er ist es, Der euch das Leben gab, dann wird Er euch sterben lassen, dann wird Er euch (wieder) lebendig machen. Wahrlich der Mensch ist höchst undankbar.
67. Einem jeden Volke haben Wir Andachtsübungen gegeben, die sie befolgen; sie sollen daher nicht mit dir streiten in dieser Sache; sondern rufe (sie) zu deinem Herrn. Wahrlich, du folgst der rechten Führung.
68. Wenn sie jedoch mit dir hadern, so sprich: «Allah weiß am besten, was ihr tut.
69. Allah wird richten zwischen euch am Tage der Auferstehung über das, worüber ihr uneinig wart.»
70. Weißt du nicht, daß Allah kennt, was im Himmel und was auf der Erde ist? Fürwahr, das steht in einem Buch, das ist für Allah ein leichtes.
71. Sie verehren statt Allah das, wofür Er keine Ermächtigung herabgesandt hat und wovon sie keine Kenntnis haben. Und für die Ungerechten gibt es keinen Helfer.
72. Wenn Unsere klaren Zeichen ihnen vorgetragen werden, dann kannst du auf dem Antlitz derer, die ungläubig sind, Verneinung wahrnehmen. Sie möchten am liebsten über die herfallen, die ihnen Unsere Zeichen vortragen. Sprich: «Soll ich euch von etwas Schlimmerem als diesem Kunde geben? Dem Feuer! Allah hat es denen verheißen, die ungläubig sind. Und eine üble Bestimmung ist es!»
73. O ihr Menschen, ein Gleichnis ist geprägt, so höret darauf: Gewiß, jene, die ihr anruft statt Allah, werden in keiner Weise vermögen, (auch nur) eine Fliege zu erschaffen, wenn sie sich dazu auch zusammentäten. Und wenn die Fliege ihnen etwas raubte, sie können es ihr nicht entreißen. Schwach ist der Suchende wie der Gesuchte.
74. Sie schätzen Allah nicht nach Seinem Wert. Gewiß, Allah ist stark, allmächtig.
75. Allah erwählt aus den Engeln Gesandte und aus den Menschen. Siehe, Allah ist allhörend, allsehend.
76. Er weiß, was vor ihnen ist und was hinter ihnen ist; und zu Allah sollen alle Sachen zurückgebracht werden.
77. O die ihr glaubt, beuget euch und fallet nieder und verehret euren Herrn, und tut das Gute, auf daß ihr Erfolg habt.
78. Und eifert in Allahs Sache, wie dafür geeifert werden soll. Er hat euch erwählt und hat euch keine Härte auferlegt in der Religion; (folget) dem Bekenntnis eures Vaters Abraham. Er ist es, Der euch vordem schon Muslims nannte und (nun) in diesem (Buche), damit der Gesandte Zeuge sei über euch und damit ihr Zeugen seiet über die Menschen. Drum verrichtet das Gebet und zahlet die Zakat und haltet fest an Allah. Er ist euer Gebieter. Ein vortrefflicher Gebieter und ein vortrefflicher Helfer!20 Mayıs 2012: 16:18 #804316Anonim
23- AL-MO’MINÛN
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Erfolg fürwahr krönt die Gläubigen,
2. Die sich demütigen in ihren Gebeten
3. Und die sich fernhalten von allem Eiteln,
4. Und die nach Reinheit streben
5. Und die ihre Sinnlichkeit im Zaum halten –
6. Es sei denn mit ihren Gattinnen oder denen, die ihre Rechte besitzt, denn dann sind sie nicht zu tadeln;
7. Die aber darüber hinaus Gelüste tragen, die sind die Übertreter -,
8. Und die ihre Treue und ihre Verträge wahren
9. Und die streng auf ihre Gebete achten.
10. Das sind die Erben,
11. Die das Paradies ererben werden. Ewig werden sie darin weilen.
12. Wahrlich, Wir erschufen den Menschen aus reinstem Ton;
13. Dann setzten Wir ihn als Samentropfen an eine sichere Ruhestätte;
14. Dann bildeten Wir den Tropfen zu geronnenem Blut; dann bildeten Wir das geronnene Blut zu einem Fleischklumpen; dann bildeten Wir aus dem Fleischklumpen Knochen; dann bekleideten Wir die Knochen mit Fleisch; dann entwickelten Wir es zu einer anderen Schöpfung. So sei denn Allah gepriesen, der beste Schöpfer.
15. Dann, nach diesem, müßt ihr sicherlich sterben.
16. Dann werdet ihr am Tage der Auferstehung erweckt werden.
17. Und Wir haben über euch sieben Wege geschaffen, und nie sind Wir nachlässig gegen die Schöpfung.
18. Wir sandten Wasser vom Himmel nieder nach bestimmtem Maß, und Wir ließen es in der Erde ruhen; aber Wir vermögen es wieder hinwegzunehmen.
19. Und Wir brachten damit Gärten für euch hervor von Dattelpalmen und Trauben; in ihnen habt ihr reichlich Früchte; und aus ihnen esset ihr;
20. Und einen Baum, der aus dem Berge Sinai emporwächst; er gibt Oel und Soße für die Essenden.
21. Und im Vieh ist eine Lehre für euch. Wir geben euch zu trinken von dem, was in ihren Leibern ist, und ihr habt an ihnen vielerlei Nutzen, und von ihnen esset ihr;
22. Und auf ihnen sowohl sie in Schiffen werdet ihr getragen.
23. Wir sandten Noah zu seinem Volk, und er sprach: «O mein Volk, dienet Allah. Ihr habt keinen anderen Gott als Ihn. Wollt ihr also nicht rechtschaffen werden?»
24. Aber die Häupter seines Volks, die ungläubig waren, sprachen: «Er ist nur ein Mensch wie ihr; er möchte sich bloß über euch erheben. Hätte Allah gewollt, Er hätte doch gewiß Engel hinabsenden können. Wir haben nie von solchem unter unseren Vorvätern gehört.
25. Er ist nur ein Verrückter: wartet darum eine Weile mit ihm.»
26. Er sprach: «Mein Herr, hilf mir, denn sie haben mich einen Lügner genannt.»
27. So offenbarten Wir ihm: «Mache die Arche unter Unseren Augen und gemäß Unserer Offenbarung. Und wenn Unser Befehl ergeht und die Oberfläche der Erde (Wasser) hervorwallen läßt, dann nimm an Bord ein Paar von jeglicher Art, männlich und weiblich, sowie deine Angehörigen, mit Ausnahme derer unter ihnen, wider die das Wort bereits ergangen ist. Und sprich Mir nicht von denen, die gefrevelt haben, denn sie sollen ertränkt werden,
28. Und wenn du dich in der Arche eingerichtet hast – du und die bei dir sind -, dann sprich: “Aller Preis gehört, Allah, Der uns errettet hat von dem ruchlosen Volk!”
29. Und sprich: “Mein Herr, gewähre mir eine gesegnete Landung denn Du bist der beste Lotse.”»
30. Wahrlich, hierin sind Zeichen, und Wir stellen nur auf die Probe.
31. Dann ließen Wir nach ihnen ein anderes Geschlecht erstehen.
32. Und Wir entsandten unter sie einen Gesandten aus ihrer Mitte (der sprach): «Dienet Allah. Ihr habt keinen anderen Gott als Ihn. Wollt ihr also nicht rechtschaffen werden?»
33. Die Häupter seines Volks, die ungläubig waren und die Begegnung im Jenseits leugneten und denen Wir die guten Dinge des irdischen Lebens beschert hatten, sprachen: «Das ist nur ein Mensch wie ihr. Er ißt von dem, was ihr esset, und trinkt von dem, was ihr trinket.
34. Und wenn ihr einem Menschen euresgleichen gehorcht, dann werdet ihr gewiß Verlierende sein.
35. Verheißt er euch, daß ihr, wenn ihr tot seid und Staub und Gebeine geworden, wieder erstehen werdet?
36. Weit, weit gesucht ist das, was euch da verheißen wird!
37. Es gibt kein anderes Leben als unser Leben hienieden; wir sterben und wir leben, doch wir werden nicht wieder erweckt werden.
38. Er ist nur ein Mensch, der eine Lüge wider Allah erdichtet hat; und wir wollen ihm nicht glauben.»
39. Er sprach: «Mein Herr, hilf mir, denn sie haben mich einen Lügner genannt.»
40. (Gott) sprach: «In einer kleinen Weile werden sie sicherlich reuig werden.»
