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Risale-i Nur Gesamtwerk
Risale-i Nur lesen -Vierundzwanzigster Brief
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<blockquote data-quote="ABDULLAH4" data-source="post: 290320" data-attributes="member: 1004566"><p><strong>Cevap: Risale-i Nur lesen -Vierundzwanzigster Brie f</strong></p><p></p><p>[h=1]Zweites Kapitel[/h]</p><p>Es besteht aus der Einleitung und fünf Zeichen, die Einleitung aus zwei Abschnitten.</p><p><strong>Erster Abschnitt:</strong> Mit den folgenden fünf »Zeichen« soll je ein Beispiel in der Art eines kleinen, unscheinbaren Fernglases geschildert werden, um in diesem die Attribute des Herrn beobachten zu können. Diese Beispiele können die Wahrheit über die Attribute des Herrn nicht erfassen, nicht umgreifen, ihr nicht zum Vergleich dienen, sie jedoch veranschaulichen. Diese Begriffe in den folgenden Beispielen und den bereits erwähnten Hinweisen entsprechen infolge der Unzulänglichkeit alle Beispiele den Attributen des Heiligen (aqdes) nur unvollkommen.</p><p><strong>Zum Beispiel:</strong> Die uns bekannte Bedeutung solcher Begriffe wie Freude, Genuss und Zufriedenheit kann nicht die Attribute des Heiligen (muqaddes) wiedergeben, sind nur Anhaltspunkt für unsere Betrachtungen, eine Art Beobachtungsturm für unsere Überlegungen. Des Weiteren beweisen diese Beispiele auch die Richtigkeit eines Gesetzes, wie es im Wirken des Herrn erkennbar wird, indem sie anhand eines kleines Beispiels einen Zipfel dieses allumfassenden gewaltigen Gesetzes des Herrn aufzeigen. Wenn zum Beispiel eine Blume aus dem Dasein scheidet, sagt man, dass sie dieses Dasein (in ihrem Samen) tausendfach zurücklässt. Damit wird ein gewaltiges Gesetz des Herrn aufgezeigt. In jedem Herbst und sogar in allen Geschöpfen in der ganzen Welt ist dieses Gesetz des Herrn am Werk. </p><p>In der Tat ist das Gesetz, nachdem der Allbarmherzige Schöpfer das Federkleid eines Vogels wechselt und erneuert, das gleiche Gesetz, nach dem der Allweise Meister in jedem Jahr das Kleid der Erde erneuert. Es ist auch das gleiche Gesetz, nachdem Er mit jeder Epoche das Gesicht der Welt verändert. Nach dem gleichen Gesetz wird Er auch am Tage der Auferstehung das All umwandeln und verändern.</p><p>Nach den gleichen Gesetzen, nach denen er die Elektronen wie die Mevlevi-Derwische tanzen lässt, nach eben dem selben Gesetz lässt er auch den Erdball sich drehen wie einen Derwisch, der sich in Ekstase erhoben hat. Und nach dem selben Gesetz lässt Er die Welten kreisen und die Galaxien sich drehen.</p><p>Des Weiteren erneuert Er auch, nach dem selben Gesetz, nach dem Er die Zellen in den Organen Deines Körpers regeneriert, repariert oder demontiert, deinen Garten oftmals in jedem Jahr und zu jeder Jahreszeit nach dem gleichen Gesetz. Nach dem selben Gesetz erneuert Er jeden Frühling das Antlitz der Erde und überdeckt es mit einem frischen Schleier.</p><p>Nach dem selben Gesetz, nach dem der Allmächtige Schöpfer einer Mücke in Weisheit das Leben schenkt, nach dem gleichen Gesetz belebt Er in jedem Frühling auch die Platane vor unseren Augen, nach dem selben Gesetz belebt Er in jedem Frühling auch den Erdball und nach dem gleichen Gesetz wird Er auch am Auferstehungstage die Geschöpfe wieder beleben. </p><p>Auf dieses Geheimnis weist auch der Qur'an hin, wenn er sagt:</p><p></p><p></p><p> »Eure Erschaffung und eure Wiedererweckung ist nicht mehr als die einer einzelnen Seele.«</p><p></p><p></p><p></p><p>und so weiter, vergleiche entsprechend!</p><p>Gleich diesem gibt es noch viele andere Gesetze des Herrn, die von den Elektronen angefangen bis zum gesamten Weltall hin wirksam sind. So betrachte denn die Größe dieser Gesetze, die im Wirken des Herrn sichtbar werden, achte auf den Umfang ihrer Gültigkeit und erkenne darin das Geheimnis der Einheit (vahdet)! Wisse, dass jedes Gesetz ein Zeugnis für diese Einheit ist! Diese so zahlreichen und so großartigen Gesetze sind in der Tat, da jedes von ihnen eine Erscheinungsform des Wissens (ilim) und Wollens (irade), überall einheitlich (vahid) gültig und allumfassend ist, ein absolut sicherer Beweis für die Einheit (vahdaniyet) des Meisters, für sein Wissen und Wollen. So weisen denn die meisten Beispiele in den meisten »Worten« (Sözler) auf die Richtigkeit desselben Gesetzes hin, indem sie jeweils mit einem kleinen Beispiel auf den Zipfel eines solchen Gesetzes hinweisen, was zu beweisen war. Da aber nun einmal durch ein solches Beispiel die Richtigkeit des Gesetzes aufgezeigt wird, kann es nach Art einer logischen Beweisführung (mantik) mit Gewissheit den Beweis für das erbringen, was zu beweisen war. Das heißt, dass die meisten Beispiele in den »Worten« (Sözler) die Kraft je eines sicheren Zeugnisses, eines unwiderlegbaren Beweises haben.</p><p></p><p><strong>Zweiter Abschnitt:</strong> Wie wir bereits in der zehnten »Wahrheit« (Hakikat) des Zehnten »Wortes« (Söz) gesagt haben, ist die Zahl der Ziele und Bedeutungen (hikmet) jeder einzelnen Blüte, jeder einzelnen Frucht (eines Baumes) ebenso groß wie die Zahl der Blüten und Früchte, die dieser Baum trägt. Von diesen Bedeutungen aber gibt es drei Arten. Die erste Art ist dem Meister zugewandt, weist auf die Ornamente Seiner Namen hin. Eine andere Art ist den bewusstseintragenden Wesen zugewandt, in deren Augen (diese Blüten und Früchte) kostbare Briefe und bedeutsame Worte (Gottes) sind. Eine letzte Art ist dem eigenen Sein (nefs) und Leben (hayat) und der Beständigkeit (beqa) zugewandt. Sind (diese Blüten und Früchte) nützlich für den Menschen, so richtet sich ihre Bedeutung auch nach dem Wert, den sie für den Menschen haben. Als ich also einmal darüber nachdachte, dass jedes Sein dergestalt viele Ziele haben sollte, stiegen die folgenden arabischen Sätze in Form einer Notiz als Grundlage der folgenden »fünf Zeichen« und als Hinweise auf die umfassenden Ziele (des Seins) vor meinem Geiste auf:</p><p></p><p></p><p> »Diese sichtbar gewordenen Dinge (maudschudat) sind ein Abglanz, der fließt und ein Spiegel, der sich bewegt. In ihm erneuern sich die Erscheinungen der geschaffenen Lichter (aus der Hand) dessen, der gepriesen sei. Erstens; durch die Veränderung der äußerlichen Form, nachdem deren wunderbare Bedeutung (mana) und bildliche Vorstellung festgehalten (hafis) wurde. Zweitens; infolge der unsichtbaren Wahrheiten und der Aufzeichnungen auf der Tafel (lauh). Drittens; weil die Früchte dem Jenseits entwachsen und ihre Bilder unvergänglich sind. Viertens; weil alles Sein seinen Herrn lobpreist und das Wirken der Namen (Gottes) zeigt. Fünftens; weil sich die Attribute des Hochgepriesenen zeigen und Seinem Allwissen (ilm) Zeugnis geben.