41. Da faßte sie der Wirbel nach Gebühr, und Wir machten sie zur Spreu. Verflucht denn sei das Volk, das Frevel begeht!
42. Dann ließen Wir nach ihnen andere Geschlechter erstehen.
43. Kein Volk kann seine festgesetzte Zeit beschleunigen, noch kann es (sie) verzögern.
44. Dann entsandten Wir Unsere Gesandten, einen nach dem andern. Sooft sein Gesandter zu einem Volke kam, nannten sie ihn einen Lügner. So ließen Wir sie einander folgen und machten sie zu Geschichten. Verflucht denn sei das Volk, das nicht glaubt!
45. Dann sandten Wir Moses und seinen Bruder Aaron mit Unseren Zeichen und einer klaren Vollmacht
46. Zu Pharao und seinen Häuptern; doch sie wandten sich verächtlich ab, und sie waren ein hochmütiges Volk.
47. Sie sprachen: «Sollen wir an zwei Menschen gleich uns glauben, wo ihr Volk uns untertänig ist?»
48. So schalten sie sie Lügner, und sie gehörten zu denen, die vernichtet wurden.
49. Wir gaben Moses das Buch, daß sie dem rechten Weg folgen möchten.
50. Und Wir machten den Sohn der Maria und seine Mutter zu einem Zeichen und gaben ihnen Zuflucht auf einem Hügel mit einer grünen Talmulde und dem fließenden Wasser von Quellen.
51. O ihr Gesandten, esset von den reinen Dingen und tut Gutes. Wahrlich, Ich weiß recht wohl, was ihr tut.
52. Diese eure Gemeinde ist die einige Gemeinde, und Ich bin euer Herr. So nehmet Mich zum Beschützer.
53. Aber sie wurden uneinig untereinander und spalteten sich in Parteien, und jede Partei freute sich über das, was sie selbst hatte.
54. Darum überlasse sie eine Zeitlang ihrer Unwissenheit.
55. Wähnen sie etwa, daß durch die Glücksgüter und die Söhne, womit Wir ihnen helfen,
56. Wir Uns beeilen, ihnen Gutes zu tun? Nein, sie verstehen nicht.
57. Wahrlich, jene, die erbeben in Ehrfurcht vor ihrem Herrn,
58. Und jene, die an die Zeichen ihres Herrn glauben,
59. Und jene, die ihrem Herrn nicht Götter zur Seite stellen,
60. Und jene, die da spenden, was sie spenden; und ihre Herzen zittern, weil sie zu ihrem Herrn zurückkehren werden –
61. Sie sind es, die sich beeilen in guten Werken und die ihnen darin voran sind.
62. Wir belasten niemanden über sein Vermögen. Wir haben ein Buch, das die Wahrheit spricht; und es soll ihnen kein Unrecht geschehen.
63. Nein, ihre Herzen sind gänzlich unachtsam dieses (Buches), und außerdem sind da Tätigkeiten von ihnen, die sie fortführen,
64. Bis daß, wenn Wir die Reichen unter ihnen mit Strafe erfassen; siehe, dann schreien sie um Hilfe.
65. «Schreit nicht um Hilfe heute, denn ihr sollt bei Uns keine Hilfe finden.
66. Meine Zeichen wurden euch vorgetragen, ihr aber pflegtet euch umzukehren auf euren Fersen,
67. Verächtlich, und ihr faseltet nächtlicherweile über ihn (den Koran).»
68. Haben sie denn das Wort nicht bedacht, oder ist zu ihnen gekommen, was nicht zu ihren Vorvätern kam?
69. Oder kennen sie ihren Gesandten nicht, daß sie Ihn verleugnen?
70. Oder sprechen sie: «Er ist ein Besessener»? Nein, er hat ihnen die Wahrheit gebracht, und die meisten von ihnen hassen die Wahrheit.
71. Und wenn die Wahrheit sich nach ihren Begierden gerichtet hätte, wahrlich, die Himmel und die Erde und wer darinnen ist, wären in Unordnung gestürzt worden. Nein, Wir haben ihnen ihre Ehre gebracht, doch von ihrer eigenen Ehre kehren sie sich ab.
72. Oder forderst du von ihnen irgend Lohn? Doch der Lohn deines Herrn ist besser; und Er ist der beste Versorger.
73. Und gewiß, du lädst sie zu einem geraden Weg;
74. Und jene, die nicht an das Jenseits glauben, weichen wahrlich ab von dem Weg.
75. Und hätten Wir Uns ihrer erbarmt und sie von ihrer Drangsal befreit, sie würden dennoch in ihrer Widerspenstigkeit verharren, verblendet irre wandernd.
76. Wir haben sie mit Strafe erfaßt, doch sie haben sich ihrem Herrn nicht unterworfen, noch haben sie sich gedemütigt –
77. Bis daß, Wir vor ihnen ein Tor zu strenger Strafe öffnen werden. Siehe, da werden sie in Verzweiflung darüber sein.
78. Er ist es, Der euch Ohren und Augen und Herzen geschaffen hat. Ihr wißt wenig Dank.
79. Und Er ist es, Der euch auf der Erde gemehrt hat, und zu Ihm werdet ihr versammelt werden.
80. Und Er ist es, Der Leben gibt und Tod verursacht, und in Seinen Händen ist der Wechsel von Nacht und Tag. Wollt ihr denn nicht begreifen?
81. Sie aber sprechen, wie schon die Alten sprachen.
82. Sie sagen: «Wie! wenn wir gestorben und Staub und Knochen geworden sind, sollen wir dann wirklich auferweckt werden?
83. Dies ist uns verheißen worden, uns und unseren Vätern zuvor. Das sind ja nichts als Fabeln der Alten »
84. Sprich: «Wessen ist die Erde und wer auf ihr ist, wenn ihr es wisset?»
85. Sie werden sprechen: «Allahs». Sprich: «Wollt ihr denn nicht nachdenken?»
86. Sprich: «Wer ist der Herr der sieben Himmel und der Herr des Großen Throns?»
87. Sie werden sprechen: «(Sie sind) Allahs». Sprich: «Wollt ihr denn nicht (Ihn) zum Beschützer nehmen?»
88. Sprich: «Wer ist es, in Dessen Hand die Herrschaft über alle Dinge ist und Der Schutz gewährt, aber gegen Den es keinen Schutz gibt, wenn ihr es wisset?»
89. Sie werden sprechen: «(All dies ist) Allah vorbehalten.» Sprich: «Wie also seid ihr verblendet?»
90. Ja, Wir haben ihnen die Wahrheit gebracht, doch wahrhaftig, sie leugnen sie.
91. Allah hat Sich keinen Sohn zugesellt, noch ist irgendein Gott neben Ihm: sonst würde jeder «Gott» mit sich fortgenommen haben, was er erschaffen, und die einen von ihnen hätten sich sicherlich gegen die anderen erhoben. Gepriesen sei Allah über all das, was sie behaupten!
92. Der Kenner des Verborgenen und des Offenbaren! Erhaben ist Er darum über das, was sie anbeten.
93. Sprich: «Mein Herr, wenn Du mich schauen lassen willst, was ihnen angedroht ward,
94. Dann, mein Herr, setze mich nicht unter das Volk der Frevler.»
95. Wir haben wahrlich die Macht, dich schauen zu lassen, was Wir ihnen androhen.
96. Wehre das Böse ab mit dem, was das Beste ist. Wir wissen recht wohl, was für Dinge sie sagen.
97. Und sprich: «Mein Herr, ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor den Einflüsterungen der Teufel.
98. Und ich nehme meine Zuflucht bei Dir, mein Herr, daß sie sich mir nicht nähern.»
99. Wenn der Tod an einen von ihnen herantritt, spricht er: «Mein Herr, sende mich zurück,
100. Auf daß ich recht handeln möge in dem, was ich zurückließ.» Keineswegs, es ist nur ein Wort, das er ausspricht. Und hinter ihnen ist eine Schranke bis zum Tage, an dem sie auferweckt werden.
101. Und wenn in die Posaune gestoßen wird, dann werden keine Verwadtschaftsbande zwischen ihnen sein an jenem Tage, noch werden sie einander befragen.
102. Dann werden die, deren gute Werke gewichtig sind, die Erfolgreichen sein.
103. Jene aber, deren gute Werke leicht wiegen, werden die sein, die ihre Seelen verlieren; in der Hölle müssen sie bleiben.
104. Das Feuer wird ihre Gesichter verbrennen, und sie werden darin schwarze Gesichter haben.
105. «Wurden euch Meine Zeichen nicht vorgetragen, und ihr verwarfet sie?»
106. Sie werden sprechen: «Unser Herr, unsere Ruchlosigkeit überkam uns, und wir waren ein irrendes Volk.
107. Unser Herr, führe uns heraus aus diesem. Wenn wir (zum Ungehorsam) zurückkehren, dann werden wir wahrlich Frevler sein.»
108. Er wird sprechen: «Hinab mit euch darein, und redet nicht mit Mir.
109. Es gab eine Anzahl unter Meinen Dienern, die zu sprechen pflegten: “Unser Herr, wir glauben; vergib uns darum und erbarme Dich unser, denn Du bist der beste Erbarmer.”
110. Ihr aber habt sie mit Spott empfangen, so sehr, daß sie euch Meine Ermahnung vergessen ließen, während ihr sie verlachtet.
111. Ich habe sie heute belohnt, denn sie waren standhaft. Wahrlich, sie sind es, die den Sieg erreicht haben.»
112. (Gott) wird sprechen: «Wie viele Jahre verweiltet ihr auf Erden?»
113. Sie werden sprechen: «Wir verweilten einen Tag oder den Teil eines Tags, doch frage die Rechnungführenden.»
114. Er wird sprechen: «Ihr verweiltet nur ein weniges, wenn ihr es nur wüßtet!
115. Glaubtet ihr denn, Wir hätten euch in Sinnlosigkeit geschaffen, und daß ihr nicht zu Uns zurückgebracht würdet?»
116. Doch hoch erhaben ist Allah, der wahre König. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Herrn des herrlichen Throns.
117. Und wer neben Allah einen anderen Gott anruft, für den er keinen Beweis hat, der wird seinem Herrn Rechenschaft abzulegen haben. Wahrlich, die Ungläubigen haben keinen Erfolg. 118. Und sprich: «Mein Herr, vergib und habe Erbarmen, denn Du bist der beste Erbarmer.»20 Mayıs 2012: 16:18 #804311Anonim
24-AL-NÛR
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Eine Sura, die Wir hinabsandten und die Wir zum Gesetz erhoben. Wir haben darin deutliche Zeichen hinabgesandt, auf daß ihr ermahnt seiet.
2. Weib und Mann, die des Ehebruchs schuldig sind, geißelt beide mit einhundert Streichen. Und laßt nicht Mitleid mit den beiden euch überwältigen vor dem Gesetze Allahs, so ihr an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt. Und eine Anzahl der Gläubigen soll ihrer Strafe beiwohnen.
3. Ein Ehebrecher wohnt nur einer Ehebrecherin oder einer Götzendienerin bei, und eine Ehebrecherin wohnt nur einem Ehebrecher oder Götzendiener bei; den Gläubigen ist das verwehrt.
4. Und diejenigen, die züchtige Frauen verleumden, jedoch nicht vier Zeugen beibringen – geißelt sie mit achtzig Streichen und lasset ihre Aussage niemals gelten, denn sie sind es, die ruchlose Frevler sind,
5. Außer jenen, die hernach bereuen und sich bessern; denn wahrlich, Allah ist allvergebend, barmherzig.
6. Und jene, die ihre Gattinnen verleumden und keine Zeugen haben außer sich selber – die Aussage eines Mannes allein von solchen Leuten soll (genügen), wenn er viermal im Namen Allahs Zeugenschaft leistet, daß er zweifelsohne die Wahrheit redet;
7. Und (sein) fünfter (Eid) soll sein, daß der Fluch Allahs auf ihm sein möge, falls er ein Lügner ist.
8. Von ihr aber soll es die Strafe abwenden, wenn sie viermal im Namen Allahs Zeugenschaft leistet, daß er ein Lügner ist.
9. Und (ihr) fünfter (Eid) soll sein, daß Allahs Zorn auf ihr sein möge, falls er die Wahrheit redet.
10. Wäre nicht Allahs Huld und Seine Barmherzigkeit über euch und (wäre es nicht) daß Allah vielvergebend, allweise ist (ihr wäret verloren gewesen).
11. Diejenigen, welche die große Lüge vorbrachten, sind eine Gruppe unter euch. Glaubt nicht, es sei ein Übel für euch; im Gegenteil, es ist euch zum Guten. Jedem von ihnen soll die Sünde, die er begangen hat; und der unter ihnen, der den Hauptanteil daran hatte, soll eine schwere Strafe erleiden.
12. Warum dachten die gläubigen Männer und Frauen, als ihr es hörtet, nicht Gutes von ihren eigenen Leuten und sprachen: «Das ist eine offenkundige Lüge»?
13. Warum brachten sie nicht vier Zeugen dafür? Da sie keine Zeugen gebracht haben, sind sie es also, die vor Allah die Lügner sind.
14. Wäre nicht Allahs Huld und Seine Barmherzigkeit über euch, hienieden und im Jenseits, eine schwere Strafe hätte euch getroffen für das, worin ihr euch einließet.
15. Als ihr es übernahmt mit euren Zungen und ihr mit eurem Munde das aussprachet, wovon ihr keine Kenntnis hattet, da hieltet ihr es für eine geringe Sache, indes es vor Allah eine große war.
16. Und warum sprachet ihr nicht, als ihr es hörtet: «Es kommt uns nicht zu, darüber zu reden. Heilig bist Du! dies ist eine arge Verleumdung»?
17. Allah ermahnt euch, nie wieder dergleichen zu begehen, wenn ihr Gläubige seid.
18. Und Allah erklärt euch die Gebote; denn Allah ist allwissend, allweise.
19. Jenen, die wünschen, daß Unsittlichkeit unter den Gläubigen sich verbreite, wird hienieden und im Jenseits schmerzliche Strafe. Allah weiß, und ihr wisset nicht.
20. Wäre nicht Allahs Huld und Seine Barmherzigkeit über euch und daß Allah gütig, erbarmend ist (ihr wäret zugrunde gegangen).
21. O die ihr glaubt, folget nicht den Fußstapfen Satans. Und wer den Fußstapfen Satans folgt – er gebietet gewiß Schändliches und Unrechtes. Und wäre nicht Allahs Huld und Seine Barmherzigkeit über euch, nicht einer von euch wäre je rein geworden; doch Allah spricht rein, wen Er will. Und Allah ist allhörend, allwissend.
22. Und die unter euch, die Reichtum und Überfluß besitzen, sollen nicht schwören, den Anverwandten und den Bedürftigen und den auf Allahs Pfad Ausgewanderten nicht zu geben. Sie sollen vergeben und verzeihen. Wünscht ihr nicht, daß Allah euch vergebe? Und Allah ist allvergebend, barmherzig.
23. Diejenigen, welche züchtige, ahnungslose, gläubige Frauen verleumden, sind verflucht hienieden und im Jenseits. Ihrer harrt schwere Strafe
24. An dem Tage, wo ihre Zungen und ihre Hände und ihre Füße wider sie zeugen werden von dem, was sie getan.
25. An dem Tage wird Allah ihnen heimzahlen nach Gebühr, und sie werden erfahren, daß Allah allein die lautere Wahrheit ist.
26. Schlechte Frauen sind für schlechte Männer, und schlechte Männer sind für schlechte Frauen. Und gute Frauen sind für gute Männer , und gute Männer sind für gute Frauen; sie sind frei von all dem, was sie (die Verleumder) sprechen. Ihrer harrt Vergebung und eine ehrenvolle Versorgung.
27. O die ihr glaubt, betretet nicht andere Häuser als die euren, bevor ihr um Erlaubnis gebeten und ihre Bewohner begrüßt habt. Das ist besser für euch, auf daß ihr achtsam seiet.
28. Und wenn ihr niemanden darin findet, so tretet nicht eher ein, als bis euch Erlaubnis gegeben ward. Und wenn zu euch gesprochen wird: «Kehret um», dann kehret um; das ist reiner für euch. Und Allah weiß wohl, was ihr tut.
29. Es ist eurerseits keine Sünde, wenn ihr in unbewohnte Häuser tretet, worin sich eure Güter befinden. Allah weiß, was ihr kundtut und was ihr verhehlt.
30. Sprich zu den gläubigen Männern, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist reiner für sie. Wahrlich, Allah ist recht wohl kundig dessen, was sie tun.
31. Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und daß sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muß, und daß sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen und ihre Reize vor niemandem enthüllen als vor ihren Gatten, oder ihren Vätern, oder den Vätern ihrer Gatten, oder ihren Söhnen, oder den Söhnen ihrer Gatten, oder ihren Brüdern, oder den Söhnen ihrer Brüder, oder den Söhnen ihrer Schwestern, oder ihren Frauen, oder denen, die ihre Rechte besitzt, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb haben, und den Kindern, die von der Blöße der Frauen nichts wissen. Und sie sollen ihre Füße nicht zusammenschlagen, so daß bekannt wird, was sie von ihrem Zierat verbergen. Und bekehret euch zu Allah insgesamt, o ihr Gläubigen, auf daß ihr erfolgreich seiet.