«</p><p></p><p></p><p></p><p>So enthalten denn diese fünf Sätze die Prinzipien dieser »Zeichen«, die wir nachstehend behandeln wollen. Es hat in der Tat alles Sein (und das Belebte besonders) in fünf Schichten ganz und gar unterschiedliche Ziele und Bedeutungen (hikmet). Denn so, wie jeder fruchttragende Baum verschiedene, übereinander liegende Äste hervortreibt, so finden wir auch bei allem, was da lebt, Ziele und Bedeutungen in fünf verschiedenen Schichten vor.</p><p>Oh du vergänglicher Mensch! Möchtest du, dass deine Wahrheit, die einem kleinen Samenkorn gleicht, sich in einen dauerhaften (baqi) fruchttragenden Baum verwandelt und möchtest du in zehn Schichten die Früchte in Händen halten, die dir in fünf Hinweisen gezeigt werden und möchtest du die zehn Arten von Zielen erreichen, dann musst du den wahren Glauben in Händen halten. Anderenfalls wirst du all diese Dinge verlieren und eingeengt in diesen Kern verderben.</p><p><strong>Erstes Zeichen:</strong></p><p></p><p></p><p> »Erstens; durch die Veränderung der äußerlichen Form, nachdem deren wunderbare Bedeutung (mana) und bildliche Vorstellung festgehalten (hafis) wurde.«</p><p></p><p></p><p></p><p>Die Bedeutung dieses Satzes ist die: Das Sein, das aus dem Dasein geschieden ist, geht offensichtlich in seinen Untergang, in das Nichts (fena). Doch das, was es zum Ausdruck gebracht hat, bleibt bestehen und wird aufbewahrt. Seine Bildgestalt, sein Aussehen und auch sein Wesen wird in der Welt der Gleichnisse und auf einer wohlbewahrten Tafel (lauhi mahfudh), welche ein Beispiel der Welt der Gleichnisse ist, und im Gedächtnis, welches ein Muster einer wohlbewahrten Tafel ist, aufbewahrt. Das heißt, es verliert seine körperliche Gestalt und gewinnt dafür Hunderte von Gestalten aus Wissen und Bedeutung. Zum Beispiel: Zur Vorbereitung einer Druckvorlage setzt und formt man Buchstaben. Dann druckt man die Seite. Nachdem die Vorlage an viele bedruckte Blätter Form und Inhalt weiter gegeben hat und den Sinn in vielen Gehirnen verbreitet hat, werden Satz und Form der Vorlage verändert. Denn da man sie nun nicht mehr benötigt, müssen nun andere Druckvorlagen vorbereitet werden. Genauso wie in diesem Beispiel verleiht die Feder des göttlichen Vorherwissens (qader) allem Sein auf Erden, besonders aber den Pflanzen Satz und Form und Seine Macht bringt es auf der Seite des Frühlings ins Dasein. Dort bringt es seine wunderbare Bedeutung (mana) zum Ausdruck, seine Bildgestalt und sein Aussehen werden in das Heft der unsichtbaren Welt wie auch der Welt der Gleichnisse eingetragen. Die Weisheit (Gottes) erfordert, dass diese Form wieder verändert wird, damit im kommenden Frühling eine neue Seite geschrieben werden kann. Auf ihr sollen dann wieder neue Existenzen ihrer Bedeutung Ausdruck verleihen.</p><p><strong>Zweites Zeichen:</strong></p><p></p><p></p><p> »Zweitens; infolge der unsichtbaren Wahrheiten und der Aufzeichnungen auf der Tafel (lauh).«</p><p></p><p></p><p></p><p><img src="https://risaleforum.net/uploads/RTEmagicC_2376bbab10.gif.gif" alt="" class="fr-fic fr-dii fr-draggable " style="" />Dieser Satz weist darauf hin, dass alle Dinge, große wie kleine, nachdem sie dieses Dasein verlassen haben (und das gilt besonders für die belebten Dinge), einem Zweck dienen, hinter dem uns dessen größere Wahrheit oft verborgen bleibt. Darüber hinaus hinterlassen sie auf den Bildtafeln in den Heften aus der Welt der Gleichnisse so viele Bilder, wie es Handlungen oder Tätigkeiten in ihrem Leben gegeben hat. Nach diesen Aufzeichnungen wird dann ihr Lebenslauf in all seiner Bedeutsamkeit verfasst, der auch als die Bestimmung (muqadderat) ihres Lebens bezeichnet wird. Diese (Bibliothek der Lebensläufe) dient dann den beseelten Wesen (ruhaniyat) als Lesesaal. So scheidet z.B. eine Blume aus diesem Dasein. Doch sie hinterlässt Hunderte von Samenkörnchen und in diesen Samenkörnchen das Wesen ihrer eigenen Existenz. Darüber hinaus hinterlässt sie Tausende von Bildern auf kleinen wohlverwahrten Tafeln und in dem Gedächtnis, das ein kleines Muster einer wohlverwahrten Tafel ist. Die bewusstseinstragenden Wesen ziehen aus den Taten dieses Lebens ihren Nutzen. (Die Blume) bewirkt, dass sie den Lobpreis (tesbihat) ihres Herrn rezitieren und die Ornamente Seiner Namen besingen und geht von dannen. Genauso ist auch der Frühling in all seinem Schmuck einer Blume in der Erde (und diese Erde ist die Welt!) gleich. Er vergeht augenscheinlich, wird zu Nichts. Doch auch er hinterlässt im Dasein an seiner Statt so viele unsichtbare Wahrheiten wie die Zahl der Samenkörner, die sie zum Ausdruck bringt, und so viele bildhafte Gestalten wie die Zahl der Blumen, die sie verbreiten, und so viele Weisheiten des Herrn wie die Zahl der Existenzen, die sie aufzeigen. Danach aber verbirgt er sich unseren Blicken. Sodann räumt dieser scheidende Frühling seinen Platz für andere Frühlingszeiten, die seine Kameraden sind, damit auch sie kommen und ihre Aufgabe erfüllen können. Das heißt also, dass dieser Frühling dem Augenschein nach sein Dasein ablegt, der Bedeutung (mana) nach aber tausendfach ins Dasein tritt.</p><p><strong>Drittes Zeichen:</strong></p><p></p><p></p><p> »Drittens; weil die Früchte dem Jenseits entwachsen und ihre Bilder unvergänglich sind.«</p><p></p><p></p><p></p><p>Dieser Satz bedeutet: Die Welt ist eine Werkbank und ein Saatfeld. Sie bringt ihre Ernte ein, wie es dem Markt im Jenseits entspricht. Wir haben bereits in vielen »Worten« (Sözler) das folgende bewiesen: So wie die Taten der Dschinnen und Menschen auf den Markt geschickt werden, so erfüllen auch die übrigen Existenzen in der Welt viele Aufgaben in Erwartung (w. auf Rechnung) des Jenseits und bringen eine reiche Ernte ein. Vielleicht zieht die Erde um dieser (Existenzen) willen ihre Bahn. Ja man kann sogar sagen; deswegen. Dieses Schiff des Herrn durchläuft in einem Jahr eine Strecke, die einem Fußmarsch von vierundzwanzig tausend Jahren entspricht. So umrundet es den Platz der Wiederversammlung. Zum Beispiel wünschen die Kinder des Paradieses bestimmt, sich an ihre Erlebnisse auf Erden wieder zu erinnern und sie einander zu erzählen, ja sie werden sicherlich sehr daran interessiert sein, die Tafeln (lauh) und Bilder von diesen Erlebnissen wieder zu sehen. Und sie werden bestimmt ein großes Vergnügen daran empfinden, diese Tafeln, d.h. diese Geschehnisse auf einer Leinwand wieder zu sehen. Weil dies aber so ist, wird man im Paradies, wo der Ort der Freude und die Wohnstatt der Glückseligkeit ist, in jedem Fall auf den ewigen Bildern die Unterhaltungen über die irdischen Geschehnisse und die Bilder von den irdischen Erlebnissen vorfinden, wie es in Sure 15, 47 heißt: »Sie sitzen einander auf Sesseln gegenüber.