32. Und verheiratet eure Witwen und die (heirats-) fähigen unter euren Sklaven (Kriegsgefangenen), männliche wie weibliche. Wenn sie arm sind, so wird Allah sie aus Seiner Fülle reich machen, denn Allah ist freigebig, allwissend.
33. Und diejenigen, die keine (Gelegenheit) zur Ehe finden, sollen sich keusch halten, bis Allah sie aus Seiner Fülle reich macht. Und jene, die eure Rechte besitzt – wenn welche von ihnen eine Freilassungsurkunde begehren, stellt sie ihnen aus, falls ihr in ihnen Gutes wisset; und gebet ihnen von Allahs Reichtum, den Er euch gegeben hat. Und zwingt eure Mägde nicht zur Unzucht (indem ihr sie nicht verheiratet), wenn sie keusch zu bleiben wünschen, nur damit ihr die Güter des irdischen Lebens erlanget. Zwingt sie aber einer, dann wird Allah gewiß allvergebend und barmherzig (zu ihnen) sein nach ihrem Zwang.
34. Wir haben euch deutliche Zeichen niedergesandt und das Beispiel derer, die vor euch dahingingen, und eine Ermahnung für die Gottesfürchtigen.
35. Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Das Gleichnis Seines Lichts ist wie eine Nische, worin sich eine Lampe befindet. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas ist gleichsam ein glitzernder Stern – angezündet von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, weder vom Osten noch vom Westen, dessen Oel beinah leuchten würde, auch wenn das Feuer es nicht berührte. Licht über Licht. Allah leitet zu Seinem Licht, wen Er will. Und Allah prägt Gleichnisse für die Menschen, denn Allah kennt alle Dinge.
36. (Es ist) in Häusern, für die Allah verordnet hat, sie sollten erhöht und Sein Name sollte darin verkündet werden. Darin preisen Ihn am Morgen und am Abend
37. Männer, die weder Ware noch Handel abhält von dem Gedenken an Allah und der Verrichtung des Gebets, und dem Geben der Zakat. Sie fürchten einen Tag, an dem sich Herzen und Augen verdrehen werden,
38. Daß Allah sie belohne für die besten ihrer Taten und ihnen Mehrung gebe aus Seiner Fülle. Allah versorgt ja, wen Er will, ohne zu rechnen.
39. Die aber ungläubig sind – ihre Taten sind wie eine Luftspiegelung in einer Ebene. Der Dürstende hält sie für Wasser bis er, wenn er hinzutritt, sie als Nichts findet. Doch er findet Allah nahebei, Der ihm seine Rechnung voll bezahlt; und Allah ist schnell im Abrechnen.
40. Oder wie Finsternisse in einem tiefen Meer, eine Woge bedeckt es, über ihr ist eine Woge, darüber ist eine Wolke: Finsternisse, eine über der andern. Wenn er seine Hand ausstreckt, kann er sie kaum sehen; und wem Allah kein Licht gibt – für den ist kein Licht.
41. Hast du nicht gesehen, daß es Allah ist, Den alle lobpreisen, die in den Himmeln und auf Erden sind, und die Vögel auch mit ausgebreiteten Schwingen? Jedes kennt seine eigene (Weise von) Gebet und Lobpreisung. Und Allah weiß wohl, was sie tun.
42. Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde, und zu Allah wird die Heimkehr sein.
43. Hast du nicht gesehen, daß Allah die Wolken einhertreibt, dann sie zusammenfügt, dann sie aufeinander schichtet, daß du Regen hervorströmen siehst aus ihrer Mitte? Und Er sendet vom Himmel Berge (von Wolken) nieder, in denen Hagel ist, und Er trifft damit, wen Er will, und wendet ihn ab, von wem Er will. Der Glanz seines Blitzes benimmt fast das Augenlicht.
44. Allah läßt wechseln die Nacht und den Tag. Hierin ist wahrlich eine Lehre für solche, die Augen haben.
45. Und Allah hat jedes Lebewesen aus Wasser erschaffen. Unter ihnen sind manche, die auf ihren Bäuchen gehen, und unter ihnen sind manche, die auf zwei Beinen gehen, und unter ihnen sind manche, die auf vieren gehn. Allah schafft, was Er will. Wahrlich, Allah hat Macht über alle Dinge.
46. Wir haben deutliche Zeichen herabgesandt. Und Allah leitet, wen Er will, auf den geraden Weg.
47. Sie sprechen: «Wir glauben an Allah und an den Gesandten, und wir gehorchen»; hierauf aber wenden sich einige von ihnen ab. Und dies sind keine Gläubigen.
48. Und wenn sie zu Allah und Seinem Gesandten gerufen werden, damit er richten möge zwischen ihnen, siehe, dann wendet sich eine Gruppe unter ihnen ab.
49. Doch wenn das Recht auf ihrer Seite ist, dann kommen sie zu ihm gelaufen in aller Unterwürfigkeit.
50. Ist es, daß Krankheit in ihren Herzen ist? Oder zweifeln sie, oder fürchten sie, daß Allah und Sein Gesandter ungerecht gegen sie sein würden? Nein, sie sind es selbst, die Unrecht begehen.
51. Die Rede der Gläubigen, wenn sie zu Allah und Seinem Gesandten gerufen werden, damit er richten möge zwischen ihnen, ist nur, daß sie sprechen: «Wir hören und wir gehorchen.» Und sie sind es, die Erfolg haben werden.
52. Wer Allah und Seinem Gesandten gehorcht und Allah fürchtet und Ihn zum Schild nimmt: solche sind es, die Glückseligkeit erlangen werden.
53. Sie schwören bei Allah ihre feierlichsten Eide, sie würden, wenn du es ihnen befiehlst, gewißlich ausziehen. Sprich: «Schwört nicht! Geziemender Gehorsam!» Wahrlich, Allah ist wohl kundig dessen, was ihr tut.
54. Sprich: «Gehorchet Allah und gehorchet dem Gesandten.» Doch wenn ihr euch abkehrt, dann ist er nur für das verantwortlich, was ihm auferlegt wurde, und ihr seid nur für das verantwortlich, was euch auferlegt wurde. Und wenn ihr ihm gehorcht, so werdet ihr dem rechten Weg folgen. Und dem Gesandten obliegt nur die deutliche Verkündigung.
55. Verheißen hat Allah denen unter euch, die glauben und gute Werke tun, daß Er sie gewißlich zu Nachfolgern auf Erden machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machte; und daß Er gewißlich für sie ihre Religion befestigen wird, die Er für sie auserwählt hat; und daß Er gewißlich ihren (Stand), nach ihrer Furcht, in Frieden und Sicherheit verwandeln wird: Sie werden Mich verehren, (und) sie werden Mir nichts zur Seite stellen. Wer aber hernach undankbar ist, das werden die Empörer sein.
56. Und verrichtet das Gebet und zahlet die Zakat und gehorchet dem Gesandten, auf daß ihr Barmherzigkeit empfangen möget.
57. Wähne nicht, die da ungläubig sind, könnten auf Erden entrinnen; ihr Aufenthalt ist die Hölle; und eine schlimme Bestimmung ist das fürwahr.
58. O die ihr glaubt, es sollen die, welche eure Rechte besitzt, und die unter euch, die noch nicht die Reife erlangt haben, euch um Erlaubnis bitten zu dreien Zeiten: vor dem Morgengebet, und wenn ihr eure Kleider ablegt wegen der Mittagshitze, und nach dem Abendgebet – für euch drei Zeiten der Zurückgezogenheit. Nach diesen ist es für euch und für sie keine Sünde, wenn die einen von euch sich um die andern zu schaffen machen. Also macht euch Allah die Gebote klar, denn Allah ist allwissend, allweise.
59. Wenn die Kinder unter euch ihre Reife erlangen, dann sollen sie (auch) um Erlaubnis bitten, gerade so wie die vor ihnen um Erlaubnis baten. Also macht euch Allah Seine Gebote klar, denn Allah ist allwissend, allweise.
60. (Was nun) die älteren Frauen (betrifft), die nicht mehr auf Heirat hoffen können, so trifft sie kein Vorwurf, wenn sie ihre Tücher ablegen, ohne ihre Zierde zur Schau zu stellen. Daß sie sich dessen enthalten, ist besser für sie. Und Allah ist allhörend, allwissend.
61. Kein Vorwurf trifft den Blinden, noch trifft ein Vorwurf den Lahmen, kein Vorwurf trifft den Kranken oder euch selbst, wenn ihr in euren eignen Häusern esset, oder den Häusern eurer Väter, oder den Häusern eurer Mütter, oder den Häusern eurer Brüder, oder den Häusern eurer Schwestern, oder den Häusern eurer Vatersbrüder, oder den Häusern eurer Vatersschwestern, oder den Hausern eurer Mutterbrüder, oder den Häusern eurer Mutterschwestern, oder in einem (Haus), dessen Schlüssel in eurer Obhut sind, oder (in dem Haus) eures Freundes. Es ist keine Sünde für euch, ob ihr zusammen esset oder gesondert. Doch wenn ihr Häuser betretet, so grüßet einander mit einem gesegneten, lauteren Gruß von Allah. Also macht euch Allah die Gebote klar, auf daß ihr begreifet.