« Wenn also alle diese schönen Dinge von einem Augenblick zum anderen in Sicht kommen und wieder verschwinden, nacheinander kommen und gehen, so gleicht dies den Werkbänken in einer Fabrik, die dazu dienen, ewige Bilder zu gestalten. Wenn also die Menschen unserer heutigen Zivilisation schöne oder einzigartige Bilder aufnehmen, um vergänglichen Dingen eine Art Dauer zu verleihen und künftigen Generationen eine Erinnerung zu hinterlassen, so sind dies Geschenke, die der Zukunft mit Hilfe der Leinwand gemacht werden. Sie zeigen vergangene Zeiten und transferieren sie in die Gegenwart und in die Zukunft. Nachdem also diese Geschöpfe eines Frühlings, ja die der ganzen Erde, ihr kurzes Leben dahingebracht haben, nimmt ihr allweiser Meister in gleicher Weise ihre Ziele, die ja der bleibenden Welt zugehörig sind, in diese Welt auf. Darüber hinaus nimmt Er auch ihre Lebensaufgaben, die sie mit ihren verschiedenen Handlungen erfüllt und den Lobpreis, den sie Ihm dargebracht haben als Erfordernisse Seiner Namen »der Allweise, der Allbarmherzige, der Freund (vedud)«, in ewige Bilder auf.</p><p><strong>Viertes Zeichen:</strong></p><p></p><p></p><p> »Viertens; weil alles Sein seinen Herrn lobpreist und das Wirken der Namen (Gottes) zeigt.«</p><p></p><p></p><p></p><p>Dieser Satz bedeutet folgendes: Alles was da ist, bringt durch die Handlungen seines Lebens dem Herrn die verschiedensten Arten seines Lobpreises dar. Des Weiteren zeigt es die Zustände (hal), welche die göttlichen Namen erfordern und notwendig machen. Zum Beispiel: Der Name »Allbarmherziger« möchte Seine Liebe (shefqat) zeigen. Der Name »Versorger« erfordert es, (allen Seine) Versorgung zukommen zu lassen. Der Name »Allgütiger« (Latif) verlangt es, gütig zu sein. Usw. So haben alle Namen jeder für sich ihre Erfordernisse. So zeigt denn jedes Lebewesen durch sein Leben, durch sein Dasein die Erfordernisse dieser Namen auf und bringt seinen Lobpreis entsprechend der Zahl seiner Organe dem allweisen Meister gegenüber dar.</p><p><strong>Zum Beispiel:</strong> Ein Mensch isst gute und schöne Früchte. Diese Früchte werden im Magen nach außen hin zerstört, zermahlen, aufgelöst. Doch geben sie außer seinem Mund und Magen auch allen Zellen seines Körpers die Freude, den Genuss eines (gut funktionierenden) Stoffwechsels. Darüber hinaus sind sie Quelle zum Dasein sehr vieler Ziele (hikmet) wie ihr Dasein in allen Ecken des Körpers, die Erhaltung des Lebens und die Fortsetzung des Lebens. Ja die Speise steigt sogar von der pflanzlichen Existenz zur Stufe des menschlichen Lebens empor und entfaltet sich so. In gleicher Weise verbleiben an Stelle der Existenzen, wenn sie sich hinter dem Vorhang der Vergänglichkeit verbergen, jeweils sehr viele Lobpreisungen zurück. Auch sehr viele Ornamente und Erfordernisse der göttlichen Namen bleiben in Händen dieser Namen zurück. Das heißt, dass sie sich einer immerwährenden (baqi) Existenz anvertrauen und so von hinnen gehen. Wenn also nun eine vergängliche, vorübergehende Existenz aus dem Dasein scheidet und an ihrer Stelle Tausende von Existenzen zurückbleiben, durch die eine Art Beständigkeit (baqi) sichtbar wird, kann man dann etwa sagen, dass es ihr geschadet hätte oder sie sinnlos gewesen sei, oder fragen, warum dieses hübsche Geschöpf gehen musste? oder sich darüber beklagen? Nein! Vielmehr erfordert es die ihr zukommende Barmherzigkeit, Weisheit und Liebe (muhabbet) so und so muss es auch sein. Anderenfalls wäre es notwendig, auf Tausende von Vorzügen zu verzichten, damit ein einziger Schade nicht entstehen solle, wodurch aber tausendfacher Schaden entstünde. Das also heißt, dass die Namen »Allbarmherziger, Allweiser, Freund« sich nicht gegen Tod und Trennung richten, sie vielmehr notwendig machen, erfordern.</p><p><strong>Fünftes Zeichen:</strong></p><p></p><p></p><p> »Fünftens; weil sich die Attribute des Hochgepriesenen zeigen und Seinem Allwissen (ilm) Zeugnis geben.«</p><p></p><p></p><p></p><p>Dieser Satz bedeutet: »Die Geschöpfe – und besonders die beseelten unter ihnen – hinterlassen, nachdem sie das Kleid ihres Daseins abgelegt haben, viele beständige Dinge; sodann gehen sie.« Wie wir also bereits im zweiten Hinweis erklärt haben, kommt in den Taten Seiner Herrschaft Seine unendliche Liebe (muhabbet), Seine unbegrenzte Zuwendung (shefqat), Seine grenzenlose Genugtuung (Sein Stolz auf das Gelingen Seiner geliebten Schöpfung), Seine – mit Verlaub zu sagen – heilige unendliche Zufriedenheit, Seine Freude, Sein – man verzeihe den Ausdruck! – grenzenlos heiliger Genuss, Seine lautere Freude zum Ausdruck, so wie es der Heiligkeit des Notwendig-Seienden gemäß ist und Seiner durch nichts zu schmälernden Vollkommenheit gebührt, dessen Spuren ja auch ganz offensichtlich zu erkennen sind. So werden denn die Existenzen durch dieses Wirken in einer Staunen erregenden Bewegung, schnell durch alle Veränderungen und Verwandlungen, durch Tod und Vergehen hindurchgeführt und in ununterbrochener Folge aus der bezeugten Welt heraus in die unsichtbare Welt hinübergesandt, so wie es (Gottes) Taten erfordern. Und durch die Erscheinung dieses Wirkens (Gottes) werden die Geschöpfe gleich Reisenden zu Wasser und zu Lande ständig hin und her geworfen, gestoßen, geschleudert. Sie lassen die Ohren der Kinder des Gottvergessens vom Wehgeschrei der Trennung und des Todes gellen und im Gehör der Kinder der Rechtleitung die Rufe und den Gesang des Gottesgedenkens (dhikr) und Seines Lobpreises ertönen. Auf Grund dieses Geheimnisses lässt eine jede Existenz ihre Bedeutungen, Qualitäten und Formen im Dasein zurück, wird zu einer immerwährenden Quelle der Erscheinungen der immerwährenden Attribute des Notwendig-Seienden und geht so aus dem Dasein. Zudem hinterlässt diese Existenz alle Formen und Gestalten, die sie in ihrem ganzen Leben getragen hat in den Daseinsbereichen des Wissens (ilm), d.h. den deutlichen Büchern (imam-i mubin; das Buch vom Wissen Gottes und kitab-i mubin; das Buch von Seinen Plänen, welche zusammen die Wohlverwahrte Tafel, lauh-i mahfudh, bilden), die man auch als das Urwissen bezeichnet, als ein umfassendes Beispiel ihres äußerlichen Daseins und geht so hinüber in das andere Sein. Das heißt also, dass alles, was vergänglich ist, ein Dasein zurück lässt, jedoch Tausende von Seinsformen gewinnt und sie andere gewinnen lässt.</p><p><strong>Zum Beispiel:</strong> In einer Fabrik steht eine Wundermaschine. In sie werden mancherlei ganz gewöhnliche Stoffe hineingeworfen, wo sie ganz offensichtlich zu verbrennen und dadurch vernichtet zu werden scheinen. Doch werden in dieser Fabrik aus ihnen sehr kostbare Chemikalien und Medikamente herausdestilliert. Außerdem werden die Zahnräder dieser Maschine durch die mit ihrer Hilfe erzeugte Energie und durch den so gewonnenen Dampf angetrieben, wodurch einerseits Stoffe gewebt werden können, während andererseits eine Druckerei betrieben, Zucker gewonnen und noch andere kostbare Dinge produziert werden. Das heißt also, dass durch die Umwandlung (Verbrennung, Verdampfung, Sublimation usw.) ganz gewöhnlicher Stoffe und ihre augenscheinliche Vernichtung, Tausende anderer Dinge ihr Dasein erhalten. Das aber heißt wiederum, dass ein gewöhnliches Ding verschwindet, jedoch viele Dinge als Erben im Dasein zurücklässt. Könnte man also in diesem Falle etwa sagen, dass es um diesen Stoff schade gewesen sei? Wollte man etwa den Besitzer einer solchen Fabrik anklagen, weil er kein Mitleid mit all diesen schönen Dingen gehabt, sie verbrannt, vernichtet habe? In gleicher Weise betreibt auch der Schöpfer, Er, der Allweise, der Allbarmherzige, der Freund (vedud), Er, der erhaben ist über alle Beispiele und über jeden Vergleich in Seiner Allweisheit, Seiner Allbarmherzigkeit, Seiner Freundschaft diese kosmische Fabrik, macht darin alle vergänglichen Dinge zu einem Samenkorn der ewigen Dinge, zu einem Quellgrund Seiner ewigen Zwecke, zu Dingen, in denen das Wirken des Hochgepriesenen sichtbar wird, gebraucht sie wie Tinte für die Feder Seines Vorauswissens (qader), wie ein Weberschiffchen für das Weben Seiner Macht und für noch sehr viele andere, uns nicht bekannte, reichliche Gnadengaben, Ziele und Zwecke, wodurch Er in der Allmacht Seines Wirkens das All in Bewegung versetzt. Er lässt die Elektronen in den Atomen kreisen, schickt die Dinge auf die Reise, die Tiere auf ihre Wanderung, lässt die Planeten ihre Bahnen ziehen. Durch Ihn verkündigt Ihn das All, rezitiert im Schweigen Seine Zeichen (Ayat; Verse) und schreibt sie nieder (im Buch der Schöpfung). So tut Er auch mit den vier irdischen Geschöpfen (Elementen) vom Standpunkte Seiner Herrschaft aus. Er macht die Luft zum Thron Seiner Befehle (emir) und Seines Willens (irade), das Element »Licht« (Feuer, Energie) zu einem weiteren Thron für Sein Wissen (ilm) und Seine Weisheit (hikmet), das Wasser zu einem weiteren Thron für Seine Güte und Barmherzigkeit und die Erde zu einer Art von Thron für die Bewahrung und Belebung (der Schöpfung). Drei dieser Throne, dieser vier Elemente (Licht, Luft und Regen) ziehen über uns dahin. </p><p>So sollst du denn nun wissen und dir sicher sein, dass diese leuchtende und erhabene Wahrheit, so wie wir sie in den obigen fünf Hinweisen und fünf Zeichen dargestellt haben, nur im Lichte des Qur'an gesehen und in der Kraft des Glaubens erlangt werden kann. Anderenfalls tritt an die Stelle dieser immerwährenden Wahrheit eine von Schrecken erfüllte Finsternis. Denn den Kindern des Irrtums lauert in dieser Welt überall Trennung und Tod, ist für sie randvoll mit Nichts und mit Nichtigkeiten gefüllt. Die Welt bekommt schließlich für sie die Bedeutung (mana) der Hölle. Alles ist für sie im Augenblick des Daseins zugleich auch schon in ein grenzenloses Nichts gehüllt. Vergangenheit und Zukunft sind für sie von Finsternis erfüllt. Nur in diesem ganz kurzen gegenwärtigen Augenblick vermögen sie das traurige Licht des Daseins zu finden. Im Geheimnis des Qur'an und im Lichte des Glaubens jedoch wird ein Licht des Daseins von Ewigkeit zu Ewigkeit sichtbar, eine Verbindung zu ihm hergestellt und die Ewige Glückseligkeit zur Gewissheit .</p><p><strong>Zusammenfassung:</strong> Wir wollen nach Art eines ägyptischen Dichters sagen: </p><ul> <li data-xf-list-type="ul">Wenn meine Seele (nefes; Atem) zum Ozean (des unendlichen Wissens) zurückkehrt<br /> und aus dem engen Käfig meiner Brust entflieht,<br /> werde ich dennoch bis meine Stimme bricht,<br /> rufen: Oh Wahrhaftiger (haqq)! Allgegenwärtiger (maudschud)! Lebendiger (hayy)! Einzig Angebeteter (ma´bud)!<br /> Oh Allweiser (hakim)! Einzig Erstrebter (maqsud)! Allbarmherziger (rahim)! Der einzige wahre Freund (vedud)!</li> </ul><p><img src="https://risaleforum.net/uploads/RTEmagicC_2376bbab10.gif.gif" alt="" class="fr-fic fr-dii fr-draggable " style="" />Und so sprach ich denn mit lauter Stimme:</p><p></p><p></p><p> »Es gibt keine Gottheit außer Gott, dem König der offensichtlichen Wahrheit. Mohammed ist der Gesandte Gottes, der das zuverlässige Versprechen (Gottes den Menschen das Paradies zu schenken) bestätigt hat.«</p><p></p><p></p><p></p><p>Und diesen Glauben (an Gott, seinen Propheten und das Jenseits) bekenne und beweise ich:</p><p></p><p></p><p> </p><p></p><p></p><p> »Denn die Auferstehung nach dem Tode ist wahr und das Paradies ist wahr und das Feuer ist wahr und auch die ewige Glückseligkeit ist wahr und fürwahr ist Gott der Allbarmherzige, der Allweise, der Freund (vedud) und fürwahr umfasst die Barmherzigkeit, die Weisheit und Liebe (muhabbet) alle Dinge und alle Seine Werke. Und sie sagten: Lobpreis und Dank sei Gott, der uns bis hierher geführt hat. Ohne Gottes Führung hätten wir nicht bis hierher gelangen können. Denn es kamen die Gesandten unseres Herrn mit der Wahrheit. Gepriesen seiest Du! Wir haben kein Wissen außer dem, das Du uns gelehrt hast. Du bist der Allwissende, der Allweise. Oh Herr, ziehe uns nicht zur Rechenschaft, wenn wir unachtsam oder vergesslich sind! Oh Gott, segne Mohammed, unseren Herrn (Seyyid)! Möge Dir unser Gebet (Salah) angenehm sein, erfüllt von seiner Wahrheit! Segne ihn und seine Familie und seine Gefährten und schenke ihnen Deinen Frieden. Amin. Lobpreis und Dank sei Gott, dem Herrn der Welten! Gepriesen sei der, welcher die Erde zu einem Garten gemacht hat, einem Messegelände zur Ausstellung Seiner Kunstwerke, einem Versammlungsort alles, dessen, was Er erschaffen hat, einem Erscheinungsort Seiner Macht, einem Quellgrund Seiner Weisheit, einem Garten für die Blumen Seiner Barmherzigkeit, einem Saatfeld für das Paradies, einer Zugstraße aller Geschöpfe, einem Bett für den Strom des Daseins, einem Scheffel für Seine Schätze, zu einer Festhalle verziert mit Tieren und geschmückt mit Vögeln. Hier bringen die Bäume ihre Früchte hervor und auch noch andere Pflanzen ihre Blüten, die Wunder Seines Allwissens und die Herrlichkeiten Seines Wirkens, die Geschenke Seiner Freigiebigkeit, die Zeugnisse Seiner Güte (lutuf), die Beweise für Seine Einheit und für Seine Weisheit in all ihren Feinheiten, Zeugen Seiner Barmherzigkeit. Das Lächeln der Blumen lebt weiter in ihren Früchten. Es zwitschern die Vögel in der Morgenluft. Es klopft der Regen an die Kelche der Blumen, ist ein Schmuck für die Blumen, lässt die Früchte gedeihen in diesen Gärten (der Welt). Es erbarmen sich die Mütter über die Kleinen unter den Tieren und den Menschen. Du bist es, der das Herz des Freundes durchforscht, in das Herz des Erbarmenden die Liebe senkt, dem Barmherzigen das Erbarmen schenkt, der dem Mitleidigen das Mitleid verleiht. Du gewährst es den Dschinnen und Menschen, allem, was da im Himmel und auf Erden lebt, den Engeln und allen, denen Du das Leben geschenkt hast.