62. Nur die sind Gläubige, die an Allah glauben und an Seinen Gesandten und die, wenn sie in einer für alle wichtigen Angelegenheit bei ihm sind, nicht eher fortgehen, als bis sie ihn um Erlaubnis gebeten haben. Die dich um Erlaubnis bitten, das sind diejenigen, die (wirklich) an Allah und Seinen Gesandten glauben Wenn sie dich also um Erlaubnis bitten für irgendein eignes Geschäft, so gib Erlaubnis, wem du willst von ihnen, und bitte Allah für sie um Verzeihung. Wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.
63. Erachtet nicht den Ruf des Gesandten unter euch gleich dem Ruf des einen von euch nach dem andern. Allah kennt diejenigen unter euch, die sich hinwegstehlen, indem sie sich verstecken. So mögen die, die sich seinem Befehl widersetzen, sich hüten, daß sie nicht Drangsal befalle oder eine schmerzliche Strafe sie ereile. 64. Höret: Allahs ist, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Er kennt euren Zustand wohl. Und an dem Tage, wo sie zu Ihm zurückgebracht werden, da wird Er ihnen ankündigen, was sie getan. Und Allah weiß alle Dinge wohl.20 Mayıs 2012: 16:19 #804310Anonim
25-AL-FURQÃN
Im Namen Allahs, desGnädigen, des Barmherzigen1. Segensreich ist Er, Der das Entscheidende hinabgesandt hat zu Seinem Diener, daß er ein Warner sei für die Welten –
2. Er, Des das Königreich der Himmel und der Erde ist, Der Sich keinen Sohn zugesellt hat und Der keinen Mitregenten hat in der Herrschaft und Der jegliches Ding erschaffen und ihm das rechte Maß gegeben hat.
3. Doch haben sie sich Götter genommen neben Ihm, die nichts erschaffen, sondern selbst erschaffen sind, und die für sich selber keine Macht haben über Schaden oder Nutzen, noch haben sie Macht über Leben und Tod und Erweckung.
4. Jene, die ungläubig sind, sprechen: «Dies ist ja nichts als eine Züge, die er erdichtet hat, und andere Leute haben ihm dabei geholfen.» Zweifellos haben sie da Ungerechtigkeit und Lüge gebracht.
5. Und sie sagen: «Fabeln der Alten; er hat sie aufschreiben lassen, und sie werden ihm vorgelesen am Morgen und am Abend.»
6. Sprich: «Er, Der das Geheimnis in den Himmeln und auf Erden kennt, hat ihn herabgesandt. Er ist wahrlich allverzeihend, barmherzig.»
7. Und sie sagen: «Was ist mit diesem Gesandten, daß er Speise ißt und in den Gassen umherwandelt? Warum ist nicht ein Engel zu ihm herabgesandt worden, daß er als Warner bei ihm wäre?
8. Oder ihm ein Schatz herabgeworfen worden oder ihm ein Garten gegeben worden, wovon er essen könnte?» Und die Frevler sprechen: «Ihr folgt nur einem behexten Menschen.»
9. Schau, wie sie Gleichnisse von dir prägen! Sie sind irregegangen und vermögen keinen Weg zu finden.
10. Segensreich ist Er, Der, wenn Er will, dir Besseres als all dies gewähren wird – Gärten, durch die Ströme fließen – und dir (auch) Paläste geben wird.
11. Nein, sie leugnen die «Stunde», und denen, welche die «Stunde» leugnen, haben Wir ein flammendes Feuer bereitet.
12. Wenn es sich ihnen aus der Ferne anzeigt, werden sie sein Rasen und Brüllen hören.
13. Und wenn sie, zusammengekettet, in seinen engen Raum (des Feuers) geworfen werden, dann werden sie dort den Tod wünschen.
14. «Wünschet heute den Tod nicht einmal, sondern wünschet den Tod mehrere Male!»
15. Sprich: «Ist dies nun besser oder der Garten der Ewigkeit, der den Gerechten verheißen ward? Er wird ihre Belohnung und Bestimmung sein.»
16. Darin werden sie haben, was immer sie begehren, (und) ewig weilen. Eine Verheißung ist es, die bindend ist für deinen Herrn.
17. Und an dem Tage, da Er sie versammeln wird und jene, die sie statt Allah verehren, da wird Er fragen: «Wart ihr es, die diese Meine Diener irreführten, oder sind sie selbst abgeirrt von dem Pfad?»
18. Sie werden sprechen: «Preis Dir! Es geziemte uns nicht, andere Beschützer als Dich anzunehmen; Du aber beschertest ihnen und ihren Vätern die guten Dinge (dieses Lebens), bis sie die Ermahnung vergaßen und ein verlorenes Volk wurden.»
19. «Nun haben sie euch Lügen gestraft für das, was ihr sagtet, und ihr könnt weder (die Strafe) abwenden noch (euch) helfen.» Und wer von euch Unrecht tut, den werden Wir eine harte Strafe kosten lassen.
20. Auch vor dir schickten Wir keine Gesandten, die nicht Speise aßen und in den Gassen umherwandelten. Allein Wir machen die einen unter euch zur Prüfung für die anderen. Wollt ihr denn standhaft sein? Und dein Herr ist allsehend.
21. Und diejenigen, die nicht auf die Begegnung mit Uns harren, sprechen: «Warum werden nicht Engel zu uns herniedergesandt? Oder wir sollten unseren Herrn schauen.» Wahrlich, sie denken zu hoch von sich und haben die Schranken arg überschritten.
22. Am Tage, wenn sie die Engel sehen: Keine frohe Botschaft für die Schuldigen an dem Tage! Und sie werden sprechen: «Das sei ferne!»
23. Und Wir werden Uns den Werken zuwenden, die sie gewirkt, und werden sie zunichte machen wie verwehte Stäubchen.
24. Die Bewohner des Himmels werden an jenem Tage bessere Wohnstatt und würdigeren Ruheplatz haben.
25. Und an dem Tage, da der Himmel sich spalten wird mitsamt den Wolken und die Engel herabgesandt werden in großer Zahl –
26. Das Königreich, das wahrhaftige, an jenem Tage wird es des Gnadenreichen sein; und ein Tag soll es sein, schwer für die Ungläubigen.
27. Am Tage, da der Frevler sich die Hände beißen wird, da wird er sprechen: «O hätte ich doch den Weg mit dem Gesandten genommen!
28. O wehe mir! hätte ich doch nimmermehr einen solchen zum Freunde genommen!
29. Er führte mich irre, hinweg von der Ermahnung, nachdem sie zu mir gekommen war.» Und Satan läßt den Menschen im Stich.
30. Und der Gesandte wird sprechen: «O mein Herr, mein Volk hat wirklich diesen Koran von sich gewiesen.»
31. Also gaben Wir jedem Propheten einen Feind aus den Reihen der Sünder; doch dein Herr genügt als Führer und als Helfer.
32. Und jene, die ungläubig sind, sprechen: «Warum ist ihm der Koran nicht auf einmal herabgesandt worden?» Dies, damit Wir dein Herz dadurch stärken möchten, und Wir haben seine Anordnung recht gut gemacht.
33. Sie legen dir keinen Einwand vor, ohne daß Wir dir die Wahrheit und die schönste Erklärung brächten.
34. Diejenigen, die auf ihren Gesichtern zur Hölle versammelt werden – sie werden in der schlimmsten Lage und vom Wege am weitesten abgeirrt sein.
35. Wir gaben Moses die Schrift, und zugleich machten Wir seinen Bruder Aaron zum Gehilfen.
36. Und Wir sprachen: «Gehet beide zum Volk, das Unsere Zeichen verworfen hat»; dann zerstörten Wir sie samt und sonders.
37. Und das Volk Noahs: Als sie die Gesandten verleugneten, ertränkten Wir sie und machten sie zu einem Zeichen für die Menschen. Und Wir haben für die Frevler eine schmerzliche Strafe bereitet.
38. Und so auch die Àd, die Thamüd und die Leute vom Brunnen und so manches Geschlecht zwischen ihnen.
39. Ihnen allen prägten Wir Gleichnisse, und sie alle zerstörten Wir samt und sonders.
40. Und sie müssen die Stadt besucht haben, auf die ein böser Regen niederregnete. Haben sie denn sie nicht gesehen? Nein, sie harren nicht auf die Auferstehung.