«</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="ABDULLAH4, post: 290320, member: 1004566"] [b]Cevap: Risale-i Nur lesen -Vierundzwanzigster Brie f[/b] [h=1]Zweites Kapitel[/h] Es besteht aus der Einleitung und fünf Zeichen, die Einleitung aus zwei Abschnitten. [B]Erster Abschnitt:[/B] Mit den folgenden fünf »Zeichen« soll je ein Beispiel in der Art eines kleinen, unscheinbaren Fernglases geschildert werden, um in diesem die Attribute des Herrn beobachten zu können. Diese Beispiele können die Wahrheit über die Attribute des Herrn nicht erfassen, nicht umgreifen, ihr nicht zum Vergleich dienen, sie jedoch veranschaulichen. Diese Begriffe in den folgenden Beispielen und den bereits erwähnten Hinweisen entsprechen infolge der Unzulänglichkeit alle Beispiele den Attributen des Heiligen (aqdes) nur unvollkommen. [B]Zum Beispiel:[/B] Die uns bekannte Bedeutung solcher Begriffe wie Freude, Genuss und Zufriedenheit kann nicht die Attribute des Heiligen (muqaddes) wiedergeben, sind nur Anhaltspunkt für unsere Betrachtungen, eine Art Beobachtungsturm für unsere Überlegungen. Des Weiteren beweisen diese Beispiele auch die Richtigkeit eines Gesetzes, wie es im Wirken des Herrn erkennbar wird, indem sie anhand eines kleines Beispiels einen Zipfel dieses allumfassenden gewaltigen Gesetzes des Herrn aufzeigen. Wenn zum Beispiel eine Blume aus dem Dasein scheidet, sagt man, dass sie dieses Dasein (in ihrem Samen) tausendfach zurücklässt. Damit wird ein gewaltiges Gesetz des Herrn aufgezeigt. In jedem Herbst und sogar in allen Geschöpfen in der ganzen Welt ist dieses Gesetz des Herrn am Werk. In der Tat ist das Gesetz, nachdem der Allbarmherzige Schöpfer das Federkleid eines Vogels wechselt und erneuert, das gleiche Gesetz, nach dem der Allweise Meister in jedem Jahr das Kleid der Erde erneuert. Es ist auch das gleiche Gesetz, nachdem Er mit jeder Epoche das Gesicht der Welt verändert. Nach dem gleichen Gesetz wird Er auch am Tage der Auferstehung das All umwandeln und verändern. Nach den gleichen Gesetzen, nach denen er die Elektronen wie die Mevlevi-Derwische tanzen lässt, nach eben dem selben Gesetz lässt er auch den Erdball sich drehen wie einen Derwisch, der sich in Ekstase erhoben hat. Und nach dem selben Gesetz lässt Er die Welten kreisen und die Galaxien sich drehen. Des Weiteren erneuert Er auch, nach dem selben Gesetz, nach dem Er die Zellen in den Organen Deines Körpers regeneriert, repariert oder demontiert, deinen Garten oftmals in jedem Jahr und zu jeder Jahreszeit nach dem gleichen Gesetz. Nach dem selben Gesetz erneuert Er jeden Frühling das Antlitz der Erde und überdeckt es mit einem frischen Schleier. Nach dem selben Gesetz, nach dem der Allmächtige Schöpfer einer Mücke in Weisheit das Leben schenkt, nach dem gleichen Gesetz belebt Er in jedem Frühling auch die Platane vor unseren Augen, nach dem selben Gesetz belebt Er in jedem Frühling auch den Erdball und nach dem gleichen Gesetz wird Er auch am Auferstehungstage die Geschöpfe wieder beleben. Auf dieses Geheimnis weist auch der Qur'an hin, wenn er sagt: »Eure Erschaffung und eure Wiedererweckung ist nicht mehr als die einer einzelnen Seele.« und so weiter, vergleiche entsprechend! Gleich diesem gibt es noch viele andere Gesetze des Herrn, die von den Elektronen angefangen bis zum gesamten Weltall hin wirksam sind. So betrachte denn die Größe dieser Gesetze, die im Wirken des Herrn sichtbar werden, achte auf den Umfang ihrer Gültigkeit und erkenne darin das Geheimnis der Einheit (vahdet)! Wisse, dass jedes Gesetz ein Zeugnis für diese Einheit ist! Diese so zahlreichen und so großartigen Gesetze sind in der Tat, da jedes von ihnen eine Erscheinungsform des Wissens (ilim) und Wollens (irade), überall einheitlich (vahid) gültig und allumfassend ist, ein absolut sicherer Beweis für die Einheit (vahdaniyet) des Meisters, für sein Wissen und Wollen. So weisen denn die meisten Beispiele in den meisten »Worten« (Sözler) auf die Richtigkeit desselben Gesetzes hin, indem sie jeweils mit einem kleinen Beispiel auf den Zipfel eines solchen Gesetzes hinweisen, was zu beweisen war. Da aber nun einmal durch ein solches Beispiel die Richtigkeit des Gesetzes aufgezeigt wird, kann es nach Art einer logischen Beweisführung (mantik) mit Gewissheit den Beweis für das erbringen, was zu beweisen war. Das heißt, dass die meisten Beispiele in den »Worten« (Sözler) die Kraft je eines sicheren Zeugnisses, eines unwiderlegbaren Beweises haben. [B]Zweiter Abschnitt:[/B] Wie wir bereits in der zehnten »Wahrheit« (Hakikat) des Zehnten »Wortes« (Söz) gesagt haben, ist die Zahl der Ziele und Bedeutungen (hikmet) jeder einzelnen Blüte, jeder einzelnen Frucht (eines Baumes) ebenso groß wie die Zahl der Blüten und Früchte, die dieser Baum trägt. Von diesen Bedeutungen aber gibt es drei Arten. Die erste Art ist dem Meister zugewandt, weist auf die Ornamente Seiner Namen hin. Eine andere Art ist den bewusstseintragenden Wesen zugewandt, in deren Augen (diese Blüten und Früchte) kostbare Briefe und bedeutsame Worte (Gottes) sind. Eine letzte Art ist dem eigenen Sein (nefs) und Leben (hayat) und der Beständigkeit (beqa) zugewandt. Sind (diese Blüten und Früchte) nützlich für den Menschen, so richtet sich ihre Bedeutung auch nach dem Wert, den sie für den Menschen haben. Als ich also einmal darüber nachdachte, dass jedes Sein dergestalt viele Ziele haben sollte, stiegen die folgenden arabischen Sätze in Form einer Notiz als Grundlage der folgenden »fünf Zeichen« und als Hinweise auf die umfassenden Ziele (des Seins) vor meinem Geiste auf: »Diese sichtbar gewordenen Dinge (maudschudat) sind ein Abglanz, der fließt und ein Spiegel, der sich bewegt. In ihm erneuern sich die Erscheinungen der geschaffenen Lichter (aus der Hand) dessen, der gepriesen sei. Erstens; durch die Veränderung der äußerlichen Form, nachdem deren wunderbare Bedeutung (mana) und bildliche Vorstellung festgehalten (hafis) wurde. Zweitens; infolge der unsichtbaren Wahrheiten und der Aufzeichnungen auf der Tafel (lauh). Drittens; weil die Früchte dem Jenseits entwachsen und ihre Bilder unvergänglich sind. Viertens; weil alles Sein seinen Herrn lobpreist und das Wirken der Namen (Gottes) zeigt. Fünftens; weil sich die Attribute des Hochgepriesenen zeigen und Seinem Allwissen (ilm) Zeugnis geben.« So enthalten denn diese fünf Sätze die Prinzipien dieser »Zeichen«, die wir nachstehend behandeln wollen. Es hat in der Tat alles Sein (und das Belebte besonders) in fünf Schichten ganz und gar unterschiedliche Ziele und Bedeutungen (hikmet). Denn so, wie jeder fruchttragende Baum verschiedene, übereinander liegende Äste hervortreibt, so finden wir auch bei allem, was da lebt, Ziele und Bedeutungen in fünf verschiedenen Schichten vor. Oh du vergänglicher Mensch! Möchtest du, dass deine Wahrheit, die einem kleinen Samenkorn gleicht, sich in einen dauerhaften (baqi) fruchttragenden Baum verwandelt und möchtest du in zehn Schichten die Früchte in Händen halten, die dir in fünf Hinweisen gezeigt werden und möchtest du die zehn Arten von Zielen erreichen, dann musst du den wahren Glauben in Händen halten. Anderenfalls wirst du all diese Dinge verlieren und eingeengt in diesen Kern verderben. [B]Erstes Zeichen:[/B] »Erstens; durch die Veränderung der äußerlichen Form, nachdem deren wunderbare Bedeutung (mana) und bildliche Vorstellung festgehalten (hafis) wurde.« Die Bedeutung dieses Satzes ist die: Das Sein, das aus dem Dasein geschieden ist, geht offensichtlich in seinen Untergang, in das Nichts (fena). Doch das, was es zum Ausdruck gebracht hat, bleibt bestehen und wird aufbewahrt. Seine Bildgestalt, sein Aussehen und auch sein Wesen wird in der Welt der Gleichnisse und auf einer wohlbewahrten Tafel (lauhi mahfudh), welche ein Beispiel der Welt der Gleichnisse ist, und im Gedächtnis, welches ein Muster einer wohlbewahrten Tafel ist, aufbewahrt. Das heißt, es verliert seine körperliche Gestalt und gewinnt dafür Hunderte von Gestalten aus Wissen und Bedeutung. Zum Beispiel: Zur Vorbereitung einer Druckvorlage setzt und formt man Buchstaben. Dann druckt man die Seite. Nachdem die Vorlage an viele bedruckte Blätter Form und Inhalt weiter gegeben hat und den Sinn in vielen Gehirnen verbreitet hat, werden Satz und Form der Vorlage verändert. Denn da man sie nun nicht mehr benötigt, müssen nun andere Druckvorlagen vorbereitet werden. Genauso wie in diesem Beispiel verleiht die Feder des göttlichen Vorherwissens (qader) allem Sein auf Erden, besonders aber den Pflanzen Satz und Form und Seine Macht bringt es auf der Seite des Frühlings ins Dasein. Dort bringt es seine wunderbare Bedeutung (mana) zum Ausdruck, seine Bildgestalt und sein Aussehen werden in das Heft der unsichtbaren Welt wie auch der Welt der Gleichnisse eingetragen. Die Weisheit (Gottes) erfordert, dass diese Form wieder verändert wird, damit im kommenden Frühling eine neue Seite geschrieben werden kann. Auf ihr sollen dann wieder neue Existenzen ihrer Bedeutung Ausdruck verleihen. [B]Zweites Zeichen:[/B] »Zweitens; infolge der unsichtbaren Wahrheiten und der Aufzeichnungen auf der Tafel (lauh).« [IMG]https://risaleforum.net/uploads/RTEmagicC_2376bbab10.gif.gif[/IMG]Dieser Satz weist darauf hin, dass alle Dinge, große wie kleine, nachdem sie dieses Dasein verlassen haben (und das gilt besonders für die belebten Dinge), einem Zweck dienen, hinter dem uns dessen größere Wahrheit oft verborgen bleibt. Darüber hinaus hinterlassen sie auf den Bildtafeln in den Heften aus der Welt der Gleichnisse so viele Bilder, wie es Handlungen oder Tätigkeiten in ihrem Leben gegeben hat. Nach diesen Aufzeichnungen wird dann ihr Lebenslauf in all seiner Bedeutsamkeit verfasst, der auch als die Bestimmung (muqadderat) ihres Lebens bezeichnet wird. Diese (Bibliothek der Lebensläufe) dient dann den beseelten Wesen (ruhaniyat) als Lesesaal. So scheidet z.B. eine Blume aus diesem Dasein. Doch sie hinterlässt Hunderte von Samenkörnchen und in diesen Samenkörnchen das Wesen ihrer eigenen Existenz. Darüber hinaus hinterlässt sie Tausende von Bildern auf kleinen wohlverwahrten Tafeln und in dem Gedächtnis, das ein kleines Muster einer wohlverwahrten Tafel ist. Die bewusstseinstragenden Wesen ziehen aus den Taten dieses Lebens ihren Nutzen. (Die Blume) bewirkt, dass sie den Lobpreis (tesbihat) ihres Herrn rezitieren und die Ornamente Seiner Namen besingen und geht von dannen. Genauso ist auch der Frühling in all seinem Schmuck einer Blume in der Erde (und diese Erde ist die Welt!) gleich. Er vergeht augenscheinlich, wird zu Nichts. Doch auch er hinterlässt im Dasein an seiner Statt so viele unsichtbare Wahrheiten wie die Zahl der Samenkörner, die sie zum Ausdruck bringt, und so viele bildhafte Gestalten wie die Zahl der Blumen, die sie verbreiten, und so viele Weisheiten des Herrn wie die Zahl der Existenzen, die sie aufzeigen. Danach aber verbirgt er sich unseren Blicken. Sodann räumt dieser scheidende Frühling seinen Platz für andere Frühlingszeiten, die seine Kameraden sind, damit auch sie kommen und ihre Aufgabe erfüllen können. Das heißt also, dass dieser Frühling dem Augenschein nach sein Dasein ablegt, der Bedeutung (mana) nach aber tausendfach ins Dasein tritt. [B]Drittes Zeichen:[/B] »Drittens; weil die Früchte dem Jenseits entwachsen und ihre Bilder unvergänglich sind.« Dieser Satz bedeutet: Die Welt ist eine Werkbank und ein Saatfeld. Sie bringt ihre Ernte ein, wie es dem Markt im Jenseits entspricht. Wir haben bereits in vielen »Worten« (Sözler) das folgende bewiesen: So wie die Taten der Dschinnen und Menschen auf den Markt geschickt werden, so erfüllen auch die übrigen Existenzen in der Welt viele Aufgaben in Erwartung (w. auf Rechnung) des Jenseits und bringen eine reiche Ernte ein. Vielleicht zieht die Erde um dieser (Existenzen) willen ihre Bahn. Ja man kann sogar sagen; deswegen. Dieses Schiff des Herrn durchläuft in einem Jahr eine Strecke, die einem Fußmarsch von vierundzwanzig tausend Jahren entspricht. So umrundet es den Platz der Wiederversammlung. Zum Beispiel wünschen die Kinder des Paradieses bestimmt, sich an ihre Erlebnisse auf Erden wieder zu erinnern und sie einander zu erzählen, ja sie werden sicherlich sehr daran interessiert sein, die Tafeln (lauh) und Bilder von diesen Erlebnissen wieder zu sehen. Und sie werden bestimmt ein großes Vergnügen daran empfinden, diese Tafeln, d.h. diese Geschehnisse auf einer Leinwand wieder zu sehen. Weil dies aber so ist, wird man im Paradies, wo der Ort der Freude und die Wohnstatt der Glückseligkeit ist, in jedem Fall auf den ewigen Bildern die Unterhaltungen über die irdischen Geschehnisse und die Bilder von den irdischen Erlebnissen vorfinden, wie es in Sure 15, 47 heißt: »Sie sitzen einander auf Sesseln gegenüber.