41. Wenn sie dich sehen, treiben sie nur Spott mit dir: «Ist das der, den Allah als Gesandten erweckt hat?
42. Fürwahr, er hätte uns beinahe irregeführt, hinweg von unseren Göttern, hätten wir nicht standhaft an ihnen festgehalten.» Und sie werden es erfahren, wenn sie die Strafe sehen, wer mehr vom Weg abgeirrt ist.
43. Hast du den gesehen, der sein Gelüste zu seinem Gott nimmt? Könntest du wohl ein Wächter über ihn sein?
44. Meinst du etwa, daß die meisten von ihnen hören oder verstehen? Sie sind nur sie das Vieh – nein, sie sind mehr vom Weg abgeirrt.
45. Hast du nicht gesehen, wie dein Herr den Schatten verlängert? Und hätte Er gewollt, Er hätte ihn stillstehen lassen. Dann haben Wir die Sonne zu seinem Weiser gemacht.
46. Dann ziehen Wir ihn allmählich zu Uns.
47. Und Er ist es, Der euch die Nacht zu einem Gewand macht und den Schlaf zur Ruhe und den Tag zur Auferweckung macht.
48. Und Er ist es, Der die Winde sendet als Freudenboten her vor Seiner Barmherzigkeit; und Wir senden reines Wasser von den Wolken nieder,
49. Auf daß Wir damit ein totes Land lebendig machen und es zu trinken geben Unserer Schöpfung – dem Vieh und den Menschen in großer Zahl.
50. Wir haben es (das Wasser) unter ihnen verteilt, damit sie ermahnt wären, allein die meisten Menschen lehnen alles ab, nur nicht den Unglauben.
51. Hätten Wir es gewollt, Wir hätten gewiß in jeder Stadt einen Warner erwecken können.
52. So gehorche nicht den Ungläubigen, sondern eifere mit ihm (dem Koran) wider sie in großem Eifer.
53. Er ist es, Der den beiden Gewässern freien Lauf gelassen hat, zu fließen, das eine wohlschmeckend, süß, und das andere salzig, bitter; und zwischen ihnen hat Er eine Schranke gemacht und eine Scheidewand.
54. Und Er ist es, Der den Menschen aus Wasser erschaffen hat und ihm Blutsverwandtschaft und Schwägerschaft gab; allmächtig ist dein Herr.
55. Dennoch verehren sie statt Allah das, was ihnen weder nützen noch schaden kann. Der Ungläubige ist ein Helfer wider seinen Herrn.
56. Und Wir haben dich nur als Bringer froher Botschaft und als Warner gesandt.
57. Sprich: «Ich verlange von euch keinen Lohn dafür, nur daß jeder, der will, den Weg zu seinem Herrn einschlagen mag.»
58. Und vertraue auf den Lebendigen, Der nicht stirbt, und erhebe Seine Herrlichkeit in Lobpreisung. Er ist der Sünden Seiner Diener zur Genüge kundig.
59. Er, Der die Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist, in sechs Zeiten erschuf; dann setzte Er Sich auf den Thron. Der Gnadenreiche: Frage nach Ihm einen, der Kenntnis hat.
60. Und wenn zu ihnen gesprochen wird: «Fallet nieder vor dem Gnadenreichen», sagen sie: «Und was ist der Gnadenreiche? Sollen wir niederfallen vor irgend etwas, wem du uns heißest?» Und es vermehrt nur ihren Widerwillen.
61. Segensreich ist Er, Der Burgen im Himmel gemacht hat und eine Lampe darein gestellt und einen leuchtenden Mond.
62. Und Er ist es, Der die Nacht und den Tag gemacht hat, einander folgend, für einen, der eingedenk oder dankbar sein möchte.
63. Die Diener des Gnadenreichen sind diejenigen, die in würdiger Weise auf Erden wandeln, und wenn die Unwissenden sie anreden, sprechen sie: «Frieden»;
64. Und die Nacht vor ihrem Herrn hinbringen, sich niederwerfend und stehend,
65. Und die sprechen: «Unser Herr, wende von uns die Strafe der Hölle; denn wahrlich, ihre Strafe ist langwährende Pein.
66. Sie ist fürwahr schlimm als Ruhestatt und als Aufenthalt.»
67. Und die, wenn sie spenden, weder verschwenderisch noch geizig sind, sondern maßvoll dazwischen,
68. Und die, welche keinen andern Gott anrufen neben Allah, noch das Leben töten, das Allah unverletzlich gemacht hat, es sei denn nach Recht, noch Ehebruch begehen – und wer das tut, der soll Strafe erleiden.
69. Verdoppelt soll ihm die Strafe werden am Tage der Auferstehung, und er soll darin bleiben in Schmach,
70. Außer denen, die bereuen und glauben und gute Werke tun, denn deren böse Taten wird Allah in gute umwandeln; Allah ist ja allverzeihend, barmherzig;
71. Und wer bereut und Gutes tut, der wendet sich in wahrhafter Reue Allah zu.
72. Und diejenigen, die nicht Falsches bezeugen, und wenn sie an etwas Eitlem vorübergehen, mit Würde gehen sie vorüber.
73. Und diejenigen, die, wenn sie mit den Zeichen ihres Herrn ermahnt werden, nicht taub und blind darüber niederfallen,
74. Und diejenigen, welche sprechen: «Unser Herr, gewähre uns an unseren Frauen und Kindern Augentrost, und mache uns zu einem Vorbild für die Rechtschaffenen»:
75. Sie alle werden belohnt werden mit der höchsten Stätte (im Paradies), weil sie standhaft waren, und Gruß und Frieden werden sie dort empfangen,
76. Ewig darin verweilend: herrlich ist es als Ruhestatt und als Aufenthalt. 77. Sprich: «Was kümmert Sich mein Herr um euch, wenn ihr nicht (zu Ihm) betet? Ihr habt ja geleugnet, und das wird (euch) nun20 Mayıs 2012: 16:21 #804309Anonim
26-AL-SCHU’ARÃ’
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen1. Tá Sín Mím.
2. Das sind die Verse des deutlichen Buches.
3. Vielleicht grämst du dich noch zu Tode darüber, daß sie nicht glauben.
4. Wenn Wir wollen, Wir können ihnen ein Zeichen vom Himmel niedersenden, so daß ihre Nacken sich demütig davor beugen.
5. Aber nie kommt ihnen eine neue Ermahnung von dem Gnadenreichen, ohne daß sie sich davon abkehren.
6. Sie haben tatsächlich (die Ermahnung) verworfen; bald aber wird Kunde zu ihnen kommen von dem, was sie verspotteten.
7. Haben sie nicht die Erde betrachtet – wieviel Wir auf ihr wachsen ließen von jeglicher trefflichen Art?
8. Darin ist fürwahr ein Zeichen; jedoch die meisten von ihnen glauben nicht.
9. Und dein Herr, Er ist wahrlich der Allmächtige, der Barmherzige.
10. Und (gedenke der Zeit) da dein Herr Moses rief: «Geh zu dem Volk der Frevler,
11. Dem Volke Pharaos. Wollen sie denn nicht gottesfürchtig sein?»
12. Er sprach: «Mein Herr, ich fürchte, sie werden mich einen Lügner schelten;
13. Und meine Brust ist beengt und meine Zunge ist nicht beredt; schicke darum zu Aaron.
14. Auch haben sie eine Schuldklage wider mich, so fürchte ich, daß sie mich töten wurden.»
15. Er sprach: «Keineswegs! Gehet nur beide hin mit Unseren Zeichen. Wir sind mit euch; Wir werden hören.
16. Gehet denn zu Pharao und sprechet: “Wir sind die Boten des Herrn der Welten.
17. Lasse die Kinder Israels mit uns ziehen.”»
18. (Pharao) sprach: «Haben wir dich nicht als Kind unter uns erzogen? Und du verweiltest unter uns viele Jahre deines Lebens.
19. Und du begingst jene deine Tat, die du begangen, und du warst ein Undankbarer.»
20. (Moses) sprach: «Ich tat es damals, als ich vergeßlich war.
21. So floh ich von euch, da ich euch fürchtete; doch (nun) hat mir mein Herr Weisheit geschenkt und mich zu einem der Gesandten bestimmt.
22. Und das ist die Huld, die du mir vorhältst, daß du die Kinder Israels geknechtet hast.»
23. Pharao sprach: «Und was ist der Herr der Welten?»
24. (Moses) sprach: «Der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was zwischen den beiden ist, wenn ihr nur glauben wolltet.»
25. (Pharao) sprach zu denen um ihn: «Hört ihr nicht?»