« Wenn also alle diese schönen Dinge von einem Augenblick zum anderen in Sicht kommen und wieder verschwinden, nacheinander kommen und gehen, so gleicht dies den Werkbänken in einer Fabrik, die dazu dienen, ewige Bilder zu gestalten. Wenn also die Menschen unserer heutigen Zivilisation schöne oder einzigartige Bilder aufnehmen, um vergänglichen Dingen eine Art Dauer zu verleihen und künftigen Generationen eine Erinnerung zu hinterlassen, so sind dies Geschenke, die der Zukunft mit Hilfe der Leinwand gemacht werden. Sie zeigen vergangene Zeiten und transferieren sie in die Gegenwart und in die Zukunft. Nachdem also diese Geschöpfe eines Frühlings, ja die der ganzen Erde, ihr kurzes Leben dahingebracht haben, nimmt ihr allweiser Meister in gleicher Weise ihre Ziele, die ja der bleibenden Welt zugehörig sind, in diese Welt auf. Darüber hinaus nimmt Er auch ihre Lebensaufgaben, die sie mit ihren verschiedenen Handlungen erfüllt und den Lobpreis, den sie Ihm dargebracht haben als Erfordernisse Seiner Namen »der Allweise, der Allbarmherzige, der Freund (vedud)«, in ewige Bilder auf. [B]Viertes Zeichen:[/B] »Viertens; weil alles Sein seinen Herrn lobpreist und das Wirken der Namen (Gottes) zeigt.« Dieser Satz bedeutet folgendes: Alles was da ist, bringt durch die Handlungen seines Lebens dem Herrn die verschiedensten Arten seines Lobpreises dar. Des Weiteren zeigt es die Zustände (hal), welche die göttlichen Namen erfordern und notwendig machen. Zum Beispiel: Der Name »Allbarmherziger« möchte Seine Liebe (shefqat) zeigen. Der Name »Versorger« erfordert es, (allen Seine) Versorgung zukommen zu lassen. Der Name »Allgütiger« (Latif) verlangt es, gütig zu sein. Usw. So haben alle Namen jeder für sich ihre Erfordernisse. So zeigt denn jedes Lebewesen durch sein Leben, durch sein Dasein die Erfordernisse dieser Namen auf und bringt seinen Lobpreis entsprechend der Zahl seiner Organe dem allweisen Meister gegenüber dar. [B]Zum Beispiel:[/B] Ein Mensch isst gute und schöne Früchte. Diese Früchte werden im Magen nach außen hin zerstört, zermahlen, aufgelöst. Doch geben sie außer seinem Mund und Magen auch allen Zellen seines Körpers die Freude, den Genuss eines (gut funktionierenden) Stoffwechsels. Darüber hinaus sind sie Quelle zum Dasein sehr vieler Ziele (hikmet) wie ihr Dasein in allen Ecken des Körpers, die Erhaltung des Lebens und die Fortsetzung des Lebens. Ja die Speise steigt sogar von der pflanzlichen Existenz zur Stufe des menschlichen Lebens empor und entfaltet sich so. In gleicher Weise verbleiben an Stelle der Existenzen, wenn sie sich hinter dem Vorhang der Vergänglichkeit verbergen, jeweils sehr viele Lobpreisungen zurück. Auch sehr viele Ornamente und Erfordernisse der göttlichen Namen bleiben in Händen dieser Namen zurück. Das heißt, dass sie sich einer immerwährenden (baqi) Existenz anvertrauen und so von hinnen gehen. Wenn also nun eine vergängliche, vorübergehende Existenz aus dem Dasein scheidet und an ihrer Stelle Tausende von Existenzen zurückbleiben, durch die eine Art Beständigkeit (baqi) sichtbar wird, kann man dann etwa sagen, dass es ihr geschadet hätte oder sie sinnlos gewesen sei, oder fragen, warum dieses hübsche Geschöpf gehen musste? oder sich darüber beklagen? Nein! Vielmehr erfordert es die ihr zukommende Barmherzigkeit, Weisheit und Liebe (muhabbet) so und so muss es auch sein. Anderenfalls wäre es notwendig, auf Tausende von Vorzügen zu verzichten, damit ein einziger Schade nicht entstehen solle, wodurch aber tausendfacher Schaden entstünde. Das also heißt, dass die Namen »Allbarmherziger, Allweiser, Freund« sich nicht gegen Tod und Trennung richten, sie vielmehr notwendig machen, erfordern. [B]Fünftes Zeichen:[/B] »Fünftens; weil sich die Attribute des Hochgepriesenen zeigen und Seinem Allwissen (ilm) Zeugnis geben.« Dieser Satz bedeutet: »Die Geschöpfe – und besonders die beseelten unter ihnen – hinterlassen, nachdem sie das Kleid ihres Daseins abgelegt haben, viele beständige Dinge; sodann gehen sie.« Wie wir also bereits im zweiten Hinweis erklärt haben, kommt in den Taten Seiner Herrschaft Seine unendliche Liebe (muhabbet), Seine unbegrenzte Zuwendung (shefqat), Seine grenzenlose Genugtuung (Sein Stolz auf das Gelingen Seiner geliebten Schöpfung), Seine – mit Verlaub zu sagen – heilige unendliche Zufriedenheit, Seine Freude, Sein – man verzeihe den Ausdruck! – grenzenlos heiliger Genuss, Seine lautere Freude zum Ausdruck, so wie es der Heiligkeit des Notwendig-Seienden gemäß ist und Seiner durch nichts zu schmälernden Vollkommenheit gebührt, dessen Spuren ja auch ganz offensichtlich zu erkennen sind. So werden denn die Existenzen durch dieses Wirken in einer Staunen erregenden Bewegung, schnell durch alle Veränderungen und Verwandlungen, durch Tod und Vergehen hindurchgeführt und in ununterbrochener Folge aus der bezeugten Welt heraus in die unsichtbare Welt hinübergesandt, so wie es (Gottes) Taten erfordern. Und durch die Erscheinung dieses Wirkens (Gottes) werden die Geschöpfe gleich Reisenden zu Wasser und zu Lande ständig hin und her geworfen, gestoßen, geschleudert. Sie lassen die Ohren der Kinder des Gottvergessens vom Wehgeschrei der Trennung und des Todes gellen und im Gehör der Kinder der Rechtleitung die Rufe und den Gesang des Gottesgedenkens (dhikr) und Seines Lobpreises ertönen. Auf Grund dieses Geheimnisses lässt eine jede Existenz ihre Bedeutungen, Qualitäten und Formen im Dasein zurück, wird zu einer immerwährenden Quelle der Erscheinungen der immerwährenden Attribute des Notwendig-Seienden und geht so aus dem Dasein. Zudem hinterlässt diese Existenz alle Formen und Gestalten, die sie in ihrem ganzen Leben getragen hat in den Daseinsbereichen des Wissens (ilm), d.h. den deutlichen Büchern (imam-i mubin; das Buch vom Wissen Gottes und kitab-i mubin; das Buch von Seinen Plänen, welche zusammen die Wohlverwahrte Tafel, lauh-i mahfudh, bilden), die man auch als das Urwissen bezeichnet, als ein umfassendes Beispiel ihres äußerlichen Daseins und geht so hinüber in das andere Sein. Das heißt also, dass alles, was vergänglich ist, ein Dasein zurück lässt, jedoch Tausende von Seinsformen gewinnt und sie andere gewinnen lässt. [B]Zum Beispiel:[/B] In einer Fabrik steht eine Wundermaschine. In sie werden mancherlei ganz gewöhnliche Stoffe hineingeworfen, wo sie ganz offensichtlich zu verbrennen und dadurch vernichtet zu werden scheinen. Doch werden in dieser Fabrik aus ihnen sehr kostbare Chemikalien und Medikamente herausdestilliert. Außerdem werden die Zahnräder dieser Maschine durch die mit ihrer Hilfe erzeugte Energie und durch den so gewonnenen Dampf angetrieben, wodurch einerseits Stoffe gewebt werden können, während andererseits eine Druckerei betrieben, Zucker gewonnen und noch andere kostbare Dinge produziert werden. Das heißt also, dass