26. (Moses) sprach: «Euer Herr und der Herr eurer Vorväter.»
27. (Pharao) sprach: «Dieser euer Gesandter, der zu euch entsandt ward, ist fürwahr ein Wahnsinniger.»
28. (Moses) sprach: «Der Herr des Ostens und des Westens und dessen, was zwischen den beiden ist, wenn ihr es nur begreifen würdet.»
29. (Pharao) sprach: «Wenn du einen anderen Gott als mich annimmst, so werde ich dich ganz gewiß ins Gefängnis werfen.»
30. (Moses) sprach: «Wie! selbst wenn ich dir etwas bringe, das offenkundig ist?»
31. (Pharao) sprach: «So bringe es, wenn du die Wahrheit redest!»
32. Da warf (Moses) seinen Stab hin, und siehe, er ward deutlich eine Schlange.
33. Und er zog seine Hand hervor, und siehe, sie ward den Zuschauern weiß.
34. (Pharao) sprach zu den Häuptern um ihn: «Das ist fürwahr ein erfahrener Zauberer.
35. Er möchte euch durch seine Zauberei aus eurem Lande treiben. Was ratet ihr nun an?»
36. Sie sprachen: «Halte ihn und seinen Bruder hin und sende Ausrufer in die Städte,
37. Die dir jeden erfahrenen Zauberer bringen sollen.»
38. So wurden die Zauberer zur anberaumten Zeit an einem bestimmten Tage versammelt.
39. Und es ward zu dem Volk gesprochen: «Wollt ihr euch (auch) versammeln,
40. So daß wir den Zauberern folgen können, wenn sie die Sieger sind?»
41. Als die Zauberer kamen, da sprachen sie zu Pharao: «Wird es auch eine Belohnung für uns geben, wenn wir die Sieger sind?»
42. Er sprach: «Ja, und dann werdet ihr zu den Nächsten gehören.»
43. Moses sprach zu ihnen: «Werfet hin, was ihr zu werfen habt.»
44. Da warfen sie ihre Stricke und ihre Stäbe hin und sprachen: «Bei Pharaos Macht, wir sind es, die sicherlich siegen werden.»
45. Dann warf Moses seinen Stab hin, und siehe, er verschlang (all) das, was sie vorgetäuscht hatten.
46. Da mußten die Zauberer anbetend niederfallen.
47. Sie sprachen: «Wir glauben an den Herrn der Welten,
48. Den Herrn Moses’ und Aarons.»
49. (Pharao) sprach: «Glaubt ihr an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er ist sicher euer Meister, der euch die Zauberei gelehrt hat. Aber bald sollt ihr es erfahren. Wahrhaftig, für den Ungehorsam will ich euch Hände und Füße abhauen, und wahrhaftig, ich will euch alle ans Kreuz schlagen.»
50. Sie sprachen: «Da ist kein Leid; denn zu unserem Herrn werden wir zurückkehren.
51. Wir hoffen ernstlich, unser Herr werde uns unsere Sünden vergeben, da wir die ersten der Gläubigen sind.»
52. Und Wir offenbarten Moses: «Führe Meine Diener nachts hinweg, denn ihr werdet verfolgt werden.»
53. Und Pharao sandte Ausrufer in die Städte (zu sprechen):
54. «Diese sind nur eine kleine Gemeinde,
55. Dennoch haben sie uns erzürnt;
56. Und wir sind eine wachsame Menge.»
57. So vertrieben Wir sie aus Gärten und Quellen,
58. Und Schätzen und ehrenvoller Ruhestatt.
59. So (geschah es); und Wir gaben sie den Kindern Israels zum Erbe.
60. Und sie verfolgten sie bei Sonnenaufgang;
61. Als die beiden Scharen einander ansichtig wurden, sprachen die Gefährten Moses’: «Wir werden sicherlich eingeholt.»
62. «Keineswegs!», sprach er, «mein Herr ist mit mir. Er wird mich richtig führen.»
63. Darauf offenbarten Wir Moses: «Schlage das Meer mit deinem Stab.» Und es teilte sich, und jeder Teil war wie ein gewaltiger Berg,
64. Und Wir ließen die andern herankommen.
65. Und Wir erretteten Moses und alle, die mit ihm waren.
66. Dann ertränkten Wir die andern.
67. Hierin ist wahrlich ein Zeichen; doch die meisten von ihnen glauben nicht.
68. Dein Herr aber, Er ist der Allmächtige, der Barmherzige.
69. Und trage ihnen die Geschichte Abrahams vor,
70. Da er zu seinem Vater und seinem Volke sprach: «Was betet ihr an?»
71. Sie sprachen: «Wir beten Götzen an, und wir sind ihnen stets zugetan.»
72. Er sprach: «Hören sie euch, wenn ihr (sie) anrufet?
73. Oder nützen sie oder schaden sie euch?»
74. Sie sprachen: «Nein, aber wir fanden unsere Väter bei dem gleichen Tun.»
75. Er sprach: «Seht ihr denn nicht, was ihr da angebetet habt,
76. Ihr und eure Vorväter?
77. Sie sind mir feind; nicht so der Herr der Welten,
78. Der mich erschaffen hat, und Er ist es, Der mich richtig führt,
79. Und Der mir Speise und Trank gibt.
80. Und wenn ich krank bin, ist Er es, Der mich heilt,
81. Und Der mich sterben lassen wird und mich dann wieder zum Leben zurückbringt,
82. Und Der, ich hoffe, mir meine Fehler verzeihen wird am Tage des Gerichts.
83. Mein Herr, schenke mir Weisheit und füge mich zu den Rechtschaffenen;
84. Und gib mir einen bleibenden Ruf bei den künftigen Geschlechtern.
85. Und mache mich zu einem der Erben des Gartens der Glückseligkeit;
86. Und vergib meinem Vater; denn er war einer der Irrenden;
87. Und überlasse mich nicht der Schande an dem Tage, da (die Menschen) auferweckt werden,
88. Dem Tage, da weder Besitz noch Söhne frommen,
89. Sondern nur der (gerettet werden wird), der ein heiles Herz zu Allah bringt.»
90. Und das Paradies wird den Rechtschaffenen nahe gebracht werden,
91. Und die Hölle wird sichtbar gemacht werden den Irrenden.
92. Und es wird zu ihnen gesprochen werden: «Wo ist nun das, was ihr anzubeten pflegtet
93. Statt Allah? Können sie euch helfen oder sich helfen?»
94. Dann werden sie kopfüber hineingestürzt werden, sie und die Irrenden,
95. Und Iblis’ Scharen, allesamt.
96. Sie werden sprechen, indes sie miteinander darinnen hadern:
97. «Bei Allah, wir waren in offenkundigem Irrtum,
98. Als wir euch dem Herrn der Welten gleichsetzten.
99. Und es waren nur die Schuldigen, die uns irreführten
100. Und nun haben wir keine Fürsprecher
101. Noch einen liebenden Freund.
102. Gäbe es doch für uns eine Rückkehr (in die Welt), wären wir unter den Gläubigen!»
103. Hierin ist wahrlich ein Zeichen, jedoch die meisten von ihnen glauben nicht.
104. Wahrlich, dein Herr, Er ist der Allmächtige, der Barmherzige.
105. Das Volk Noahs verwarf die Gesandten,
106. Da ihr Bruder Noah zu ihnen sprach: «Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
107. In Wahrheit, ich bin euch ein Gesandter, treu der Sendung.
108. So fürchtet Allah und gehorchet mir.
109. Und ich verlange von euch keinen Lohn dafür; mein Lohn ist allein beim Herrn der Welten.
110. So fürchtet Allah und gehorchet mir.»
111. Sie sprachen: «Sollen wir dir glauben, wo es (nur) die Niedrigsten sind, die dir folgen?»
112. Er sprach: «Und welche Kenntnis habe ich von dem, was sie getan haben?
113. Ihre Rechenschaft ist einzig meines Herrn Sache, wenn ihr es nur verstündet!
114. Und ich werde gewiß nicht die Gläubigen verstoßen.
115. Ich bin nichts als ein aufklärender Warner.»
116. Sie sprachen: «Wenn du nicht ablässest, o Noah, so wirst du sicherlich gesteinigt werden.»
117. Er sprach: «Mein Herr, mein Volk hat mich verworfen.
118. Darum richte entscheidend zwischen mir und ihnen; und rette mich und die Gläubigen, die mit mir sind.»
119. So erretteten Wir ihn und jene, die mit ihm in der beladenen Arche waren.
120. Dann ertränkten Wir hernach jene, die zurückblieben.
121. Hierin ist wahrlich ein Zeichen, jedoch die meisten von ihnen glauben nicht.
122. Wahrlich, dein Herr, Er ist der Allmächtige, der Barmherzige.
123. Die Àd verwarfen die Gesandten,
124. Da ihr Bruder Hüd zu ihnen sprach: «Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
125. In Wahrheit, ich bin euch ein Gesandter, treu der Sendung.
126. So fürchtet Allah und gehorchet mir.
127. Und ich verlange von euch keinen Lohn dafür; mein Lohn ist allein beim Herrn der Welten.
128. Bauet ihr Malsteine auf jeder Anhöhe, um euch zu vergnügen?
129. Und errichtet ihr Burgen, als solltet ihr lange leben?
130. Und wenn ihr (auf irgendwen) die Hände legt, so legt ihr die Hände als Tyrannen.
131. So fürchtet Allah und gehorchet mir.
132. Ja, fürchtet Den, Der euch geholfen hat mit dem, was ihr wisset.
133. Geholfen hat Er euch mit Vieh und Söhnen,
134. Und Gürten, und Quellen.
135. Wahrlich, ich fürchte für euch die Strafe eines schrecklichen Tags.»
136. Sie sprachen: «Es ist uns gleich, ob du predigst oder ob du nicht predigst.
137. Dies ist nichts als eine Sitte der Altvordern,
138. Und wir werden nicht bestraft werden.»
139. So verwarfen sie ihn, und Wir vernichteten sie. Hierin ist wahrlich ein Zeichen, jedoch die meisten von ihnen glauben nicht.
140. Wahrlich, dein Herr, Er ist der Allmächtige, der Barmherzige.
141. Die Thamüd verwarfen die Gesandten,
142. Da ihr Bruder Sáleh zu ihnen sprach: «Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
143. In Wahrheit, ich bin euch ein Gesandter, treu der Sendung.
144. So fürchtet Allah und gehorchet mir.
145. Und ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn ist allein beim Herrn der Welten.
146. Werdet ihr etwa sicher zurückbleiben unter den Dingen, die hier sind,
147. Unter Gärten und Quellen
148. Und Kornfeldern und Dattelpalmen mit Blütendolden, die fast brechen?
149. Und ihr grabt frohlockend Häuser in die Berge.
150. So fürchtet Allah und gehorchet mir.
151. Und gehorcht nicht dem Geheiß der Überspannten,
152. Die Unordnung auf Erden stiften und nichts bessern.»
153. Sie sprachen: «Du bist nur der Behexten einer;
154. Du bist nichts als ein Mensch wie wir. So bringe ein Zeichen, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst.»
155. Er sprach: «Hier ist eine Kamelstute; sie hat (ihre) Trinkzeit, und ihr habt (eure) Trinkzeit an einem bestimmten Tag.
156. Berührt sie nicht mit Bösem, damit euch nicht die Strafe eines schrecklichen Tags ereile.»
157. Sie aber schnitten ihr die Sehnen durch; und danach wurden sie reuig.
158. Allein die Strafe ereilte sie. Hierin ist wahrlich ein Zeichen, jedoch die meisten von ihnen glauben nicht.
159. Wahrlich, dein Herr, Er ist der Allmächtige, der Barmherzige.
160. Das Volk des Lot verwarf die Gesandten,
161. Da ihr Bruder Lot zu ihnen sprach: «Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
162. In Wahrheit, ich bin euch ein Gesandter, treu der Sendung.
163. So fürchtet Allah und gehorchet mir.
164. Und ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn ist allein beim Herrn der Welten.
165. Naht ihr, unter allen Geschöpfen, Männern,
166. Und lasset eure Frauen, die euer Herr für euch geschaffen hat? Nein, ihr seid ein Volk, das die Schranken überschreitet.»
167. Sie sprachen: «Wenn du nicht ablässest, o Lot, so wirst du gewiß der Verbannten einer sein.»
168. Er sprach: «Ich verabscheue euer Treiben.
169. Mein Herr, rette mich und die Meinen vor dem, was sie tun.»
170. So erretteten Wir ihn und die Seinen allesamt,
171. Bis auf ein altes Weib unter denen, die zurückblieben.
172. Dann vernichteten Wir die andern.
173. Und Wir ließen einen Regen auf sie niederregnen; und schlimm war der Regen den Gewarnten,
174. Hierin ist wahrlich ein Zeichen, jedoch die meisten von ihnen glauben nicht.
175. Wahrlich, dein Herr, Er ist der Allmächtige, der Barmherzige.
176. Das Volk vom Walde verwarf die Gesandten,
177. Da Schoäb zu ihnen sprach: «Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
178. In Wahrheit, ich bin euch ein Gesandter, treu der Sendung.
179. So fürchtet Allah und gehorchet mir.
180. Und ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn ist allein beim Herrn der Welten.
181. Gebt volles Maß und gehöret nicht zu denen, die weniger geben;
182. Und wägt mit rechter Waage.
183. Und vermindert den Menschen nicht ihr Gut und handelt nicht verderbt im Lande, Unheil anrichtend.
184. Und fürchtet Den, Der euch erschuf und die früheren Geschlechter.»
185. Sie sprachen: «Du bist nur der Behexten einer.
186. Und du bist nichts als ein Mensch wie wir, und wir halten dich für einen Lügner.
187. So lasse ein Stück Wolke auf uns niederfallen, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst.»
188. Er sprach: «Mein Herr weiß am besten, was ihr tut.»
189. Und sie erklärten ihn für einen Lügner. So ereilte sie die Strafe des Tags des überschattenden Düsters. Das war fürwahr die Strafe eines schrecklichen Tags.
190. Hierin ist wahrlich ein Zeichen, jedoch die meisten von ihnen glauben nicht.
191. Wahrlich, dein Herr, Er ist der Allmächtige, der Barmherzige.
192. Siehe, dies ist eine Offenbarung vom Herrn der Welten.
193. Der Geist, der die Treue hütet, ist mit ihm (dem Koran) hinabgestiegen
194. Auf dein Herz, daß du einer der Warner seiest,
195. In deutlicher arabischer Sprache.
196. Und ganz gewiß ist er in den Schriften der Früheren (erwähnt).
197. Ist es ihnen denn nicht ein Zeichen, daß die Kundigen unter den Kindern Israels ihn kennen?
198. Und hätten Wir ihn zu einem Nichtaraber hinabgesandt,
199. Und er hätte ihn ihnen vorgelesen, sie würden nie an ihn geglaubt haben.
200. So haben Wir ihn einziehen lassen in die Herzen der Sünder;
201. Sie werden nicht an ihn glauben, bis sie die schmerzliche Strafe erschauen;
202. Doch sie wird über sie kommen unversehens, ohne daß sie es merken;
203. Dann werden sie sprechen: «Wird uns Frist gewährt werden?»
204. Ist es denn Unsere Strafe, die sie beschleunigen wollen?
205. Siehst du es nicht? Wenn Wir sie jahrelang genießen lassen,
206. Dann aber kommt zu ihnen das, was ihnen angedroht ward,
207. Nichts nützt ihnen dann all das, was sie genießen durften.
208. Und nie zerstörten Wir eine Stadt, ohne daß sie Warner gehabt hätte
209. Zur Ermahnung; und nie sind Wir ungerecht .
210. Die Teufel haben ihn nicht herabgebracht,
211. Noch schickt es sich für sie, noch vermöchten sie es;
212. Denn sie sind ausgeschlossen vom Hören.
213. Rufe daher keinen anderen Gott an neben Allah, damit du nicht zu denen gehörst, die bestraft werden.
214. Und warne deine nächsten Verwandten,
215. Und senke deinen Fittich über die Gläubigen, die dir folgen.
216. Sind sie dir dann aber ungehorsam, so sprich: «Ich bin schuldlos an dem, was ihr tut.»
217. Und vertraue auf den Allmächtigen, den Barmherzigen,
218. Der dich sieht, wenn du dastehst (im Gebet),
219. Und deine Bewegungen inmitten derer, die sich (vor Ihm) niederwerfen;
220. Denn Er ist der Allsehende, der Allwissende.
221. Soll Ich euch verkünden, auf wen die Teufel herniederfahren?
222. Sie fahren hernieder auf jeden gewohnheitsmäßigen Lügner und Sünder.
223. Sie sind ganz Ohr, und die meisten von ihnen sind Lügner.
224. Und die Dichter – es sind die Irrenden, die ihnen folgen.
225. Hast du nicht gesehen, wie sie verwirrt in jedem Tal umherwandern,
226. Und wie sie reden, was sie nicht tun? 227. Die ausgenommen, die glauben und gute Werke verrichten und Allahs häufig gedenken und sich (nur) verteidigen, nachdem ihnen Unbill widerfuhr. Und die Frevler werden bald erfahren, zu welchem Ort sie zurückkehren werden. -
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