durch die Umwandlung (Verbrennung, Verdampfung, Sublimation usw.) ganz gewöhnlicher Stoffe und ihre augenscheinliche Vernichtung, Tausende anderer Dinge ihr Dasein erhalten. Das aber heißt wiederum, dass ein gewöhnliches Ding verschwindet, jedoch viele Dinge als Erben im Dasein zurücklässt. Könnte man also in diesem Falle etwa sagen, dass es um diesen Stoff schade gewesen sei? Wollte man etwa den Besitzer einer solchen Fabrik anklagen, weil er kein Mitleid mit all diesen schönen Dingen gehabt, sie verbrannt, vernichtet habe? In gleicher Weise betreibt auch der Schöpfer, Er, der Allweise, der Allbarmherzige, der Freund (vedud), Er, der erhaben ist über alle Beispiele und über jeden Vergleich in Seiner Allweisheit, Seiner Allbarmherzigkeit, Seiner Freundschaft diese kosmische Fabrik, macht darin alle vergänglichen Dinge zu einem Samenkorn der ewigen Dinge, zu einem Quellgrund Seiner ewigen Zwecke, zu Dingen, in denen das Wirken des Hochgepriesenen sichtbar wird, gebraucht sie wie Tinte für die Feder Seines Vorauswissens (qader), wie ein Weberschiffchen für das Weben Seiner Macht und für noch sehr viele andere, uns nicht bekannte, reichliche Gnadengaben, Ziele und Zwecke, wodurch Er in der Allmacht Seines Wirkens das All in Bewegung versetzt. Er lässt die Elektronen in den Atomen kreisen, schickt die Dinge auf die Reise, die Tiere auf ihre Wanderung, lässt die Planeten ihre Bahnen ziehen. Durch Ihn verkündigt Ihn das All, rezitiert im Schweigen Seine Zeichen (Ayat; Verse) und schreibt sie nieder (im Buch der Schöpfung). So tut Er auch mit den vier irdischen Geschöpfen (Elementen) vom Standpunkte Seiner Herrschaft aus. Er macht die Luft zum Thron Seiner Befehle (emir) und Seines Willens (irade), das Element »Licht« (Feuer, Energie) zu einem weiteren Thron für Sein Wissen (ilm) und Seine Weisheit (hikmet), das Wasser zu einem weiteren Thron für Seine Güte und Barmherzigkeit und die Erde zu einer Art von Thron für die Bewahrung und Belebung (der Schöpfung). Drei dieser Throne, dieser vier Elemente (Licht, Luft und Regen) ziehen über uns dahin. So sollst du denn nun wissen und dir sicher sein, dass diese leuchtende und erhabene Wahrheit, so wie wir sie in den obigen fünf Hinweisen und fünf Zeichen dargestellt haben, nur im Lichte des Qur'an gesehen und in der Kraft des Glaubens erlangt werden kann. Anderenfalls tritt an die Stelle dieser immerwährenden Wahrheit eine von Schrecken erfüllte Finsternis. Denn den Kindern des Irrtums lauert in dieser Welt überall Trennung und Tod, ist für sie randvoll mit Nichts und mit Nichtigkeiten gefüllt. Die Welt bekommt schließlich für sie die Bedeutung (mana) der Hölle. Alles ist für sie im Augenblick des Daseins zugleich auch schon in ein grenzenloses Nichts gehüllt. Vergangenheit und Zukunft sind für sie von Finsternis erfüllt. Nur in diesem ganz kurzen gegenwärtigen Augenblick vermögen sie das traurige Licht des Daseins zu finden. Im Geheimnis des Qur'an und im Lichte des Glaubens jedoch wird ein Licht des Daseins von Ewigkeit zu Ewigkeit sichtbar, eine Verbindung zu ihm hergestellt und die Ewige Glückseligkeit zur Gewissheit . [B]Zusammenfassung:[/B] Wir wollen nach Art eines ägyptischen Dichters sagen: [LIST]Wenn meine Seele (nefes; Atem) zum Ozean (des unendlichen Wissens) zurückkehrt und aus dem engen Käfig meiner Brust entflieht, werde ich dennoch bis meine Stimme bricht, rufen: Oh Wahrhaftiger (haqq)! Allgegenwärtiger (maudschud)! Lebendiger (hayy)! Einzig Angebeteter (ma´bud)! Oh Allweiser (hakim)! Einzig Erstrebter (maqsud)! Allbarmherziger (rahim)! Der einzige wahre Freund (vedud)! [/LIST] [IMG]https://risaleforum.net/uploads/RTEmagicC_2376bbab10.gif.gif[/IMG]Und so sprach ich denn mit lauter Stimme: »Es gibt keine Gottheit außer Gott, dem König der offensichtlichen Wahrheit. Mohammed ist der Gesandte Gottes, der das zuverlässige Versprechen (Gottes den Menschen das Paradies zu schenken) bestätigt hat.« Und diesen Glauben (an Gott, seinen Propheten und das Jenseits) bekenne und beweise ich: »Denn die Auferstehung nach dem Tode ist wahr und das Paradies ist wahr und das Feuer ist wahr und auch die ewige Glückseligkeit ist wahr und fürwahr ist Gott der Allbarmherzige, der Allweise, der Freund (vedud) und fürwahr umfasst die Barmherzigkeit, die Weisheit und Liebe (muhabbet) alle Dinge und alle Seine Werke. Und sie sagten: Lobpreis und Dank sei Gott, der uns bis hierher geführt hat. Ohne Gottes Führung hätten wir nicht bis hierher gelangen können. Denn es kamen die Gesandten unseres Herrn mit der Wahrheit. Gepriesen seiest Du! Wir haben kein Wissen außer dem, das Du uns gelehrt hast. Du bist der Allwissende, der Allweise. Oh Herr, ziehe uns nicht zur Rechenschaft, wenn wir unachtsam oder vergesslich sind! Oh Gott, segne Mohammed, unseren Herrn (Seyyid)! Möge Dir unser Gebet (Salah) angenehm sein, erfüllt von seiner Wahrheit! Segne ihn und seine Familie und seine Gefährten und schenke ihnen Deinen Frieden. Amin. Lobpreis und Dank sei Gott, dem Herrn der Welten! Gepriesen sei der, welcher die Erde zu einem Garten gemacht hat, einem Messegelände zur Ausstellung Seiner Kunstwerke, einem Versammlungsort alles, dessen, was Er erschaffen hat, einem Erscheinungsort Seiner Macht, einem Quellgrund Seiner Weisheit, einem Garten für die Blumen Seiner Barmherzigkeit, einem Saatfeld für das Paradies, einer Zugstraße aller Geschöpfe, einem Bett für den Strom des Daseins, einem Scheffel für Seine Schätze, zu einer Festhalle verziert mit Tieren und geschmückt mit Vögeln. Hier bringen die Bäume ihre Früchte hervor und auch noch andere Pflanzen ihre Blüten, die Wunder Seines Allwissens und die Herrlichkeiten Seines Wirkens, die Geschenke Seiner Freigiebigkeit, die Zeugnisse Seiner Güte (lutuf), die Beweise für Seine Einheit und für Seine Weisheit in all ihren Feinheiten, Zeugen Seiner Barmherzigkeit. Das Lächeln der Blumen lebt weiter in ihren Früchten. Es zwitschern die Vögel in der Morgenluft. Es klopft der Regen an die Kelche der Blumen, ist ein Schmuck für die Blumen, lässt die Früchte gedeihen in diesen Gärten (der Welt). Es erbarmen sich die Mütter über die Kleinen unter den Tieren und den Menschen. Du bist es, der das Herz des Freundes durchforscht, in das Herz des Erbarmenden die Liebe senkt, dem Barmherzigen das Erbarmen schenkt, der dem Mitleidigen das Mitleid verleiht. Du gewährst es den Dschinnen und Menschen, allem, was da im Himmel und auf Erden lebt, den Engeln und allen, denen Du das Leben geschenkt hast.« [/QUOTE]
Adı
İnsan doğrulaması
Peygamber Efendimiz a.s.v.'ın kabri nerededir? (Sadece şehir adını küçük harfler ile giriniz)
Cevap yaz
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